Ananas: Krankheiten und Schädlinge erkennen, behandeln

Ananas: Krankheiten und Schädlinge erkennen, behandeln

Tipps zur Pflege Ihrer Schopflilie

Inhaltsverzeichnis

Für exotisches Flair zu Hause ist die Ananas (Ananas comosus) die ideale Topfpflanze. Ihre linearen, dicken, fleischigen Blätter verleihen ihr Robustheit. Doch Pflegefehler, ungünstige Umweltbedingungen und Parasiten können Krankheiten begünstigen.

Erfahren Sie, wie Sie die wichtigsten Krankheiten und Schädlinge an Topf-Ananas anhand ihrer Symptome erkennen und natürlich behandeln, damit Ihre Pflanze gesund bleibt.

Mehr erfahren: Ananas: Pflanzung, Pflege und Vermehrung.

Schwierigkeit

Welche Krankheiten hat Ananas im Topf?

Der Ananas ist wie die meisten Zimmerpflanzen im Topf stärker von Pflegefehlern und Wachstumsschäden betroffen als von den im Garten häufigen Krankheiten. Meist sind ungünstige Kulturbedingungen die Ursache für Wurzelfäule oder Verfärbungen des Laubs. Diese Symptome treten vor allem im Winter auf, wenn die Wachstumsbedingungen für die Pflanze am ungünstigsten sind.

Wurzel- und Fäulnis am Pflanzenansatz

Symptome

Die Blätter vergilben und werden anschließend braun, die Pflanze wirkt welk und die Wurzeln werden weich und bräunlich, fast schwarz. Die Fäulnis zeigt sich auch durch Nekrosen auf den Blättern. Bei starkem Befall ist möglicherweise ein muffiger Geruch wahrnehmbar.

Ursachen

Übermäßiges Gießen ist die Hauptursache dieser Krankheit, insbesondere in Verbindung mit einem schlecht drainierenden Substrat. Auch Restwasser im Untersetzer oder Übertopf beschleunigt häufig die Wurzelfäule. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit kann zudem die Entwicklung pathogener Pilze begünstigen.

Lösungen

  • Weniger häufig gießen und sicherstellen, dass der Topf ausreichend große Abzugslöcher besitzt. Stehendes Wasser vollständig entfernen.
  • Den Ananas in ein gut drainierendes Substrat umtopfen, bestehend aus geeigneter Blumenerde, etwa spezieller Orchideenerde, gemischt mit Sand oder Perlite. Zuvor beschädigte, weiche und schwarze Wurzeln mit einer desinfizierten Gartenschere entfernen.
  • Den Ananas in einem gut belüfteten Raum aufstellen, bei einer Temperatur zwischen 18 und 24 °C.

    ananas comosus maladies et ravageurs

    Das Laub des Ananas im Topf kann durch verschiedene Pflegefehler geschädigt werden

Austrocknendes Laub

Symptome

Laub, das allmählich vergilbt und anschließend austrocknet, ausgehend von den Blatträndern, weist oft auf zu trockene Luft hin. Dieses Phänomen verstärkt sich im Winter in beheizten Innenräumen.

Ursachen

Die Ursache ist zu trockene und zu warme Luft, wodurch die Luftfeuchtigkeit zu niedrig ist. Bei zu wenig Wasser verschlimmert sich das Austrocknen zusätzlich.

Lösungen

  • Die Ananaspflanze fern von Wärmequellen aufstellen (Heizung, Ofen und Kamin), aber an einem hellen Standort mit konstanten Temperaturen zwischen 18 und 24 °C, geschützt vor Zugluft.
  • Die Pflanze auf ein Bett aus gut befeuchteten Blähton stellen, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.
  • Den Raum, in dem der Ananas steht, regelmäßig lüften.
  • Im Sommer den Ananas nach draußen stellen, in den Garten oder auf den Balkon, möglichst in die Morgensonne. Die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht, die gute Belüftung und gegebenenfalls Regen fördern die Gesundheit Ihrer Pflanze.

Braune Flecken auf dem Laub

Symptome

Auf dem Laub erscheinen braune, an Verbrennungen erinnernde Flecken, die Blätter verlieren ihre ursprüngliche Farbe.

