Der Rückschnitt von Rosen wirft häufig Fragen auf. Dafür müssen Sie jedoch kein besonders erfahrener Gärtner sein, denn es ist kein Hexenwerk. Ich lasse die Dinge gern gelassen angehen und weiß aus eigener Erfahrung: Gärtnern ohne großen Aufwand funktioniert!
Denken Sie zunächst daran, dass der Hauptrückschnitt von Rosen am Ende des Winters oder zu Beginn des Frühjahrs erfolgt. Um diesen geht es heute nicht. Wir sprechen vielmehr über den kleinen Herbstschnitt. Er wird nur selten durchgeführt, da er nicht unbedingt erforderlich ist, erleichtert Ihnen im Frühjahr jedoch die Arbeit im Garten. Da diese Zeit ohnehin schon arbeitsreich ist, lohnt es sich, diese Möglichkeit zu nutzen!
Beim Herbstschnitt handelt es sich lediglich um einen vorbereitenden Reinigungsschnitt vor dem etwas stärkeren Rückschnitt im Frühjahr.
Damit Sie gleich Bescheid wissen: In sehr kalten Regionen ist dieser Rückschnitt nicht empfehlenswert. In Gegenden mit milden Wintern können Sie dagegen problemlos darauf verzichten.
Die Befürworter teilen sich außerdem in zwei Hauptgruppen: Die einen schneiden bereits im November, kurz nach den ersten Herbstfrösten, wenn die Rosen ihre letzten Blätter verloren haben und in die Winterruhe eintreten. Die anderen warten bis zum Beginn des Winters.
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DIE BEFÜRWORTER DES HERBSTSCHNITTS
Sie warten nicht lange, sondern gehen sofort ans Werk und empfehlen, im November ein Drittel jedes Triebs zurückzuschneiden.

Schneiden Sie im Herbst ein Drittel aller Zweige zurück.
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DIE BEFÜRWORTER DES WEIHNACHTSSCHNITTS
Sie gehen besonders taktisch vor: Sie warten lieber ab und genießen zunächst die Weihnachtsfeiertage, bevor sie sich voller Tatendrang in die Gartenarbeit stürzen. In diesem Fall schneiden Sie zwischen Weihnachten und Ende Januar. Als kluge Strategen schneiden sie zunächst nur auf 4 oder 5 Augen statt auf 2 oder 3 zurück. Sollte ein starker Frost Schäden verursachen, können sie anschließend noch etwas stärker zurückschneiden.

Zählen Sie 4 oder 5 Augen ab und schneiden Sie im Winter schräg direkt darüber.
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WIE GEHEN SIE IN BEIDEN FÄLLEN VOR?
Wählen Sie eine der beiden Vorgehensweisen und nutzen Sie die Gelegenheit, um abgestorbenes Holz sowie gebrochene, durch Witterungseinflüsse oder Reibung beschädigte Zweige zu entfernen. Sie sind offene Eintrittspforten für Krankheiten. Schneiden Sie möglichst weit unten. So bleibt die Rose sauberer und luftiger.

Schneiden Sie abgestorbene Zweige möglichst weit unten zurück.
Vergessen Sie auch nicht, die auf den Boden gefallenen Blätter aufzusammeln, insbesondere wenn sie schwarze Flecken oder Mehltau aufweisen.
Vorteile:
- In sehr windigen oder schneereichen Gärten lassen sich Bruchschäden vermeiden
- Der Rückschnitt im Frühjahr fällt weniger umfangreich aus
- Die Blüte setzt früher ein
- Es geht weniger Pflanzensaft verloren
Nachteile:
- In sehr kalten Regionen sollten Sie auf diese Vorgehensweise verzichten
Denken Sie daran, die Schnitte immer einige Millimeter oberhalb eines Auges anzusetzen. Führen Sie sie schräg aus, damit sich kein Wasser auf der Schnittfläche sammelt, was das Auftreten von Krankheiten begünstigen würde. Die Schnittfläche sollte vom Auge weg geneigt sein, damit das Wasser nicht darauf läuft.
Passen Sie den Zeitpunkt des Rückschnitts in jedem Fall an Ihr Klima an!
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DIE BEFÜRWORTER DES NICHTSTUNS
Natürlich können Sie auch nichts tun – und das ganz bewusst … Das bleibt Ihnen überlassen!
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NICHT REMONTIERENDE ROSEN
Hier geht es um den Sonderfall dieser alten Rosengruppe: die nicht remontierenden Rosen, die direkt nach ihrer einzigen Blüte zurückgeschnitten werden. Entfernen Sie dazu alle bereits blühenden Triebe sowie altes und abgestorbenes Holz. Einfacher geht es nicht!
Und welcher Gruppe gehören Sie an?
Wenn Sie mehr erfahren möchten, lesen Sie unseren Ratgeber: der Rückschnitt von Rosen. Außerdem finden Sie Michaels Videoanleitungen zum Rückschnitt alter Rosen und zum Rückschnitt moderner Rosen.
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