6 schöne Ein- und Zweijährige für Halbschatten

6 schöne Ein- und Zweijährige für Halbschatten

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Inhaltsverzeichnis

Halbschatten: 7 ein- und zweijährige Pflanzen für Garten und Balkon, die auch bei gedämpftem Licht prächtig blühen.

Schwierigkeit

Das Silberblatt oder Einjährige Silberblatt

Silberblatt (Lunaria annua): Pflege, Blüte und Aussaat. Die zweijährige Staude gedeiht im Halbschatten und bildet dekorative Samenstände.

Das Vergissmeinnicht

Das Vergissmeinnicht ist typisch für lichte Unterholzstandorte, wo seine kleinen, intensiv blau leuchtenden Blüten bezaubernde, niedrige Teppiche bilden und alle Blicke auf sich ziehen. Ein Beispiel ist der Kultivar Myosotis sylvatica ‘Blue Sylva’ mit seinen fast elektrisch blauen Blüten und gelber Mitte – ein Sinnbild für Schlichtheit und Romantik im Garten. Im Frühjahr begeistert es mit früher, lang anhaltender Blüte und bildet einen leuchtenden Teppich zu Füßen von Zwiebelpflanzen, Sträuchern und Stauden. Diese sich selbst aussäende Sorte gedeiht an mild sonnigen bis halbschattigen Standorten in frischem, fruchtbarem und gut durchlässigem Boden. Von März bis Juni tragen ihre behaarten, bis 20 cm hohen Stängel eingerollte Blütenstände. Obwohl mehrjährig, wird die Pflanze wegen ihrer Selbstaussaat oft zweijährig kultiviert und bereichert den Garten immer wieder.

Vergissmeinnicht harmoniert perfekt mit Zwiebelpflanzen wie Horn-Veilchen sowie Frühlingsblühern wie Primeln und Herzblumen und schafft zarte Kontraste in Beeten, Rabatten und Pflanzgefäßen. Die zarten Blüten eignen sich auch elegant für Frühlingssträuße und bringen Leichtigkeit und Farbe. Nach dem Anwachsen sät sich die Pflanze meist selbst aus, jedoch nicht immer sortenecht und ganz nach Zufall im Beet.

Vergissmeinnicht

Fingerhut

Fingerhut gilt als zweijährige oder kurzlebige Staude. In gut durchlässigem, humusreichem Boden sät er sich meist problemlos selbst aus. Nach der Bildung einer grundständigen Blattrosette im ersten Jahr entwickelt er an langen Stielen üppige Blütenähren und verleiht halbschattigen Beeten eine wunderbare vertikale Struktur.

Unter ihnen ist Digitalis purpurea ‘Suttons Apricot’ eine Variante des in unseren Wäldern heimischen Roten Fingerhuts. Sie trägt zarte aprikosenrosa Glöckchen an hohen Blütenstielen, die halbschattige Gartenbereiche perfekt zum Leuchten bringen. Die winterharte, zweijährige Staude kann mit einem passenden Rückschnitt vor der Samenbildung etwas länger im Garten bleiben.

Fingerhut ‘Suttons Apricot’ gedeiht in ozeanischem Klima und bevorzugt humusreiche, frische Böden wie an lichten Waldrändern. Ab dem Frühjahr bildet er eine Rosette aus dunkelgrünen, flaumig behaarten Blättern, die die spektakuläre Blüte im zweiten Jahr ankündigt. Im Mai und Juni wachsen kräftige Stiele empor und entfalten einen dichten, über einen Meter hohen Blütenstand, der Bienen und Hummeln anzieht.

Er harmoniert im lichten Unterholz mit Storchschnabel oder Farn.

Digitalis Suttons Apricot

Nicht winterharte Fuchsien

Unter den Fuchsien vertragen einige etwa -12 bis -15 °C Frost, insbesondere alle Fuchsia magellanica, während andere überhaupt nicht winterhart sind. Sie gelten bei uns daher als einjährig und können im Haus überwintert werden, um in der warmen Jahreszeit wieder ins Freie zu kommen, wenn sie im Topf kultiviert werden. Fuchsien sind perfekte Pflanzen für den Halbschatten, die Morgensonne schätzen und während der heißesten Stunden Schatten sowie einen fruchtbaren, frischen und gut durchlässigen Boden benötigen.

Ein schönes Beispiel ist Fuchsia triphylla ‘Thalia mit kleinen, sehr leuchtenden Blüten, die sich vor dunklem Laub zu Trauben vereinen. Vom späten Frühjahr bis zum Spätsommer schmückt sich diese Pflanze mit zahlreichen zarten, langen Blüten in leuchtendem Korallenrot.

