Ob als Strauch oder Staude – Päonien verschönern den Garten jeden Frühling. Mit ihren weißen, cremefarbenen, gelben, rosafarbenen oder leuchtend roten Blüten ziehen sie alle Blicke auf sich, geben die Diva und lassen manchmal auf ihren großen Auftritt warten. Stellen Sie sich vor, Sie würden die Vorstellung absichtlich sabotieren – nicht aus Bosheit, sondern einfach, um zu sehen, wie diese großen Damen darauf reagieren.
In diesem Artikel zeigen wir Ihnen mit einer Prise Ironie und einer guten Portion Sarkasmus, wie Sie Ihre Päonien garantiert nicht zum Erfolg führen – und verraten Ihnen dabei ganz nebenbei die Geheimnisse für prächtiges Wachstum. Denn auch aus Misserfolgen lässt sich etwas lernen, oder?
Lektion 1: Die Ansprüche der Päonie an den Standort ignorieren
Wenn Sie Ihre Päonien bereits bei der Pflanzung zum Scheitern bringen möchten, setzen Sie sie am besten in den Schatten. Unter dem Blätterdach von Bäumen und geschützt vor den Sonnenstrahlen schaffen Sie so unwissentlich die perfekte Kulisse für eine frustrierende Vorstellung. Ohne ihre wichtigste Lichtquelle verkümmern die Päonien – oder sie blühen gar nicht erst.
Was würde jedoch geschehen, wenn Sie sich gegen dieses Schattenszenario voller Tristesse auflehnen und das Drehbuch ändern? Ja, diese Gartendiven verlangen nach Sonne als Scheinwerfer – und zwar mindestens sechs Stunden täglich! Darin liegt ihr Geheimnis für eine spektakuläre Blüte.
Lektion 2: Die Bodenart vernachlässigen
Im zweiten Akt unserer Gartenoper übernimmt der Boden die Rolle des Dirigenten und bestimmt Tempo und Qualität des Auftritts unserer pflanzlichen Stars. Wenn Sie absichtlich einen verdichteten, lehmigen und natürlich völlig durchnässten Boden wählen, komponieren Sie für Ihre Päonien eine dissonante Symphonie. Ihre Wurzeln finden als frustrierte Musikerinnen nur schwer ihren Rhythmus. In diesem luftarmen Boden können sie weder atmen noch sich entfalten.
Was wäre jedoch, wenn Sie sich gegen diese unterirdische Kakophonie auflehnen und für Harmonie sorgen? Das Geheimnis liegt in der Zusammensetzung des Bodens! Päonien bevorzugen einen gut durchlässigen, mit organischer Substanz angereicherten Boden – Kompost ist dabei Ihr bester Freund – und möglichst einen neutralen pH-Wert. Dann finden ihre Wurzeln ein nährendes Echo und können eine Blüte hervorbringen, die den größten Ovationen würdig ist.
Lektion 3: Zu viel oder zu wenig gießen
Setzen wir unser Improvisationstheater fort, mit der Bewässerung in einer Hauptrolle. Wechseln Sie zwischen reichlichem Gießen wie bei einem Wildbach und der Trockenheit einer Wüste ab. So versetzen Sie Ihre Päonien in einen Zustand dauerhaften Stresses. Die Wurzeln Ihrer Pflanzen versuchen wie Tänzerinnen, einer chaotischen Musik zu folgen: einmal werden sie von einer Wasserwelle überschwemmt, dann suchen sie verzweifelt nach dem kleinsten Tropfen in einem vor Durst rissigen Boden. Eines ist sicher: Der Tanz findet bald ein Ende!
Wenn Sie sie jedoch weder ertränken noch austrocknen lassen möchten, liegt der Schlüssel im richtigen Maß. Gießen Sie gezielt und maßvoll, sobald die Erde in 2 cm Tiefe trocken ist. Dieses Gleichgewicht bietet Ihren Päonien die ideale Bühne für einen glanzvollen Auftritt.
Lektion 4: Krankheiten und Parasiten ignorieren
Kehren wir auf unsere Gartenbühne zurück: Sie beschließen, dass Krankheiten und Parasiten in diesem Stück ungehindert mitspielen dürfen und dadurch selbst ins Rampenlicht treten. Ihre Päonien als Hauptdarstellerinnen sind schutzlos einem Szenario ausgeliefert, in dem sie allein gegen manchmal unsichtbare, aber äußerst wirksame Gegner kämpfen müssen. Ohne Ihr Eingreifen wird der Garten zur Tragödienbühne, auf der Pilzkrankheiten und Parasiten plötzlich die Hauptrollen übernehmen. Genau das wollten Sie doch, oder?
Wenn Sie jedoch die Rolle einer aufmerksamen Gartenregie übernehmen und die Kulisse nach ersten Anzeichen eines schädlichen Handlungsverlaufs absuchen, können Sie Ihre Päonien mit den nötigen Maßnahmen schützen. Gezielte Behandlungen und vorbeugende Pflege sind wie eine Neufassung des Drehbuchs zugunsten Ihrer Päonien und ermöglichen ihnen einen glanzvollen Auftritt.
Lektion 5: Der improvisierte Rückschnitt
Und wenn Sie sich für den letzten Akt dieses Artikels in „Edgar mit den silbernen Händen“ verwandeln würden, als Doppelgänger des berühmten Edward – nur mit weniger Talent? Schneiden Sie die Päonien mit einer Schere, die Sie zuvor nicht gereinigt haben, ohne Plan und ohne jedes Augenmaß. Sie könnten glauben, ein avantgardistisches Meisterwerk zu gestalten. Tatsächlich improvisieren Sie nur, schneiden hier und dort und mitten in der Blütezeit! Dieses planlose Vorgehen ist das perfekte Drehbuch für ein botanisches Drama: Die Päonien werden zu Darstellerinnen ihrer eigenen Tragödie, stehen entblößt da und verlieren an Kraft. Ein Melodrama wie aus dem Lehrbuch!
Wenn Sie Ihren Garten dagegen mit kontrollierter Kreativität gestalten möchten, warten Sie mit dem Rückschnitt bis zum Ende der Blütezeit. Dann fällt der Vorhang, und die Päonien sind bereit, sich hinter den Kulissen zu regenerieren. Dieser überlegte Rückschnitt ist keine Improvisation, sondern eine sorgfältige Probe für die Vorstellung des nächsten Jahres. Er hält die Pflanze gesund und fördert zugleich eine noch üppigere Blüte. So wird der nächste Akt mit noch größerem Glanz empfangen.
Ob als Strauch oder Staude – Päonien verschönern den Garten jeden Frühling. Mit ihren weißen, cremefarbenen, gelben, rosafarbenen oder leuchtend roten Blüten ziehen sie alle Blicke auf sich, geben die Diva und lassen manchmal auf ihren großen Auftritt warten. Stellen Sie sich vor, Sie würden die Vorstellung absichtlich sabotieren – nicht aus Bosheit, sondern einfach, […]
Wenn der Sommer sich dem Ende zuneigt und die Tage kürzer werden, kann den Gärtner ein Anflug von Melancholie erfassen. Das ist der Spätsommerblues, eine nostalgische Erinnerung an die vergangene Pracht des Gartens in voller Blüte. Fürchten Sie das Ende des Sommers nicht, sondern freuen Sie sich darauf! Während viele Pflanzen nach der sommerlichen Hitze in die Ruhephase gehen, blühen andere unermüdlich weiter oder beginnen gerade erst zu blühen. Von kurzlebigen einjährigen Pflanzen über spät oder lang blühende Stauden bis hin zu Blütensträuchern und Sommerzwiebeln befindet sich Ihr Garten noch lange nicht im Winterschlaf. Salbei, Sonnenhut, Fetthenne, Buschmalve und Hortensie verlängern, kombiniert mit den letzten Blüten der einjährigen Pflanzen, das Blütenspektakel! Diese spät blühenden Blumen schenken dem Garten neues Leben, wenn die meisten Pflanzen ihren großen Auftritt bereits beendet haben. Im Spätsommer kommen sie dem niedergeschlagenen Gärtner zu Hilfe und blühen mit neuer Kraft. Entdecken Sie diese lang blühenden Blumen, die vom Ende des Sommers bis in den Herbst blühen und so die schöne Jahreszeit verlängern!
Einjährige Blumen: ein kurzlebiges, aber spektakuläres Schauspiel
