Aglaonema: Krankheiten, Parasiten & häufige Probleme
Erkennen, vorbeugen und behandeln
Inhaltsverzeichnis
Der Kolbenfaden ist eine beliebte Zimmerpflanze mit buntem, marmoriertem, gesprenkeltem und fantasievollem Laub. Wie jede Pflanze kann er von bestimmten Problemen betroffen sein: gelbe Blätter, braune Flecken, hängendes Laub oder Befall durch Parasiten wie Schildläuse und Spinnmilben. Ursache können zu viel Wasser, trockene Luft oder Lichtmangel sein.
In diesem Artikel helfen wir Ihnen, Krankheits- und Befallszeichen schnell zu erkennen, ihre Ursachen zu verstehen und die richtigen Maßnahmen für einen gesunden Kolbenfaden zu ergreifen. Mit unseren einfachen und wirksamen Tipps wissen Sie, wie Sie diese Probleme verhindern und behandeln, bevor sie sich stark ausbreiten.

Halten Sie die Luftfeuchtigkeit für den Kolbenfaden zwischen 50 und 70 %, damit seine Blätter schön und gesund bleiben
Häufige Krankheiten und Probleme beim Kolbenfaden
Kolbenfäden sind relativ pflegeleichte Zimmerpflanzen, doch ungeeignete Kulturbedingungen können zu Problemen führen. Hier finden Sie die häufigsten Krankheiten und Pflegefehler sowie passende Lösungen.
Wurzelfäule
Die Symptome zeigen sich an den Blättern, die zunächst gelb werden, bevor die Pflanze schlaff herabhängt. Nimmt man die Pflanze aus dem Topf, sind die Wurzeln schwarz und weich. Außerdem kann ein unangenehmer Geruch aus dem Substrat aufsteigen.
Oft ist zu viel Wasser die Ursache, insbesondere wenn zu häufig gegossen wird und sich Wasser am Topfboden staut. Eine schlechte Drainage, ein zu dichtes Substrat oder ein Topf ohne Abzugsloch können die Fäulnis ebenfalls begünstigen.
Lösungen:
- Prüfen, ob der Topf Abzugslöcher besitzt, damit sich kein Wasser staut.
- Ein gut drainierendes Substrat verwenden, bestehend aus leichter, hochwertiger Blumenerde für Grünpflanzen mit etwa 20 % Perlite.
- Die Gießabstände verlängern und warten, bis die Substratoberfläche abgetrocknet ist, bevor erneut gegossen wird.
- Bei Fäulnis die Pflanze aus dem Topf nehmen, beschädigte Wurzeln mit desinfizierter Schere entfernen und in frisches, trockenes Substrat umtopfen.
Braune oder schwarze Flecken auf den Blättern
Dunkle Flecken erscheinen auf den Blättern und breiten sich allmählich aus, wodurch das Laub geschwächt wird. In manchen Fällen wird das Blatt spröde und fällt schließlich ab.
Diese Flecken werden oft durch eine Pilz- oder Bakterieninfektion verursacht, die durch zu viel Feuchtigkeit und mangelnde Luftzirkulation begünstigt wird.
Lösungen:
- Das Laub nicht gießen, sondern vorzugsweise am Fuß der Pflanze gießen.
- Für eine gute Luftzirkulation rund um die Pflanze sorgen, um stehende Feuchtigkeit zu vermeiden.
- Befallene Blätter mit einer desinfizierten Schere entfernen, damit sich die Krankheit nicht ausbreitet.
- Ein natürliches Fungizid anwenden, etwa einen Ackerschachtelhalm-Auszug oder eine Natronlösung aufsprühen.
Gelbe Blätter
Warum werden die Blätter meines Kolbenfadens gelb? Diese Frage stellen sich Zimmerpflanzenfreunde überall. Die Blätter verlieren ihre grüne Farbe und werden allmählich gelb, manchmal zuerst an den Spitzen oder am unteren Teil der Pflanze.
