Agave auswählen
Die richtige Wahl treffen?
Inhaltsverzeichnis
Die Agave ist eine faszinierende Sukkulente mit exotischem Charakter! Sie besticht durch ihren majestätischen Wuchs und ihr äußerst dekoratives Laub. Ihre riesigen, spitzen Blätter können bis zu 2 m lang werden, wie bei der Amerikanischen Agave oder Agave americana mit ihrem beeindruckenden, monumentalen Wuchs. Wie Kakteen stammt sie oft aus den Wüstenregionen Mexikos und ist bestens an trockene Standorte angepasst: Sie liebt Sonne sowie durchlässige, nährstoffarme Böden. Sie eignet sich besonders für Gärten mit milden Wintern, obwohl manche Agaven recht frosthart sind.
Die Gattung umfasst fast 200 Arten und unzählige Kultivare, mit denen sich schnell eine schöne Sammlung anlegen lässt. Einige sind dornig, andere fädig, manche blau, panaschiert, riesig oder klein! Winterhärte, Farbe und Aussehen des immergrünen Laubs, Größe oder Verwendung: Wir helfen Ihnen, die passende Agave nach diesen Kriterien auszuwählen!

Exotisches Flair mit Agave americana (© Jean)
→ Lesen Sie auch unseren ausführlichen Steckbrief: „Agave: pflanzen, kultivieren und pflegen“
Nach Laub geschniegelt
Dunkelgrün bis gelbgrün, bläulich graugrün: Das immergrüne Laub der Agaven zeigt alle Nuancen von Grün, Grau und Blau oder attraktive dekorative Panaschierungen.
Nach Blattfarbe
- Einfarbig grün: von kräftigem, weiß bereiftem Grün bei Agave montana oder Berg-Agave über einheitliches helles Graugrün bei Agave neomexicana bis zu Hell- und Mittelgrün bei Zwillingsblütiger Agave (Agave geminiflora).
- Bläulich: die beliebte Agave americana mit großen graublauen Blättern, Agave havardiana oder Havard-Agave sowie Agave parryi var. huachucensis mit graublauem bis graugrünem Farbton.
- Gelb- oder cremefarben berandet: bläulich grünes, cremeweiß berandetes Laub bei Agave angustifolia ‘Marginata’, breite gelbcremefarbene Ränder auf grünem Grund bei Agave americana ‘Variegata’.
- Panaschiert: die außergewöhnliche Americana mediopicta ‘Alba’ mit einem breiten weißen Mittelstreifen.

Agave americana ‘Mediopicta’ (© Peganum), Agave havardiana (© Drew Avery), Agave americana und unten Agave montana (© Megan Hansen)
Nach Laubform
Die Agave wächst wie eine große Artischocke aus zahlreichen fleischigen, ineinander geschachtelten Blättern, die große dekorative Rosetten bilden. Einige zeichnen sich durch besonders lange Blätter aus, und ihre Form variiert je nach Sorte. Sie sind flach, dick und fleischig, leicht gewölbt, oval, spitz oder paddelförmig. Oft sind sie stachelig und mit scharfen Dornen gezähnt; manchmal enden sie in einer Dornspitze.
- Mit großen, steifen Blättern: Die Agave americana wirkt mit ihren riesigen, sehr spitzen Blättern besonders dekorativ. Sie können 2 m lang und 20 cm breit werden.
- Kurz und zugespitzt: Bei Agave parryi var. huachucensis, Agave ovatifolia und Königin-Victoria-Agave ähneln sie großen Artischockenblättern.
- Schwertförmig: Bei ‘Marginata’ sind sie elegant, bei Agave filifera noch schmaler und mit langen Fäden berandet.
- Sehr lang und schmal: Bei Agave geminiflora sind sie fadenförmig.

Agave americana oben, links Agave ovatifolia (© Cultivar 413) und rechts Agave filifera
Lesen Sie auch
Agave: pflanzen, kultivieren und pflegenNach Wuchsform
Bei Agaven ist die Wuchsform mehr oder weniger regelmäßig und kompakt. Diese Sukkulenten unterscheiden sich vor allem durch die Anzahl ihrer Blätter in der Rosette. Einige bilden perfekt geformte Kugeln, andere offenere, struppige Rosetten mit leicht gebogenen Blättern.
- Rund wie Artischocken: Agave victoriae-reginae bildet eine dichte, perfekte Kugelrosette. Auch Agave filifera und die Parry-Agave wachsen strahlend und fast halbkugelförmig.
- Becherförmig: Die Hundertjährigen Agaven bilden kräftige Rosetten aus großen, steifen und spitzen Blättern, die zum Himmel ragen. Ihre Wuchsform ist ungezügelter. In voller Sonne sind sie sehr offen, im Halbschatten kompakter.