‘Thalia’ zeichnet sich durch die Länge ihrer 4 cm langen Blüten aus, die sie von F. triphylla geerbt hat. Sie bildet einen kompakten, verzweigten Busch und erreicht eine Höhe von 50 bis 75 cm bei einer Breite von 40 bis 50 cm. Die Blüten besitzen eine verlängerte Röhre, über der kleine Kelchblätter und eine Blütenkrone aus zarten Blütenblättern sitzen, mit verborgenen Staubblättern. Das Laub ist glänzend dunkelolivgrün mit dunklen Blattadern und purpurvioletter Unterseite und steigert den dekorativen Wert. Ihre Winterhärte ist auf -1 °C begrenzt.

Fuchsie ‘Thalia’ kann in einem großen Topf kultiviert und im Winter ins Haus geholt werden. Für einen Kontrast von Farbe und Struktur kombinieren Sie sie mit Buntnesseln mit dunklem Laub.

Nicht winterharte Fuchsie

Fuchsia ‘Thalia’

Buntnessel

Buntnesseln werden wegen ihres schönen bunten Laubs kultiviert. Sie sind frostempfindliche Stauden, die mit Basilikum und Brennnesseln verwandt sind und aus den tropischen Wäldern Afrikas, Amerikas und Asiens stammen. Da sie nicht winterhart sind, pflanzt man sie draußen in Beete oder in den Wintergarten, damit sie überwintern können. Ihr Laub mit seinen ungewöhnlichen, reichen Farbschattierungen verträgt keine pralle Sonne und gedeiht im Halbschatten deutlich besser.

Ein Beispiel ist die Buntnessel Coleus Copinto ‘Manhattan’, die durch ihr dunkles, fast schwarzes Laub mit purpur-braunen oder violett-schokoladenbraunen Nuancen auffällt. Die Buntnessel ‘Manhattan’ eignet sich für Innenräume oder als einjährige Pflanze im Freien und gedeiht im Halbschatten in frischem Boden.

Die Buntnessel ‘Manhattan’ bildet eine dichte, rundliche Büschelform mit leicht behaarten, dreieckigen Blättern und gezähntem Rand. Ihre tiefe Farbe und die gekräuselte Blattstruktur machen sie ideal für saisonale Pflanzungen und moderne Dekorationen. Kombinieren Sie sie mit anderen Buntnessel-Sorten, um farbenfrohe Mosaike zu gestalten. Für eine zurückhaltendere Bepflanzung setzen Sie sie mit Pflanzen mit dezenterem Laub zusammen, etwa mit Farn.

Buntnessel

Die Vielfalt des Buntnessellaubs

Begonien

Es gibt mehr als 900 Arten von Begonien mit unterschiedlichen Eigenschaften und Ansprüchen. Die meisten Begonien sind nicht oder nur wenig winterhart (bis etwa -5 °C). Auch sie müssen im Winter ins Haus geholt werden, damit sie mehrere Jahre erhalten bleiben. Sie vertragen keine pralle Sonne, benötigen aber einige Sonnenstunden für eine üppige Blüte. Sorten mit bronzefarbenen Blättern brauchen etwas mehr Sonne als Sorten mit grünem Laub.

Als Beispiel sei die Begonie Belleconia ‘Citrus’ genannt. Sie steht ideal im Halbschatten, wo sie die Hitze besser verträgt, in gut durchlässigem, fruchtbarem, frischem Boden ohne Staunässe. Sie bringt mit ihren großen, gefüllten Blüten in Cremegelb bis Zitronengelb und dem eleganten, dunkelgrünen Laub den Garten und Balkon zum Leuchten. Ihr Wuchs ist kompakt und überhängend – ideal für Ampeln. Sie wird 30 bis 40 cm hoch und kann bis zu 1 m herabhängen. Die Blütezeit reicht von Juni bis September und bleibt von Wetterschwankungen unbeeinträchtigt.

Die Begonie Belleconia ‘Citrus’ eignet sich hervorragend für leuchtende Akzente im Halbschatten – im Garten ebenso wie in Töpfen, Schalen, Balkonkästen oder Ampeln. Sie kann einzeln oder mit anderen Sorten zu abwechslungsreichen Pflanzungen kombiniert werden. Auch im Beet fügt sie sich gut ein, begleitet von zarten Blütenpflanzen wie Montbretien, Bauer-Dahlien und Sonnenhut.

Begonie

Begonie Belleconia ‘Citrus’

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Lunaria annua (Einjähriges Silberblatt)