Krankheiten und Parasiten des Trompetenbaums
Erkennen, Vorbeugen, Behandeln
Inhaltsverzeichnis
Catalpa: Schattenspender mit Sommerblüte – Krankheiten und Parasiten erkennen und natürlich behandeln. Tipps zu Pflanzung, Rückschnitt und Pflege.
Hallimasch
Erkennen:
Hallimasch oder Wurzelfäule ist eine schwere Pilzinfektion, die die Wurzeln des Baumes befällt. Der Erreger, Armillaria mellea, lebt im Boden und kann durch Verletzungen oder Wurzelschäden in den Baum eindringen. Die Krankheit befällt das Holz und führt zu einer fortschreitenden Schwächung des Baumes, die sich durch eine Gelbfärbung der Blätter, Welke und schließlich das Absterben des Baumes zeigt. Außerdem ist das Auftreten von Fruchtkörpern des Pilzes am Stammfuß ein eindeutiges Zeichen für den Befall.

Armillaria mellea oder Hallimasch
Bekämpfung des Hallimaschs:
- Befallene Bäume entfernen: Bei einem Hallimaschbefall ist es entscheidend, den gesamten Baum einschließlich seiner Wurzeln auszugraben. Es reicht nicht, den Baum lediglich bodennah abzusägen, da die verbliebenen Wurzeln den Pilz weiterhin beherbergen und die Krankheit verbreiten können. Nach dem Entfernen des Baumes wird empfohlen, ihn zu verbrennen, um den Pilz vollständig abzutöten.
- Quarantäne des Bereichs: Um die Ausbreitung des Pilzes zu verhindern, kann rund um die Stelle, an der der befallene Baum entfernt wurde, ein etwa 50 cm tiefer Graben ausgehoben werden. Die ausgehobene Erde sollte innerhalb dieses Kreises aufgeschüttet werden. Es empfiehlt sich, mehrere Jahre zu warten, bevor dieser Bereich neu bepflanzt wird, damit der Pilz vollständig verschwindet.
- Erde austauschen: Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Erde rund um den Standort des befallenen Baumes auf einer Tiefe von 60 bis 80 cm oder mehr abzutragen und durch neue Erde zu ersetzen.
- Alte Wurzelstöcke entfernen: Alte Wurzelstöcke können den Hallimasch beherbergen und die Krankheit auf neue Bäume übertragen. Daher ist es wichtig, alle alten Wurzelstöcke aus dem Bereich zu entfernen.
- Auswahl neuer Pflanzen: Ist eine Neupflanzung erforderlich, sollte eine weniger hallimaschanfällige Baumart gewählt werden, etwa Eiche, Rotbuche, Eibe, Eberesche, Sommertamariske oder Linde. Außerdem empfiehlt es sich, in Containern gezogene Jungpflanzen zu wählen, um Wurzelverletzungen zu vermeiden, die dem Pilz als Eintrittspforte dienen könnten.
- Bodenentwässerung verbessern: Ein gut drainierter Boden ist für Hallimasch weniger günstig.
- Automatische Bewässerung in der Nähe alter Bäume vermeiden: Sie kann die Entwicklung des Pilzes begünstigen.
Vorbeugung:
Es wird empfohlen, Bäume bei der Pflanzung mit ausreichend Abstand zu setzen, um das Infektionsrisiko zu verringern. Außerdem sollten die Bäume regelmäßig auf erste Krankheitszeichen kontrolliert und Wurzelschäden vermieden werden, da diese dem Pilz das Eindringen erleichtern können. Zu viel Feuchtigkeit im Boden begünstigt die Entwicklung des Pilzes. Bevorzugen Sie gut drainierte Böden, um einem Befall vorzubeugen. Eine Mulchschicht aus Kompost mit hohem Anteil organischer Substanz kann außerdem das Immunsystem Ihres Trompetenbaums stärken. Darüber hinaus können das Entfernen kranker Bäume und die Bodensanierung die Ausbreitung des Pilzes begrenzen.
