Permakultur liegt im Trend! Man hört inzwischen fast überall davon: in Gartenzeitschriften, auf Pflanzenmärkten, im Fernsehen … und viele Gärtnerinnen und Gärtner sagen, dass sie Permakultur betreiben.
Vielleicht möchten auch Sie eine Ausbildung zu diesem Thema machen … Gute Nachricht: Ich habe für Sie eine Permakultur-Ausbildung getestet und berichte Ihnen hier von meinen Erfahrungen!
1) Warum habe ich eine Permakultur-Ausbildung absolviert?
Als ich mich für eine Permakultur-Ausbildung entschied, war ich bereits überzeugt, dass sie eine persönliche und berufliche Bereicherung darstellen würde. Davon versprach ich mir auch Vorteile für meinen Alltag. Bei der richtigen Wahl wusste ich, dass ich die Ausbildung gegenüber meinen Kolleginnen und Kollegen oder künftigen Arbeitgebern geltend machen könnte. Ich betrachtete sie als echten beruflichen Mehrwert. Schließlich konnte ich das erworbene Wissen in meiner Arbeit als Landschaftsarchitektin einsetzen.
Aus persönlicher Sicht erwartete ich außerdem, dass mir die Permakultur-Ausbildung neue Denkanstöße über mich selbst, meine Denkweise, meinen Konsum und meine Lebensweise geben würde. Ich sah darin eine einmalige Gelegenheit, mich selbst zu hinterfragen und mich auf meine Lebensprojekte zu konzentrieren. Ich wollte dort all meine Fragen stellen können. Vor allem hoffte ich, Menschen kennenzulernen, die wie ich mehr erfahren und entsprechend handeln möchten.
Und ich wurde nicht enttäuscht! Die Ausbildung übertraf sogar meine Erwartungen. Ich war angenehm überrascht von all dem, was ich von der Kursleitung und den anderen Teilnehmenden lernen konnte. Das war möglich, weil ich eine Ausbildung gefunden hatte, die meinen Erwartungen entsprach.
2) Wie habe ich das Thema meiner Permakultur-Ausbildung ausgewählt?
Informieren Sie sich unbedingt über die Ausbildung, für die Sie sich entscheiden. Der Begriff Permakultur ist sehr weit gefasst. Er kann sich sowohl auf den Garten einer Privatperson als auch auf die Gemüseanbauflächen eines professionellen Betriebes, ein Haus oder sogar ein Unternehmen beziehen.
Für meine Ausbildung entschied ich mich für den Schwerpunkt Permakultur-Design. Mein Ziel war es, Permakultur-Designs für Gärten, Projekte oder ein Haus zu entwickeln. Als Landschaftsarchitektin kann ich diese zusätzliche Kompetenz in meiner beruflichen Tätigkeit bei der Gartengestaltung einsetzen. Das Permakultur-Design ergänzt diese Arbeit ideal.
Je nach Ihren persönlichen Voraussetzungen und Projekten können Sie auch andere Themenbereiche der Permakultur wählen:
- Professioneller Gemüseanbau nach permakulturellen Grundsätzen,
- Urbane Permakultur,
- Das bioklimatische Haus,
- Soziale Permakultur, zum Beispiel gewaltfreie Kommunikation …
- Transition Towns.

Das gewählte Thema sollte zu Ihren Projekten, Ihren Fragen und Ihrer beruflichen und persönlichen Situation passen.
Auch die Kosten sind ein wichtiges Auswahlkriterium, denn nur wenige Ausbildungen werden finanziell gefördert. Ich empfehle Ihnen außerdem, bei kommerziellen Websites und anderen Angeboten vorsichtig zu sein, die auf der Permakultur-Welle reiten. Viele Menschen nutzen die Begeisterung für dieses Thema, bezeichnen sich als „Permakultur-Experten“ und bieten Ausbildungen an, obwohl sie keineswegs qualifiziert sind. Permakultur lässt sich nicht nur aus Büchern lernen. Sie wird in der Praxis angewendet und nicht allein im stillen Kämmerlein: Permakultur ist ein offener Ansatz, den Sie gemeinsam mit anderen umsetzen.
Ich kann Ihnen zwei Websites empfehlen, die Einführungen, Seminare oder zertifizierte Kurse zur Permakultur anbieten: die Volkshochschule für Permakultur und Brin de paille.