Trotz ihrer kurzen Lebensdauer sind einjährige Pflanzen und Einjährige und zweijährige Pflanzen unverzichtbare Begleiter, um den Garten über viele Monate hinweg üppig zum Blühen zu bringen. Sie erfüllen die unterschiedlichsten Wünsche. Im Freiland oder in Töpfen sorgen sie für farbenfrohe und fröhliche Arrangements. Es gibt sie in unzähligen Farben, die endlose Kombinationen ermöglichen – Ton in Ton oder einfarbig, elegant oder spritzig! Außerdem sind sie einfach zu kultivieren und zu pflegen. Sie schließen Lücken zwischen Sträuchern und Stauden. Diese schönen einjährigen Pflanzen blühen ab Juni meist fünf Monate lang, manchmal sogar länger, ohne Unterbrechung und sorgen so für eine ganze Blütesaison. Trotz ihrer begrenzten Lebensdauer sind diese Einjährigen eine hervorragende Möglichkeit, Ihren Garten bis zum Herbstanfang strahlend und farbenfroh zu halten. Pflanzen Sie die Wurzelballen im Frühjahr. Sie können die Samen auch direkt an Ort und Stelle säen, sobald sich der Boden ausreichend erwärmt hat. In Mixed-Borders, an Beetvorderseiten sowie in Pflanzgefäßen und Balkonkästen kommen sie besonders schön zur Geltung. Sie lassen sich sehr leicht mit anderen Sommerblühern, Stauden oder Sommerzwiebeln kombinieren. Zu den besonders blütenreichen Arten zählen:
- Der Ziertabak oder Nicotiana bringt mit seinen farbigen Trompetenblüten einen Hauch Exotik in den Garten. Die Blüten reichen von Weiß über leuchtendes Rosa bis Rot und duften am späten Nachmittag.
- Auch Petunie, Petchoa und Zauberglöckchen sind wegen ihrer üppigen und ununterbrochenen Blüte bemerkenswert. Sie dauert von Mai bis zum ersten Frost. Mit ihren zwei- oder dreifarbigen sowie gestreiften Trompetenblüten bieten sie eine unendliche Vielfalt an kräftigen, tiefen oder pastelligen Farben – manchmal sogar an der Grenze zum Kitsch.
- Die einjährige Lobelie blüht ohne Unterbrechung bis zum ersten Frost und ist ebenfalls in vielen leuchtenden Farben erhältlich.
- Die eleganten Schmuckkörbchen bezaubern mit großen, einfachen und luftigen Blüten in vielen verschiedenen Farben. Von Juni bis September bilden sie unermüdlich neue Blüten.
- Die Godetien oder Clarkien sind weitere charmante Einjährige. Sie blühen von Juni bis September besonders reich. Ihre großen seidenartigen Blüten erscheinen in verschiedenen, meist zarten Farben, einfarbig oder panaschiert.
- Pelargonien sind unverzichtbar, um Beeten, Rabatten und sonnigen Beeträndern, Ampeln sowie Balkonkästen von Mai bis Oktober Struktur und Farbe zu verleihen. Dazu gehören Zonal-Pelargonie, Efeu-Pelargonie und die „Königin der Balkonblumen“. Für jeden Geschmack und jeden Standort gibt es die passende Sorte.
- Die Garten-Zinnie ist eine hübsche spät blühende Margerite. Sie ist robust, blühfreudig und gehört zu den Einjährigen, die zuverlässig gelingen. Ihre leuchtenden, manchmal sogar üppigen Farben sorgen bis zum ersten Frost für eine ununterbrochene Blüte.
- Die Fuchsie blüht mit hängenden, einfachen oder gefüllten, oft zweifarbigen Glöckchen von Mai oder Juni bis September oder Oktober.
Außerdem gibt es Mädchenauge, Ringelblume (Calendula), Studentenblume (Tagetes), Große Kapuzinerkresse, Fettblatt, Falschen Jasmin, einjährigen Sonnenhut, Doppelhörnchen und Kapmargerite. Sie alle blühen vom Frühjahr bis zum ersten Frost.
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Stauden: das Versprechen dauerhafter Schönheit
Einige üppige oder spät blühende Stauden verlängern die schöne Jahreszeit bis in den Winter. Viele von ihnen blühen weiter, wenn die sommerliche Blütenpracht bereits nachlässt. Ihre Blütezeit reicht vom Beginn des Sommers bis zum ersten Frost. Sie kommen jedes Jahr wieder, benötigen nur wenig Pflege und bieten dafür eine Fülle an Farben. Je nach Wuchshöhe beleben sie den Vordergrund von Beeten, schließen Lücken oder bringen Struktur und Leichtigkeit. Hier finden Sie eine Auswahl unverzichtbarer Stauden, die bis September oder Oktober blühen:
- Die Aster ist ein Muss für den Spätsommer. Diese sehr winterharten Stauden, etwa Herbstastern wie Aster novi-belgii, erhellen den Spätsommer mit ihrer sternförmigen, farbenfrohen Blüte! Von August bis November bedecken sie sich mit zahlreichen kleinen weißen, blauen, violetten oder rosafarbenen Blüten. Als bienenfreundliche Pflanzen ziehen sie zahlreiche bestäubende Insekten an.
- Die Japan-Herbst-Anemone besitzt zarte, sternförmige Blüten und ist aus Spätsommer- und Herbstbeeten nicht wegzudenken. Diese Staude gehört zum typischen „Bauerngarten“ und zählt zu den schönsten Blumen für den Spätsommer im Halbschatten. Von September bis November öffnet sie ihre leuchtenden Blütenkronen. Ihre zarte Schönheit steht im Kontrast zu ihrer Robustheit. Sie verträgt unterschiedliche Boden- und Lichtverhältnisse und akzeptiert auch Sonne, wenn der Boden humusreich ist.
- Sonnenhut bezaubert mit margeritenähnlichen Blüten in leuchtenden Farben. Diese robusten und zuverlässigen Stauden bieten vom Spätsommer bis September oder Oktober eine ununterbrochene, spektakuläre Blüte. Sie sind fruchtbar, pflegeleicht und anspruchslos. In naturnahen Beeten, an Beeträndern und in englischen Mixed-Borders sorgen sie für Farbe. Nach der Blüte verlängern die braunen, an ihren festen Stängeln hängenden Blütenkegel auch in der trüben Jahreszeit die dekorative Wirkung.
- Silber-Perowskie besitzt silbriges, aromatisches Laub und lavendelblaue Blüten. Wie Perovskia atriplicifolia ‘Blue Spire‘ bildet sie von Juni bis September einen anmutigen, blühenden Strauch, in mediterranem Klima sogar bis Oktober. Die besonders lange Blüte zieht den ganzen Sommer über Schmetterlinge, Bienen und Hummeln an.
- Argentinisches Eisenkraut ist ebenfalls eine schöne Staude, die vom Sommer bis in den Herbst blüht. Die luftigen mauveblauen Blütendolden werden von einem unablässigen Flug bestäubender Insekten begleitet.
- Fetthenne wie ‘Autumn Joy’ bringt Farbe in den Frühherbst, wenn der Garten allmählich weniger Blüten zu bieten hat. Sie blüht von August bis November. Mit ihren abwechselnd tiefen, zarten oder leuchtenden Farben verleiht sie dem Spätsommer besonderen Charme.
- Chrysanthemen sind eine gute Möglichkeit, bis spät in die Saison hinein für Farbe zu sorgen. Von September bis November beschenken sie uns mit ihren farbenfrohen, margeritenähnlichen Blüten. Diese harmonieren wunderbar mit dem flammenden Laub und den letzten Blüten des Herbstes.
Zu den weiteren Prachtkerzen mit später Blüte gehören ihre schmetterlingsähnlichen Blüten, die im Wind zu tanzen scheinen. Auch die Sonnenbraut zeigt margeritenähnliche Blüten in einer breiten Palette warmer Farben und bringt den Garten am Saisonende regelrecht zum Leuchten. Denken Sie auch an Garbe, Kugeldistel, Phlox paniculata, Anthemis und Ziersalbei wie Salvia nemorosa "Blue Bouquetta" Alklf. Diese Staude blüht besonders lange und üppig: von Mai bis Oktober in einer außergewöhnlichen Farbe. Auch Fackellilien gehören dazu. Einige Sorten zeigen ihre flammenden Blütenkerzen bis Oktober, etwa Kniphofia rooperi oder ‘Traffic Lights’.
- Entdecken Sie unsere Kollektion spät blühender Stauden


