10 ungewöhnliche Gemüsearten
Entdecken Sie seltenes, ausgefallenes Gemüse, das im Garten leicht zu kultivieren ist
Inhaltsverzeichnis
Tomaten, Bohnen, Salat und Rettich sind für Sie kein Geheimnis? Lust auf Neues im Gemüsebeet und auf dem Teller? Entdecken Sie 10 seltene Gemüse zum Anbauen.
Peruanischer Sauerklee oder Knolliger Sauerklee
Der Peruanische Sauerklee (Oxalis tuberosa) ist eine kleine, verdickte Knolle aus der Familie der Sauerkleegewächse, deren Herkunft unverkennbar ist. Er wächst ursprünglich auf den Hochebenen der Anden und wurde im 19. Jahrhundert nach Frankreich gebracht – allerdings ohne großen Erfolg. Dabei hat er viele Vorzüge, die Gartenfreunde begeistern: die hübsche rote Farbe seiner taubeneigroßen Knollen, sein kartoffelähnlicher Geschmack mit der Säure des Sauerampfers, seine kleeartigen, nach Sauerampfer schmeckenden Blätter und sein leicht mehliges Fruchtfleisch, das sich als Püree, gebraten oder in der Pfanne zubereitet genießen lässt.
Der Peruanischer Sauerklee: Anbau, Pflanzung, Ernte
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7 asiatische Gemüse für den Anbau im GemüsegartenYacón, auch Erdbirne genannt
Noch ein ungewöhnliches Gemüse aus der Familie der Korbblütler mit cremeweißem Knollenfleisch. Die Yacón (Smallanthus sonchifolius) stammt aus Südamerika und hat mit einer Birne nur den Namen gemeinsam. Sie wird meist roh im Salat oder gekocht in Schmorgerichten, ähnlich wie eine Kartoffel, verzehrt. Auch als Dessert mit Schokolade schmeckt sie. Mit bis zu 2 m Höhe und Breite spendet sie im Gemüsegarten Schatten. Die Yacón ist jedoch frostempfindlich.

Die Yacón stammt aus Südamerika
Ab Mitte Mai pflanzen, sobald keine Spätfröste mehr drohen, in nährstoffreichen, gut durchlässigen Boden. Einen sonnigen Standort wählen. Die Ernte erfolgt von Oktober bis November.
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Chinesische Yamswurzel mit riesigen Knollen
Chinesische Yamswurzel (Dioscorea batatas): bis 3 m lange Liane, essbare Knollen für die asiatische Küche. Im Mai pflanzen, Nov.–März ernten.
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7 exotische Gemüse zum EntdeckenGombo Okra: Gemüse für den Süden
Der Okra (Abelmoschus esculentus) ist eine tropische Pflanze aus der Familie der Malvengewächse. Tropisch bedeutet wärmebedürftig – daher ist sie den südlichsten Regionen wie dem Mittelmeerraum vorbehalten. Die bis zu 2,5 m hohe Pflanze bildet Früchte, die in Afrika als Gemüse oder Gewürz verzehrt werden. Die grünen, langen, kantigen Kapseln werden in Eintöpfen und Suppen verwendet und sind Bestandteil des Mafé.

Der Anbau von Okra ist den südlichen Regionen vorbehalten
Okra ist frostempfindlich und wärmebedürftig. Daher wird er nur in Regionen mit mildem Klima oder andernorts im Gewächshaus angebaut. Die Aussaat erfolgt im zeitigen Frühjahr unter Schutz bei 21 bis 34 °C. Die Pflanzung erfolgt im Mai und Juni in fruchtbaren, gut drainierten Boden, die Ernte von Juli bis Oktober.
Peruanische Maca: Knolle aus den Andenhochlagen
Maca aus Peru (Lepidium meyenii): robuste Wurzel aus den Anden. Aussaat Feb.–Apr., Ernte Spätherbst bis Frühling.
Käsekraut®: überraschender Camembertgeschmack
Käsekraut (Paederia lanuginosa) duftet nach Camembert. Kletterpflanze für Sonne und humusreichen Boden; Aussaat im Frühjahr, im Winter frostfrei halten.
Weidenblättrige Sonnenblume: Knolle wie Topinambur
Die Weidenblättrige Sonnenblume (Helianthus strumosus) verdient vor allem wegen ihrer knolligen Rhizome einen Platz im Gemüsegarten. Diese ähneln Topinambur und schmecken zwischen Schwarzwurzel und Artischocke. Auch ihre gelben, sonnenblumenähnlichen Blüten machen sie attraktiv. Die länglichen, hellbeigen Knollen lassen sich als Gratin, Püree oder in der Pfanne gebraten zubereiten.

