8 Irrtümer über Rosen
Mit Vorurteilen über Rosen aufräumen
Inhaltsverzeichnis
Rosen gelten als pflegeintensiv – zu Unrecht. Mit den richtigen Handgriffen sind sie einfach zu kultivieren. Wir klären die häufigsten Irrtümer über Rosen auf.
Regelmäßiger Rückschnitt sorgt bei Rosen für mehr Blüten.
Der Rückschnitt von Rosen ist nicht schwieriger als der anderer Sträucher im Garten. Man kann sie sogar völlig sich selbst überlassen, ohne auch nur einmal zur Schere zu greifen. Dann blühen sie jedoch weniger üppig und bilden Totholz. Deshalb gilt: Wer sich an schönen Blüten und einer gesunden Rose erfreuen möchte, sollte sich etwas Mühe geben und sie mindestens einmal im Jahr schneiden. Ein zu starker Rückschnitt kann manchen Rosen dagegen schaden. Mit Ausnahme moderner Hybriden, die man recht stark zurückschneidet, werden die anderen Rosen nur wenig gekürzt: um ein Drittel bis zur Hälfte jedes Zweigs.

Zunächst muss man feststellen, ob die Rose zu den remontierenden Sorten gehört, also zweimal im Jahr blüht, oder zu den nicht remontierenden Sorten mit nur einer Blüte im Frühjahr. Remontierende Rosen werden am Ende des Winters geschnitten, je nach Region zwischen Februar und April. Nicht remontierende Rosen schneidet man nach der Blüte, etwa im Juli oder August.
Rüsten Sie sich anschließend mit einer guten, vor der Verwendung desinfizierten Gartenschere und einem Astschneider aus. Tragen Sie außerdem dicke Handschuhe, um Ihre Hände vor den Dornen zu schützen. Entfernen Sie einfach abgestorbene, kranke und unschöne Zweige sowie solche, die eine gute Luftzirkulation im Inneren des Strauchs behindern. Wird die Rose zu groß, kürzen Sie sie, indem Sie jeden Zweig schräg schneiden, 5 mm über einer Knospe. Und keine Sorge: Die Rose ist nicht nachtragend. Selbst nach einem falschen Rückschnitt bildet sie neue, blühende Zweige. Haben Sie auch als Anfänger keine Angst – Übung macht den Meister.
→ Damit Theorie und Praxis zusammenfinden, sehen Sie sich dieses Video von Olivier über den Rosenschnitt an:
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6 stark duftende weiße RosenRosen sind oft krank
Welcher Gartenanfänger hat beim Anblick kleiner Flecken auf dem schönen Laub nicht schon einmal die Arme zum Himmel gerissen und ausgerufen: „Hilfe, meine Rosen sind krank!“ Zwar können Rosen im Garten von einigen Krankheiten befallen werden, insbesondere von Rosenmehltau oder dem gefürchteten Sternrußtau. Diese Krankheiten sind für das Überleben der Rose meist nicht gefährlich, wirken jedoch unästhetisch und können zu einer geringeren Blüte führen. Sie werden häufig durch Wärme begünstigt und stehen mit starken Niederschlägen in Zusammenhang. Werden die Symptome rechtzeitig erkannt, lassen sich diese Krankheiten leicht behandeln.
Es gibt außerdem krankheitsresistente und wüchsige Rosensorten, insbesondere die ADR-Rosen (Anerkannte Deutsche Rose). Mehr als 100 Sorten haben dieses anspruchsvolle Zertifikat erhalten. Bewertet werden ihre Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten, die üppige Blüte und die Haltbarkeit der Blüten, aber auch ihr Duft. Dazu gehört die ausgezeichnete Bodendecker-Rose ‘Mirato’ mit gesundem Laub und leuchtend fuchsiafarbenen Blüten. Unter den zahlreichen Beetrosen ist die berühmte Beetrose ‘Red Leonardo da Vinci’ hervorzuheben, deren gute Regenfestigkeit sich längst bewährt hat. Nicht zu vergessen die Kletterrose ‘Jasmina’ mit remontierender Blüte.
→Entdecken Sie auch unsere ADR-Rosen und unsere Artikel: „Rosenkrankheiten“ und „Hilfe, Flecken auf meinen Rosen!“.

