Gartenvogel: der Buchfink
Dieser sympathische Gartenbesucher
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Der Buchfink, lateinisch Fringilla coelebs, ist einer der häufigsten Vögel in Frankreich und Belgien. Der sympathische kleine Singvogel bleibt das ganze Jahr in unserem Garten, wenn dieser biodiversitätsfreundlich gestaltet und mit zahlreichen Bäumen und Sträuchern bepflanzt ist. Er ernährt sich meist von Sämereien, während der Brutzeit jedoch auch von Insekten. Der Buchfink braucht daher eine vielfältige Pflanzenwelt, um sich direkt oder indirekt zu ernähren (Gräser, Blumen, Beerensträucher, samentragende Bäume …), aber auch einen Nistplatz wie eine dichte, lebendige Hecke.
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Buchfink erkennen?
Der Buchfink oder Fringilla coelebs ist ein kleiner Singvogel aus der Familie der Finken (Kernbeißer, Grünling, Stieglitz …). Er kommt in ganz Europa bis nach Sibirien vor (außer in Island) und ist auch in Nordafrika und im Nahen Osten anzutreffen. Obwohl er teilweise zieht, ist er ein Vogel, den man das ganze Jahr über in unseren Gärten in Frankreich und Belgien beobachten kann. Der Buchfink ist in Frankreich und Belgien wie alle Finkenarten geschützt.
In Europa (Portugal, Korsika, Irland, Italien, Griechenland …) und in Nordafrika gibt es gut ein Dutzend Unterarten.
Der Buchfink wiegt etwa 20 Gramm und ist vom Kopf bis zum Schwanz 15 cm lang.
Das Schwanzgefieder ist schiefergrau, die Steuerfedern sind jedoch weiß. Buchfinken besitzen zwei weiße Flügelbinden (zwei Streifen auf jedem Flügel), die am Boden und im Flug gut sichtbar sind. Die Augen sind dunkelbraun. Das Gefieder von männlichen und weiblichen Tieren unterscheidet sich deutlich.
Das weibliche Buchfinkengefieder ist matter als das männliche: mit sehr heller Unterseite und blass olivgrünem Rücken. Das männliche Tier hat dagegen eine rosafarbene Unterseite und Kehle, einen schiefergrauen Kopf und Scheitel, einen haselbraunen Rücken und eine schwarze Stirn. Im Winter ist sein Gefieder allerdings matter, bevor es im Frühjahr wieder farbenprächtiger wird.
Wissenswert: Im Winter kann man bei uns einen weiteren Finken antreffen, den Bergfink (Fringilla montifringilla). Größe und Körperbau sind ähnlich, sein Gefieder ist jedoch deutlich orangefarbener und schwarz gestreift.

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Lebensraum
Der Buchfink liebt, wie sein Name schon sagt, Bäume. Man findet ihn daher in Nadel-, Laub- und Mischwäldern, aber auch in Gärten und Parks mit vielen Bäumen und Sträuchern.

Nahrung
Der Buchfink ernährt sich hauptsächlich von Körnern. Zu seinen bevorzugten Samen zählen die von Erlen, Birken, Rotbuchen und Nadelgehölzen. Er frisst aber auch die Samen krautiger Pflanzen und von Gräsern, Knospen und Beeren von Liguster, Vogelbeere und Rotem Hartriegel …
Während der Brutzeit wird seine Nahrung stärker insektenhaltig, gelegentlich verschmäht er auch ein oder zwei Regenwürmer nicht. Die Jungen werden mit Larven und Raupen gefüttert.
Im Frühling und Sommer sieht man den Buchfink singend oder auf Nahrungssuche in Bäumen und Sträuchern. Im Winter lebt er eher in Gruppen, manchmal mit anderen Arten wie Haussperlingen und Grünlingen, und sucht seine Nahrung am Boden.

Fortpflanzung
Das Männchen singt von Februar bis Mitte Juli. Normalerweise gesellig, wird der Buchfink während der Brutzeit von Mitte April bis Juli territorial (je nach Temperatur und Nahrungsangebot können die Zeiträume leicht abweichen). Das Nest baut das Weibchen in einem Strauch oder Baum: Es ist ein napfförmiges Gebilde aus Wurzeln, Stängeln und Moos, Flechten und sogar … Spinnfäden, die alles zusammenhalten.
Das Weibchen legt 4 bis 6 Eier mit hellbrauner oder bläulich-weißer Grundfarbe und kleinen rotbraunen Punkten und Streifen. Nach einer Brutzeit von etwa 14 Tagen dauert es weitere 14 Tage, bis die Jungen fliegen können, und nochmals 14 Tage, bis sie sich selbst ernähren. Unter günstigen Bedingungen brütet das Buchfinkpaar zweimal im Jahr.
Buchfink im Garten willkommen heißen
Wie alle Vögel ist der Buchfink ein wichtiger Bestandteil der Nahrungskette und des Gleichgewichts der Biodiversität in der Natur und in Ihrem Garten.
Eier und Nestlinge werden von einigen Fressfeinden gejagt, etwa vom Eichhörnchen, der Rabenkrähe, Mardern, Wieseln und manchmal auch von Katzen. Im Winter an der Futterstelle versucht nicht selten ein Sperber, die dort fressenden Buchfinken zu erbeuten – mit mehr oder weniger Erfolg.
Der Buchfink hilft auch, Insektenpopulationen im Garten zu regulieren, indem er während der Brutzeit Insekten frisst, vor allem aber Raupen und Larven, um seine Jungen zu füttern.
Um ihn in den Garten zu locken, braucht es einen biodiversitätsfreundlichen Garten mit einer großen Vielfalt an Pflanzen: Bäume, Sträucher, eine schöne freiwachsende Hecke, Blüten für Insekten, Gräser, einen Teich … Auch alle Ökozide (Insektizide, Herbizide, Fungizide …), selbst wenn sie als „bio“ beworben werden, sollten vermieden werden.
Im Winter ist eine mit einfachen Sonnenblumenkernen gefüllte Futterstelle willkommen. Meist bleiben Buchfinken jedoch lieber am Boden in ihrer Nähe und fressen die herabgefallenen Körner. Einige täglich erneuerte und vor möglichen Fressfeinden geschützte Wasserschalen helfen auch Buchfinken und anderen Vögeln wie etwa Meisen.
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