Erythronium im Topf kultivieren

Erythronium im Topf kultivieren

Genießen Sie seine elegante Blüte als Frühlingsboten

Inhaltsverzeichnis

Erythronium (Hundszahn) im Topf: Zwiebelpflanze mit Lilienblüten für humosen Boden und kühle Standorte auf Balkon und Terrasse.

Schwierigkeit

Welche Sorten wählen?

Alle Erythronium-Sorten, diese schönen Frühlingszwiebeln, können im Topf gepflanzt werden. Sie werden meist 12 bis 15 cm hoch, manche wie die Hybriden ‘White Beauty’ oder ‘Pagoda’ erreichen jedoch 20 cm Höhe.

Frühlingszwiebel

Links Erythronium ‘Pagoda’, daneben rosa blühender Europäischer Hundszahn, gelb gezeichnetes weißes Erythronium ‘White Beauty’ und unten Erythronium ‘Snowflake’

Welche Topfart? Welche Größe?

Erythronium im Topf: 50-cm-Topf für 5 Zwiebeln, drainierendes Substrat und gute Drainage. Bei Dauerregen Topf schützen, damit die Zwiebeln nicht faulen.

Welches Substrat?

Achten Sie beim Substrat für den Hundszahn besonders auf Folgendes: Es muss sehr viel Wasser speichern, damit die Pflanze ohne ständiges Gießen kühl bleibt, zugleich aber ausreichend drainierend sein, um Zwiebelfäule zu verhindern. Anders als die meisten Zwiebelpflanzen verträgt der Hundszahn auch während der Dormanz im Sommer keine Trockenheit. Das Substrat muss außerdem nährstoffreich sein.

Wählen Sie dafür eine hochwertige Blumenerde mit guter Wasserspeicherung. Diese Angabe finden Sie auf der Rückseite des Sacks oder auf der Website. Wählen Sie den höchsten Prozentwert. Falls Sie gut verrotteten Kompost zur Verfügung haben, mischen Sie bis zu 30 % davon unter. Wenn Sie Lauberde haben, ist sie ideal, um Waldbodenbedingungen nachzuahmen. Mischen Sie in diesem Fall alle 3 Bestandteile zu je einem Drittel oder geben Sie 30 % Lauberde zur Blumenerde. Für eine bessere Drainage können Sie außerdem 10 % Perlite hinzufügen.

Sorgen Sie in jedem Fall für eine Drainageschicht am Topfboden aus Blähton, Lava oder Kies. Bringen Sie auch eine Mulchschicht auf der Topferde aus. Wählen Sie einen organischen Mulch, der sich nach und nach zersetzt und das Substrat anreichert, etwa Buchweizenschalen.

Mulch

Buchweizenschalen sind ein interessanter Mulch, der bei der Zersetzung Humus liefert. Außerdem werden sie von Schnecken kaum geschätzt – dem einzigen möglichen Feind des Hundszahns

Wann und wie pflanzen?

Pflanzen Sie Erythronium im Herbst, von September bis Oktober. Nach Erhalt pflanzen, nicht austrocknen oder faulen lassen.

So gehen Sie vor:

  • Eine wenige Zentimeter dicke Drainageschicht aus Blähton, Kies oder Lavagranulat auf den Topfboden geben.
  • Substratbestandteile separat mischen.
  • Etwas Substrat in den Topf geben.
  • Die Zwiebeln etwa 8 bis 10 cm tief und mit 8 bis 10 cm Abstand setzen. Sie sollten mit dem Zwei- bis Dreifachen ihrer Höhe an Erde bedeckt sein.
  • Mit Substrat auffüllen und dieses leicht und regelmäßig andrücken.
  • Bis wenige Zentimeter unter den Topfrand auffüllen und nochmals andrücken.
  • Reichlich gießen.
  • Nach dem Versickern des Wassers bei Bedarf etwas Substrat nachfüllen, falls Hohlräume entstanden sind.
  • Nach einigen Minuten ein zweites Mal gießen.
  • 3 bis 5 cm hoch mulchen.

Standort

Erythronium im Topf: Halbschatten, Morgen- bis Mittagssonne (Ost bis Südost). Bei Hitze schattiger stellen; humoser Unterholz-Boden fördert die Blüte.

Gießen und Düngen

Nach der Herbstpflanzung sparsam, aber ausreichend gießen, damit die Zwiebeln nicht austrocknen.

Bei Regen nur bei starken oder regelmäßigen Niederschlägen gießen. Substrat regelmäßig prüfen.

Ab dem Austrieb im Spätwinter oder Frühjahr häufiger gießen, damit das Substrat frisch bis leicht feucht bleibt.

Während der sommerlichen Dormanz weiter so gießen, dass das Substrat leicht frisch bleibt.

Pflege

Wichtigste Pflege: ganzjährig auf richtiges Gießen sowie das Verhältnis von Feuchtigkeit und Drainage achten.

Verblühte Blüten entfernen, damit keine Samen entstehen, die die Pflanze unnötig schwächen.

Laub erst nach dem Verwelken schneiden, damit die Zwiebel während der sommerlichen Dormanz Reserven auffüllen kann.

Im Herbst gut verrotteten Kompost rund um die Pflanzen oberflächlich einarbeiten. So blühen die Zwiebeln im folgenden Frühjahr besser. In Jahren ohne Umtopfen zusätzlich Wurmkompost aufstreuen und einarbeiten.

Wenn die Pflanze nach einigen Jahren den Topf ausfüllt, Zwiebeln teilen, um ihre Wuchskraft zu erhalten. Zwiebeln ausgraben, Brutzwiebeln abtrennen und wieder einpflanzen.

Kommentare

Dieses Formular ist durch reCAPTCHA geschützt – es gelten die Datenschutzbestimmungen und die Nutzungsbedingungen.