Blütensträucher: ein Farbenspiel bis in den Herbst
Sommerblühende Sträucher begeistern uns mit ihren farbenfrohen Blüten und verleihen der gesamten Gestaltung Struktur, Textur und Farbe. Sie sind in Sonne oder Halbschatten unverzichtbar: als Hecke, im Beet, als Solitär oder bei klein bleibenden Sorten auch im Topf auf der Terrasse. Einige blühen am Saisonende noch, andere beginnen erst von Mitte August bis Ende September zu blühen und kündigen damit allmählich den Herbst an:
- Der Sommerflieder oder Schmetterlingsstrauch bildet farbige und duftende Blütenähren, die Schmetterlinge unwiderstehlich anziehen. Sie erscheinen von Juli bis September oder Oktober immer wieder neu (‘Adonis Blue’, 'Nanho Purple', Pink Panther).
- Die Chinesische Kräuselmyrte (Lagerstroemia) oder Sommerflieder blüht in großen, dichten Büscheln gekräuselter Blüten. Häufig bietet sie eine zweite Blüte, manchmal sogar bis Oktober (‘Souvenir d’André Desmartis’, 'Périgord Pourpre’).
- Der Hibiscus syriacus oder Garten-Hibiskus erfreut uns den ganzen Sommer über mit einfachen oder gefüllten, zart gekräuselten Blüten. Je nach Sorte reicht die Farbpalette von Weiß bis Violett. Die ersten Blüten öffnen sich im Juli. Im August setzt die Nachblüte ein, die bis zum Ende des Sommers und bis zum Herbstanfang anhält, etwa bei ‘Eruption®’ oder ‘French Cabaret’).
- Die klassische Bauernhortensie oder Hydrangea macrophylla sorgt mit ihren großen, kugeligen Blütenständen am Ende des Sommers für ein spektakuläres Schauspiel. Besonders eindrucksvoll ist der Farbwechsel der Blüten während des Aufblühens. ‘Endless Summer’ gehört zu einer besonders remontierenden Serie und blüht vom Sommerbeginn bis Oktober.
- Die Buschmalve bildet sehr schöne, lange blühende Sträucher. Von Juni bis September oder Oktober bringt sie zahlreiche satinartige Blüten hervor, die an Hibiskusblüten erinnern. Sie sind rosa, blau oder weiß.
- Die Silber-Perowskie fügt sich leicht in naturnahe Pflanzungen ein. Sie bildet einen anmutigen Strauch mit aromatischem, silbrigem Laub und lavendelblauen Blüten. 'Silvery Blue‘ bietet eine endlos erscheinende Sommerblüte in leuchtendem Lavendelblau.
- Strauch-Salbei umfasst sehr blühfreudige Sträucher, deren Blüte je nach Klima von Mai bis Oktober dauert. Wie ‘Hot Lips’ können sie vom Ende des Sommers bis zum Frost üppig nachblühen.
Zu den weiteren spät blühenden Sträuchern gehören die Säckelblumen mit ihren leuchtend blauen Blütentrauben, Spiersträucher mit zarten Blüten, die zahlreiche bestäubende Insekten anziehen, sowie winterharte Fuchsien (Fuchsia magellanica 'Ricartonii'). Auch der Vitex agnus castus ‘Latifolia’ schmückt sich im August und September mit blauvioletten Blütenrispen.


