Walddickblatt: Pflanzung und Pflege
Inhaltsverzeichnis
Walddickblatt kurz erklärt
- Walddickblatt ist ein perfekter immergrüner Bodendecker für Halbschatten und frische Steingärten
- Es bildet ganzjährig einen schönen einfarbigen oder panaschierten Teppich aus sukkulenten Blättern
- Im Sommer bezaubert es mit leuchtend gelber Blüte
- Es gedeiht in jedem gut durchlässigen Boden, auch in armen Böden
- Winterhart und nahezu pflegefrei
Das Wort unserer Expertin
Das Chiastophyllum, besser bekannt als „Walddickblatt“, ist ein ausgezeichneter, immergrüner Bodendecker für den Halbschatten. Im Garten bietet diese Staude aus der Familie der Dickblattgewächse den Vorteil, den Boden mit ihrem immergrünen Laub zu bedecken. An einem gut etablierten Standort in frischer, gut durchlässiger Erde bildet sie mit der Zeit dichte Teppiche aus einfarbigen oder je nach Art panaschierten Blättern: leuchtend grün bei Chiastophyllum oppositifolium oder cremefarben panaschiert bei der Sorte ‘Variegatum’, auch ‘Jim’s Pride’ genannt.
Vom späten Frühjahr bis in den Sommer beschenkt uns das Chiastophyllum mit einer beeindruckenden Blüte aus überhängenden, goldgelben Rispen an langen Stielen.
Die pflegeleichte, anspruchslose Staude bringt Licht in frische, schattige Gartenbereiche, Beete und einen feuchten Steingarten sowie an den Rand eines Wasserfalls. Sie kann auch in Mauerritzen wachsen oder dekorativ über den Rand eines Pflanzgefäßes hängen.
Entdecken Sie diese sukkulente, teppichbildende und immergrüne Staude!

Chiastophyllum
Beschreibung und Botanik
Steckbrief
- Gebräuchlicher Name Walddickblatt
- Blüte Mai bis Juli
- Height 0,15 bis 0,30 m
- Exposition Halbschatten, Schatten
- Art des Bodens Alle, gut durchlässig, frisch
- Winterhärte -15 °C und darunter
Das Chiastophyllum, auch Walddickblatt genannt, ist eine zur Familie der Dickblattgewächse gehörende Staude und damit mit den Fetthennen verwandt. Diese Pflanze stammt aus den Bergregionen des Kaukasus und bevorzugt humusreiche Standorte sowie schattige oder halbschattige Steingärten. Einziger Vertreter der Gattung ist das Chiastophyllum oppositifolium. Es brachte die Sorte ‘Variegatum’ (auch ‘Jim’s Pride’ genannt) hervor, die wegen ihres panaschierten Laubs ausgewählt wurde.
Diese Pflanze wächst in kleinen Rosetten, die nach und nach einen immergrünen Bodendecker von 15 bis 20 cm Höhe bilden. Einmal gut eingewachsen, breitet sie sich nahezu unbegrenzt aus.

Chiastophyllum oppositifolium, botanische Tafel
Die rhizomatösen Triebe bewurzeln sich stellenweise und bedecken eine Fläche von etwa 25 bis 30 cm, ohne jemals wuchernd zu werden. Die kurzen oberirdischen Stängel bilden einen immergrünen, schönen Teppich aus sukkulenten Blättern. Die 4 bis 5 cm langen Blätter sind gegenständig, fleischig, oval bis rundlich und grob gekerbt oder gewellt. Sie sind leuchtend grün oder beim Chiastophyllum oppositifolium ‘Variegatum’ blaugrün mit cremefarbenem Rand. Die Blätter am unteren Teil der Stängel sind rostfarben getönt.
Ab dem späten Frühjahr und im Sommer leuchtet dieser Blätterteppich mit einer Fülle kleiner, intensiv gelber Blüten, die in langen, leicht überhängenden Trauben zusammenstehen – daher der volkstümliche Name „Walddickblatt“. An aufrechten roten oder grünen Stängeln erscheinen gebogene Ähren mit glockenförmigen Blüten aus fünf 3–5 mm großen Blütenblättern, die denen des Maiglöckchens ähneln.

