Beaucarnea oder Elefantennuss kultivieren?
Tipps für Pflanzen im Topf – drinnen und draußen
Inhaltsverzeichnis
Beaucarnea recurvata (Elefantennuss): origineller Zimmerbaum mit dickem Stamm und langen Blättern. Sehr langsam wachsend, aber pflegeleicht. Pflege-Tipps.
Ponyschwanz-Klumpstamm: außergewöhnliche Pflanze
In seiner Heimat, Mittelamerika und im Süden der USA, erreicht Beaucarnea recurvata, auch als Nolina recurvata verkauft, 10 bis 15 m Höhe. Hierzulande bleibt die im Topf kultivierte Caudex-Pflanze mit 1 bis 1,50 m deutlich kleiner. Diese Höhe erreicht der Elefantenfuß erst nach vielen Jahren, da er sehr langsam wächst.
Beaucarnea recurvata wächst in steinigen, trockenen Gebieten und speichert Wasser im verdickten Stammfuß. Der Stamm ähnelt einer großen Flasche. Mit zunehmendem Wachstum schwillt er an und seine graue Rinde bekommt Risse. Oben sitzt eine dichte, immergrüne, glänzende und dunkelgrüne Blattrosette. Die schmalen, spitz zulaufenden Blätter sind kaum 2 cm breit, hängen kaskadenartig herab und neigen zum Verdrehen. So entsteht die charakteristische, dekorative Wuchsform.

Beaucarnea recurvata ist eine pachycaules Pflanze
Im Freiland können ältere Elefantenfüße blühen. Die Blüte erscheint je nach Klima von Juni bis September und bildet lange, luftige Rispen aus kleinen cremeweißen Blüten. Daraus entstehen rosafarbene Früchte mit 1 bis 3 Samen.
Aufgrund seiner Herkunft ist diese Art mit verdicktem Stamm sehr frostempfindlich. Junge Pflanzen vertragen bereits -2 bis -3 °C nicht mehr, ältere können unter geschützten Bedingungen und in perfekt durchlässigem Boden bis -5 °C aushalten. Daher wird der Baum als Zimmerpflanze kultiviert oder nur an der Côte d’Azur ins Freiland gepflanzt.

Ältere Exemplare von Beaucarnea recurvata können blühen
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Wenn Sie nicht das Glück haben, an der Côte d’Azur zu leben, können Sie dennoch die Besonderheit dieser Pflanze mit verdicktem, leicht gedrehtem Stamm genießen. Denn diese Pflanze mit gebogenem Laub lässt sich sehr gut im Topf kultivieren. Sie wächst regelmäßig, aber recht langsam. Mit ihrer bewusst exotischen Erscheinung passt sie perfekt in unsere Innenräume.
Welchen Topf wählen?
Beaucarnea recurvata wird fast wie ein Bonsai in sehr wenig Erde kultiviert. Deshalb sollten Sie einen relativ breiten, aber flachen Topf wählen. Der Ponyschwanz-Klumpstamm mag es, wenn sein Wurzelsystem beengt ist und der Wurzelballen eng sitzt.
Bei den Materialien sind Tontöpfe stets vorzuziehen, da sie für eine gute Belüftung des Substrats und eine optimale Drainage sorgen. Plastiktöpfe sind für diesen Flaschenbaum dagegen überhaupt nicht empfehlenswert, da er vor allem Staunässe fürchtet. Kunststoff eignet sich eher für Pflanzen, die etwas Feuchtigkeit vertragen.
Welches Substrat?
Beaucarnea recurvata benötigt ein leichtes, sehr gut drainierendes, neutrales oder leicht saures Substrat. Daher wird das Substrat zu gleichen Teilen aus Blumenerde für Grünpflanzen oder spezieller Kakteenerde und Moorbeeterde gemischt. So sorgt die Mischung für eine perfekte Drainage und bleibt leicht. Die Moorbeeterde bringt die nötige Säure ein.