Die Knollen der Weidenblättrigen Sonnenblume erinnern geschmacklich an Artischocke und Schwarzwurzel
Die bis zu 2 m hohe Weidenblättrige Sonnenblume liebt die Sonne und kann im Gemüsegarten als Schattenspender dienen. Wie Topinambur kann sie sich stark ausbreiten, weshalb sie unbedingt eingegrenzt werden sollte.
Die Knollen der Weidenblättrigen Sonnenblume werden zwischen März und April in einen mit Kompost angereicherten, lockeren und gut drainierten Boden gepflanzt. Die Ernte erfolgt zwischen November und März.
Knollige Kapuzinerkresse mit essbaren Wurzeln
Die Knollige Kapuzinerkresse (Tropaeolum tuberosum) ist für ihre essbaren orangefarbenen Blüten bekannt. Aber wussten Sie, dass sie auch ein ursprünglich in den Anden angebautes Gemüse ist? Ihre fleischigen Wurzeln mit feinem Geschmack sind ebenso essbar wie ihre Blätter. Eine Jungpflanze kann bis zu 700 g perlenförmige, birnenförmige Knollen bilden, die wie Kartoffeln zubereitet werden. Blätter und Blüten können Sie außerdem im Salat essen.

Die Wurzeln der Knolligen Kapuzinerkresse haben einen feinen Geschmack
Diese wenig winterharte Kletterpflanze liebt einen sonnigen Standort sowie einen nährstoffreichen, lockeren und feuchten Boden. Pflanzen Sie die Knollen im Frühjahr nach den letzten Frösten. Stellen Sie ein Rankgitter bereit. Die Blüte beginnt im Spätsommer, die Knollen werden nach den ersten Frösten geerntet.
Zuckerwurzel mit pastinakenähnlichem Geschmack
Der auch als Chirouis bekannte Zuckerwurzel (Sium sisarum) wurde im Mittelalter an Königstafeln serviert. Angebaut wird sie wegen ihrer etwa 20 cm langen, dünnen Wurzeln mit weißem, pastinakenähnlichem Geschmack. Sie lassen sich kochen, dämpfen, überbacken oder in der Pfanne braten.

Die Zuckerwurzel wird wegen ihrer langen, spitz zulaufenden Wurzeln angebaut
Die zur Familie der Doldenblütler gehörende Zuckerwurzel braucht nährstoffreichen, feuchten Boden, einen sonnigen Standort und regelmäßige Wassergaben. Sie ist winterhart und unempfindlich gegen Kälte, die den Wurzeln sogar einen süßen Geschmack verleiht. Gepflanzt wird sie im März und April, geerntet von November bis Februar.
Jicama oder Yambohne
Die aus Mittelamerika stammende Yamsbohne (Pachyrhizus erosus), auch Erdbohne genannt, gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler. Sie bildet kreiselförmige Knollen mit saftig-süßem, kastanienähnlichem Geschmack. Sie lässt sich roh oder wie eine Kartoffel gekocht zubereiten.

Die Yamsbohne stammt aus Mittelamerika
Die Yamsbohne bevorzugt nährstoffreiche, frische, gut drainierte, tiefgründige Böden. Sie braucht einen sonnigen Standort.
Die Samen werden im März oder April warm ausgesät, die Keimlinge ab Mitte Mai ins Freiland gepflanzt. Die Ernte erfolgt im September.
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