Lauchrost erkennen und bekämpfen?
Erkennen, vermeiden, bekämpfen: unsere Tipps
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Der Lauch-Porree (Allium porrum): Porreerost durch Puccinia allii schwächt Blätter und Ernte. Erfahren Sie, wie Sie ihn erkennen, behandeln und vorbeugen.
Lauchrost erkennen?
Eine frühe Erkennung hilft, die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen. Rost ist leicht zu erkennen, wenn Sie wissen, worauf Sie achten müssen.
Die sichtbaren Symptome
Das erste Anzeichen sind kleine, längliche, hellgelbe oder weißliche Flecken auf den Blättern. Sehr schnell entwickeln sich diese Flecken zu erhabenen, leuchtend orangefarbenen oder rostbraunen Pusteln.
- Sie erscheinen auf beiden Blattseiten, anfangs jedoch meist zahlreicher auf der Oberseite.
- Bei starkem Befall vermehren sich die Pusteln, bis sie einen großen Teil der Blattfläche bedecken. Die Blätter werden schließlich gelb, trocknen ein und sterben vorzeitig ab.
- Wenn der Winter naht, können sich die orangefarbenen Pusteln braun oder schwarz verfärben. Das ist ein Zeichen dafür, dass der Pilz widerstandsfähige Sporen bildet, um die Kälte zu überleben.
Der Lebenszyklus des Pilzes
Puccinia allii benötigt zum Überleben einen lebenden Wirt (eine Pflanze). Anders als andere Pilze, die im Boden leben, überdauert Rost häufig auf den Pflanzenresten infizierter Pflanzen oder auf anderen in der Erde verbliebenen Vertretern der Familie der Lauchgewächse (Knoblauch, Zwiebel, Schnittlauch, Schalotte).
Die Sporen werden durch Wind und Regenspritzer verbreitet. Ein einziges infiziertes Blatt kann Tausende von Sporen freisetzen und so in kürzester Zeit das gesamte Gemüsebeet befallen.
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Wie viele Pilzkrankheiten tritt auch Rost nicht zufällig auf. Er profitiert von bestimmten Bedingungen, die oft mit dem Wetter zusammenhängen:
- Hohe Luftfeuchtigkeit ist der wichtigste Faktor. Blattwerk, das länger als 4 bis 6 Stunden nass bleibt, ist eine offene Tür für Infektionen. Anhaltender Morgentau und häufige Niederschläge sind die besten Verbündeten des Rosts.
- Mäßige Temperaturen fördern die Ausbreitung. Der Pilz gedeiht zwischen 10 °C und 20 °C. Kühle, feuchte Sommer oder milde Herbste sind Zeiten mit hoher Infektionsgefahr.
- Zu viel Stickstoff: Ein Boden, der zu reich an Stickstoffdünger ist, fördert ein schnelles Wachstum. Dabei entstehen jedoch empfindliche Pflanzengewebe, die von den Pilzfäden viel leichter durchdrungen werden können.
- Zu dichte Pflanzung: Zu dicht stehender Lauch verhindert die Luftzirkulation. Die Feuchtigkeit bleibt zwischen den Blättern gefangen und schafft ein ideales Mikroklima für den Pilz.

Eine dichte Pflanzung ist ein Risikofaktor
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Ist die Krankheit bereits ausgebrochen, besteht kein Grund zur Panik! Auch wenn sich der Pilz mitten in der Saison nur schwer vollständig beseitigen lässt, können Sie seine Ausbreitung stoppen.
Mechanische Maßnahmen
Für kleine Flächen ist dies oft die wirksamste, schnellste und einfachste Methode:
- Sobald die ersten Flecken auftreten, schneiden Sie die am stärksten befallenen Blätter ab und bringen Sie sie zum Wertstoffhof. Geben Sie sie keinesfalls auf den Kompost.
- Entfernen Sie das Unkraut rund um den Lauch-Porree, damit die Schaftbasis besser belüftet wird.
Natürliche Behandlungen
Da chemische Pflanzenschutzmittel im Garten verboten sind – und das ist auch gut so! –, bleiben natürliche Lösungen am wirksamsten. Sie sind meist sehr effektiv und belasten Ihr Gemüsebeet nicht:
- Natron: ein bewährter Klassiker. Es verändert den pH-Wert der Blattoberfläche und erschwert dem Pilz das Leben. Das Rezept ist einfach: einen Teelöffel Natron und einen Teelöffel Schmierseife zur besseren Haftung in 1 Liter Wasser verdünnen. Alle zwei Wochen spritzen.
