Begonie im Topf: üppige Blüte
Unsere Tipps
Inhaltsverzeichnis
Begonie im Topf: monatelang Farbe und Eleganz für draußen. Pflegeleicht und ideal für Anfänger. Tipps zu Auswahl, Pflanzung und Pflege.
Welche Begonienarten?
Begonien gibt es in sehr zahlreichen Kultivaren, die von verschiedenen Arten abstammen. Jede ist an bestimmte Bedingungen angepasst und bietet einzigartige Merkmale hinsichtlich Blütenfarbe, Blütenform und Blattwerk. So finden Sie die Begonie, die am besten zu Ihrem Außenbereich passt.
Knollenbegonien
Knollenbegonien oder Begonia tuberhybrida wie die Sorten der Serie Belleconia sind für ihre prächtigen, üppigen Blüten bekannt. Diese Begonien sind in vielen leuchtenden Farben erhältlich, darunter Rot, Rosa, Orange und Weiß, und eignen sich ideal als Blickfang im Garten oder auf dem Balkon. Sie bevorzugen meist einen halbschattigen bis schattigen Standort und sollten vor direkter Sonne geschützt werden, die ihre zarten Blütenblätter verbrennen kann. Die stark überhängenden Sorten eignen sich ideal für Töpfe, Ampeln und Balkonkästen, wo ihre Blüten aus nächster Nähe bewundert werden können.
Begonia semperflorens
Die auch als Beetbegonien bekannten Begonia semperflorens blühen über mehrere Monate ununterbrochen und üppig. Ihre kompakte Größe, ihr buschiger Wuchs und ihre Widerstandsfähigkeit machen sie zu einer ausgezeichneten Wahl für Töpfe und Kübel, in denen sie dauerhaft für Farbe sorgen. Ihr grünes oder manchmal purpurfarbenes Laub bildet einen interessanten Kontrast zu den weißen, rosafarbenen oder roten Blüten. Diese Begonien gedeihen im Halbschatten ebenso wie an sonnigen Standorten, solange die Hitze nicht zu stark ist.
Die hängenden Begonien Summerwings wie ‘White Elegance’ sind Hybride von Begonia boliviensis. Sie bilden eine üppige Kaskade einfacher Blüten und vertragen volle Sonne.
Tipps zur Auswahl
Achten Sie bei der Wahl einer Begonie für Ihren Topf auf den vorgesehenen Standort. Prüfen Sie, wie viel direkte Sonne sie erhält, und wählen Sie eine Sorte, die unter diesen Bedingungen gut gedeiht. Berücksichtigen Sie auch die ausgewachsene Größe der Pflanze, um einen passenden Topf auszuwählen, der ihr Wachstum begleitet.
Lesen Sie auch
Weiße Fliege erkennen und bekämpfenWelche Topfart? Welche Größe?
Begonien: Topf mit Abzugslöchern gegen Staunässe. Meist reichen 20–25 cm Durchmesser. Große, knollige Sorten brauchen mehr Platz; Terrakotta belüftet besser.

Welches Substrat?
Begonien bevorzugen ein leichtes, humusreiches und gut drainierendes Substrat. Eine Mischung aus Blumenerde für Kübelpflanzen oder für Storchschnabel und Blühpflanzen mit Perlite oder Vermiculite verbessert die Drainage und hält zugleich die für das Pflanzenwachstum nötige Feuchtigkeit. Bei Knollenbegonien kann etwas Sand die Drainage zusätzlich verbessern und Staunässe an den Knollen verhindern.
Geben Sie außerdem Tonkugeln oder Kies als Drainage auf den Topfboden.
Lesen Sie auch
Blattläuse: Erkennen und BekämpfenBegonien im Topf pflanzen: Wann und wie?
Begonien pflanzt man am besten im Mai, wenn im Frühjahr keine Spätfröste mehr drohen. In Regionen mit mildem Klima ist eine frühere Pflanzung möglich.
Pflanzung
- Füllen Sie den Topf zunächst einige Zentimeter hoch mit Drainagematerial.
- Geben Sie anschließend etwas vorbereitetes Substrat hinein.
- Nehmen Sie die Pflanze vorsichtig aus dem Anzuchtgefäß und achten Sie darauf, die Wurzeln nicht zu beschädigen.
- Setzen Sie sie in den Topf. Die Oberseite des Wurzelballens sollte 2 bis 3 cm unter dem Topfrand liegen.
- Füllen Sie die Zwischenräume mit zusätzlichem Substrat und drücken Sie es leicht an.
- Gießen Sie Ihre Begonie mäßig, um das Substrat anzufeuchten und einen guten Kontakt zwischen den Wurzeln und ihrer neuen Umgebung herzustellen. Vermeiden Sie nasses Laub, um das Krankheitsrisiko zu verringern.
- Füllen Sie bei Bedarf Luftlöcher mit zusätzlichem Substrat auf.
- Gießen Sie ein zweites Mal.
Standort
Die meisten Begonien bevorzugen einen hellen, vor direkter Sonne geschützten Standort, besonders in der Mittagshitze. Zu viel Licht kann Blätter und Blüten verbrennen, zu wenig die Blüte hemmen. Wählen Sie einen Platz mit gefiltertem Licht oder Halbschatten für kräftiges Wachstum und üppige Blüten.
Knollenbegonien können schattiger stehen. Begonien der Serie Summerwings vertragen volle Sonne.