Sommerzwiebeln: eine Überraschung aus der Erde
Diese verborgenen Schätze bringen Ihre Beete, Beetränder und Pflanzgefäße bis in den Herbst hinein zum Leuchten. Ihre späte Blüte beginnt, wenn andere Pflanzen bereits zu verblühen beginnen. Zu den schönsten Zwiebelblumen, deren Blüte Sie bis in den Herbst genießen können, gehören:
- Dahlien sind die Meister einer langen Blütezeit: von Juni oder Juli bis September oder Oktober, in milden Regionen sogar bis November. Ob Pompon-Dahlie, Riesen-Dahlie oder Zwerg-Dahlie, Beet-Dahlie, Schmuck-Dahlie, Kaktus- oder Semikaktus-Dahlie oder Bauern-Dahlie: Diese üppig blühenden Sommerzwiebeln bieten eine unendliche Auswahl. Fantasievoll oder schlicht, üppig oder romantisch – sie erfüllen jeden Gestaltungswunsch. Außerdem eignen sie sich hervorragend als Schnittblumen. Das leuchtende Schauspiel im Spätsommer und Herbst ist die Belohnung für die Geduld des Gärtners. Da Dahlien frostempfindlich sind, müssen Sie die Knollen in kalten Regionen im Herbst aus der Erde nehmen.
- Inkalilien oder Alstroemerien sind kräftige Zwiebelpflanzen. Sie bringen von Juni bis Oktober zahlreiche stilisierten, leuchtend gefärbten und braun gefleckten Blüten hervor. Sie eignen sich gleichermaßen für Sträuße und zur Bepflanzung von Beeten und Pflanzgefäßen.
- Gladiolen sind weitere Zwiebelpflanzen, die von Juli bis September oder Oktober prachtvoll blühen und ihre langen, farbenfrohen Blütenstände präsentieren. Sie begleiten sogar das Gemüse im Nutzgarten!
- Blumenrohr bringt mit seinen großen tropischen Blättern und flammenfarbenen Blüten am Ende des Sommers eine exotische und üppige Note in den Garten. Die Pflanzen können 1,5 bis 2 m hoch werden. Besonders beliebt sind sowohl ihre warmen Blütenfarben in Gelb, Orange oder Rot als auch ihr äußerst dekoratives Laub. Einige Sorten wie Canna 'Durban' blühen von Juli bis zum Frost. Anschließend müssen Sie sie zum Überwintern ins Warme holen.
Vernachlässigen Sie schließlich auch nicht die Spinnenlilien, die auch Rote Spinnenlilien genannt werden. Diese Zwiebelpflanzen bieten ein faszinierendes Schauspiel: Ihre blattlosen Stängel erscheinen am Ende des Sommers aus dem Boden. Danach öffnen sich exotische, trompetenförmige Blüten. Auch Schopflilien und die Montbretien, die am Ende des Sommers zwei Monate lang in feurigen Farben blühen, harmonieren gut mit dem Herbstlaub.
Gräser: die Tänzerinnen des ausklingenden Sommers
Ziergräser sind für alle Gärtner unverzichtbar, die die Schönheit ihres Gartens über den Sommer hinaus verlängern möchten. Ihre Schönheit zeigt sich am Saisonende und bleibt sogar im Winter erhalten, wenn die Halme vertrocknen. Neben ihrem feinen, dekorativen Laub bezaubern Ziergräser auch mit zarten, feinen oder federartigen Blütenständen. Mit ihrem grazilen, bewegten Erscheinungsbild kaschieren sie verblühte Pflanzen und bleiben auch im Winter dekorativ, wenn ihre Ähren verblüht sind. Ihre luftige Silhouette und ihre zarten Farbtöne harmonieren perfekt mit der Farbpalette spät blühender Pflanzen. Dabei bringen sie Struktur und Bewegung in die Gartengestaltung. Sie sind ideale Begleitpflanzen für herbstblühende Stauden wie Astern, winterharte Chrysanthemen und Japan-Herbst-Anemonen. Zu den Ziergräsern, die freundlicherweise am Ende des Sommers blühen, gehören:
- Das Lampenputzergras oder „Federborstengras“ zeichnet sich durch bemerkenswert seidig schimmernde Ähren aus, die elegant im Wind tanzen. Zwar blühen alle Sorten bis Oktober, doch einige wie das Lampenputzergras ‘Hameln’ zeigen ihre cremeweißen, braun schimmernden, bürstenförmigen Ähren erst ganz am Ende des Sommers, im September und Oktober.
- Chinaschilf oder „Chinesisches Schilf“ beschenkt uns von August bis Oktober mit einer üppigen Blüte, die je nach Sorte rosa, rot oder silbrig erscheint. Die seidig schimmernden Rispen funkeln in der tief stehenden Sonne. Das Laub reicht von Grün bis Gold und bildet einen wunderbaren Kontrast zu den farbigen Blüten.
- Nicht zu vergessen ist das Diamant-Reitgras (Calamagrostis brachytricha). Es zählt mit seinen beige bis purpurviolett gefärbten Ähren, die selbst unter Raureif erhalten bleiben, zu den schönsten Herbstgräsern.
Wenn der Sommer sich dem Ende zuneigt und die Tage kürzer werden, kann den Gärtner ein Anflug von Melancholie erfassen. Das ist der Spätsommerblues, eine nostalgische Erinnerung an die vergangene Pracht des Gartens in voller Blüte. Fürchten Sie das Ende des Sommers nicht, sondern freuen Sie sich darauf! Während viele Pflanzen nach der sommerlichen Hitze in […]
In der friedlichen Welt des Gärtnerns zeichnet sich eine neue Bedrohung ab, die Agapanthus-Liebhaber in ganz Frankreich beunruhigt. Die Agapanthus-Gallmücke, ein zuvor harmloses kleines afrikanisches Insekt, entwickelt sich zu einer zunehmenden Plage für diese majestätischen Pflanzen. Da die Fälle in Frankreich zunehmen, lautet die Frage nicht mehr, ob dieser Schädling auftritt, sondern wann und wie er gestoppt werden kann. Welche Auswirkungen hat die Agapanthus-Gallmücke auf unsere Schmucklilien? Wie erkennen Sie die Anzeichen eines Befalls? Gibt es wirksame Maßnahmen, um Schmucklilien im ganzen Land zu schützen? Die Schönheit unserer Gärten steht auf dem Spiel – es ist Zeit zu handeln!
Agapanthus-Gallmücke: Um welches Insekt handelt es sich?
Die Agapanthus-Gallmücke oder Enigmadiplosis agapanthi ist ein besonders schädlicher Schädling für Schmucklilien. Dieses Insekt gehört zur Familie der Cecidomyiidae. Es stammt wie die Schmucklilien selbst aus Südafrika, ist inzwischen jedoch in andere Teile der Welt, darunter auch Europa, eingewandert.
Die Agapanthus-Gallmücke ist eine winzige Mücke. Ihre Larven entwickeln sich in den Knospen und Trieben der Schmucklilien. Dadurch verursachen sie Verformungen und verhindern häufig die Blüte. Der Schaden kann erheblich sein und in besonders schweren, allerdings sehr seltenen Fällen sogar zum Absterben der Pflanze führen.
Das Insekt ist so klein, dass nur die Symptome auf sein Auftreten hinweisen können, nicht eine direkte Beobachtung.
Welche Symptome treten bei einem Befall auf?
Zu den Anzeichen eines Befalls durch die Agapanthus-Gallmücke gehören verformte Blütenknospen oder Knospen, die sich nicht öffnen. Auch welkende oder gelb beziehungsweise braun verfärbte Triebe können darauf hinweisen. Außerdem können sich im Inneren der Triebe oder Knospen kleine weiße Larven oder orangefarbene Puppen befinden. Die Larven der Agapanthus-Gallmücke entwickeln sich direkt in den Blütenknospen. Bei starkem Befall kann die Blüte in Agapanthus-Kulturen vollständig ausbleiben.
Wie können Sie handeln?
Die Bekämpfung dieses Schädlings kann schwierig sein, da bislang kein speziell gegen die Agapanthus-Gallmücke zugelassenes Bekämpfungsverfahren existiert. Zu den Maßnahmen gehören das Entfernen und Vernichten der befallenen Pflanzenteile. Sie müssen Ihre Schmucklilien jedoch nicht radikal zurückschneiden oder ganz entfernen! Forschungen laufen, um weitere wirksame Methoden gegen diesen Schädling zu finden. Hoffentlich wird ein natürlicher Gegenspieler die Gallmücken künftig auf natürliche Weise regulieren. Drücken wir die Daumen!
Wie ist die Situation in Frankreich?
Geraten Sie noch nicht in Panik! In Europa wurden die ersten offiziellen Beobachtungen 2015 im Vereinigten Königreich dokumentiert. 2017 folgten Meldungen aus dem Südwesten Frankreichs und 2019 aus der Bretagne. Seitdem breitet sich die Agapanthus-Gallmücke regelmäßig weiter aus. Noch ist die Lage jedoch nicht wirklich alarmierend. Das Nationale Agapanthus-Konservatorium auf der Île de Bréhat im Département Côtes-d’Armor schlägt dennoch Alarm und ruft Gärtnerinnen und Gärtner zu erhöhter Aufmerksamkeit auf. Kontrollieren Sie Ihre Schmucklilien zu Hause und im Garten sorgfältig. Entfernen Sie umgehend Pflanzenteile, bei denen Sie einen Befall durch diese Gallmücke vermuten.
In Belgien scheint die Agapanthus-Gallmücke bislang nicht aufzutreten. (Anm. d. Red.: Doch, tatsächlich können Sie in Belgien und im Norden Frankreichs einige frosthärtere Schmucklilien wie die Schmucklilie 'Black Buddhist' kultivieren – allerdings in gut durchlässigem Boden oder im Topf!)
Weitere Informationen finden Sie in diesem Dokument des Landwirtschaftsministeriums zum Thema.
In der friedlichen Welt des Gärtnerns zeichnet sich eine neue Bedrohung ab, die Agapanthus-Liebhaber in ganz Frankreich beunruhigt. Die Agapanthus-Gallmücke, ein zuvor harmloses kleines afrikanisches Insekt, entwickelt sich zu einer zunehmenden Plage für diese majestätischen Pflanzen. Da die Fälle in Frankreich zunehmen, lautet die Frage nicht mehr, ob dieser Schädling auftritt, sondern wann und wie […]
Panachiertes Laub liebt man … oder eben nicht. Gleich wie Sie dazu stehen: Es lässt Gärtnerinnen und Gärtner nicht unberührt. Es gibt Stauden, Bäume und Sträucher mit panaschiertem oder weiß, cremefarben, gelb oder andersfarbig marmoriertem Laub. Manchmal ist das Laub nur berandet, manchmal fast vollständig frei von Grün. Doch wodurch wird das Laub oder ein anderer Teil der Pflanze eigentlich zwei- oder mehrfarbig?


