Farne im Haus kultivieren
Tipps zu Pflege und Dekoration
Inhaltsverzeichnis
Farne kennen wir aus Unterholz und Gärten, seltener aus Wohnräumen. Viele Arten eignen sich als Zimmerpflanzen. Tipps zu Pflege und Dekoration.
Die besten Zimmerfarne
Am häufigsten begegnet man dem Nephrolepis, dem Aufrechten Schwertfarn. Dieser interessante Farn bildet eine dichte, breite Traube aus überhängenden Wedeln.
Immer häufiger sieht man auch Asplenium nidus und einige Kultivare mit gekräuselten Blättern oder farbigen Blattrippen.
Platycerium sind epiphytische Farne, die andere Pflanzen als Halt nutzen, und haben eine einzigartige Silhouette. Oft werden sie auf Holzstücken kultiviert, die wie ein Rahmen an der Wand befestigt werden.
Phlebodium, insbesondere Phlebodium aureum, bringt eine bläuliche Färbung auf besondere, ganzrandige und leicht gewellte Wedel.
Adiantum ist ein zauberhafter Frauenhaarfarn von großer Zartheit, aber etwas anspruchsvoll in der Kultur.

Adiantum ist ein äußerst hübscher Farn, aber etwas anspruchsvoll in der Kultur
Der Humata tyermanii oder Davallia, allgemein als Tarantelfarn bekannt, ist ein sehr pflegeleichter Farn, mit schönen, fein geteilten Wedeln und behaarten, oberirdischen Rhizomen.

Humata tyermanii ist einfach zu kultivieren und dekorativ
Arachniodes simplicior ist ein selten kultivierter, winterharter Farn, der auch als Zimmerpflanze verwendet werden kann.

Arachniodes simplicior schmückt sich mit sehr eleganten, zweifarbigen Wedeln
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11 perfekte Zimmerpflanzen fürs BadezimmerHaben Farne alle die gleichen Ansprüche?
Farne: wenig Licht, hohe Luftfeuchte, gute Drainage. Vor dem Kauf Ansprüche prüfen. Geweihfarne wachsen epiphytisch fast substratlos.
Farn in der Wohnung: bester Standort
Farne sind beim Licht nicht sehr anspruchsvoll und wachsen in der Natur unter dem Blätterdach von Bäumen. Doch die Lichtmenge in Innenräumen reicht nicht an die im Freien heran.
Farne vertragen keinen direkten Sonneneinstrahlung. Anders als viele Zimmerpflanzen müssen sie nicht direkt am Fenster stehen. Handelt es sich um ein Dachfenster im Bad, stellen Sie den Farn auf die Fensterbank!
Farne gedeihen zwar an einem mäßig hellen Standort, sollten aber nicht unter einem Fenster auf der unteren Ebene eines Regals stehen. Direkt unter einem Fenster ist es meist dunkel, außer der Farn steht unmittelbar darunter.

Ein Schwertfarn, dekorativ in einer Blumenampel präsentiert
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Substrat
Farne mögen ein feuchtes, zugleich gut drainiertes Substrat, damit überschüssiges Wasser abfließt und die oft feinen Wurzeln nicht faulen. Torf oder Sphagnum verbessern die Wasserspeicherung (Zusammensetzung und Wasserhaltevermögen der Blumenerde prüfen). Für die Drainage eignen sich Perlite, Vermiculit und Tongranulat.
Gießen
Gießen Sie Farne recht häufig, im Schnitt etwa einmal pro Woche. Passen Sie die Häufigkeit an Substrat, Topf, Raum und Jahreszeit an. Lassen Sie das Substrat zwischen den Wassergaben antrocknen, gießen Sie aber erneut, sobald es trocken ist. Besonderes Augenmerk gilt dem Frauenhaarfarn: Er braucht stets feuchtes Substrat.
Luftfeuchtigkeit
Diese Grünpflanzen mögen eine eher feuchte Umgebung, ein Luftbefeuchter ist jedoch nicht nötig. Stellen Sie sie ruhig in die feuchtesten Räume wie Bad oder Küche. Nie neben eine Wärmequelle, etwa einen Heizkörper, stellen.
Düngen
Düngen Sie während der Wachstumszeit von Frühjahr bis Herbst einmal monatlich oder alle zwei Monate mit einem herkömmlichen Dünger.
Krankheiten und Parasiten
Sorgen Sie für ein drainierendes Substrat, um Wurzelfäule zu vermeiden. Ansonsten können sie von den „üblichen“ Schädlingen von Zimmerpflanzen befallen werden: Spinnmilben bei zu trockenem Substrat oder trockener Luft, Thripse, Blattläuse und Trauermücken. Thripse oder Blattläuse habe ich an meinen Farnen allerdings noch nie beobachtet – selbst dann nicht, wenn benachbarte Pflanzen befallen waren.
Behandeln Sie Spinnmilben mit häufigem Abduschen von Blättern und Substrat, Blattläuse mit Schmierseife und Thripse mit Neemöl. Gegen Trauermücken lesen Sie den Artikel von Marion: Wie wird man Trauermücken los?
Mehr erfahren Sie in Krankheiten und Schädlinge von Zimmerfarnen.
Wie Sie sie in Ihrem Zuhause in Szene setzen?
Es gibt viele Möglichkeiten, Ihre Farne dekorativ in Szene zu setzen. Nachdem Sie die Wahl der Töpfe bedacht und entschieden haben, ob sie alle unterschiedlich oder farblich und stilistisch einheitlich sein sollen oder ob Sie ausschließlich Terrakottatöpfe verwenden möchten, können Sie über die Anordnung der Farne nachdenken.
Farne sind besondere Pflanzen, denn unter den Zimmerpflanzen erinnern sie wahrscheinlich am stärksten an die Natur – vor allem, weil einige Arten unseren vertrauten Unterholzpflanzen ähneln. Tropische Zimmerpflanzen begegnen uns bei einem Waldspaziergang weit seltener.
Nutzen Sie diese natürliche Ausstrahlung und gruppieren Sie die Farne auf einem Tisch, Beistelltisch, Möbelstück oder Regal. Gruppen wirken bei Zimmerpflanzen stets besonders dekorativ. Mit Zweigen, Holzstücken oder Efeu können Sie diese Unterholzstimmung zusätzlich verstärken.
Platycerium mit seiner markanten Wuchsform ist auch allein ein perfektes Dekorationselement. Auf Holzstücken, Platten, Sphagnum oder Moos angebracht, verschönert es die Wände.
In sehr kleiner Größe eignen sich Farne perfekt als Terrarienpflanzen und bilden in diesen kleinen, landschaftsähnlichen Ökosystemen einen vertikalen Blickfang.
→ Siehe auch: Terrarienpflanzen auswählen.

Farne eignen sich hervorragend als Terrarienpflanzen
Farne sind außerdem wunderschöne Kokedama-Pflanzen – hübsche Arrangements aus hängenden Mooskugeln.
Farne wie der Schwertfarn oder der Frauenhaarfarn eignen sich hervorragend als Hängepflanzen. Das gilt auch für andere Farne, selbst wenn ihre Wedel nicht herabhängen.
Generell verschönern Farne dank ihrer dekorativen Wirkung jedes Zuhause – auch ohne diese Tipps!

Auch als Kokedama sind Farne wunderschön
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