Parnaschiertes Walddickblatt
Wichtige Arten und Sorten
Chiastophyllum oppositifolium - Walddickblatt
- Blütezeit Juli, August
- Höhe bei Reife 15 cm
Chiastophyllum oppositifolium Variegatum - Walddickblatt
- Blütezeit Juli, August
- Höhe bei Reife 15 cm
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Wo Walddickblatt pflanzen?
Chiastophyllum oppositifolium ist eine Pflanze für Halbschatten und Unterholz. Vorsicht: Bei zu dichtem Schatten fällt die Blüte möglicherweise spärlich aus! Nördlich der Loire gedeiht es auch an einem nicht zu heißen, sonnigen Standort gut. Die aus den Bergregionen des Kaukasus stammende, bis -18 °C winterharte Pflanze behält ihr Laub auch bei Minustemperaturen.
Sie gedeiht in leichtem, frischem bis feuchtem, sehr humusreichem und stets gut drainiertem Boden. Schwere oder lehmige Böden verträgt sie nicht. Ideal ist ein lehmig-sandiger oder sandig-lehmiger Boden, auch wenn sich Walddickblatt an die meisten Böden anpasst. Die Pflanze eignet sich gut für kalkhaltige, drainierte Böden, in denen sie mit der Zeit immer größere, aber stets leicht kontrollierbare Polster bildet. In Böden, die zu viel Feuchtigkeit speichern, empfiehlt sich eine erhöhte Pflanzung.
Chiastophyllum ist ein hervorragender immergrüner Bodendecker im Unterholz, um schattige Bereiche zu begrünen, in denen sonst nichts wächst: unter einer Bank, am Rand eines Wasserfalls, in einem Plattenbelag oder in den Fugen von Mauern und niedrigen Mauern. Mit seiner sonnig leuchtenden Blüte bringt es Farbe in einen alpinen oder frischen Steingarten, eine Beetkante mit Sträuchern oder Stauden, an Wegränder oder auch an begrünte Wände. Es gedeiht sogar im Topf oder in einer Pflanzschale, aus der es dekorativ herauswächst. Die Pflanze eignet sich gut für halbschattige begrünte Wände.

