Krankheiten und Parasiten des Fensterblatts

Krankheiten und Parasiten des Fensterblatts

Erkennen, Vorbeugen und natürliche Lösungen

Inhaltsverzeichnis

Fensterblätter und Große Fensterblätter sind beliebte Zimmerpflanzen mit attraktivem Blattwerk. Das Große Fensterblatt mit seinen stark geschlitzten, spektakulär großen Blättern verbreitet echtes Tropenflair und gehört zu den beliebtesten Arten.

Leicht zu kultivieren, eignen sie sich hervorragend für Anfänger und finden in vielen Räumen des Hauses ihren Platz. Doch wie alle Pflanzen können auch sie von Krankheiten oder Parasiten befallen werden. Erfahren Sie, wie Sie die Symptome erkennen und ein Fensterblatt auf natürliche Weise behandeln, damit es gesund bleibt.

krankes Fensterblatt: Was tun?

Das Große Fensterblatt – eine spektakuläre Zimmerpflanze

Schwierigkeit

Schädlinge am Fensterblatt

Das Fensterblatt kann von verschiedenen Parasiten befallen werden. Dazu gehören Milben sowie stechend-saugende Insekten, die sich vom Pflanzensaft ernähren und die Pflanze schwächen. Bei starkem Befall kann das Wachstum des Fensterblatts zum Stillstand kommen: Die Blätter entwickeln sich nicht mehr, die Pflanze erschlafft und kann sogar eingehen. Die Stiche dieser Schädlinge können außerdem Eintrittspforten für weitere Pathogene, Bakterien oder Krankheiten schaffen.

Thripse

Sie gehören sicherlich zu den am schwierigsten zu bekämpfenden Schädlingen, da sie schwer zu erkennen sind. Die sehr kleinen schwarzen oder durchscheinenden Insekten verstecken sich meist auf den Blattunterseiten oder an den Stängeln. Ihr Befall wird oft erst spät bemerkt, wenn sich das Laub des Fensterblatts verfärbt und braune oder silbrige Flecken zeigt. Junge Blätter können sich nicht mehr richtig entfalten.

Mehr erfahren: Thripse: Erkennen und natürlich bekämpfen

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Thripsbefall an einem Fensterblatt

Wollläuse

Es handelt sich um weiße Insekten, deren Name auf ihre watteartige Struktur zurückgeht. Auch sie siedeln sich unter den Blättern oder entlang der Stängel an. Weiße Gespinste und eine Gelbfärbung des Laubs sind die ersten Anzeichen ihres Befalls.

Wollläuse produzieren wie Blattläuse außerdem Honigtau. Dabei handelt es sich um eine klebrige Substanz, die die Entwicklung einer Pilzkrankheit (verursacht durch einen Pilz) namens Rußtau fördert. Sie bildet rußartige schwarze Beläge auf Blättern und Stängeln. Diese Krankheit verringert die Photosyntheseleistung und beeinträchtigt dadurch auch die Gesundheit der Pflanze.

Mehr erfahren: Lesen Sie auch unseren Artikel: Wollläuse: Erkennen und bekämpfen

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Wollläuse sind an ihrem watteartigen Aussehen und dem von ihnen verursachten Rußtau auf dem Laub zu erkennen

Rote Spinnmilben

Die ebenfalls schwer zu entdeckenden Roten Spinnmilben sind winzige Milben. Feine Gespinste, die an Spinnweben erinnern, verraten ihren Befall. Auch die Blätter verfärben sich und werden gelb bis braun.

Mehr erfahren: Rote Spinnmilbe: Erkennen und bekämpfen

Vorbeugung gegen Parasiten am Fensterblatt

Diese Schädlinge sind allesamt schwer zu erkennen. Oft wird der Befall erst bemerkt, wenn die Pflanze bereits stark geschädigt ist. Zur Vorbeugung ist es daher wichtig, Ihre Zimmerpflanzen regelmäßig zu kontrollieren: Ein früh erkannter Befall lässt sich leichter eindämmen. Nutzen Sie beispielsweise das Gießen oder Reinigen der Blätter Ihres Fensterblatts, um die Pflanze auf Parasiten zu untersuchen.

Alle diese Schädlinge bevorzugen außerdem warme, trockene Bedingungen, wie sie in Innenräumen häufig vorkommen. Zur Vorbeugung können Sie das Laub regelmäßig mit zimmerwarmem Wasser besprühen. Sie können auch eine Mulchschicht aus Pflanzenschalen oder beispielsweise Blähton auf dem Substrat ausbringen, damit die Feuchtigkeit besser erhalten bleibt (das Substrat ist die Erde, in der die Pflanze wächst).

