Vor drei Jahren habe ich beschlossen, dieses Beet neu zu gestalten und dabei so weit wie möglich zu vereinfachen. Ich wollte ein nicht zu farbenfrohes, eher grafisch wirkendes, üppiges und wildes Beet, ohne dabei in eine allzu exotische Richtung zu gehen.
Meine erste Wahl fiel auf Hakonechloa macra. Ich besaß bereits einige große Mutterpflanzen, die nicht weit entfernt wuchsen, sodass sie sich leicht verpflanzen und teilen ließen. Aus sieben großen Horsten habe ich gut ein Dutzend gewonnen und diese sehr unregelmäßig gepflanzt, wobei ich zwischen einigen Pflanzen größere Abstände gelassen habe. So bedecken sie die Mitte und den Rand des Beetes. Ich mag die Bewegung dieses Ziergrases: Wenn es frei wachsen darf, bildet es halbkugelförmige Horste. Wird es dagegen am Beetrand gepflanzt und fehlt ihm der Platz, um sich auszubreiten, biegen sich die Blätter und nehmen eine wellenförmige Gestalt an. Dieses sehr inspirierende Ziergras diente mir als Grundlage und Struktur für die Gestaltung des Beetes. Allein durch es erhält das Beet seinen wilden, grafischen und üppigen Charakter.
Um Kontraste zu schaffen und den üppigen Eindruck zu verstärken, habe ich anschließend einige Funkien 'Frosted Jade' geteilt. Sie sind groß genug, um nicht von den Japangräsern überwuchert zu werden, aber auch nicht so imposant, dass sie diese ersticken. Hier habe ich sechs Horste gepflanzt, die ebenfalls unregelmäßig verteilt sind, vor allem aber von der Beetmitte bis in den hinteren Bereich. Als Kontrast, zur Gestaltung des Beetrands und als Übergang zwischen Beetmitte und Beetrand habe ich anschließend Mukdenia 'Karasuba' gepflanzt. Dieser Bodendecker mit handförmigem Laub gefällt mir besonders gut. Im Herbst färben sich die Blätter rot und verleihen dem Beet wieder mehr Lebendigkeit.
Schließlich fehlte mir noch eine große Staude oder ein kleiner Strauch, auf den ich das Beet ausrichten konnte. Da ich keinen weiteren Kontrast schaffen, sondern den wilden und üppigen Charakter betonen wollte und gleichzeitig bei einer Farbpalette aus Grün und Weiß bleiben wollte, entschied ich mich für die Sterndolde 'Star of Billion'. Sie gehört neben Astrantia maxima ohne Zweifel zu meinen Lieblingspflanzen. Diese äußerst blühfreudige Sorte trägt kleine, sehr natürlich wirkende grünlich-weiße Blüten. Sie öffnen sich von Juni bis zum ersten Frost – damit sorgt diese Sterndolde ganze sechs Monate im Jahr für ein beeindruckendes Schauspiel.


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