Der Oleander gehört zur Familie der Apocynaceae. Die Wildart Nerium oleander besiedelt die Ufer von Flüssen, Wadis und frischen Tälern im Mittelmeerraum, Südeuropa und Nordafrika und erstreckt sich bis nach Südwestasien bis zu den Ausläufern des Himalaya und nach Myanmar. Es ist ein ausdauernder Strauch, der an milde Winter und heiße Sommer angepasst ist.
Die Sorte 'Margarita', oft unter dem Namen 'Margaritha' gehandelt, ist eine alte gärtnerische Auslese, die eine gute Kälteresistenz im Vergleich zu vielen klassischen Oleandern aufweist. Im Freiland und bei günstigem Klima bildet die Pflanze einen großen, buschigen Strauch von 2,5 bis 3 m Höhe und 2 bis 2,5 m Breite, manchmal mit zunehmendem Alter sogar mehr. Seine zunächst grünen, dann graubraunen Zweige wachsen aufrecht und biegen sich später leicht unter dem Gewicht der Blüten. Der Strauch zeigt nach der Anwachsphase ein schnelles Wachstum. Das Wurzelsystem ist kräftig, tief und stark verzweigt und kann sowohl Trockenperioden als auch vorübergehend feuchte Bodenverhältnisse verkraften.
Das Laub ist ausdauernd in mildem Klima: Die ledrigen, schmalen, lanzettlichen Blätter sind 10 bis 15 cm lang. Sie sind oberseits dunkelgrün glänzend, unterseits heller und paarweise gegenständig oder zu dritt um die Zweige angeordnet. Vom späten Frühjahr bis zu den ersten Frösten trägt 'Margarita' sehr dichte, endständige Büschel oder Trugdolden. Seine einfachen, trichterförmigen Blüten haben einen Durchmesser von 4 bis 5 cm mit fünf abgerundeten Blütenblättern. Sie öffnen sich knallrosa, am Rand heller, um eine dunklere, oft rot gestreifte Kehle. Der Duft ist leicht. Die Blüte erneuert sich ständig, wenn der Boden einigermaßen frisch bleibt und verwelkte Blütenstände entfernt werden. Die Früchte, wenn man sie sich bilden lässt, sind lange, braune, zylindrische Schoten, die Samen mit einem Büschel seidiger Haare enthalten; sie sind wenig dekorativ und werden oft herausgeschnitten. Für einen Oleander recht rustikal, verträgt diese Sorte Fröste bis etwa –10 °C in gut durchlässigem Boden. Sie produziert einen weißen, sehr giftigen Latex: Alle Pflanzenteile sind bei Verschlucken gefährlich, es ist ratsam, mit Handschuhen zu gärtnern und das Holz nicht zu verbrennen.
Der Nerium oleander 'Margaritha' eignet sich für lockere oder geschnittene Hecken, Beete oder als Solitär in der Nähe des Hauses, überall dort, wo die Sonne scheint. Im Süden oder in Küstennähe bildet er die ausdauernde Basis für eine mediterrane Gartengestaltung. Kombinieren Sie ihn zum Beispiel mit der Sorte 'Alsace', die weiß und sehr rustikal ist, und mit Nerium oleander 'Variegata' mit panaschiertem Laub. Zu seinen Füßen können Sie Horste von Schmucklilie 'Phantom', purpurnen Zistrosen und Perovskia 'Blue Spire' pflanzen.
Seit der Antike kultiviert, begleitet der Oleander die Zivilisationen des Mittelmeerraums und des Orients; Spuren seines Anbaus sind in Mesopotamien und im alten Ägypten belegt, und er wird bereits von Theophrast in seiner Geschichte der Pflanzen erwähnt. Noch heute prägen Oleanderreihen die Straßen und Gärten des Südens. 'Margarita' mit ihrer leuchtend rosa Blüte fügt sich in diese lange Tradition einer Zierpflanze ein, die für Urlaubslandschaften typisch ist.