Von Panachierung oder Variegation spricht man, wenn ein Teil eines Blattes, einer Blume oder sogar einer Frucht „verfärbt“ erscheint. Diesen verfärbten Bereichen fehlt das Pigment Chlorophyll ganz oder teilweise. Chlorophyll verleiht den Pflanzen ihre grüne Farbe und ermöglicht die Photosynthese.
Ein grünes Blatt enthält Chlorophyll. Genau genommen müsste man von Chlorophyllen sprechen, denn es gibt mehrere Arten. Außerdem enthält es weitere, mehr oder weniger verborgene Pigmente: Karotin, Xanthophyll, Anthocyan und andere. Verschwindet das Chlorophyll, werden die übrigen Pigmente sichtbar. So entstehen im Herbst die gelben, orangefarbenen, roten oder braunen Blätter, wenn das Chlorophyll auf natürliche Weise abgebaut wird. Bei Panachierungen ist das Prinzip ähnlich. Allerdings verschwindet das Chlorophyll nicht wegen der abnehmenden Lichtmenge, sondern aus anderen Gründen. Wenn das Chlorophyll teilweise verschwindet, entstehen weiße, cremefarbene oder gelbe und manchmal sogar rosafarbene oder rote Flecken.
Woher kommen diese Panachierungen?
Die Panachierung eines Blattes kann verschiedene Ursachen haben:
Am häufigsten entsteht die Variegation durch eine Mutation. Ein Sämling oder ein Teil einer Pflanze mutiert und wird plötzlich panaschiert. Da diese Panachierung nicht stabil ist und sich nicht über Samen vermehren lässt, sollten Sie solche Pflanzen vegetativ vermehren, etwa durch Stecklingsvermehrung, Absenken oder Pfropfen. Halten Sie in Ihrem eigenen Garten ebenfalls Ausschau nach solchen Mutationen. Vielleicht entdecken Sie eine bemerkenswerte neue Sorte.
Panachierungen können auch durch ein Virus hervorgerufen werden. Das kommt seltener vor, ist aber möglich. Ein harmloses Virus infiziert die Pflanze. Als Reaktion bildet sie panaschierte Blätter, Blüten oder Früchte. Das ist bei den meisten Hibiskus mit panaschiertem Laub der Fall, etwa beim Hibiskus 'Summer Ruffle' oder bei Tulpen-Sorten mit zweifarbigen Blüten.
Schließlich sind manche Panachierungen ganz natürlich. Einige Pflanzenarten haben sich weiterentwickelt und dabei panaschierte oder punktierte Pflanzenteile ausgebildet. Für all diese Arten haben Botaniker noch keine Erklärung. Die natürliche Variegation mancher Arten ist jedoch ein Abwehrmechanismus. Das gilt etwa für Hypoestes, deren Blätter mit kleinen Punkten übersät sind, oder für Adelonema walisii mit stark gelb-cremefarben panaschierten Blättern. Hypoestes erweckt den Eindruck, dass die Pflanze bereits von einem Insekt angefressen wurde. Adelonema walisii tarnt sich dagegen in seiner Umgebung und schützt sich so vor Pflanzenfressern. Manche Arten nutzen Panachierungen außerdem, um Bestäuber wirksamer anzulocken, etwa Euphorbia marginata.
Aber ist das denn schlimm?
Wie bereits erwähnt, ist das Virus auch dann völlig harmlos, wenn es die Variegation verursacht. Allerdings kann ein niedriger Chlorophyllgehalt in einem Blatt zu einer geringeren Wuchskraft führen. Eine panaschierte Sorte wächst deshalb oft etwas langsamer als ihr grünblättriges Gegenstück. Lassen Sie sich davon aber nicht davon abhalten, sie zu pflanzen.
Eine kleine Anmerkung: Manche panaschierten Mutationen enthalten so wenig Chlorophyll, dass sie sich nicht durch Stecklingsvermehrung vermehren lassen. Der Steckling hätte nicht genügend Energie, um Wurzeln zu bilden. Solche Mutationen werden daher durch Pfropfen vermehrt. Das erhöht den Kaufpreis erheblich.
Ein wenig Botanik
In manchen Artnamen und den Namen alter panaschierter Sorten finden sich lateinische Begriffe, etwa variegata, marginata, pulverulenta und andere.
- Variegata steht für Variegation und bedeutet „panaschiert“, etwa bei Cornus controversa 'Variegata';
- Maculata bedeutet „gefleckt“ und bezeichnet eine große farbige Stelle, etwa bei Phlox maculata oder Begonia maculata;
- Marginata bedeutet „berandet“ und bezeichnet eine Pflanze, deren Blattrand von einem schmalen farbigen Streifen gesäumt ist, etwa bei Agave angustifolia 'Marginata';
- Striata bedeutet „gestreift“ oder „marmoriert“. Die Pflanze ist von mehr oder weniger breiten Farbstreifen durchzogen, etwa Bletilla striata;
- Punctata bedeutet „punktiert“ und bezeichnet eine Pflanze mit kleinen farbigen Punkten oder Flecken, etwa Lysimachia punctata;
- Pulverulenta bezeichnet eine Pflanze, die aussieht, als wäre sie mit einer helleren Substanz bestäubt worden, etwa Catalpa speciosa 'Pulverulenta';
- Reticulata bezeichnet eine Färbung, die dem Verlauf der Blattadern folgt, etwa bei Iris reticulata;
- Crotonifolia bedeutet „mit Blättern wie ein Kroton“ (einer bekannten Zimmerpflanze – Codiaeum variegatum) und bezeichnet eine unregelmäßige Verfärbung, etwa bei Aucuba japonica 'Crotonifolia'.
Wussten Sie schon? Seit 1956 dürfen Züchter keine lateinischen Begriffe mehr verwenden, um neue Sorten und Kultivare zu benennen. Die Wahl fiel hauptsächlich auf die englische Sprache, auch wenn es Ausnahmen gibt. Deshalb finden sich in den Namen von Pflanzen mit Panachierungen Begriffe wie 'Gold', 'Silver', 'Rainbow' oder 'Cream'.
Panachiertes Laub liebt man … oder eben nicht. Gleich wie Sie dazu stehen: Es lässt Gärtnerinnen und Gärtner nicht unberührt. Es gibt Stauden, Bäume und Sträucher mit panaschiertem oder weiß, cremefarben, gelb oder andersfarbig marmoriertem Laub. Manchmal ist das Laub nur berandet, manchmal fast vollständig frei von Grün. Doch wodurch wird das Laub oder ein […]
Christrosen sind Stauden, die sich durch ihre farbenprächtige Winterblüte auszeichnen. Ihre Blüten erscheinen in Rosa, Rot, Purpur, Weiß, Gelb … Die Blütenblätter umgeben ein dekoratives Büschel zentraler Staubblätter. Manche Blüten sind zudem hübsch mit purpurfarbenen Flecken gesprenkelt. Kürzlich ist eine neue Christrosen-Kollektion in unser Sortiment aufgenommen worden. Wir freuen uns, Ihnen heute diese Sorten vorzustellen!
Wenn Sie alles über Christrosen erfahren möchten, lesen Sie gerne unser ausführliches Merkblatt : „Christrosen: Pflanzen und Kultivieren“
1 – Welche Vorteile bieten diese neuen Sorten?
Die neuen Sorten, die wir Ihnen heute vorstellen, gehören zu den Kollektionen ViV und HGC (Helleborus Gold Collection). Sie umfassen mehrere Dutzend Sorten und bieten eine sehr große Auswahl! Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie durch In-vitro-Vermehrung entstanden sind.
Die In-vitro-Kultur ist eine Vermehrungstechnik, die im Labor durchgeführt wird. Sie ermöglicht die Gewinnung neuer Jungpflanzen aus einem Pflanzenteil der Mutterpflanze. Im Grunde handelt es sich um eine Mikrostecklingsvermehrung: Ein kleines Stück der Pflanze wird entnommen und in ein geeignetes Nährmedium gesetzt. Dort entwickelt es sich zu einer vollständigen Pflanze.
Das sorgt für einheitliche Pflanzen: Die neuen Pflanzen sind exakt mit der Mutterpflanze identisch, aus der sie hervorgegangen sind, denn es handelt sich um Klone mit demselben Erbgut. Das ist bei Christrosen ein großer Vorteil. Bei einer Vermehrung durch Aussaat zeigen die neuen Pflanzen unterschiedliche Blütenfarben und entsprechen meist nicht der ursprünglichen Sorte. Klassische Sorten kreuzen sich nämlich sehr leicht miteinander.
In vitro vermehrte Christrosen sind daher eine ausgezeichnete Möglichkeit, die Sortenechtheit zu gewährleisten. Dank der Züchtungsarbeit sind die Christrosen dieser Kollektionen meist kompakter und blühfreudiger. Außerdem zeigen sie farbenprächtigere und intensivere Blüten. Sie sind zudem frei von Viren und Krankheiten.
Entdecken Sie die schönsten Sorten
Christrosen der ViV-Kollektion :
- Christrose ViV Victoria : Diese Sorte gehört wahrscheinlich zu den schönsten Lenzrosen. Sie bildet wunderschöne violette Blüten mit fünf Blütenblättern, die durch ein Büschel gelber Staubblätter kontrastreich betont werden. Die Pflanze bildet eine kompakte, etwa 40 cm hohe Staude.
- Christrose ViV Ariana : ‘Ariana’ ist eine schöne Sorte mit gefüllten, zum Boden geneigten Blüten. Diese bestehen aus mehreren Reihen ineinanderliegender Blütenblätter in Violettrosa, die mit kleinen purpurfarbenen Flecken gesprenkelt sind. Dadurch wirken die Blüten besonders raffiniert und elegant.
- Christrose ViV Celestina : Diese wunderschöne Sorte blüht früh, bereits ab September. Dann erscheinen einfache Blüten mit hellrosa Blütenblättern, die hübsch purpurfarben gesprenkelt sind.
- Christrose ViV Lucrezia : ‘Lucrezia’ zeichnet sich durch ihre sehr leuchtend gelben Blüten aus! Sie bestehen aus fünf Blütenblättern, die einen zentralen Kranz und ein Zentrum aus Staubblättern umgeben. Von Januar bis Februar öffnen sie sich und bringen mitten im Winter einen hellen Farbtupfer in den Garten!
- Christrose ViV Maeva : Diese schöne Sorte bildet einfache Blüten mit gelben Blütenblättern, die mit kleinen purpurfarbenen Flecken gesprenkelt sind. Dadurch wirkt ihre Blüte intensiv und kontrastreich! Dank ihrer kompakten Größe eignet sie sich gut für die Kultur im Topf.
- Christrose ViV Gianina : ‘Gianina’ ist eine frühe Sorte, die bereits ab September blüht. Sie bildet wunderschöne, reinweiße gefüllte Blüten. Die großen Blüten bestehen aus mehreren Reihen von Blütenblättern und tragen in ihrer Mitte ein Büschel gelber Staubblätter.

