Jackfrucht: Was ist das?
Jackfrucht: außergewöhnliche Frucht des Brotfruchtbaums Artocarpus heterophyllus
Inhaltsverzeichnis
Jackfruit: Die exotische Frucht beeindruckt mit Größe und Gewicht und ist wegen ihrer Nährstoffe bei Veganern und Vegetariern beliebt.
Alles beginnt auf einem Baum
Die Jackfrucht stammt vom Jackfruchtbaum, dem Artocarpus heterophyllus. Dieser sehr schöne Tropenbaum stammt ursprünglich aus Indien und Bangladesch und gehört wie der Feigenbaum (Ficus carica) und der Brotfruchtbaum (Artocarpus altilis) zur Familie der Maulbeergewächse. Mit dem Brotfruchtbaum wird er übrigens häufig verwechselt. In freier Natur kann der Jackfruchtbaum 15 bis 20 Meter hoch und 2,50 m breit werden. Seine immergrünen, ovalen bis elliptischen Blätter erreichen eine Länge von 20 bis 30 cm. Sie sind dunkelgrün und leicht rau. Am beeindruckendsten sind jedoch seine Früchte: Sie können bis zu 50 kg wiegen und 50 bis 90 cm lang werden. Sie sind die größten Früchte im Pflanzenreich! Außerdem wecken sie Neugier, weil sie direkt am Stamm wachsen.

Die Früchte des Jackfruchtbaums wachsen direkt am Stamm oder an den Hauptästen
Der Jackfruchtbaum wird von Südostasien bis Brasilien sowie in der Karibik, auf Haiti, in Französisch-Guayana und Neukaledonien kultiviert und benötigt daher Wärme und Feuchtigkeit. Bedingungen, die in unseren Breiten kaum zu finden sind! Wenn Sie also in Frankreich Samen aussäen und einen Jackfruchtbaum kultivieren möchten, brauchen Sie ein beheiztes Gewächshaus.

Blätter und Früchte des Jackfruchtbaums
Denn Artocarpus heterophyllus übersteht unsere Winter nicht, selbst wenn sie mild ausfallen, da er frostempfindlich und äußerst kälteempfindlich ist. Wenn Sie ihm diese Bedingungen bieten können, pflanzen Sie ihn in einen großen Kübel. Er wird nur 2,5 bis 3 m hoch und trägt vielleicht einige Früchte. Wenn Sie jedoch Jackfrucht probieren möchten, ist es vielleicht sinnvoller, den Lieblingsladen für asiatische Lebensmittel aufzusuchen.
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Die Jackfrucht hebt sich durch ihre außergewöhnliche Größe von anderen Früchten ab. Sie kann mit der Durian verwechselt werden, doch ihre Schale ist weniger stachelig. Eine kräftige, moschusartige Note kann bei voller Reife wahrnehmbar sein. Unter der dicken Schale findet sich weißes, gelbes oder orangefarbenes Fruchtfleisch, aufgeteilt in Segmente mit je nach Sorte 50 bis 500 ovalen, meist braunen Samen.
Roh ist das Fruchtfleisch der „Jackfruit“ leicht süß und mild, mit Aromen von Mango, Ananas, Apfel und Banane zugleich. Kurz gesagt: eine exotische Frucht, der es jedoch an den besten Vorzügen fehlt.

Ist die Frucht noch nicht zu reif, wird sie gekocht verzehrt, denn Aussehen und faserige bis zähe, leicht knackige Konsistenz erinnern an Hühner- oder Pulled-Pork-Fleisch. Allerdings ist sie fester und wenig aromatisch. Gekochtes Jackfruchtfleisch muss daher gewürzt und zubereitet werden, damit es genussvoll wird. Zudem nimmt es Gewürze und Saucen leicht auf.
Die Samen sind roh giftig. Zum Verzehr müssen sie geröstet oder gekocht werden. In Südostasien werden sie oft als Snack auf der Straße gegessen.
Für uns im Westen, die an so große Früchte mit harter Schale wenig gewöhnt sind, wird junge Jackfrucht auch in Salzlake eingelegt als Konserve verkauft.
Jackfrucht: nährstoffreich und vielseitig
Jackfrucht: proteinreich, faserig und eine vegane Fleischalternative. Sie liefert Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien, aber auch 95 kcal/100 g.
Wie lässt sich diese Rekordfrucht zubereiten?
Die „grüne“ Frucht aus der Dose
Für die Zubereitung von Jackfrucht aus der Dose und eine faserige Textur sollten Sie das harte Ende abschneiden und die Samen entfernen. Kochen Sie die Jackfruchtstücke außerdem vorher bei schwacher Hitze, damit sie weich werden.
Die noch nicht ganz reife Frucht wird gekocht in warmen, eher herzhaften Gerichten verzehrt. Auf Réunion bereitet man daraus ein Cari zu. Sie lässt sich auch im Wok mit Tofu, asiatischen Nudeln und knackigem Gemüse zubereiten, dazu eine mit pflanzlicher Sahne gebundene Thai-Sauce.

Pulled Jackfrucht, Curry und Biryani
Viele bereiten sie als vegetarischen Burger oder als Curry in Kokosmilch zu oder braten sie mit Gewürzen in einem Taco. In Indien wird sie als Biryani zubereitet, einem Gericht aus Basmatireis, Gewürzen, Gemüse und Eiern, in dem die Jackfrucht das Fleisch ersetzt. Weniger exotisch lässt sich Jackfrucht auch als Blanquette zubereiten!
Die reife Frucht als Dessert
Das Fruchtfleisch der reifen Frucht wird pur, im Salat, als Kompott, Konfitüre, Eis oder kandiert verzehrt. In Indien bereitet man daraus Payasa zu, ein Dessert aus Kokosmilch, braunem Zucker und Kardamom. Sie lässt sich auch in eine Mousse oder einen Kuchen geben oder zu frittierten Krapfen verarbeiten. Zuerst muss man sie allerdings öffnen oder frisch im Laden finden!
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