Zu viel Wasser ist die häufigste Ursache, da dadurch die Wurzeln nicht ausreichend atmen können. Auch Lichtmangel kann die Photosynthese verlangsamen und eine Gelbfärbung auslösen. Manchmal führt ein Nährstoffmangel, insbesondere an Stickstoff oder Magnesium, zu einer Aufhellung des Laubs. Schließlich kann auch Wassermangel die Ursache sein. Anhand Ihrer Gießgewohnheiten und der Beobachtung des Substrats sollten Sie jedoch feststellen können, ob zu viel oder zu wenig Wasser verantwortlich ist.
Lösungen:
- Prüfen, ob die Substratoberfläche vor dem nächsten Gießen abgetrocknet ist.
- Die Pflanze an einen helleren Standort stellen, jedoch ohne direkte Sonne.
- Während der Wachstumszeit ein ausgewogenes Düngemittel ein- bis zweimal monatlich verabreichen.
→ Es kann sich auch einfach um reife, altersbedingt abfallbereite Blätter handeln. In diesem Fall tritt die Gelbfärbung nur gelegentlich auf.
An den Rändern braun werdende Blätter
Die Blattränder werden braun und trocken, wodurch das Laub verbrannt oder vertrocknet wirkt.
Oft ist zu trockene Luft die Ursache, insbesondere wenn die Pflanze in der Nähe einer Heizung oder Klimaanlage steht. Das ist jedoch nicht der einzige mögliche Grund, denn der Kolbenfaden benötigt eine Luftfeuchtigkeit von mindestens 50 %, optimal sind bis zu 70 %. Auch eine Ansammlung von Mineralsalzen im Substrat durch kalkhaltiges Wasser kann dieses Problem verursachen. Kalte Zugluft und Temperaturschwankungen können die Symptome verstärken.
Lösungen:
- Die Luftfeuchtigkeit erhöhen: einen Luftbefeuchter verwenden, Pflanzen gruppieren oder die Blätter mit kalkfreiem Wasser besprühen.
- Mit kalkfreiem Wasser gießen, etwa gefiltertem, entmineralisiertem oder Regenwasser.
- Die Pflanze von Wärmequellen und Zugluft fernhalten.
Herabhängende Blätter
Die Blätter werden weich, hängen herab und wirken weniger „straff“.
Wassermangel kann ein vorübergehendes Herabhängen verursachen, doch auch zu viel Feuchtigkeit kann die Wurzeln ersticken und denselben Effekt auslösen. Auch der Stress nach einem kürzlich erfolgten Umtopfen oder ein plötzlicher Temperaturwechsel kann die Pflanze schwächen.
Lösungen:
- Die Feuchtigkeit des Substrats prüfen und bei Bedarf gießen.
- Ist die Erde durchnässt, die Gießabstände verlängern und sicherstellen, dass das Wasser gut abläuft.
- Die Qualität des Substrats prüfen und bei Bedarf Perlite hinzufügen oder die Blumenerde austauschen.
- Nach dem Umtopfen einige Tage mit dem Gießen warten, um Wasserstress zu vermeiden.
Schimmel auf der Blumenerde
An der Oberfläche des Substrats bildet sich eine dünne weiße oder grünliche Schimmelschicht.
Zu viel Feuchtigkeit in Verbindung mit mangelnder Luftzirkulation begünstigt die Entwicklung von Pilzen. Ein Substrat mit einem hohen Anteil an sich zersetzender organischer Substanz kann den Schimmel ebenfalls fördern.
Lösungen:
- Die Oberfläche der Blumenerde zwischen den Wassergaben abtrocknen lassen, um zu viel Feuchtigkeit zu vermeiden.
- Den Raum lüften oder die Pflanze an einen besser belüfteten Standort stellen.
