Igel im Garten: Woran erkennt man ihn?

Igel im Garten: Woran erkennt man ihn?

Zum Glück hinterlässt er uns kleine Hinweise

Inhaltsverzeichnis

Der Braunbrustigel oder Europäische Igel ist für die Biodiversität und Gartenbesitzer sehr nützlich, da er zahlreiche Insekten, Larven und Schnecken frisst. Leider ist er auch vom Aussterben bedroht – durch den Verlust seines natürlichen Lebensraums, das Insektensterben, Vergiftungen durch Insektizide und Molluskizide, scharfe Gartengeräte sowie Fahrzeuge, die ihn beim nächtlichen Überqueren der Straße überfahren. Einen Igel im Garten willkommen zu heißen, ist daher nicht nur für uns, sondern auch für die Tiere hilfreich: Es ist eine Möglichkeit, diese in den letzten Jahrzehnten stark gefährdete Art zu schützen.

Welche Hinweise verraten uns, dass ein Igel anwesend ist? Das erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Hören Sie auch unseren Podcast über den Igel:

Schwierigkeit

Spuren seiner Anwesenheit im Garten

Der Braunbrustigel ist nicht so unauffällig, wie es scheint. Er hinterlässt oft Spuren und Hinweise auf seine Anwesenheit. Nehmen Sie Ihre Detektivlupen zur Hand!

  • kleine Kothäufchen: Der Braunbrustigel oder Europäische Igel setzt seinen Kot ziemlich wahllos ab, manchmal sogar mitten auf einem gepflasterten Weg. Die Kothäufchen sind schwarz und zylindrisch: bis zu 10 mm dick und 40 mm lang. Bei genauerem Hinsehen lassen sich Insektenreste wie Flügel, Beine oder Flügeldecken erkennen;
  • Pfotenabdrücke: Die Pfoten des Igels ähneln kleinen Händen mit fünf Fingern und sind an den Vorderpfoten 2,5 cm, an den Hinterpfoten 3 cm breit. In lockerer, feuchter Erde können Sie die Pfotenabdrücke entdecken;
Woran erkennt man, ob ein Igel im Garten lebt? Spuren und Hinweise auf Igel im eigenen Garten

Hier ist offenbar ein Igel vorbeigekommen …

  • Geräusche: Nachts können Sie zwischen April und September/Oktober hören, wie sich der Igel wenig unauffällig, schnaubend und laut grunzend fortbewegt. Während der Paarung sind die Geräusche noch lauter. Fühlt er sich bedroht, gibt er leise Fieplaute von sich und rollt sich zu einer Kugel zusammen. Nähern Sie sich ihm dagegen vorsichtig, läuft er nicht davon. Vorsicht: Igel sind sehr stressanfällig und können daran innerhalb weniger Stunden sterben. Lassen Sie Igel in Ruhe!;
  • Nester: Während des Winterschlafs (zwischen Oktober und April) lässt sich im Garten unter einem Holzstapel oder einem Haufen trockener Blätter und Gräser ein Nest entdecken. Oft ist an einer Seite eine kreisrunde Öffnung in der Größe eines Igels zu sehen. Ist das der Fall, machen Sie keinen Lärm und entfernen Sie sich! Tagsüber und während der übrigen Jahreszeit schläft der Igel in einem mit Blättern ausgepolsterten Unterschlupf an einem ruhigen Platz des Gartens unter einem Strauch;
  • Aufstellen von Wildtierkameras im Garten: Früher waren sie Naturforschern oder Jägern vorbehalten, heute werden Wildtierkameras immer beliebter. Diese „Fallen“ (keine Sorge, es handelt sich nur um eine Kamera!) können eine oder mehrere Nächte lang stehen bleiben und lösen aus, sobald sich etwas vor dem Sensor bewegt. Da sie auch bei völliger Dunkelheit aufnehmen können, ermöglichen sie überraschende Entdeckungen in der Gartenfauna. Beim Betrachten der Aufnahmen am nächsten Tag entdecken Sie vielleicht den Flug einer Eule, einen Fuchs, Fledermäuse, einen allzu neugierigen Nachbarn oder … warum nicht einen Igel.

Hinweis: Die Aktion „Mission Hérisson“ schlägt vor, Spurentunnel im Garten aufzustellen. Das Prinzip ist einfach: Man platziert diese Tunnel an strategischen Stellen (am Boden, entlang einer linearen Struktur und vor schlechtem Wetter geschützt). Im Inneren befinden sich mit Tinte geschwärzte Flächen (Holzkohlepulver und Pflanzenöl), weiße Blätter und ein Köder (Katzenfutter). Der Igel oder ein anderes Tier durchquert den Tunnel, setzt seine Pfoten zunächst auf die Tinte und anschließend auf die weißen Blätter und hinterlässt so seinen schwarzen Pfotenabdruck auf dem weißen Blatt.

Wenn Sie sich für eine solche Vorrichtung interessieren, können Sie sie auf der Website der LPO bestellen oder selbst bauen. Alle Informationen zu den Spurentunneln finden Sie hier.

Woran erkennt man, ob ein Igel im Garten lebt? Spuren und Hinweise auf Igel im eigenen Garten

Das Igelnest ist nicht immer leicht zu entdecken … Halten Sie bei Laubhaufen die Augen offen!

Mehr erfahren...

→ Wenn Sie Ihren Garten igelfreundlich gestalten möchten, finden Sie alle wichtigen Informationen in unserem Ratgeber: Einen Igel im Garten willkommen heißen.

Naturschutzorganisationen setzen sich dafür ein, Igel zu schützen und zu zählen, denn ihre Bestände gehen alarmierend schnell zurück.

In Frankreich wurden gemeinsam mit Opération Hérisson (France Nature Environnement) und Mission Hérisson partizipative Zählungen ins Leben gerufen.

In Belgien kümmert sich die LRBPO (Ligue Royale Belge pour la Protection des Oiseaux) mit ihrer Plattform suiviherisson.be darum.

Seit 1981 ist der Igel in Europa geschützt. Es ist verboten, Igel zu töten, zu fangen, zu verletzen oder ihre Lebensräume zu stören. Bei Verstößen drohen hohe Geldstrafen. Hier finden Sie den rechtlichen Schutzstatus des Igels in Frankreich.

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