- Schachtelhalmbrühe: Schachtelhalm ist reich an Kieselsäure und stärkt die Zellwände des Lauch-Porrees. Dadurch wird er widerstandsfähiger gegen Pilzbefall. Eine gute, milde Behandlung bei Befall und zur Vorbeugung.
- Knoblauchjauche hat eine starke pilzhemmende Wirkung. Das Spritzen eines Knoblauchextrakts kann helfen, die Keimung der Rostsporen zu begrenzen.
- Netzschwefel als letztes Mittel: Schwefel ist im ökologischen Landbau zugelassen und wirkt gegen Rost. Bei großer Hitze sollten Sie ihn jedoch nicht anwenden, da das Laub verbrennen kann.
Die radikale Lösung
Sind Ihre Lauch-Porrees noch jung und gegen Ende des Sommers stark befallen, können Sie versuchen, das gesamte Laub 5–10 cm über dem Schaft abzuschneiden. Ist das Herz gesund, treibt der Lauch-Porree neue, gesunde Blätter aus – vorausgesetzt, das Wetter wird trockener.
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Wie in vielen anderen Bereichen gilt auch im Garten: Vorbeugen ist besser als Heilen. Die wirksamste Strategie gegen Rost sind gesunde Pflanzen in einer Umgebung, die der Gärtner für den Pilz ungünstig gestaltet.
Erntereste entfernen
Lassen Sie nach der Ernte niemals beschädigte Blätter auf dem Boden neben noch im Beet stehenden Lauchstangen liegen. Sammeln Sie sie sorgfältig auf und bringen Sie sie zur Grüngutannahme.
Der richtige Pflanzplatz
Wählen Sie einen sonnigen und möglichst windigen Standort. Wind trocknet das Laub nach Regen oder Tau rasch ab. Halten Sie außerdem mindestens 12 bis 15 cm Abstand zwischen den Pflanzen und 30 cm zwischen den Reihen ein. Eine gute Luftzirkulation ist der beste Schutz.

Halten Sie mindestens 12 bis 15 cm Abstand zwischen den Pflanzen und 30 cm zwischen den Reihen ein.
Richtig gießen
Gießen Sie Lauch nie von oben über das Laub. Verwenden Sie eine Gießkanne ohne Brause direkt am Pflanzenfuß oder installieren Sie ein Tropfbewässerungssystem. Gießen Sie vorzugsweise morgens, damit überschüssige Feuchtigkeit tagsüber verdunstet.
Richtig düngen
Vermeiden Sie kurz vor der Pflanzung große Mengen Frischmist oder stickstoffreichen Dünger. Verwenden Sie lieber gut verrotteten Kompost und geben Sie Kalium hinzu (Holzasche nur sparsam oder einen organischen Dünger wie Patentkali). Kalium stärkt das Gewebe und die allgemeine Pflanzengesundheit.
Sortenwahl
Einige Lauchsorten sind von Natur aus widerstandsfähiger oder toleranter gegenüber Rost als andere. Winterlauch mit dunkel blaugrünem, oft dickerem und wachsartigem Laub ist robuster. Achten Sie auf Sorten wie ‘Bleu de Solaise‘, ‘Monstrueux de Carentan‘ oder moderne Hybrid-Sorten mit ausgewiesener Toleranz. Sommerknoblauch mit hellerem, zarterem Laub ist dagegen anfälliger.
FAQ zur Lauch-Porree-Rostkrankheit
Kann man von Rost befallenen Lauch essen?
Ja. Lauchrost befällt nur Pflanzen und ist für Menschen völlig ungiftig. Entfernen Sie einfach die am stärksten befallenen Außenblätter. Die Lauchstange bleibt meist verschont und behält ihren Geschmack und Nährwert.
Muss man kranke Jungpflanzen ausreißen?
Nicht unbedingt. Tritt der Befall spät in der Saison auf und ist der Lauch bereits ausreichend groß, lassen Sie ihn in der Erde und ernten Sie ihn nach Bedarf. Bei sehr frühem Befall und ausbleibendem Wachstum sollten Sie ihn ausreißen, damit er nicht zur Ansteckungsquelle für den restlichen Garten wird.
Ist Kompostieren möglich?
Vom Kompostieren rostbefallener Lauchblätter mit Pusteln wird dringend abgeraten, besonders im Hauskompost, der nicht heiß genug wird. Die Sporen könnten überleben und Ihren Garten im Folgejahr über die Blumenerde infizieren.
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