Christrosen der HGC-Kollektion :
- Helleborus lemperii Leona : Diese Christrose bildet große Blüten mit dunkelroten Blütenblättern, die ein Zentrum aus deutlich kontrastierenden gelben Staubblättern umgeben. Ihre intensive Farbe ist besonders reizvoll! Sie eignet sich ideal für den Topf und bringt Farbe auf einen Balkon oder eine Terrasse.
- Helleborus lemperii Liara : ‘Liara’ bildet ab Dezember große einfache Blüten mit einem Durchmesser von bis zu 10 cm. Sie bestehen aus fünf rosig weißen Blütenblättern, deren Rückseiten in einem kräftigeren Rosa gefärbt sind. So entstehen wunderschöne Farbnuancen. Die Blüte wirkt ausgesprochen romantisch!
- Helleborus lemperii Linn : Diese Sorte bildet einfache cremeweiße Blüten mit gelben Staubblättern. Sie wächst zu einer sehr kompakten Staude heran und trägt besonders große Blüten mit einem Durchmesser von etwa 15 cm.

3 – Wie werden sie kultiviert?
Christrosen gedeihen gut, wenn Sie sie im Schatten oder Halbschatten in einen nährstoffreichen, frischen, aber gut durchlässigen Boden pflanzen. Sie sind vollkommen winterhart und vertragen Temperaturen von etwa –15 bis –20 °C. Diese neuen, blühfreudigen und kompakten Sorten eignen sich hervorragend für die Kultur im Topf auf einer Terrasse, einem Balkon oder einer Fensterbank. Sie können sie aber auch ins Freiland pflanzen. Kombinieren Sie sie mit dem dekorativen Laub von Purpurglöckchen, der schönen gelben Blüte des Kleinen Winterlings (Eranthis hyemalis) und den zarten weißen Glöckchen der Schneeglöckchen. Denken Sie auch an winterblühende Sträucher wie den Viburnum x bodnantense 'Dawn', den Daphne odora 'Aureomarginata' und die Zaubernuss.
4 – Weitere Informationen
- Unser ausführliches Merkblatt: „Christrosen: Pflanzen und Kultivieren“
- Hier finden Sie alle unsere Artikel über Christrosen.
- Entdecken Sie für noch mehr Auswahl unser gesamtes Christrosen-Sortiment
- Die Website der Christrosen aus der ViV-Kollektion und die der HGC-Christrosen
Christrosen sind Stauden, die sich durch ihre farbenprächtige Winterblüte auszeichnen. Ihre Blüten erscheinen in Rosa, Rot, Purpur, Weiß, Gelb … Die Blütenblätter umgeben ein dekoratives Büschel zentraler Staubblätter. Manche Blüten sind zudem hübsch mit purpurfarbenen Flecken gesprenkelt. Kürzlich ist eine neue Christrosen-Kollektion in unser Sortiment aufgenommen worden. Wir freuen uns, Ihnen heute diese Sorten vorzustellen! Wenn […]
Blühend, genügsam und robust – so lassen sich die Eigenschaften dieses unverzichtbaren Strauchs für den Sommergarten zusammenfassen.
Die Sorte 'Blue Spire' gehört zu den wenigen Pflanzen, die von Juni bis September ohne Unterbrechung blühen. Sie bildet eine große, buschige Horst mit einer Höhe von 1,20 m. An ihren feinen Stängeln erscheinen zarte Ähren mit einer außergewöhnlich üppigen Blüte in Lavendelblau. Das kleine, gezähnte Laub ist grau bis weiß und verströmt einen intensiven Duft. Es zeigt, wie gut sich die Pflanze an trockene, ja sogar aride Sommer angepasst hat. Luftig und leuchtend fügt sich die Blauraute überall in sonnige Beete mit eher magerem, gut durchlässigem Boden ein.
Diese Sorte steht seit 7 Jahren in meinem Garten bei Aix-en-Provence in einem Beet. Sie wächst ohne Pflege und ohne Bewässerung und entwickelt sich unabhängig von den Bedingungen prächtig. Sie ist widerstandsfähig gegen Wind, Kälte und starke Trockenheit und unempfindlich gegenüber kalkhaltigem Boden. Wegen ihrer unglaublichen Robustheit habe ich diese Sorte ausgewählt. Mit ihren stahlblauen Blütenrispen belebt sie den Garten zusammen mit Prachtkerze, Strauch-Salbei, Lavendel und Kolibritrompete.
Diese Pflanze benötigt kaum Pflege. Einzige Ausnahme ist ein kräftiger Rückschnitt mit der Gartenschere am Ende des Winters. Ich schneide sie einfach auf 15 cm über dem Boden zurück. Noch ein Tipp: In einem zu nährstoffreichen Boden wächst die Pflanze zwar stärker, verliert aber an Dichte. Der Strauch neigt dann dazu, auseinanderzufallen. Pflanzen Sie sie ruhig in Erde, die Sie mit Sand und Kies vermischt haben.
Ihre Vorzüge:
- Wächst in voller Sonne
- Trockenheitsverträglich
- Widerstandsfähig gegen Krankheiten
- Benötigt nur sehr wenig Pflege
- Sehr genügsame Pflanze
Blühend, genügsam und robust – so lassen sich die Eigenschaften dieses unverzichtbaren Strauchs für den Sommergarten zusammenfassen. Die Sorte ‘Blue Spire’ gehört zu den wenigen Pflanzen, die von Juni bis September ohne Unterbrechung blühen. Sie bildet eine große, buschige Horst mit einer Höhe von 1,20 m. An ihren feinen Stängeln erscheinen zarte Ähren mit einer […]
Die Schmucklilie 'Navy Blue', auch unter dem Namen „Midnight Star“ bekannt, ist eine in den Gärten des Nordens sehr beliebte Sorte. Kein Wunder: Sie gehört zu den wenigen Schmucklilien, die Kälte so gut vertragen (sie ist bis etwa -10 °C winterhart). Außerdem bildet sie eine Fülle von Blüten in einem ebenso intensiven Marineblau.
Diese mittelgroße Sorte ist besonders blühfreudig und kräftig und wird nicht höher als 60 cm. Ihr sommergrünes Laub besteht aus breiten, leuchtend grünen Bändern, die den Boden während der gesamten warmen Jahreszeit elegant bedecken. Wenn sich ihre Blüten meist im Juli und August öffnen, verwandelt sie sich in ein intensiv blaues Blütenbouquet.
In einem naturnahen Garten gedeiht diese Sorte bei mir besonders gut zusammen mit Prachtkerze, Federgras, Hirse, Herzblättrigem Meerkohl und Becherpflanze. Sie hat bei mir bereits fast 20 Jahre lang Winter mit Temperaturen deutlich unter -10 °C und glühend heiße Sommer überstanden. Ausgehend von einer einzigen Pflanze, die ich alle vier Jahre am Ende des Winters teile, vermehre ich sie in meinen Beeten. Inzwischen bedeckt sie eine Fläche von 5 m².


Mein letzter Tipp: Damit sie in meinem lehmigen Boden so lange erhalten bleibt, ersetze ich bei der Pflanzung die klebrige Erde durch reinen Sand, und zwar in der zwei- bis dreifachen Menge des Wurzelstocks. So bleibt der Wurzelstock im Winter vor überschüssigem Wasser geschützt.
Die Schmucklilie ‘Navy Blue’, auch unter dem Namen „Midnight Star“ bekannt, ist eine in den Gärten des Nordens sehr beliebte Sorte. Kein Wunder: Sie gehört zu den wenigen Schmucklilien, die Kälte so gut vertragen (sie ist bis etwa -10 °C winterhart). Außerdem bildet sie eine Fülle von Blüten in einem ebenso intensiven Marineblau. Diese mittelgroße […]
Eine Pariser Freundin, die außerdem eine berühmte Gartenkolumnistin ist (und trotz allem eine ausgezeichnete Gärtnerin, was zwei wichtige Unterschiede zwischen uns ausmacht), sagte kürzlich zu mir: „Mich ärgert es, dass es mir nicht gelingt, Lavendel am Leben zu halten …“
Das war, muss ich sagen, eine immense Erleichterung für mich: Ich war nicht der Einzige, der dieses beschämende Geheimnis mit sich herumtrug: wiederholt an einer der angeblich einfachsten Pflanzen im Garten zu scheitern – am Lavendel.
Das hat mich dazu gebracht, mich öffentlich zu outen und allen experimentierfreudigen Gärtnern dieses besondere Wissen weiterzugeben: Wie Sie Lavendel in 5 Lektionen zum Scheitern bringen!

Natürlich sind nicht alle gleich gut aufgestellt: Wer wie ich das Glück hat, in einem kalten, niederschlagsreichen Klima mit schwerem Boden zu leben, wird einen Lavendel viel leichter erfolgreich zum Scheitern bringen als jemand, der das Pech hat, in der Sonne der Provence zu wohnen.
Wenn Sie diese einfachen und praktischen Tipps, die für jeden zugänglich sind, aufmerksam befolgen, bin ich jedoch sicher, dass auch viele von Ihnen ihre Lavendel zum Absterben bringen werden.
Lektion Nr. 1: Ersticken Sie den Lavendel, wenn Sie ihn töten wollen!
Lavendel stammt aus dem Süden und liebt die steinigen, durchlässigen Böden des Südens. Schwere Böden verabscheut er, weil seine Wurzeln darin im Winter faulen. Deshalb pflanzen gute Gärtner ihn lieber im Frühjahr als im Herbst.
Sie können Lavendel auch in schweren Boden pflanzen. Dann müssen Sie jedoch für eine gute Drainage sorgen: Heben Sie ein Pflanzloch aus, das mindestens doppelt so groß wie der Topf ist. Fügen Sie Splitt oder Flusssand hinzu, notfalls auch Torf.
Wenn Sie Ihren Lavendel also zum Scheitern bringen wollen, pflanzen Sie ihn zur falschen Jahreszeit (zum Beispiel zwischen November und Februar) in schweren, lehmigen Boden, den Sie nicht gelockert oder aufgebessert haben, idealerweise in ein zu kleines Pflanzloch. Treten Sie bei Bedarf ein paar Mal wütend mit der Ferse auf den Wurzelballen, damit er hineinpasst!
Das ist eine sehr zuverlässige Methode, um Lavendel zum Scheitern zu bringen. Ich habe sie in unseren Kartoffeläckern im Norden oft angewendet.
Eine ziemlich boshafte Variante dieser Methode besteht darin, Ihre Lavendel in die Lage von Gladiatoren bei den Zirkusspielen zu versetzen: Pflanzen Sie Lavendel sehr dicht, sagen wir mit einem Abstand von 15 cm. Dann beschatten sich die Pflanzen gegenseitig. Im ständigen Kampf schwächen sie einander, und zumindest ein Teil Ihrer Pflanzen wird schließlich absterben. Die übrigen werden schwarz – was besonders eindrucksvoll aussieht.
Lektion Nr. 2: Ertränken Sie den Lavendel, wenn Sie ihn zum Scheitern bringen wollen!
Lavendel verträgt wiederholte Wassergaben im Übermaß nicht. Er ist eine Pflanze des Mittelmeerklimas.
Wenn Sie Lavendel töten wollen, gießen Sie ihn nicht nur nach dem Pflanzen reichlich (das tut ihm wie allen Pflanzen gut), sondern auch während seines gesamten kurzen Lebens. Dann verschwindet er bereits im ersten Winter. Um sein Ende zu beschleunigen, formen Sie eine Gießmulde, die den Wurzelballen während der tristen Jahreszeit feucht hält. Erfolg garantiert!
Lektion Nr. 3: Stellen Sie den Lavendel in den Schatten, wenn Sie ihn zum Scheitern bringen wollen
Lavendel liebt die Sonne … Im Schatten vergeilt er, verlängert seine Zweige traurig auf der Suche nach Licht, blüht gar nicht oder nur wenig und stirbt rasch ab.
Wenn Sie ihn in den Schatten pflanzen (in tiefen Schatten, denn leichten Schatten verträgt er recht gut und blüht dort meist noch), erzielen Sie im Wesentlichen dasselbe Ergebnis wie mit der vorigen Lektion. Sie können die Lektionen 1, 2 und 3 natürlich auch miteinander kombinieren, um ein noch besseres Ergebnis zu erzielen.
Lektion Nr. 4: Mästen Sie den Lavendel, wenn Sie ihn zum Scheitern bringen wollen!
Lavendel ist an nährstoffarme Böden gewöhnt und entwickelt sich in einem nährstoffreichen Umfeld sehr schlecht: Er nimmt zu viel Nahrung auf, wird immer größer und größer … und fällt schon bald jämmerlich auseinander. In seiner Mitte bleibt ein hässliches schwarzes Loch zurück.
Diese weniger bekannte Methode eignet sich besonders für empfindsame Gemüter. Sie ermöglicht es Ihnen, Lavendel (und vieles andere) mit gutem Gewissen durch übermäßige Fürsorge zum Scheitern zu bringen: Pflanzen Sie ihn in nährstoffreiche Blumenerde, die Sie großzügig mit Kompost angereichert haben, und geben Sie regelmäßig zu viel Dünger, vorzugsweise Kunstdünger. Vielleicht töten Sie ihn damit nicht, aber sein Aussehen wird mit Sicherheit ziemlich monströs – wie ein pflanzliches Tschernobyl.
Meist genügt bereits falsches Pflanzen, um den Lavendel zum Scheitern zu bringen. Für den Fall, dass Ihr Lavendel dennoch Widerstand leistet, hier vorsichtshalber noch ein Pflegetipp:
Lektion Nr. 5: Schneiden Sie den Lavendel regelmäßig im „Irokesenschnitt“, wenn Sie ihn zum Scheitern bringen wollen
Wie fast alle Pflanzen mit immergrünem Laub verträgt Lavendel weder einen zu starken noch einen zu tiefen Rückschnitt.
Natürlich können Sie die trockenen Blütenstände einmal im Jahr problemlos abschneiden und daraus hübsche Duftsträuße binden. Auch einige zu üppig wachsende junge Zweige dürfen Sie entfernen. Schneiden Sie jedoch nicht ins alte Holz: Dort treibt die Pflanze nie wieder aus!