Ursachen

Das Laub Ihres Ananas wurde vermutlich durch direkte Sonnenstrahlen hinter dem Fenster verbrannt. Auch eine Überdüngung kann dieses Phänomen verursachen.

Lösungen

  • Betroffene Blätter entfernen und mit einer gut desinfizierten Gartenschere an der Basis abschneiden.
  • Die Ananaspflanze an einen Standort mit hellem, aber indirektem Licht stellen. Direkte Sonne lässt sich auch durch einen Vorhang vermeiden.
  • Von März bis Oktober alle zwei bis drei Wochen mit einem Dünger für Bromelien oder ersatzweise mit einem Orchideendünger düngen.

Welche Schädlinge befallen Ananas?

Ohne ein apokalyptisches Bild zu zeichnen: Einige Insekten können Zimmerpflanzen befallen, insbesondere die Schopflilie. Diese Schädlinge treten im Winter häufig auf, wenn die Kulturbedingungen nicht optimal sind.

Spinnmilben

Die Symptome

Die Blätter der Schopflilie wirken marmoriert und vergilben. Außerdem sind feine Gespinste zwischen den Blättern zu erkennen. Die Pflanzensaft saugenden Milben, die die Blätter anstechen, sind jedoch manchmal mit bloßem Auge unsichtbar. Auf den Blättern können winzige weiße Punkte auftreten.

parasites ananas en pot

Spinnmilben sind mit bloßem Auge schwer zu erkennen

Die Ursachen

Eine zu warme und trockene Umgebung begünstigt ihre Vermehrung. Spinnmilben entwickeln sich, wenn die Schopflilie in einem stickigen, ungelüfteten Raum steht.

Die Lösungen

  • Die Luftfeuchtigkeit erhöhen, indem Sie Wasser auf das Laub sprühen und Ihre Pflanze auf ein Bett aus feuchten Blähton-Kugeln stellen.
  • Bei stärkerem Befall eine Lösung auf Basis von Schmierseife anwenden.

Schildläuse

Die Symptome

Schildläuse zeigen sich als wachsartige, klebrige und bräunliche Pusteln, meist auf der Blattunterseite. Es handelt sich um Insekten mit einem schützenden Schild, die Pflanzensaft saugen, die Pflanze schwächen und das Auftreten von schwarzem Rußtau begünstigen können. Das Wachstum der Pflanze verlangsamt sich.

Die Ursachen

Warme, feuchte Luft und mangelnde Belüftung begünstigen ihr Auftreten. Eine geschwächte Pflanze wird eher von Schildläusen befallen. Handeln Sie möglichst früh, damit die Bekämpfung erfolgreich ist.

parasites ananas en pot

Wollläuse

Die Lösungen

  • Befallene Pflanzenteile reinigen mit einem mit 70 %igem Alkohol getränkten Wattestäbchen.
  • Eine Mischung aus Wasser und Schmierseife sprühen (ein Teelöffel auf einen Liter Wasser), versetzt mit Pflanzenöl und Alkohol.

Parasiten und Krankheiten vorbeugen: Tipps

Wie bereits erwähnt, treten Krankheiten und Schädlinge häufig auf, wenn die Ansprüche der Ananas nicht erfüllt werden. Um Schäden zu vermeiden, sollten Sie die richtigen Maßnahmen zur Vorbeugung ergreifen:

  • Für gute Luftzirkulation sorgen: Die Ananas braucht einen hellen, ausreichend belüfteten Standort ohne kalte Zugluft.
  • Richtig gießen: Im Sommer wird die Ananas zwei- bis dreimal pro Woche gegossen, im Herbst und Winter deutlich weniger. Stellen Sie den Topf unbedingt auf ein Bett aus feuchten Blähton-Perlen.
  • Das Laub Ihrer Ananaspflanze regelmäßig kontrollieren: So erkennen Sie Befall oder Krankheitssymptome frühzeitig und können rasch handeln.

Kommentare

Dieses Formular ist durch reCAPTCHA geschützt – es gelten die Datenschutzbestimmungen und die Nutzungsbedingungen.

Ananas comosus