- Die obere Schicht des befallenen Substrats entfernen und etwas Holzkohle oder Zimtpulver mit pilzhemmender Wirkung darüberstreuen.

Der Punktierte Kolbenfaden ‘Tricolor’ – eine Rarität mit prächtigen Blättern, die viel zu schade zum Verkümmern wäre!
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Obwohl Kolbenfäden relativ widerstandsfähig gegen Schädlinge sind, können einige Parasiten die Pflanze in Innenräumen dennoch befallen und dadurch Schwächung, verlangsamtes Wachstum sowie Schäden an den Blättern verursachen. Unbehandelt kann die Pflanze allmählich eingehen.
Spinnmilben
Die Blätter beginnen gelb zu werden und zu vertrocknen, oft unregelmäßig. Bei näherem Hinsehen können feine weiße Gespinste unter den Blättern und entlang der Stängel sichtbar werden.
Spinnmilben werden durch trockene Luft und hohe Temperaturen begünstigt. Sie treten häufig im Winter auf, wenn die Raumluft durch die Heizung trockener ist.
Lösungen:
- Die Pflanze abduschen, um Spinnmilben und Gespinste zu entfernen.
- Die Blätter mit einem feuchten Tuch abwischen, um die Parasiten zu beseitigen.
- Die Luftfeuchtigkeit rund um die Pflanze erhöhen, indem Sie sie regelmäßig mit kalkfreiem Wasser besprühen oder einen Luftbefeuchter verwenden.
- Mehrere natürliche Behandlungen sind wirksam: Lesen Sie unseren Ratgeber über Spinnmilben.
Wollläuse
Auf den Blättern und Stängeln, häufig in den Blattachseln, erscheinen kleine weiße, watteartige Ansammlungen. Die Blätter können sich gelb verfärben und verformen.
Eine warme und trockene Umgebung begünstigt die Entwicklung von Wollläusen. Sie breiten sich schnell von einer Pflanze auf die andere aus, insbesondere bei nicht optimalen Kulturbedingungen.
Lösungen:
- Die Pflanze regelmäßig kontrollieren, um erste Anzeichen eines Befalls zu erkennen.
- Wollläuse mit einem in 70-prozentigen Alkohol getränkten Wattestäbchen von Hand entfernen.
- Die Blätter mit einer Lösung aus Wasser und Schmierseife abwaschen, der 1 Teelöffel Alkohol und Rapsöl zugesetzt wurden.
- Lesen Sie unseren Ratgeber, um alles über Wollläuse zu erfahren.
Trauermücken (Er||||Trauermücken (Er||||Trauermücken (Er||||Trauermücken (Trauermücken)
Kleine schwarze Fliegen schwirren um den Topf. Die Pflanze scheint ohne ersichtlichen Grund schwächer zu werden, und junge Triebe verfärben sich vorzeitig gelb. Im Substrat können winzige weiße Larven beobachtet werden, die sich von den Wurzeln der Pflanze ernähren.
Zu viel Feuchtigkeit in der Blumenerde ist die Hauptursache für das Auftreten von Trauermücken. Diese Insekten legen ihre Eier in ein dauerhaft feuchtes Substrat, wo sich ihre Larven von den Wurzeln der Pflanze ernähren.
Lösungen:
- Die Erde zwischen zwei Wassergaben abtrocknen lassen, um den Lebenszyklus der Larven zu unterbrechen.
- Eine dünne Schicht Perlite, Blähton oder kleiner Kieselsteine auf die Oberfläche der Blumenerde geben, um die Eiablage der Weibchen zu verhindern.
- Nematoden ausbringen (nützliche mikroskopisch kleine Würmer), die die Larven der Trauermücken parasitieren und abtöten.
- Gelbe Leimfallen in der Nähe der Pflanze aufstellen, um die erwachsenen Tiere zu fangen und ihre Vermehrung einzudämmen.
- Lesen Sie unseren Ratgeber über Trauermücken, um mehr zu erfahren.

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