Krankheiten und Parasiten der Beschorneria
Erkennen, vorbeugen und behandeln
Inhaltsverzeichnis
Beschorneria: Krankheiten und Schädlinge erkennen, vorbeugen und behandeln. Tipps zu Pflege, Standort und Schutz.
Schildläuse
Schildläuse sind winzige Insekten, die den Pflanzensaft aussaugen und die Pflanze schwächen.
Symptome
Schildläuse erkennen Sie an kleinen weißen, braunen oder schwarzen Ansammlungen auf den Blättern und Stängeln der Pflanze. Ein weiteres Anzeichen sind gelbe, verformte Blätter, die schließlich vertrocknen und abfallen. Schildläuse können außerdem Honigtau absondern, eine klebrige Substanz, die ebenfalls auf einen Befall hinweist.
Vorbeugung
Lüften Sie Ihre Pflanze, indem Sie sie ins Freie stellen, wenn sie sich im Gewächshaus befindet. Pflanzen Sie mit ausreichend Abstand, damit die Luft nicht steht und die Entwicklung von Parasiten wie Schildläusen begünstigt wird.
Bekämpfung
Bei wenigen Schildläusen können Sie sie mit einem in Alkohol getränkten Wattestäbchen von Hand entfernen. Bei starkem Befall besprühen Sie die Pflanze mit einer Lösung aus in Wasser verdünnter schwarzer Seife, die nach folgendem Rezept zubereitet wird.
Geben Sie in 1 Liter Wasser:
– 1 Teelöffel flüssige schwarze Seife
– 1 Teelöffel Brennspiritus
– 1 Teelöffel Pflanzenöl, zum Beispiel Rapsöl.
Vermischen Sie alles und besprühen Sie die Pflanze zunächst mit dieser Lösung. Wiederholen Sie die Behandlung 30 Minuten später. Besprühen Sie die Pflanze anschließend alle 8 Tage, bis die Schildläuse vollständig verschwunden sind.
Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber: « Schildläuse: Erkennung und Bekämpfung ».

Wollläuse in Großaufnahme
Lesen Sie auch
Beschorneria kombinierenBlattläuse
Wir alle kennen Blattläuse, diese kleinen, oft geflügelten Insekten, die sich auf der Unterseite von Blättern ansammeln und sich vom Pflanzensaft ernähren.
Symptome
Blattläuse können grün, schwarz oder gelb sein und sitzen meist in Gruppen an jungen Trieben, Knospen und Blattunterseiten. Die Blätter können sich kräuseln, vergilben und verformen. Blattläuse scheiden Honigtau aus, eine klebrige Substanz, die schwarzen Schimmel, den sogenannten Rußtau, hervorrufen kann.
Vorbeugung
Fördern Sie die biologische Bekämpfung, indem Sie natürliche Fressfeinde der Blattläuse wie Marienkäfer anlocken. Sie können die Blätter der Pflanze außerdem gelegentlich mit einem Wasserstrahl abspritzen, um mögliche Blattläuse zu entfernen.
Behandlung
Bei leichtem Befall entfernen Sie die Blattläuse mit einem ausreichend kräftigen Wasserstrahl von den Pflanzen. Reicht das nicht aus oder sind die Blattlauskolonien zu zahlreich, sprühen Sie die Beschorneria mit einer Lösung aus 15 bis 30 g flüssiger Schmierseife auf 1 Liter Wasser ein.
Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber: „Blattlaus: Erkennen und Bekämpfen“.

Nahaufnahme einer Kolonie schwarzer Blattläuse
Blattzikaden
Zikaden sind kleine, springende Insekten, die sich wie Blattläuse vom Pflanzensaft ernähren. Sie können braun, grün oder weiß sein. Die meisten sind harmlos. Bei starkem Befall sollten Sie die Pflanze jedoch behandeln.
Symptome
Das Wachstum der Pflanze kann sich verlangsamen. Außerdem können sich die Blätter verfärben und Flecken sowie Honigtau aufweisen, eine klebrige, schwarze Substanz, die von den Insekten ausgeschieden wird.
Vorbeugung
Bringen Sie Nistkästen für Meisen an, um sie anzulocken, damit sie die Zikaden fressen. Auch Marienkäfer, Spinnen und Eidechsen helfen dabei, die Zikadenpopulation zu regulieren.
Behandlung
Bei geringem Befall entfernen Sie die Zikaden von Hand oder spritzen die Blätter mit einem Wasserstrahl ab, um die kleinen Insekten zu beseitigen. Bei stärkerem Befall besprühen Sie die Pflanze mit Neemöl oder einer Lösung aus in Wasser verdünnter schwarzer Seife: 10 bis 20 g flüssige schwarze Seife auf 1 Liter lauwarmes Wasser.
Setzen Sie natürliche Fressfeinde wie Metcalfa pruinosa oder Neodryinus typhlocybae ein, eine kleine Wespe, die Zikadenlarven befällt.
Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber: « Zikade: Erkennen und Bekämpfen ».

Grüne Zikade (© Sanja565658)
Lesen Sie auch
Beschorneria vermehren?Der Agavenrüsselkäfer
Der Agavenrüssler (Scyphophorus acupunctatus) ist ein Schädling, der hauptsächlich Agaven befällt, aber auch Beschorneria schädigen kann. Der kleine schwarze Käfer legt seine Eier in der Pflanze ab.
Symptome
Die Larven bohren Gänge in Stängel und Wurzeln und schwächen dadurch die Pflanze. Die Blätter können sich braun verfärben, an den sich bildenden Blättern kann Pflanzensaft austreten, außerdem kann es zu Fäulnis kommen.
Vorbeugung
Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen regelmäßig auf Schäden und das Auftreten von Rüsselkäfern.
Behandlung
Schneiden Sie befallenes Gewebe (es ist schwarz verfärbt) heraus und vernichten Sie Rüsselkäfer und Larven. Tragen Sie Bordeauxbrühe auf, um eine Infektion zu verhindern.

Der Agavenrüssler
Mehr erfahren
Mehr dazu: Wichtige Pflanzenschädlinge und -krankheiten erkennen sowie unser Merkblatt zu Beschorneria: Pflanzen und Pflege
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