Kriechenden Hahnenfuß loswerden?

Kriechenden Hahnenfuß loswerden?

Hahnenfuß natürlich und effektiv entfernen

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 21. September 2025  durch Marion 4 min.

Der Kriechende Hahnenfuß oder Hahnenfuß ist eine verbreitete Staude mit kleinen goldgelben Blüten. Was Gärtner an ihm beanstanden? Seine ausläuferbildenden Stängel (Ausläufer) breiten sich stark aus und können die gesamte Vegetation in der Umgebung schnell überwuchern.

Er zählt daher zu den Unkräutern wie der Batate oder der Quecke, die man im Garten meist schnell beseitigen möchte.

Sehen wir uns an, wie Sie dieses unerwünschte Unkraut sicher erkennen, welche Schritte und Geräte für eine einfache Beseitigung nötig sind – ganz ohne Unkrautvernichter.

Kriechender Hahnenfuß

Ranunculus repens (© Andreas Rockstein)

Winter Schwierigkeit

Kriechenden Hahnenfuß erkennen

Wie sieht die Pflanze aus?

Es gibt mehrere Hahnenfuß-Arten, darunter der Scharfe Hahnenfuß, der deutlich weniger invasiv und verbreitet ist. Der unerwünschte Wildwuchs ist der Kriechende Hahnenfuß (Ranunculus repens), auch Kriechende Butterblume oder Wilder Hahnenfuß genannt. Diese mehrjährige Pflanze wird 5 bis 30 cm hoch.

Die Blätter stehen in einer grundständigen Rosette, das heißt, sie sind wie ein Strahlenkranz rund um den Hals der Pflanze angeordnet, ähnlich wie bei der Kuhblume.

Die Blätter bestehen aus 3 bis 5 gelappten, gezähnten Fiederblättchen. Sie sitzen an langen Blattstielen und sind leicht behaart.

Im Frühjahr und Sommer tragen die Stängel kleine, einfache, goldgelbe Blüten mit 5 Blütenblättern, die einen Durchmesser von 2 bis 5 cm erreichen. Die Mitte besteht aus zahlreichen Staubblättern derselben Farbe.

Nach der Blüte erscheinen Früchte (Achänen).

Der schnell wachsende und sehr winterharte Hahnenfuß vermehrt sich leicht über Ausläufer und Samen.

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Ranunculus repens: Blüten und Laub (© Andreas Rockstein)

Wo wächst die Pflanze?

Der Kriechende Hahnenfuß kommt in vielen Lebensräumen vor:

  • natürlichen Wiesen
  • Rasenflächen
  • Waldrändern
  • Wegesrändern

Die Butterblume wächst schnell auf feuchten, nährstoffreichen Böden (Lehmböden) mit eher saurem bis neutralem pH-Wert. Auch leicht kalkhaltige Böden werden vertragen.

Der Hahnenfuß bevorzugt verdichtete, kompakte Böden, etwa häufig betretene Rasenflächen, in denen er als echter Bodendecker wächst.

Ein sonniger bis halbschattiger Standort ist ideal.

Welche Nachteile hat er?

Der Kriechende Hahnenfuß breitet sich dank seiner Ausläufer schnell aus: Diese Auswüchse in Form von Stängeln ermöglichen es ihm, ähnlich wie der Erdbeere, fest im Boden zu wurzeln und sich auszubreiten, bis er große, mehrere Meter breite Flächen besiedelt.

Außerdem konkurriert er mit anderen Pflanzen und sondert vor allem eine giftige Substanz (Protoanemonin) ab, die das Wachstum benachbarter Pflanzen hemmt.

Dieses Gift verleiht ihm einen besonderen Geschmack. Daher meiden Pflanzenfresser den Hahnenfuß von Natur aus, sodass eine Beweidung zur Unkrautbekämpfung nicht infrage kommt.

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Der Kriechende Hahnenfuß kann schnell sehr invasiv werden …

Kriechenden Hahnenfuß natürlich loswerden

Das gründliche Ausstechen von Hand ist die effektivste und natürlichste Methode, um Hahnenfuß zu entfernen.

Wann vorgehen?

Die Wurzeln des Hahnenfußes sind sehr widerstandsfähig. Ideal ist es, im Spätwinter bei feuchtem, aber nicht gefrorenem Boden oder im zeitigen Frühjahr vorzugehen.