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Achten Sie außerdem auf optimale Kulturbedingungen für Ihr Fensterblatt: Eine Pflanze, die ausreichend versorgt wird, ist von Natur aus widerstandsfähiger gegen Parasiten, aber auch gegen Krankheiten. Zur Erinnerung: Fensterblätter bevorzugen helle Standorte ohne direkte Sonne, die ihr schönes Laub verbrennen kann. Da sie aus den tropischen Regionen Mittel- und Südamerikas stammen, mögen sie warme, feuchte Bedingungen. Gießen Sie, sobald die Erde an der Oberfläche trocken ist. Pflanzen Sie sie in gut durchlässige Erde, in der das Gießwasser abfließen kann, ohne sich zu stauen. Zögern Sie nicht, einen Moos- oder Kokosfaserstab aufzustellen, damit sich diese natürliche Kletterpflanze besser in die Höhe entwickeln kann.

Natürliche Lösungen bei Parasitenbefall

Wenn es bereits zu spät ist und Sie Parasiten entdeckt haben, duschen Sie zunächst das Laub Ihres Fensterblatts ab. Stellen Sie die Pflanze in die Duschwanne oder Badewanne und befeuchten Sie das Laub vorsichtig mit zimmerwarmem Wasser. Dadurch lässt sich ein Teil der Parasiten entfernen.

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Falls nötig, verwenden Sie anschließend ein natürliches Insektizid auf Basis von Schmierseife. Mischen Sie dazu 1 bis 2 Esslöffel reine Schmierseife mit 1 Liter lauwarmem Wasser. Rühren Sie um und warten Sie, bis die Mischung abgekühlt ist. Füllen Sie sie in eine Sprühflasche und besprühen Sie das Laub. Achten Sie darauf, auch die Blattunterseiten und Stängel zu behandeln. In der Regel ist nach 7 Tagen eine erneute Anwendung erforderlich.

Pilzkrankheiten des Fensterblatts

Auch Fensterblätter können von durch Pilze verursachten Krankheiten befallen werden. Sie treten bei zu feuchten Bedingungen auf, vor allem bei übermäßigem Gießen.

Wurzelfäule

Sie entsteht durch zu viel Wasser, aber auch durch zu schwere Erde. Anfangs ist sie schwer zu erkennen, da sie die Wurzeln befällt, die dadurch schwarz und weich werden. Zudem kann ein unangenehmer Geruch aus der Erde dringen. Danach vergilben die Blätter des Fensterblatts und fallen ab.

In diesem Fall muss die Pflanze unbedingt ausgetopft werden, um die befallenen Teile abzuschneiden. Anschließend setzen Sie sie in ein neues Gefäß mit frischer Blumenerde.

Blattflecken

Auf dem Laub erscheinen braune oder schwarze Flecken, die später zum Blattfall führen können. Auch das Wachstum der Pflanze wird verlangsamt.

Schneiden Sie in diesem Fall die befallenen Blätter sofort ab, um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen. Vergrößern Sie die Abstände zwischen den Sprühvorgängen oder achten Sie beim Gießen darauf, das Laub nicht zu bespritzen.

Fensterblatt mit Blattflecken

Vorbeugung gegen Pilzkrankheiten

Zur Vorbeugung sollten Sie wie bei Parasiten auf gute Kulturbedingungen achten. Leeren Sie nach dem Gießen vorhandene Untersetzer und Übertöpfe nach 15 Minuten. Wählen Sie ein gut drainierendes Substrat und legen Sie eine etwa 3 bis 5 cm dicke Drainageschicht auf den Topfboden. Verwenden Sie dafür Tongranulat, Kies oder Tonscherben. Bevorzugen Sie Tontöpfe, besonders wenn Sie zum übermäßigen Gießen neigen. Ihr poröses Material lässt die Erde besser atmen als Kunststofftöpfe.

Wenn Sie die Pflanze zurückschneiden müssen, um beschädigte Blätter zu entfernen oder Triebe zur Korrektur der Wuchsform des Fensterblatts abzuschneiden, reinigen Sie Ihre Schnittwerkzeuge vorher mit 70-prozentigem Alkohol. Dadurch wird das Risiko einer Krankheitsübertragung zwischen Pflanzen verringert.

Topfen Sie die Pflanze je nach Wachstum alle zwei bis drei Jahre um. In den übrigen Jahren können Sie einen Oberflächenerdewechsel vornehmen (Austausch der obersten Zentimeter Erde durch frische Blumenerde) oder geeigneten Dünger für Zimmerpflanzen geben.

Schließlich gilt Brennnesseljauche als natürliches Mittel mit fungiziden Eigenschaften. Sie kann sowohl vorbeugend als auch bei einem Befall eingesetzt werden. Im Handel sind gebrauchsfertige Mittel zum Aufsprühen auf das Laub erhältlich. Sie können die Jauche aber auch selbst herstellen – mit unserer Anleitung: Brennnesseljauche herstellen.

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