Länglichen Garten gestalten?
Tipps und Tricks
Inhaltsverzeichnis
Schmaler, langer Garten? Mit 5 Grundregeln gestalten Sie ihn optisch breiter und vermeiden Enge, monotone Linien und den typischen Korridor-Effekt.
Garten in Bereiche gliedern
Um die Geradlinigkeit und Monotonie eines langen Gartens zu durchbrechen, schaffen Sie mehrere klar voneinander abgegrenzte Bereiche.
Lange Gärten werden meist in 3 Bereiche gegliedert.
Der erste Bereich ist meist der Terrasse zum Essen mit der Familie und für Grillabende gewidmet. Dieser Teil wird am aufwendigsten gestaltet, da er am sichtbarsten ist und am häufigsten genutzt wird. Oft ergänzen ihn duftende Stauden, die die Terrasse in Wohlgerüche hüllen, oder Kräuter, die Ihre leckeren Gerichte verfeinern: Schnittlauch, Basilikum, Thymian, Petersilie, Rosmarin …

Von links nach rechts: Rosmarin, Purpur-Basilikum ‘Dark Opal’ und Schnittlauch
Für die übrigen Bereiche bieten sich ein Spiel- oder Ruhebereich, ein Gemüsegarten, ein Obstgarten, ein Pool, ein Teich, ein Springbrunnen oder eine Zen-Ecke an. Sie haben die Wahl!
Jeder Bereich kann eine eigene Atmosphäre besitzen, sollte aber mit den anderen verbunden sein, damit ein stimmiges Gesamtbild entsteht. Verwenden Sie dafür in den verschiedenen Bereichen dieselben Materialien, etwa einen Holzzaun, identische Pflanzen oder einen einheitlichen Weg. Sie bilden einen „roten Faden“ und vermitteln ein Gefühl der Einheit.
Jeder Bereich wird nach diesen Grundregeln gestaltet:
- Schaffen Sie ein Gleichgewicht zwischen bebauten und freien Flächen sowie zwischen Schatten und Licht. Die gestalteten Bereiche sollten andere Formen als der Garten annehmen: Kreis, Halbkreis oder Quadrat … Diese Formvarianten durchbrechen die geradlinige Monotonie eines langen Gartens.
- Trennen Sie die einzelnen Bereiche durch niedrige Querstrukturen, die den Garten optisch verbreitern, ohne den hinteren Gartenteil zu verdecken. Legen Sie dafür niedrige Hecken aus Japanischen Stechpalmen, Hortensien, Strauch-Geißblatt oder Skimmien an.
Spielen Sie außerdem mit Höhenunterschieden und vertikalen Elementen: Erhöhen Sie die Bereiche um eine Stufe, verwenden Sie Pflanzgefäße, eine Pergola oder aufrecht wachsende Pflanzen wie eine Hainbuche. Die von Pflanzen oder dekorativen Elementen gebildeten vertikalen Linien durchbrechen die horizontalen Linien, die die Geometrie des Gartens prägen. Höhenunterschiede helfen zudem, den gesamten Raum zu nutzen. So wirken der Garten weniger flach und monoton.
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In länglichen Gärten verstärken lineare Perspektiven die Enge. Runde Beete, kurvige Sichtachsen und warme Farben am Ende lassen den Garten breiter und kürzer wirken.
Geschwungenen Weg anlegen
Verbinden Sie Ihre Gartenbereiche mit einem einheitlichen Wegbelag. Wie bereits erwähnt, sorgt die Verwendung eines einzigen Materials für ein harmonisches Gesamtbild. Schiefer, Stein, Granit, Holz … alle Materialien sind möglich.
Die Position des Weges ist entscheidend. Platzieren Sie ihn nicht in der Mitte des Gartens, damit die Symmetrie eines rechteckigen Gartens aufgebrochen wird.
Bevorzugen Sie einen geschwungenen oder kurvigen Weg, um die Geradlinigkeit des Gartens zu durchbrechen. Bedenken Sie jedoch den Pflegeaufwand. Ein geschwungener Weg kann beispielsweise das Rasenmähen erschweren.

Geschwungene Wege
Die Wegbreite sollte zur Gartengröße passen. Je schmaler ein Weg ist, desto schmaler wirkt der Garten.
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Ein länglicher Garten wirkt eng, weil seine seitlichen, meist geraden Grenzen – oft eine Mauer – stark ins Auge fallen. Verdecken oder mildern Sie diese Grenzen optisch. Begrünen Sie senkrechte Wände mit abgestuften Beeten oder Kletterpflanzen: duftender Jasmin, Waldrebe und Geißblatt. Vermeiden Sie dichte Hecken, die den Garten noch schmaler wirken lassen.
Legen Sie ein abgestuftes Beet an, das den Blick vom tiefsten zum höchsten Punkt führt: zunächst Bodendecker, dann niedrige Stauden, Büsche und schließlich Sträucher. Die passenden Arten finden Sie weiter unten.
Spielen Sie mit asymmetrischen, abwechslungsreichen Grenzen: Jede Seite kann anders gestaltet werden, etwa westlich mit einem dekorativen Holzzaun und östlich mit einem Beet.
Pflanzen für einen langen, schmalen Garten
Schmale Gärten bekommen meist wenig Licht, da die Grundstücksgrenzen oder Nachbarbäume Schatten werfen.
Wählen Sie daher Bäume mit mäßiger Wuchsbreite, um zusätzlichen Schatten zu vermeiden. Hier unsere Auswahl von sieben Bäumen für kleine Gärten: Weißdorn, Magnolien, Judasbaum oder Blasenbaum. Wählen Sie Bäume, die zu den Proportionen Ihres Gartens passen.
Bevorzugen Sie außerdem kleinwüchsige Sträucher mit weichen, fließenden Formen. Sie lockern die geometrische Wirkung eines schmalen Gartens auf. Diese Formen können durch die Wuchsform oder den Rückschnitt entstehen. Für Sträucher mit natürlicher, fließender Wuchsform eignen sich ländliche Kamelien, Abelien, Liebesperlensträucher, Zierquitten, Strauchrosen, Buschmalven, Strauch-Pfingstrosen und Pfeifensträucher … Sträucher wie Liguster, Strauch-Geißblatt, Japanische Stechpalme, Pfaffenhütchen, Rote Glanzmispeln, Duftblüten und Ölweiden lassen sich dagegen nach Wunsch zu Kugeln, Wellen oder Kissen schneiden … Sie sind der Bildhauer!
Am Fuß Ihrer Bäume und Sträucher empfehlen sich Stauden für Halbschatten oder Schatten: Farne, Purpurglöckchen, Alpenveilchen, Frauenmantel und Prachtspieren … Für sonnigere Bereiche sind locker wachsende Stauden wie Gräser ideal: Federgras, Rasen-Schmiele, Reitgras und Federborstengras …
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