Auf Lehmboden sollten Sie handeln, wenn die Erde weder zu trocken noch zu klebrig ist, damit sich das Unkraut leichter entfernen lässt.

Auf sandigem Boden gehen Sie 1 oder 2 Tage nach Regen vor, wenn die Erde locker und abgetrocknet ist.

Wie vorgehen?

Je jünger die Pflanzen und je schneller Sie handeln, desto leichter lässt sich der Hahnenfuß ausreißen. Verwenden Sie dazu eine Kralle, ein Unkrautmesser oder einen Wurzelstecher. Diese Werkzeuge eignen sich, um kleine Flächen gezielt zu jäten.

Bei größeren, stark befallenen Flächen verwenden Sie eine Grabegabel oder eine Grabegabel mit Zinken, um die Erde rund um die Pflanze 15 bis 20 cm tief zu lockern.

Lockern Sie den Wurzelballen, um die gesamte Pflanze freizulegen, und entfernen Sie anschließend alle Pflanzen, Ausläufer und Wurzelschösslinge, da bereits das kleinste Pflanzenstück erneut austreiben kann.

Um jedes Risiko eines erneuten Austreibens zu vermeiden, sollten Sie das gesammelte Grüngut besser zum Wertstoffhof bringen, statt es auf den Kompost zu geben.

Diese Maßnahmen sollten Sie vermeiden:

  • Die Verwendung einer einfachen Hacke oder eines Unkrautjäters reicht meist nicht aus, da diese Werkzeuge den Boden nur oberflächlich bearbeiten und nicht alle Ausläufer und unterirdischen Wurzeln des Hahnenfußes entfernen. Die Pflanze kann daher in den folgenden Wochen erneut austreiben.
  • Um Hahnenfuß im Rasen zu entfernen, ist regelmäßiges Mähen keine gute Lösung. Zwar werden Blüten und Samen entfernt, doch die Wurzeln wachsen weiter und breiten sich im Garten aus.
  • Verwenden Sie weder eine Motorhacke noch einen Spaten, da diese die Wurzeln zerteilen und noch weiter verteilen können.
  • Schließlich sollten Sie grundsätzlich auf chemische Unkrautvernichter verzichten. Sie sind nicht selektiv, schädigen Umwelt und Biodiversität und erweisen sich zur Entfernung von „Unkraut“ oft als unwirksam.

Lösungen gegen Ansiedlung und Ausbreitung

Bestimmte Pflanzen können das Auftreten der am stärksten wuchernden Unkräuter vorbeugend verhindern oder zumindest ihre Ausbreitung eindämmen, indem sie mit ihnen konkurrieren.

Dazu gehören Gründüngungspflanzen wie Weißer Senf, Wicke oder Phacélie, die den Boden nicht nur mit Nährstoffen versorgen und seine Struktur verbessern, sondern meist auch die Entwicklung von Unkraut bremsen.

Andere Stauden oder bodenbedeckende Sträucher nehmen den „Unkräutern“ den Platz und können leicht Lücken im Garten schließen: Der Efeu Bellecour ist beispielsweise ein kräftiger, immergrüner und kriechender Bodendecker mit schnellem Wachstum auf jedem Boden und zugleich besonders wirksam und dekorativ.

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Phacélie

Ein Unkraut mit durchaus guten Seiten

Der Hahnenfuß ist roh giftig und kann Hautreizungen, Brennen sowie Verdauungsbeschwerden auslösen. Gekocht und getrocknet verliert er jedoch seine Giftigkeit und kann sogar als Viehfutter dienen.

Wie jedes Unkraut kann auch der Kriechende Hahnenfuß im Garten seinen Platz finden: Seine kleinen Blüten setzen in einem Beet oder auf einem Rasen im naturnahen Garten dezente Farbakzente. Als Bienenweide werden sie zudem von den so wichtigen bestäubenden Insekten geschätzt.

Außerdem gibt er Hinweise auf den Zustand des Bodens. Tritt er in großer Zahl auf, deutet dies oft auf starke Trittbelastung oder intensive Beweidung, hohe Bodenfeuchtigkeit oder sogar Staunässe hin, die langfristig zu Sauerstoffmangel im Boden führen kann.

Hahnenfuß in einem naturnahen Garten oder auf einer Wiese (© Olivier Bacquet)

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