Agave victoriae-reginae und Hundertjährige Agave (© Forest and Kim Starr)
DéEntdecken Sie andere Agaven
Alles ansehen →Erhältlich in 1 Größen
Erhältlich in 1 Größen
Erhältlich in 2 Größen
Erhältlich in 2 Größen
Erhältlich in 1 Größen
Erhältlich in 2 Größen
Erhältlich in 3 Größen
Erhältlich in 1 Größen
Erhältlich in 1 Größen
Erhältlich in 1 Größen
Je nach Größe
Agaven bieten eine große Vielfalt an Größen. Je nach Art und Sorte wachsen sie mehr oder weniger stark: von 20 cm bis zu 3 m Höhe und Breite bei ausgewachsenen Riesenagaven.
Die Riesen
Sie besitzen riesige, teils über 2 m lange Blätter und sind in einer großen exotischen Steinanlage einfach göttlich. Dort bilden sie den spektakulären Mittelpunkt. Nach einigen Jahren können sie im Freiland üppig wachsen und überraschende Ausmaße annehmen – bis zu 3–4 m Durchmesser und ebenso viel Höhe! Mit ihrer architektonischen Wuchsform und ihren gewaltigen Dimensionen eignen sich große Agaven wie A. americana ideal als spektakulärer Blickfang und für eine Gestaltung nach dem Vorbild der weiten, trockenen und wilden Landschaften Mexikos.
Die mittleren Sorten
Sie bilden 70 cm bis 1 m große Rosetten und wachsen recht langsam. Damit finden sie überall im Garten Platz. So sind Agave titanota, Agave geminiflora und Berg-Agave hervorragend geeignet, trockene Böschungen zu strukturieren.
Die kleinen Sorten
Agave stricta ‘Nana’ ist eine Zwergform, die ausgewachsen nur 30 cm in Höhe und Breite erreicht. Agave victoriae-reginae bleibt mit 50 cm Höhe und 40 cm Durchmesser klein. Da sie sich gut für die Topfkultur eignet, verleihen sie Terrassen und kleinen Stadtgärten eine wunderbar exotische Note.

Agave americana, Agave montana und Agave victoriae-reginae im Topf
Lesen Sie auch
Exotischer Garten: Tipps zur GestaltungJe nach Winterhärte
Unter ihrem exotischen, eher frostempfindlichen Äußeren für trockene, warme Klimate verbergen sich Agavenarten, die ebenso schön wie frosthart sind – allerdings nur im Freiland, in magerem, sehr gut drainiertem Boden. Je trockener der Boden, desto winterhärter zeigen sie sich. In winterfeuchten Böden überleben sie nicht und verfaulen unweigerlich.
Die winterhärtesten Arten
Agave neomexicana und Agave havardiana gehören zu einer Gruppe von Agaven, die in trockenem Boden strenge Fröste bis etwa -25 °C überstehen, sofern sie im Winter vor Regen geschützt werden. Auch Agave parryi var. huachucensis zeigt eine beachtliche Winterhärte bis -16 bis -18 °C in trockenem Boden. Agave montana, auch Berg-Agave, ist bis -20 °C winterhart. Sie lassen sich in fast allen unseren Regionen im Freiland kultivieren.

Champion der Winterhärte: Agave parryi var. neomexicana (© Andrey Zharkikh)
Die frostempfindlichsten Sorten
Die riesigen Agave americana vertragen kurze, leichte Fröste bis etwa -5 bis -10 °C. Sie sollten daher nur in Regionen mit mildem Klima im Freiland gepflanzt werden. In kälteren Regionen kultiviert man sie in großen Töpfen, die im Winter geschützt untergestellt werden.
→ Mehr erfahren Sie in unserem Ratgeber: Agaven: die winterhärtesten Sorten
Je nach Verwendung
Großwachsende Agaven setzen mediterrane Gärten als Solitär in Szene. Für Töpfe: kleine Sorten für Terrasse und Steingarten.
- Abonnieren Sie
- Inhaltsverzeichnis
Dieses Formular ist durch reCAPTCHA geschützt – es gelten die Datenschutzbestimmungen und die Nutzungsbedingungen.
Kommentare