Wenn Sie den Lavendel also zum Scheitern bringen wollen, schneiden Sie ihn brutal und so tief wie möglich zurück: Im besten Fall machen Sie ihn dadurch erheblich unansehnlicher und verhindern eine gute Blüte, im schlimmsten Fall töten Sie ihn. Bemerkenswert ist, dass diese Methode sogar in Saint-Rémy-de-Provence gut funktioniert.
Ein kleiner Bonus für alle, die den Mut hatten, den gesamten Text zu lesen: Es gibt eine besonders einfache Methode für Faule, die ich Ihnen ausdrücklich empfehle. Sie können Lavendel auch im Topf zum Scheitern bringen. Pflanzen Sie ihn einfach in einen kleinen Topf (sagen wir: weniger als 20 cm Durchmesser) und gießen Sie ihn nicht. Zwar mag Lavendel übermäßige Wassergaben nicht, aber er ist kein Kaktus. Er braucht Wasser und holt es sich mithilfe eines tief reichenden Wurzelsystems. Deshalb gedeiht er in einem kleinen Topf schlecht und hasst es vor allem, umgestellt zu werden.
Sie können ihn also ganz einfach zum Scheitern bringen, indem Sie ihn in dem winzigen Anzuchttopf lassen, in dem er sich beim Kauf befand, und das Gießen einfach vergessen!
Zum Schluss noch ein Trost für alle Ungeschickten, die trotz dieser klugen Ratschläge einen prächtigen, duftenden Lavendel im Garten behalten: Selbst unter guten Kulturbedingungen – Sonne, durchlässiger Boden und mäßiges Gießen – wird Lavendel nicht besonders alt. Er wird selten älter als 10 Jahre, vor allem in unseren Gärten im Norden, und sieht meist schon nach 5 Jahren ziemlich unansehnlich aus. Sie werden also wahrscheinlich eines Tages Gelegenheit haben, ihn sterben zu sehen!
Entdecken Sie alles Wissenswerte über Lavendel, um die richtige Wahl zu treffen, ihn erfolgreich zu kultivieren, durch Stecklinge zu vermehren oder zu trocknen.
Eine Pariser Freundin, die außerdem eine berühmte Gartenkolumnistin ist (und trotz allem eine ausgezeichnete Gärtnerin, was zwei wichtige Unterschiede zwischen uns ausmacht), sagte kürzlich zu mir: „Mich ärgert es, dass es mir nicht gelingt, Lavendel am Leben zu halten …“ Das war, muss ich sagen, eine immense Erleichterung für mich: Ich war nicht der Einzige, […]
In meinem Garten habe ich nicht den passenden Boden, um winterblühende Heide zu kultivieren. Trotzdem mögen die kleinen Bienen in meinem Garten und ich diese Pflanzen sehr – sowohl wegen ihrer zarten, bienenfreundlichen Glöckchen in der kalten Jahreszeit als auch wegen ihres immergrünen, das ganze Jahr über dekorativen Laubs. Das hält mich jedoch nicht davon ab: Ich kultiviere sie in Töpfen, und das funktioniert sehr gut. Übrigens blühen meine Heidepflanzen gerade – sehen Sie selbst!
Eine Heide mit goldenem Laub im Sommer: Erica x darleyensis 'Eva Gold'
Diese Heide besitzt eine kompakte Wuchsform und zahlreiche schöne magentafarbene Glöckchen. Ihre Besonderheit ist jedoch das prächtige goldene Laub im Sommer. So kann ich allein mit verschiedenen Laubfarben ein farbenfrohes Muster gestalten.
Eine weiß blühende Heide: Erica x darleyensis 'Silberschmelze'
Ihr Name klingt zugegebenermaßen etwas ungewöhnlich, aber ihre leuchtend reinweiße Blüte begeistert mich restlos. Auch ihr Laub verändert seine Farbe: Es wechselt von Hellgrün zu Dunkelgrün und färbt sich unter dem Einfluss der Kälte schließlich rötlich.
Eine lilafarbene Heide: Erica x darleyensis 'Darley Dale'
Auch dieser Sorte konnte ich nicht widerstehen, denn sie bezaubert mit kleinen lilafarbenen Glöckchen an einem schönen dunkelgrünen Laub. Es handelt sich um eine bewährte alte Sorte. Sie bildet ein dichtes, kompaktes Blütenpolster.
Eine unverzichtbare Heide: Erica x darleyensis 'Kramer's Rote'
Diese Sorte gehört zu den beliebtesten. Kein Wunder, denn sie vereint alle Vorzüge: Sie ist kräftig wachsend, äußerst blühfreudig, kompakt und besonders anspruchslos. Ich liebe ihre leuchtend dunkelrosa Blüten auf dem dunklen Laub, das sich mit zunehmender Kälte bronzefarben nuanciert.
Eine Schnee-Heide: Erica carnea 'Golden Starlet'
Zum Schluss stelle ich Ihnen eine Schnee-Heide vor, die im Herbst und Winter eine Fülle kleiner weißer Glöckchen über ihrem leuchtend goldenen Laub hervorbringt. Sie zeigt gerade erst einige Glöckchen. Trotzdem zeige ich sie Ihnen schon, sonst wäre sie am Ende noch beleidigt!