Ich entschied mich für die Website der Volkshochschule für Permakultur, die zahlreiche Ausbildungen nach Datum und in ganz Frankreich auflistet. Da meine Ausbildung nicht gefördert werden konnte, berücksichtigte ich den Zeitaufwand, die Kosten sowie den beruflichen und persönlichen Nutzen. Heute bin ich mit dieser Investition in meine Ausbildung rundum zufrieden.
3) Wie habe ich die Dauer meiner Permakultur-Ausbildung ausgewählt?
Je nach Dauer gibt es verschiedene Ausbildungsformen. Ich konnte mit zweistündigen oder dreistündigen Vorträgen und Veranstaltungen beginnen, die die Grundlagen der Permakultur vermitteln. Diese Einführungen ermöglichen Ihnen, sich mit dem Thema vertraut zu machen. Sie können den meist gut informierten Referentinnen und Referenten Fragen stellen und herausfinden, ob Sie sich für das Thema interessieren. Für Vorträge und Workshops zur Permakultur in Paris kann ich Ihnen zwei Anlaufstellen empfehlen: La Recyclerie und Akteure des nachhaltigen Paris.
Anschließend können Sie das Thema während eines Ausbildungswochenendes vor Ort vertiefen. Diese meist praxisorientierte Zeit ist besonders lehrreich. Sie eignet sich ideal für persönliche Projekte und als Einstieg für künftige Fachleute. In der Regel umfassen diese Wochenenden theoretische und praktische Einheiten. Die praktische Arbeit vor Ort und der Austausch mit den anderen Teilnehmenden spielen dabei eine wichtige Rolle.
Wenn Sie die Grundlagen beherrschen und Ihre Projekte Ihr Interesse an der Permakultur bestätigen, können Sie wie ich mit zertifizierten Permakulturkursen weitermachen. Dabei handelt es sich um eine zehntägige Ausbildung. Ich empfehle sie künftigen Fachleuten in diesem Bereich. Meine Ausbildung war in zwei fünftägige Abschnitte während der Schulferien aufgeteilt: ein Abschnitt fand im Oktober und der andere im Februar statt. Das war für mich ideal, da ich während der Schulferien weniger arbeite. Diese Ausbildung war für meine eigenen Projekte und mein berufliches Netzwerk äußerst wertvoll. Die permakulturellen Themen konnten gründlich behandelt werden, anstatt nur oberflächlich zur Sprache zu kommen. Und wie schön war es, sich mit Menschen auszutauschen, die auf derselben Wellenlänge liegen wie Sie!
Ich empfehle diese zertifizierten Kurse ohne Einschränkung allen, die sich beruflich in Richtung Permakultur orientieren möchten, etwa künftigen Gemüsebauern, Permakultur-Designern oder Kursleitern. Auch besonders engagierte Privatpersonen können an dieser Ausbildung teilnehmen, wenn sie sehr viel mehr erfahren möchten.
Zum Abschluss gibt es das Diplom für angewandte Permakultur. Diese Ausbildung richtet sich an künftige Kursleiter. Sie ist sehr anspruchsvoll, dauert lange, mindestens zwei Jahre, und umfasst auch technische Inhalte, etwa die Ausarbeitung einer umfangreichen Dokumentation. Mit diesem Diplom können Sie Ihre praktischen Erfahrungen und Kenntnisse vor einer Prüfungskommission aus Absolventen nachweisen. Ich empfehle diese Ausbildung nur Personen, die ihrerseits Permakultur-Fachleute in zertifizierten Kursen ausbilden möchten.
4) Wie habe ich meine Ausbildung ausgewählt? Die Bedeutung der Kursleitung und des Ausbildungsortes
Wenn Sie Dauer und Schwerpunkt der Ausbildung ausgewählt haben, informieren Sie sich über die Kursleitung!
Vergewissern Sie sich, dass die Kursleiter selbst eine zertifizierte oder staatlich anerkannte Ausbildung absolviert haben oder dass ihre Erfahrung und ihr Ruf für ihre Professionalität sprechen. Die zertifizierten Permakulturkurse werden beispielsweise ausschließlich von Personen mit einem Diplom geleitet, dem DPA, dem Diplom für angewandte Permakultur. Einführungswochenenden können dagegen auch von Personen mit einem Zertifikat für Permakultur-Design angeboten werden.