Laub und Blüte von Chiastophyllum
Wann Chiastophyllum oppositifolium pflanzen?
Chiastophyllum wird im Frühjahr oder im Herbst außerhalb von Frost- und Trockenperioden gepflanzt. Eine Pflanzung im Herbst fördert die gute Wurzelbildung vor dem folgenden Sommer.
Wie pflanzen?
Im Freiland
Setzen Sie die Jungpflanzen mit einem Abstand von etwa 25 cm und rechnen Sie mit 5 bis 10 Pflanzen pro m², um einen schönen Laubteppich zu bilden. Das Pflanzsubstrat sollte leicht, mäßig nährstoffreich und drainierend sein.
- Heben Sie ein etwa 5 bis 10 cm tiefes Pflanzloch aus
- Lockern Sie den Boden tiefgründig und verbessern Sie die Drainage mit Steinen oder Kies
- Setzen Sie die Pflanze in die Mitte des Lochs und halten Sie den Hals des Wurzelballens auf Bodenhöhe
- Mischen Sie die Erde mit Sand und etwas gut verrottetem Kompost oder Pflanzerde
- Drücken Sie die Erde fest
- Gießen Sie reichlich und anschließend regelmäßig, damit die Pflanze gut anwächst
- Mulchen Sie mit Kieselsteinen oder Kies
Im Topf
Wählen Sie einen mindestens 30 cm breiten und 40 cm tiefen Terrakottatopf. Planen Sie mindestens 3 bis 5 Anzuchttöpfe ein.
- Füllen Sie den Topfboden mit einer Schicht Blähton oder Kies, um die Drainage zu verbessern
- Pflanzen Sie in leichte, gut drainierende Kakteenerde
- Mulchen Sie mit mineralischem Mulch
- Stellen Sie den Topf in den Halbschatten
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10 Stauden mit gelben Blüten für den GartenWann und wie Walddickblatt säen?
Unter Schutz
Sie können die Samen der Blüten sammeln. Die Aussaat des Walddickblatts erfolgt ab Januar oder Februar im Kalthaus oder Frühbeet, da die Samen Kälte benötigen, um ihre Dormanz zu beenden. Säen Sie später aus, legen Sie die Samen einige Wochen in das Gemüsefach des Kühlschranks. Die Keimung der Walddickblatt-Samen kann mehrere Wochen dauern.
- Füllen Sie eine Saatschale mit spezieller Anzuchterde
- Säen Sie dünn auf das Substrat und drücken Sie es leicht an
- Bedecken Sie die Samen mit einer dünnen Schicht gesiebter Blumenerde
- Gießen Sie feinbrausig
- Halten Sie das Substrat bis zum Auflaufen feucht, aber nicht nass
- Topfen Sie um, sobald die Keimlinge mindestens 2 Blattreihen haben
- Stellen Sie die Anzuchttöpfe im Sommer in den Schatten und im Winter frostgeschützt auf
- Pflanzen Sie im folgenden Frühjahr ins Freiland
Pflege und Wartung
Im Freiland
Am halbschattigen Standort gut etabliert, braucht das Walddickblatt wenig Pflege. Es bevorzugt frischen, nicht zu trockenen Boden. Vor allem im Sommer und bei ausbleibendem Regen braucht es ausreichend Feuchtigkeit im Wurzelbereich. Im Sommer nach der Pflanzung regelmäßig, aber mäßig gießen. Bei Trockenheit besonders auf regelmäßiges Gießen achten.
Bringen Sie im Frühjahr eine gute mineralische Mulchschicht aus, besonders in den ersten Jahren. Sie hält den Wurzelbereich kühl und verringert den Unkrautwuchs. Nach der Blüte welke Blüten und beschädigte Stängel entfernen.
⇒ Bei feuchtem Wetter beachten Sie unsere Tipps, um das Laub vor Schnecken zu schützen!
Im Topf
Halten Sie das Substrat im Sommer frisch; es darf nicht vollständig austrocknen. Kompost, 2- bis 3-mal während der warmen Jahreszeit ausgebracht, fördert Wachstum und Blüte. In kalten Regionen den Wurzelstock im Winter mit Laub schützen. Im zeitigen Frühjahr die oberste Erdschicht erneuern und je nach Entwicklung alle 4–5 Jahre umtopfen.
Vermehrung
Chiastophyllum oppositifolium vermehrt sich von Natur aus durch seine Rhizome. Wie bereits erwähnt, kann es auch durch Aussaat vermehrt werden. Die Teilung der Horste im Herbst oder die Stecklingsvermehrung im Frühjahr sind ebenfalls möglich.
Horstteilung
- Teilen Sie den Horst mit einem Spaten in mehrere gut bewurzelte Teilstücke
- Pflanzen Sie diese Teilstücke sofort ins Freiland oder in einen Topf
Stecklingsvermehrung
Im Frühjahr erfolgt sie mit krautigen Trieben.
- Wählen Sie etwa 5–10 cm lange Triebe aus und schneiden Sie sie direkt über einem Blatt ab
- Entfernen Sie Blüten und untere Blätter der Triebe
- Stecken Sie die Stecklinge in mit gut drainierender Blumenerde gefüllte Anzuchttöpfe
- Drücken Sie die Erde vorsichtig um die Triebe an
- Besprühen Sie die Stecklinge regelmäßig
- Stellen Sie sie im ersten Jahr unter ein Kalthaus
- Pflanzen Sie sie im folgenden Frühjahr ins Freiland
Kombinieren
Mit immergrünem, einfarbigem oder panaschiertem Laub bringt dieses Steinbrechgewächs frisches Leben in kühle, schattige Gartenbereiche.
Im Unterholz gedeiht Chiastophyllum oppositifolium zwischen Funkien, kleinen Farnen, Elfenblumen, Schlangenbart und leuchtenden Gräsern wie Seggen und Federgräsern. Unter Bäumen lässt es sich mit anderen Bodendeckern wie Purpurglöckchen, Knotigem Storchschnabel und Kleinem Immergrün kombinieren – für einen dezenten Blätterteppich.
Im Steingarten mit leichtem Schatten wirkt es besonders schön zusammen mit Steinbrech, Felsenteller, Bitterwurz, Bergenien, Fetthenne oder Hakonechloa macra ‘Aureola’.

Chiastophyllum zusammen mit Funkien ‘June’, Carex oshimensis und Vinca minor
Nützliche Ressourcen
- Welche Pflanzen eignen sich am besten fürs Unterholz
- Was unter Bäumen pflanzen?
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