Mit der Zeit wird der Stamm langsam dicker und bauchiger
Wie wird er gepflanzt?
- Eine Schicht aus Blähton oder Kies auf den Topfboden geben
- Den Topf zur Hälfte mit der Blumenerde-Mischung füllen
- Beaucarnea einsetzen, ohne das Wurzelsystem zu beschädigen
- Mit der restlichen Blumenerde-Mischung auffüllen
- Mit den Fingerspitzen andrücken, um Lufteinschlüsse zu entfernen
- Reichlich gießen und darauf achten, dass kein Wasser im Untersetzer oder Übertopf stehen bleibt.
Elefantennuss draußen pflanzen
Beaucarnea recurvata nur in frostarmen Regionen auspflanzen: leichter, gut drainierter Boden, Pflanzung im Frühjahr.
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Beaucarnea recurvata braucht viel Licht und Sonne. Im Sommer geschützt nach draußen, bei mindestens 5 °C nachts; im Winter hell bei etwa 10 °C.
Florettseidenbaum pflegen?
Wenn die Kulturbedingungen stimmen, zeigt sich der Klumpstamm bei Pflege und Haltung wenig anspruchsvoll. Der Erfolg beruht auf drei Schlüsselwörtern: Licht, Wärme und mäßiges Gießen.
Das Gießen
Beim Gießen des Elefantennusses gilt: Weniger ist mehr. Denken Sie daran, dass dieser Baum ursprünglich in den trockenen Regionen Mittelamerikas wächst und Trockenheit gut verträgt. Das Substrat muss daher im Frühjahr und Sommer zwischen den Wassergaben abtrocknen. Im Winter wird nur einmal im Monat gegossen.
Am besten geben Sie Ihrem Flaschenbaum kalkarmes Wasser, idealerweise Regenwasser. Überschüssiges Wasser im Untersetzer oder Übertopf muss wenige Minuten nach dem Gießen entfernt werden.
Im Freiland genügt dem Klumpstamm der Regen. Gießen ist daher nur in den Wochen nach der Pflanzung nötig.
Das Düngen
Im Topf kultivierte Klumpstämme freuen sich im Frühjahr und Herbst über eine Gabe Flüssigdünger für Zimmerpflanzen.
→ Lesen Sie auch unseren Artikel: „Klumpstamm oder Elefantennuss: Pflege dieser Zimmerpflanze im Jahresverlauf“.

Der Elefantennuss benötigt nur mäßige Wassergaben
Das Reinigen des Laubs
Da die Blätter sehr schmal und scharfkantig sind, lassen sie sich nur schwer mit einem feuchten Tuch entstauben. Regelmäßiges Besprühen ist dagegen im Frühjahr und Sommer möglich, denn diese Pflanze muss unbedingt Licht aufnehmen.
Das Umtopfen
Der Klumpstamm wächst langsam und bevorzugt beengte Verhältnisse. Deshalb wird er nur alle 3 bis 4 Jahre umgetopft, in einen kaum größeren Topf. Ist er zu groß zum Umtopfen geworden, genügt einmal jährlich ein Austausch der obersten Substratschicht.
Der Rückschnitt
Ein Rückschnitt ist nicht nötig. Abgestorbene Blätter sollten jedoch nach und nach entfernt werden. Tragen Sie dabei Handschuhe, da die Blätter sehr scharfkantig sein können.
Der Winterschutz
Ein im Freien kultivierter Klumpstamm muss im Winter unbedingt vor Kälte geschützt werden. Bringen Sie daher eine dicke Mulchschicht, zum Beispiel Pinienrinde, um den Fuß des Baums aus und decken Sie ihn mit einem Wintervlies ab. Im Topf kultivierte Elefantennüsse dürfen nicht draußen überwintern. Sie sollten in einen Wintergarten oder einen sehr hellen Raum mit Temperaturen zwischen 10 und 12 °C gebracht werden.
Krankheiten und Parasiten im Blick behalten
Die Elefantennuss kann empfindlich auf Spinnmilben und Schildläuse reagieren. Zu viel Wasser lässt ihr Laub ebenfalls leiden.
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