Pflanzen nach Schnee richtig pflegen?
Pflanzen im Winter gesund halten: einfache Tipps
Inhaltsverzeichnis
Im Winter leiden Pflanzen unter Wind, Starkregen, Frost und Schnee. Einfache Maßnahmen helfen bei der Erholung nach Schneefall.

Schnee verschönert den Wintergarten, muss aber richtig behandelt werden
Schnee und seine Auswirkungen im Garten
Schnee als Schutz
Schnee gilt oft als Feind der Pflanzen. Doch er kann auch Vorteile haben. Fällt er reichlich und bildet eine echte, dicke, aber leichte Schneedecke (Pulverschnee), wirkt er wie eine isolierende und schützende Decke. Er reguliert die Bodentemperatur, indem er Luft einschließt und verhindert, dass sie in den Minusbereich sinkt. Stauden und Zwiebeln sind dadurch unterirdisch besser vor möglichem Frost geschützt, ebenso vor den Auswirkungen starker Regenfälle auf den Boden und vor dem Austrocknen durch kalte Winde.

Schnee bildet eine schützende Decke für die Pflanzen
Schnee als Schadfaktor
Doch Schnee kann sich im Garten natürlich auch weit weniger günstig auswirken. Fällt er auf gefrorenen Boden, begünstigt er das Anhalten negativer Temperaturen und verhindert, dass sich der Boden erwärmt.
Vor allem schwerer, feuchter Schnee kann empfindlichen Pflanzen wie immergrünen Sträuchern schaden. Sie sind naturgemäß oft weniger winterhart, da sie ihr Laub das ganze Jahr über behalten, während sommergrüne Pflanzen es abwerfen, um Energie- und Wasserverluste zu begrenzen. Bedeckt Schnee ihr Laub, kann er dort besser haften bleiben und liegen bleiben. Dadurch werden die Zweige heruntergedrückt, was Schäden verursachen kann.
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Wie wir gerade gesehen haben, kann Schnee schwer lasten und zahlreiche Schäden an Pflanzen verursachen, insbesondere an immergrünen Sträuchern. Das gilt auch für junge, sommergrüne Bäume oder Sträucher, die noch wenig entwickelt und daher empfindlich sind. Wenn Schnee auf den oberirdischen Pflanzenteilen liegen bleibt, kann er Folgendes verursachen:
- das Abbrechen von Zweigen;
- das Brechen von Stämmen, die unter dem Gewicht des Schnees manchmal regelrecht auseinanderbrechen;
- das Entwurzeln bestimmter Pflanzen.
Lorbeer, Kamelie, junge Ölbäume, Bambus, Rote Glanzmispel, Ölweide, Klebsame, junge Nadelgehölze – all diese empfindlichen Pflanzen können unter einer Schneeperiode leiden.
Entfernen Sie vorbeugend möglichst rasch den Schnee von den oberirdischen Pflanzenteilen. Dabei sollten Sie die Zweige natürlich nicht heftig auf und ab schütteln, sondern den Schnee vorsichtig abrutschen lassen, damit sich die Pflanze von selbst wieder aufrichten kann.

Entfernen Sie überschüssigen Schnee, besonders von immergrünen Pflanzen
Topfpflanzen pflegen
Schnee schadet auch Topfpflanzen: Sein Gewicht bricht Zweige, kippt Töpfe um und legt Wurzeln frei. Schnee entfernen, Töpfe auf Ziegel stellen.
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Schnee ist kalkfrei und eignet sich nach dem Auftauen zum Gießen, besonders für säureliebende Pflanzen. Auch im Winter kann Gießen nötig sein.
Nach Schneefall: Diese Fehler vermeiden
Nach Schnee sollten Sie einige Fehler vermeiden, um Schäden an den Pflanzen zu verhindern.
- Auch wenn ein Spaziergang im Schnee verlockend ist, vermeiden Sie es, den Rasen zu betreten.
- Verdichten Sie den Schnee am Fuß der Pflanzen nicht.
- Sind Blüten mit Schnee bedeckt, lassen Sie diese schützende Schicht liegen. Winterblühende Pflanzen wie Zaubernuss, Englische Heide, Schneeglöckchen oder Christrosen vertragen Schneeflocken, die sie vor Frost schützen.
- Schneiden Sie scheinbar beschädigte Pflanzenteile nicht direkt nach dem Schneefall zurück. Dadurch würde die Pflanze nur zusätzlich geschwächt, besonders wenn erneut Schnee oder Frost kommt. Warten Sie bis zum Frühjahr.
- Auch wenn es selbstverständlich scheint: Verwenden Sie kein Streusalz in der Nähe Ihrer Pflanzen.

Häufiger Schnee im Garten: Vorsorge
Wenn Ihr Garten regelmäßig von Schneefall betroffen ist, sollten Sie vorsorgen, um negative Folgen zu begrenzen.
- Bringen Sie Stützpfähle an, damit junge, vor weniger als zwei Jahren gepflanzte Bäume gerade wachsen. Sie können sie auch vor Schnee schützen, indem Sie sie mit einem Wintervlies umwickeln oder eine gewebte Reissstrohmatte anbringen.
- Bringen Sie eine organische Mulchschicht von etwa zehn Zentimetern Höhe um Ihre Pflanzen aus. Verwenden Sie Holzspäne, Laub, Stroh, Heu, Farnwedel usw.
- Stellen Sie Topfpflanzen zusammen, möglichst an einem geschützten Ort, zum Beispiel unter einem Vordach. Denken Sie auch daran, sie vom Boden zu isolieren.
- Vermeiden Sie beim Rückschnitt immergrüner Sträucher im Spätwinter oder Herbst eine zu flache Form. Wählen Sie lieber eine leicht geneigte Form, damit der Schnee nicht liegen bleibt und eine schwere Last bildet.
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