Wie pflanzen Sie Heide im Topf?
Wie bereits erwähnt, eignet sich Heide sehr gut für die Kultur im Topf. Die Pflanzen benötigen ein sehr gut drainierendes Substrat. Deshalb habe ich einige Tonscherben und eine Schicht Blähton auf den Boden meiner Töpfe gelegt. Anschließend habe ich einfach gute Blumenerde verwendet und darin meine Heidepflanzen eingesetzt. Zur Pflege schneide ich sie nach der Blüte mit einer Schere zurück. Außerdem schütze ich sie vor großer Sommerhitze. Da Heide eher langsam wächst, kann sie mehrere Jahre problemlos im Topf bleiben. Dünger ist meiner Ansicht nach überflüssig, denn Heide bevorzugt eher nährstoffarme Böden. Ich topfe sie einfach in etwas größere Töpfe um, sobald sie mir zu beengt erscheint.
Alles Wissenswerte über die Kultur von Heide erfahren Sie in unserem Ratgeber: Heide: pflanzen, schneiden und pflegen.
In meinem Garten habe ich nicht den passenden Boden, um winterblühende Heide zu kultivieren. Trotzdem mögen die kleinen Bienen in meinem Garten und ich diese Pflanzen sehr – sowohl wegen ihrer zarten, bienenfreundlichen Glöckchen in der kalten Jahreszeit als auch wegen ihres immergrünen, das ganze Jahr über dekorativen Laubs. Das hält mich jedoch nicht davon […]
Schmucklilien sind spektakuläre Blütenpflanzen, die häufig in Küstengärten anzutreffen sind, insbesondere an der Westküste und in der Bretagne. Im Sommer zeigen sie schöne blaue, weiße oder malvenfarbene Blüten in Dolden, die zugleich dekorativ und elegant wirken.
Als unkomplizierte Staude fühlt sich die Schmucklilie in voller Sonne und in einem gewöhnlichen, gut durchlässigen, aber im Sommer nicht zu trockenen Boden wohl. Ihre Leichtigkeit und ihre einfache Kultur machen sie zu einer echten Bereicherung für ein Blütenbeet oder einen Kübel.
Früher war ihre Verwendung im Garten durch die mangelnde Winterhärte und die geringe Sortenvielfalt eingeschränkt. Heute gibt es Schmucklilien in sehr vielen Sorten. Einige sind sogar erstaunlich frosthart. Damit stellt sich ein anderes Problem: die Auswahl!
Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, stellen wir Ihnen hier eine Auswahl von 7 bewährten Schmucklilien vor. Sie eignen sich für jeden Garten – unabhängig von seiner Größe, seinem Stil und seinem Klima.
Die Schmucklilie Navy Blue (Midnight Star): die winterharte Sorte
Agapanthus 'Navy Blue'>, auch Schmucklilie ‘Midnight Star’ genannt, gehört zu den beliebtesten Schmucklilien. Diese Sorte belegt bei promesse de fleurs den ersten Platz bei der besten Bewertung und den Verkaufszahlen. Sie werden schnell verstehen, warum!
Ihre lockeren Blütendolden leuchten in einem intensiven Marineblau. Sie erscheinen reichlich von Juli bis August. Das hellgrüne, bandförmige Laub ist sommergrün. Dadurch gehört diese Sorte zu den winterhärtesten Schmucklilien. In durchlässigem Boden hält sie Temperaturen bis -10 °C stand.

Die winterharte und beliebte Schmucklilie Navy Blue
Die kräftige, mittelgroße Pflanze wird 60 cm hoch und 40 cm breit. Sie eignet sich sowohl für die Kultur im Kübel als auch für den Beetrand.
→ Möchten Sie mehr über diese Sorte erfahren? Lesen Sie unseren Artikel: „Die Schmucklilie 'Navy Blue': eine frostharte Schönheit“
Die Schmucklilie Blue Giant: die berühmte Riesen-Sorte
Die Schmucklilie Blue Giant ist in der Bretagne eine unverzichtbare Staude! Sie wird sehr häufig gepflanzt und begeistert mit ihren sehr großen, dunkelblauen Blüten von 18 cm Durchmesser. Die Blüten erscheinen bis in 1,50 m Höhe. Dadurch setzt diese Schmucklilie in Beeten und im Hintergrund von Beeten eindrucksvolle Akzente. Sie bildet markante, elegante vertikale Linien. Die schönen, großen Blüten eignen sich außerdem hervorragend als Schnittblumen.
Dank ihrer fleischigen Wurzeln ist die kräftige und robuste Pflanze bis -12 °C winterhart.

Die Schmucklilie Blue Giant wächst hoch hinaus
Die weiße Schmucklilie Albus: ein unverzichtbarer Klassiker
Die Schmucklilie umbellatus Albus, auch Schmucklilie africanus albus genannt, eignet sich ideal für weiße Gärten und zeichnet sich durch ihre weiße Blüte aus. Ihre 15 cm großen Blütendolden sitzen in 1 m Höhe über dem bandförmigen, halbimmergrünen Laub. Die Dolden bestehen aus schneeweißen, glockenförmigen Blüten. Diese wenig winterharte Schmucklilie hält Temperaturen bis -5 °C stand und eignet sich daher nur für milde Regionen.

Die Schmucklilie mit weißen Blüten: Agapanthus albus
Die Schmucklilie Royal Velvet: der neue Star
Die außergewöhnliche und noch junge Schmucklilie Royal Velvet ist dank ihrer intensiven, sehr angesagten Farbe ein neuer Star unter den Schmucklilien. Der Farbton wird als „Ultraviolett“ bezeichnet. Mit ihren 10 bis 12 cm großen Blütendolden erzielt sie eine wunderschöne Wirkung. Die Blüten sind in ihrer Färbung einzigartig: ein kräftiges Violett mit Streifen in sehr dunklem Blauviolett. Die Dolden erscheinen in 80 cm Höhe deutlich über dem sommergrünen Laub, das eine schöne Horstform bildet. Die Eleganz der Schmucklilie Royal Velvet ist unbestreitbar!

Die Schmucklilie Royal Velvet, eine neue Sorte mit ultravioletten Blüten
Dank ihrer intensiven violetten Blüten eignet sie sich ideal für moderne Gärten, aber auch für exotische Pflanzungen mit orangefarbenen Blüten, etwa von Fackellilie, Canna oder Taglilie.
Neben ihrer ungewöhnlichen Farbe überzeugt diese Sorte mit weiteren Vorzügen: einer üppigen Blüte, Robustheit und einer Winterhärte bis -10 °C.
Die Schmucklilie Double Diamond: die kompakte Sorte mit gefüllten Blüten
Die noch junge Schmucklilie Double Diamond vereint zwei Eigenschaften: eine kompakte Wuchsform und eine üppige Blüte. Ihr größter Vorzug sind die gefüllten, trompetenförmigen Blüten in Reinweiß. Sie stehen in 10 cm großen Dolden über einem Horst aus immergrünen Blättern, sofern das Klima mild ist. Die kompakte Wuchsform mit 35 cm Höhe und 30 cm Breite macht sie ideal für den Kübel, die Terrasse oder den Balkon. Auch am Beetrand kann sie in Regionen mit milden Wintern gepflanzt werden, denn Temperaturen unter -5 °C verträgt sie nicht.
Die Schmucklilie Double Diamond, eine kleine Sorte mit üppigen gefüllten Blüten
Die Schmucklilie Twister: die zweifarbige Sorte
Die Schmucklilie Twister ist eine außergewöhnliche Sorte mit zweifarbigen Blüten. Die großen Blütendolden erreichen bis zu 18 cm Durchmesser und bestehen aus weißen Blüten mit dunkelblauer Basis. Die zweifarbigen Blüten verleihen der Pflanze Dynamik. Gleichzeitig wirken die Farben dank des graugrünen Laubs sanft. Die mittelgroße Schmucklilie wird 60 cm hoch und 50 cm breit. Damit eignet sie sich ideal für die mittlere Beetebene, hinter niedrig wachsenden Bodendeckern. Auch im großen Kübel kann sie kultiviert werden.
Die Schmucklilie Twister lässt sich in vielen Regionen pflanzen. Sie gehört zu den winterhärtesten Schmucklilien und hält Temperaturen bis -12 °C stand.

Die Schmucklilie Twister: zweifarbige, weiße und blaue Blüten
Die Schmucklilie Pitchoune Blue: perfekt im Kübel
Die Schmucklilie Pitchoune Blue trägt ihren Namen zu Recht. Die niedliche, kompakte Sorte wird nur 50 cm hoch und 50 cm breit. Als Zwergsorte eignet sie sich perfekt für den Beetrand. Auch im Kübel gedeiht sie gut. So können Sie sie im Winter geschützt unterbringen, denn die wenig winterharte Pflanze verträgt nur -5 °C.
Obwohl sie klein bleibt, zeichnet sich die Sorte Pitchoune Blue durch eine üppige Blüte aus. Ihre anmutigen Blüten leuchten in Überseeblau über dem bandförmigen, immergrünen Laub. Im Garten können Sie sie mit ihrer „kleinen Schwester“ mit weißen Blüten, Pitchoune White, kombinieren oder durch sie ersetzen. Diese bietet dieselben Vorzüge.

Die Schmucklilie Pitchoune Blue, eine bewährte Sorte, ideal für den Kübel
Kennen Sie weitere empfehlenswerte Sorten? Teilen Sie uns gerne deren Namen in einem Kommentar mit!
Schmucklilien sind spektakuläre Blütenpflanzen, die häufig in Küstengärten anzutreffen sind, insbesondere an der Westküste und in der Bretagne. Im Sommer zeigen sie schöne blaue, weiße oder malvenfarbene Blüten in Dolden, die zugleich dekorativ und elegant wirken. Als unkomplizierte Staude fühlt sich die Schmucklilie in voller Sonne und in einem gewöhnlichen, gut durchlässigen, aber im Sommer […]
Lieferland und Sprache
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