Begonie gießen und düngen
Gießen
Begonien benötigen regelmäßige Wassergaben, damit das Substrat gleichmäßig frisch bis feucht, aber nicht nass bleibt. Lassen Sie die Oberfläche des Substrats zwischen den Wassergaben einige Zentimeter tief leicht abtrocknen, um Staunässe zu vermeiden, die zu Wurzelfäule führen kann.
Kontrollieren Sie in den warmen Monaten die Feuchtigkeit des Substrats besonders aufmerksam, da Blumenerde im Topf schnell austrocknen kann. Vermeiden Sie es, die Blätter direkt zu gießen, um das Risiko von Pilzkrankheiten zu verringern.
Düngen
Düngen Sie Ihre Topf-Begonien während der Wachstumszeit einmal monatlich mit einem ausgewogenen Dünger für Blühpflanzen. Wählen Sie einen Dünger mit einem ausgewogenen Nährstoffverhältnis und befolgen Sie die Dosierhinweise auf der Verpackung, um eine Überdüngung zu vermeiden, die der Pflanze schaden kann. Sie können auch einen Langzeitdünger wie die Osmocote® Exact Düngekegel für 6 Monate verwenden. Verwenden Sie einen stickstoffarmen, aber phosphor- und kaliumreichen Dünger. Dies fördert die Entwicklung der Blütenknospen, ohne übermäßiges Blattwachstum anzuregen.
Pflege
Rückschnitt und Pflege der Begonie
Kürzen Sie die Triebspitzen, um einen buschigeren Wuchs zu fördern, und entfernen Sie regelmäßig verblühte Blüten, damit sich neue Blüten bilden. Vergilbte oder beschädigte Blätter sollten Sie entfernen, damit die Pflanze gesund bleibt und besser aussieht.
Schützen Sie Ihre Begonien während großer Hitze oder starker Regenfälle, indem Sie sie unter ein Vordach stellen oder ins Haus holen. So lässt sich die Blüte verlängern, da die Pflanzen weniger unter ungünstigen Wetterbedingungen leiden.
Überwinterung
Begonien sind sehr kälte- und frostempfindlich. Überwintern Sie sie, sobald die Temperaturen deutlich sinken oder Frost angekündigt ist. Sie können die Hängeampel in ein Gewächshaus, einen Wintergarten oder auch ins Haus stellen. Der Raum sollte hell und luftig sein. Während dieser Zeit gießen Sie nur sparsam.
Umtopfen
Begonien im Topf müssen möglicherweise jedes Jahr umgetopft werden, damit die Wurzeln ausreichend Platz zum Wachsen haben und das Substrat erneuert wird. Wählen Sie einen nur wenig größeren Topf und verwenden Sie ein gut drainierendes Substrat. Beim Umtopfen können Sie außerdem die Wurzeln auf mögliche gesundheitliche Probleme kontrollieren.

Krankheiten und Parasiten
Begonien können von verschiedenen Parasiten und Krankheiten befallen werden, darunter:
- Blattläuse: Diese kleinen Insekten befallen Stängel und Blätter, saugen Pflanzensaft und schwächen die Pflanze.
- Weiße Fliegen: Diese Parasiten ernähren sich ebenfalls vom Pflanzensaft und können eine Gelbfärbung der Blätter verursachen.
- Wurzelfäule: Sie wird durch zu häufiges Gießen oder eine schlechte Drainage verursacht und kann für Begonien tödlich sein.
- Botrytis (Grauschimmel): Dieser Pilz entwickelt sich an beschädigten oder abgestorbenen Pflanzenteilen, vor allem bei feuchten Bedingungen. Er lässt die Pflanzen verfaulen: Sie nekrotisieren, welken und tragen eine Art „grauen Staub“.
- Mehltau: Er ist an einem weißen, pudrigen Belag auf den Blättern zu erkennen.
Vorbeugende Maßnahmen
Vorbeugung ist die beste Strategie, um Ihre Begonien vor Krankheiten und Parasiten zu schützen:
- Für gute Drainage sorgen: Verwenden Sie ein gut drainierendes Substrat und Töpfe mit Abzugslöchern, um Staunässe zu vermeiden.
- Richtig gießen: Gießen Sie Ihre Begonien auf Bodenhöhe, damit die Blätter nicht nass werden, und lassen Sie das Substrat zwischen den Wassergaben leicht antrocknen.
- Für gute Luftzirkulation sorgen: Stellen Sie die Töpfe mit ausreichend Abstand auf, damit die Luft gut um die Pflanzen zirkulieren kann.
- Pflanzen regelmäßig kontrollieren: Wer Anzeichen von Parasiten oder Krankheiten früh erkennt, kann schnell eingreifen, bevor sich das Problem verschlimmert.
Natürliche Behandlung
- Bei Blattläusen und Weißen Fliegen: Ein Wasserstrahl kann ausreichen, um diese Parasiten zu entfernen. Sie können auch mit Wasser verdünnte Schmierseife spritzen, 15 bis 30 g pro Liter Wasser. Gegen Weiße Fliegen einige Tropfen Pflanzenöl hinzufügen.
- Bei Pilzkrankheiten: Oft müssen befallene Pflanzenteile entfernt und die Kulturbedingungen verbessert werden (weniger gießen, Drainage verbessern). Gegen Mehltau können Sie Schwefel spritzen, gegen Botrytis einen Ackerschachtelhalm-Sud anwenden.
- Abonnieren Sie
- Inhaltsverzeichnis
Dieses Formular ist durch reCAPTCHA geschützt – es gelten die Datenschutzbestimmungen und die Nutzungsbedingungen.
Kommentare