Außerdem bringt jeder Kursleiter je nach seinem persönlichen Werdegang, seinen Interessen und seinen Vorlieben eine eigene Note ein. Prüfen Sie daher das Profil der jeweiligen Person, um herauszufinden, ob es zu Ihnen passt.
Bei meinem zertifizierten Permakulturkurs hatte ich das Glück, Sacha Guégan als Kursleiter zu haben. Sein gründlicher und sachlicher Hintergrund sprach mich an. Zuvor hatte er als Ingenieur in der Automobilbranche gearbeitet. Durch ein berufliches Diplom als Leiter eines landwirtschaftlichen Betriebs, das BPREA, und zehn Jahre Erfahrung mit angewandter Permakultur, unter anderem auf der Ferme du Bec Hellouin, konnte er umfangreiche Praxiserfahrung sammeln. Dieser französische Betrieb gilt als Referenz in der Permakultur. Abschließend überprüfte ich, ob er sein Diplom für angewandte Permakultur tatsächlich 2015 erworben hatte.
Meine Ausbildung fand an zwei Orten statt: in den Gemeinschaftsgärten von Orry-la-Ville und im Schloss von Pontarmé. Der Ausbildungsort sprach mich sofort an. Der Gemeinschaftsgarten interessierte mich besonders, da ich häufig in einem solchen Umfeld arbeite. Ich sah darin die Gelegenheit, für praktische Untersuchungen nach draußen zu gehen. Genau das taten wir: Wir legten eine lebende Hecke aus Silber-Weide an, wiederholten die Technik der Aussaat und unternahmen einen Ausflug zu Wildpflanzen … Selbst bei Kälte hatten wir alle viel Freude daran. Und wie schön war es, diese Momente miteinander zu teilen, in denen alle lächelten!

5) Wie habe ich das Beste aus meiner Permakultur-Ausbildung gemacht?
Ich wollte meine Ausbildung in jeder Hinsicht nutzen: um Freude daran zu haben, zu lernen, Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen und Rückmeldungen zu erhalten und die Meinung anderer zu meinen eigenen Projekten kennenzulernen. Obwohl ich bereits einige permakulturelle Techniken kannte, war es interessant, die Ansätze anderer und ihre persönlichen Tipps kennenzulernen.
Ich hatte das Vergnügen, Menschen kennenzulernen, die sich wie ich für gesellschaftliche Themen interessieren, etwa den Klimawandel, Umweltverschmutzung und übermäßigen Konsum … Es war eine echte Wohltat, sich mit ihnen auszutauschen. Ich habe diese einmalige Gelegenheit sehr genossen, neue Menschen kennenzulernen. Sie waren eine Quelle der Inspiration für meine eigenen Projekte und haben mir den nötigen Schwung gegeben, noch weiterzugehen.
Meine gesellige Ausbildung in der Clairière des Sources war eine wunderbare gemeinsame Erfahrung mit viel Lächeln, Lebensfreude, intensiven Überlegungen und neuen Erkenntnissen. Ich empfehle sie ohne Einschränkung!

6) Und was kommt nach meiner Ausbildung?
Da die Ausbildung lange dauerte, konnte ich über Facebook und WhatsApp mit den anderen Teilnehmenden in Kontakt bleiben. So setze ich meine Ausbildung fort: Ich sehe mir die Fotos der anderen und ihre Literaturempfehlungen an. Vor allem verfolge ich gern, wie sich die Projekte aller weiterentwickeln. Darüber freue ich mich sehr!
Auch wenn ich meine Ausbildung abgeschlossen habe, bleibt noch viel zu tun: Ich muss meine Notizen noch einmal durchlesen, die empfohlenen Dokumentarfilme ansehen und bestimmte Themen wie die gewaltfreie Kommunikation weiter vertiefen. Meine Ausbildung ist eine wahre Fundgrube, die ich noch weiter erkunden muss. Zum Beispiel warten noch viele Bücher darauf, von mir gelesen zu werden:
- „Der Permakulturführer für den Garten“ von Carine Mayo, erschienen bei Terre Vivante.
- „Permakultur – Die Erde heilen, die Menschen ernähren“ von Perrine und Charles Hervé-Gruyer, erschienen bei Actes Sud.
- „Permakultur in der Praxis“ von Jessi BLOOM und David Boehnlein, erschienen bei Ulmer.
- „Der Waldgarten“ von Martin Crawford, erschienen bei Ulmer.
Wagen Sie also den Schritt und bilden Sie sich weiter!
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