ADR-Rosen sind widerstandsfähig gegen Krankheiten (hier: Rose ‘Red Leonardo da Vinci’ und Rose ‘Mirato’)
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Rosen häufig gießen
Wie die meisten Sträucher und Stauden müssen Rosen bei längeren Trockenperioden gegossen werden, vor allem in den ersten zwei bis drei Jahren nach der Pflanzung. Ausgewachsene, im Freiland gepflanzte Rosen bilden jedoch tiefe Wurzeln und kommen sehr gut mit Trockenheit zurecht. In sehr trockenen Sommern stellen sie einfach ihre Blüte ein, um nicht zu viel Energie zu verbrauchen. Die Natur weiß sich zu helfen!
Eine Rose im Topf muss allerdings etwas häufiger gegossen werden, da ihr Substrat schnell austrocknet. Stecken Sie einfach Ihren Finger in die obersten Zentimeter der Erde, um die vorhandene Feuchtigkeit zu prüfen. Ist der Boden in 2–3 cm Tiefe trocken, ist es Zeit, Ihre Rosen zu gießen. Achten Sie dabei darauf, die Blätter nicht zu benetzen.
Beachten Sie, dass sich manche Rosensorten besser als andere an warmes, trockenes Klima anpassen und dort gut gedeihen, etwa die Banks-Rambler-Rose oder die Kartoffel-Rose ‘Hansa’ mit ihren schönen, gefüllten fuchsia-rosa Blüten.
→Entdecken Sie in unserem Artikel unsere Auswahl der besten Rosen für mediterranes Klima.

Lesen Sie auch
6 bemerkenswerte Rosen mit dekorativen FrüchtenRosen blühen nur einmal im Jahr
Viele Rosen blühen zweimal: remontierende Sorten von Mai bis Juni und ab August bis zum Frost. ‘Anny Duperey’ blüht gelb bis zum Herbst.
Rosen nicht im Topf kultivieren
Wer an Rosen denkt, denkt meist an üppig blühende Sorten im Freiland. Doch kompakte Kleinstrauchrosen eignen sich ideal für Töpfe und verschönern kleine Gärten, Terrasse oder Balkon. Besonders geeignet sind kleinwüchsige Rosen mit dichtem Wuchs und langsamem Wachstum, etwa Miniaturrosen, Buschrosen oder schöne Bodendecker-Rosen. Damit eine Topfrose üppig blüht, benötigt sie etwas mehr Pflege als eine Rose im Freiland. Wählen Sie einen großen Topf mit mindestens 50 cm Durchmesser. Gießen und düngen Sie das Substrat regelmäßiger, von März bis September mit einem Rosendünger.
→ Mehr dazu erfahren Sie in unserem Ratgeber: „Rose im Topf kultivieren“.

Rosen haben immer Dornen
Viele Rosen mit prachtvoller Blüte haben Stacheln. Es gibt jedoch auch fast stachellose Sorten wie die Kletterrose ‘Madame Alfred Carrière’, Banks-Rosen und die Englische Rose ‘Kew Gardens’. Sie eignen sich nahe Wegen und Terrassen, im Topf oder Beet. Die fast kahlen Triebe sind leicht zu schneiden und zu pflegen.
→ Entdecken Sie unsere Auswahl von 12 fast stachellosen Rosen.

Die Kletterrose ‘Madame Alfred Carrière’
Rosen nur an sonnigen Standorten pflanzen
Oft wird fälschlich angenommen, dass schöne Rosen einen sonnigen Südgarten brauchen. Viele Rosensorten gedeihen jedoch auch im Halbschatten, einige Kultivare sogar im lichten Schatten – besonders in warmem Klima. Dazu zählen die Rose ‘Blush Noisette’ und die Kletterrose ‘Narrow Water’. Diese Sorten verleihen schattigeren Gartenecken romantischen Charme und bringen mit weißen Blüten zusätzlich Licht ins Beet. So verschönern sie Terrassen, Balkone und Gärten unabhängig vom Standort.
→ Entdecken Sie unsere Auswahl an 7 Rosen für schattige Gärten.

Die Rose ‘Blush Noisette’
Rosen regelmäßig düngen
Es stimmt, dass manche Rosen einen nährstoffreichen Boden bevorzugen, doch es gibt auch genügsame Rosen, die selbst auf armen Böden üppig blühen und keinen Dünger benötigen. Dazu zählen vor allem alte Rosen, die oft robuster, krankheitsresistenter und deutlich anspruchsloser sind. Zum Beispiel die alte Rose ‘Jacques Cartier’, die für ihre reiche Blüte, Krankheitsresistenz und Pflegeleichtigkeit bekannt ist.
Auch einige Kletterrosen und Rambler-Rosen sind für ihre Wuchskraft und Pflegeleichtigkeit bekannt, etwa die Rambler-Rose ‘Albéric Barbier’, die Banks-Rose (‘Alba Plena‘, ‘Rosea‘ oder ‘Lutea‘) und die unverzichtbare Kletterrose ‘Madame Alfred Carrière’.
Ebenso sind die botanischen Rosen alte Wildrosen-Kultivare, robust und widerstandsfähig, die nur wenig Pflege benötigen. Wie die alte Rose ‘Complicata’ passen sich diese Sorten problemlos an arme, trockene Böden an, auch im mediterranen Klima.
→ Weitere genügsame Sorten finden Sie in unserem Artikel: Die besten Rosen für mediterranes Klima.

Die verschiedenen Kultivare der Banks-Rose: ‘Alba’, ‘Lutea’, ‘Rosea’ und ‘Alba Plena’
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- Alles Wissenswerte finden Sie in unserem ausführlichen Merkblatt über Rosen: die besten Sorten und ihre Kultivierung.
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