Lesen Sie auch
Trompetenbaum: Pflanzung, Rückschnitt, PflegeMehltau
Erkennung:
Mehltau ist eine Pilzkrankheit, die die Gesundheit und Wuchskraft des Baumes stark beeinträchtigen kann. Dieser oberflächliche Pilz bildet einen weißen oder grauen, pudrigen Belag, der die Blätter, Stängel und manchmal sogar die Früchte des Trompetenbaums bedeckt. Er tritt bei einem sehr feuchten Frühjahr auf. Zu den Symptomen von Mehltau können auch Welke, Verformung und Vergilbung der Blätter gehören. Bei starkem Befall können die Blätter vorzeitig abfallen, wodurch der Baum geschwächt und sein Wachstum sowie seine Blüte beeinträchtigt werden.

Natürliche Lösungen:
Bei Befall entfernen Sie kranke Pflanzenteile sofort, um die Ausbreitung zu verlangsamen. Behandeln Sie den Baum mit einem natürlichen Lösungen gegen Mehltau.
Vorbeugung:
Halten Sie ausreichend Abstand zwischen den Pflanzen. Achten Sie darauf, dass Ihr Trompetenbaum genügend Platz zum Atmen hat und die Luft gut um ihn zirkulieren kann. Feuchtigkeit begünstigt das Auftreten von Mehltau. Vermeiden Sie es, die Blätter zu bewässern, und gießen Sie nicht zu häufig, da dies die Entwicklung von Pilzen fördert. Gießen Sie stattdessen am Fuß des Baumes.
Verticilliose (oder Welke)
Erkennung:
Die Verticillium-Welke, auch als Verticilliose bekannt, ist eine Pilzkrankheit. Sie wird durch den im Boden lebenden Pilz Verticillium verursacht. Er dringt über die Wurzeln in den Baum ein und breitet sich anschließend in den Leitgefäßen aus, die den Pflanzensaft transportieren. Von der Verticillium-Welke befallene Trompetenbäume können verschiedene Symptome zeigen, darunter Welke, Vergilbung und großflächige Nekrosen der Blätter, vorzeitigen Blattfall, verlangsamtes Wachstum und in schweren Fällen das Absterben des Baumes. Der Baum kann seine Rinde verlieren und absterben.
Die ersten Symptome sind meist Verfärbung, Welke und Vergilbung der Blätter. Zunächst kann nur ein Zweig oder eine Seite des Baumes betroffen sein. Anschließend können die Blätter vergilben und vorzeitig abfallen. Wenn Sie einen betroffenen Zweig abschneiden, sehen Sie möglicherweise bräunliche Streifen im Holz. Diese Verfärbung ist oft ein eindeutiges Zeichen für die Verticillium-Welke.
Natürliche Lösungen:
Leider gibt es keine heilende Behandlung gegen Verticillium. Ist Ihr Baum stark befallen, müssen Sie alle infizierten Zweige und Blätter entfernen und vernichten, um eine Ausbreitung des Pilzes im Boden zu verhindern.
Vorbeugung:
- Wechseln Sie nach Möglichkeit die Kulturen und pflanzen Sie keine Trompetenbäume an Stellen, an denen zuvor für Verticillium anfällige Pflanzen befallen waren.
- Pflanzen Sie Ihren Trompetenbaum in gut durchlässigen Boden. Verticillium-Pilze bevorzugen feuchte Böden. Eine gute Drainage kann daher helfen, einen Befall zu verhindern.
- Vermeiden Sie Verletzungen des Baumes, da sie dem Pilz als Eintrittspforte dienen können.
- Reinigen Sie Ihre Gartengeräte gründlich, um eine Übertragung des Pilzes von einem Baum auf den anderen zu verhindern.
- Stärken Sie die Abwehrkräfte Ihres Trompetenbaums durch Blattspritzungen mit Brennnesseljauche und Ackerschachtelhalm-Auszügen.
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Trompetenbaum kombinieren?Eisenchlorose
Erkennung:
Werden die Blätter Ihres Trompetenbaums gelb, während ihre Blattadern grün bleiben, kann eine durch Eisenmangel verursachte Eisenchlorose vorliegen. Die Blätter können vollständig vergilben und schließlich abfallen.
Natürliche Lösungen:
Blattdüngung mit Eisenchelaten kann helfen, das Problem zu beheben. Sie können außerdem Kompost oder gut verrotteten Mist sowie einen Blattdünger gegen Chlorose ausbringen, um die Bodenqualität zu verbessern.
Vorbeugung:
Trompetenbäume bevorzugen tiefgründige, frische, fruchtbare Böden. Ein zu alkalischer Boden kann die Eisenaufnahme des Baums verhindern. Achten Sie auf eine gute Drainage und ausreichend organische Substanz im Boden. Zu verdichtete oder nährstoffarme Erde kann zu Mangelerscheinungen führen.
Schildläuse
Erkennen:
Schildläuse sind kleine stechend-saugende Insekten (wie Blattläuse), die sich vom Pflanzensaft ernähren. Sie scheiden eine klebrige Substanz (Honigtau) aus, die das Auftreten einer Pilzkrankheit begünstigt: Rußtau. Die Blätter bedecken sich dann mit einem schwarzen Belag, der die Photosynthese beeinträchtigen kann. Auch weißliche Beläge, kleine bräunliche Flecken und klebrige Tropfen auf den Blättern sollten Sie aufmerksam machen. Der Befall ist für Ihren Trompetenbaum nicht tödlich, kann jedoch sein Wachstum und seine Blüte beeinträchtigen.

Natürliche Lösungen:
- Versuchen Sie, die Schildläuse mit einem kräftigen Wasserstrahl zu entfernen, und bürsten Sie anschließend den Stamm ab.
- Bei stärkerem Befall sprühen Sie eine Mischung aus Wasser und flüssiger schwarzer Seife: Wiederholen Sie die Spritzung alle acht Tage, bis die Schildläuse verschwunden sind. Auch Weißöl (Paraffinöl) ist wirksam.
- Schneiden Sie im Winter befallene Zweige (nicht die stärksten Äste) ab und verbrennen Sie sie.
Vorbeugung:
Fördern Sie nützliche Insekten in Ihrem Garten, etwa Marienkäfer, Schwebfliegen und Florfliegen.
→ Entdecken Sie alle unsere Tipps zur natürlichen und wirksamen Bekämpfung von Schildläusen
Blattläuse
Erkennen:
Diese kleinen grünen oder schwarzen stechend-saugenden Insekten ernähren sich vom Pflanzensaft der Blätter, wodurch diese vergilben und welken können. Blattläuse fördern die Entwicklung von Rußtau, einer Krankheit, die sich durch einen schwarzen, klebrigen Belag auf den Blättern bemerkbar macht. Wenn Sie eine Kolonie dieser kleinen Parasiten an Ihrem Trompetenbaum entdecken, sollten Sie schnell handeln, auch wenn Blattläuse für Pflanzen nur selten gefährlich sind.
Natürliche Lösungen: Eine Mischung aus Wasser und Schmierseife kann sehr wirksam sein, um Blattläuse bereits beim ersten Befall zu beseitigen. Sprühen Sie sie direkt auf die Blattlauskolonien. Brennnesseljauche ist ebenfalls ein wirksames natürliches Abwehrmittel.
Vorbeugung: Fördern Sie die natürlichen Feinde der Blattläuse, etwa Marienkäfer, und pflanzen Sie in der Nähe Ihres Trompetenbaums „Lockpflanzen“, die von Blattläusen befallen werden (Kamille, Große Kapuzinerkresse, Fingerhut …).
→ Lesen Sie unsere Tipps zur natürlichen und wirksamen Bekämpfung von Blattläusen

Rußtau
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