Lieblingsblumen der Schmetterlinge

Lieblingsblumen der Schmetterlinge

Für einen schmetterlingsreichen Garten

Inhaltsverzeichnis

Tagfalter im Garten zu beobachten, ist mehr als ein schöner Anblick. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Bestäubung und fördern die Biodiversität. Entdecken Sie die besten Blüten, um Ihren Garten in ein farbenfrohes, duftendes Schmetterlingsparadies zu verwandeln und wertvollen Nektar zu bieten.

Möchten Sie Schmetterlinge in Ihren Garten locken? Lesen Sie weiter und erfahren Sie, wie es gelingt.

Schmetterlingsblumen

Schwierigkeit

Was lockt Schmetterlinge zu Blumen?

Mehrere Faktoren locken Tagfalter zu Blüten. Hier sind einige der wichtigsten:

  1. Der Nektar: Adulte Schmetterlinge ernähren sich hauptsächlich vom Nektar der Blüten. Daher werden sie von Blüten angezogen, die viel Nektar produzieren.
  2. Die Farbe: Schmetterlinge werden meist von leuchtenden, farbenfrohen Blüten angezogen. Bestimmte Farben wie Rot, Gelb, Orange, Rosa und Purpur wirken auf sie besonders attraktiv.
  3. Der Duft: Viele Schmetterlingsarten werden vom Duft der Blüten angezogen. Blüten mit starkem Duft, insbesondere mit süßem Aroma, locken meist mehr Schmetterlinge an.
  4. Die Blütenform: Schmetterlinge bevorzugen oft Blüten, die den Zugang zum Nektar erleichtern. So sind flache oder glockenförmige Blüten beliebt, weil sie eine „Plattform“ bieten, auf der der Schmetterling während der Nahrungsaufnahme landen kann.
  5. Der Blütezeitpunkt: Tagfalter sind tagsüber aktiv und werden daher vor allem von Blüten angezogen, die sich am Tag öffnen. Manche Blüten, die früh am Morgen oder am späten Nachmittag blühen, locken möglicherweise weniger Schmetterlinge an.

Für einen schmetterlingsfreundlichen Garten empfiehlt es sich, verschiedene Blütenpflanzen zu setzen, die zu unterschiedlichen Zeiten blühen und so kontinuierlich Nektar bieten. Da Schmetterlinge zum Fliegen Wärme benötigen, sind außerdem sonnige Bereiche im Garten sinnvoll.

Lieblingspflanzen von Schmetterlingen, was lockt Schmetterlinge an

Leuchtende Farben, Duft und Blütenform zählen zu den wichtigsten Kriterien, die Schmetterlinge anlocken

Top 10 Schmetterlingsblumen

Hier unsere Top 10 der besten Nektarblumen, die Schmetterlinge anlocken. Denken Sie jedoch daran, dass auch viele andere Blumen Schmetterlinge anziehen können.

  1. Dost oder Gewöhnlicher Dost (Origanum vulgare): eine aromatische Pflanze mit Sommerblüte, die kleine rosafarbene oder purpurrote, nektarreiche Blüten hervorbringt und Schmetterlinge stark anzieht;
  2. Lavendel (Lavandula sp.): eine Pflanze, die nicht nur wegen ihres angenehmen Dufts und ihrer schönen Blüten beliebt ist, sondern auch wegen ihrer Anziehungskraft auf Schmetterlinge und andere Bestäuber. Wählen Sie Lavendelsorten mit purpurroten oder blauen Blüten, da diese leuchtenden Farben für Schmetterlinge gut sichtbar sind;
  3. Argentinisches Eisenkraut (Verbena bonariensis): eine für Schmetterlinge besonders attraktive Pflanze mit flachen, nektarreichen Blütenständen, auf denen die Insekten landen können;
  4. Igelkopf (Echinacea sp.): bildet große, margeritenähnliche Blüten, meist in Rosa, Weiß oder Purpur, die sehr reich an Nektar sind und viele Schmetterlingsarten anziehen;
  5. Minze (Mentha sp.): Minze bildet kleine, meist weiße oder rosafarbene Blüten, die reich an Nektar sind. Dieser lockt viele Schmetterlinge und andere bestäubende Insekten an;
  6. Rote Spornblume (Centranthus ruber): auch „Lilas d’Espagne“ genannt, ist eine für Schmetterlinge sehr attraktive Staude mit kleinen rötlichen, rosafarbenen oder weißen, nektarreichen Blüten;
  7. Mannstreu und andere „Disteln“: Mannstreu bildet je nach Art kugelige oder kegelförmige Blütenstände in Metallblau oder gelegentlich Weiß, die reich an Nektar sind. Auch andere „Disteln“ können Schmetterlinge anziehen, etwa die Gewöhnliche Mariendistel (Silybum marianum) oder die Japanische Kratzdistel (Cirsium arvense);
  8. Herbstastern (heute Symphiotrichum sp.): Diese Astern bilden eine Fülle kleiner, margeritenähnlicher Blüten, meist in Rosa, Purpur oder Weiß. Sie sind sehr nektarreich und blühen zu einer Zeit, in der die Blütenfülle bereits nachlässt;
  9. Sedum spectabile (heute Hylotelephium spectabile): Einer der wichtigsten Vorteile von Sedum spectabile für Schmetterlinge ist das späte Nahrungsangebot, wenn nur noch wenige andere Pflanzen blühen;
  10. Garten-Goldlack (Cheiranthus cheiri): Garten-Goldlack bildet Trauben mit leuchtend gefärbten Blüten, meist gelb, aber auch orange, rosa oder weiß. Sie verströmen einen süßen Duft, der viele Insekten, darunter Schmetterlinge, anzieht.

Pflanzen Sie diese Blumen unbedingt an einen sonnigen Standort, denn Schmetterlinge brauchen die Wärme der Sonne zum Fliegen. Pflanzen Sie sie außerdem möglichst in Gruppen statt einzeln, damit Ihr Garten für Schmetterlinge attraktiver wird.

Welche Blumen ziehen Schmetterlinge an, schmetterlingsfreundliche Stauden

Verbena bonariensis, Sedum spectabile, Echinacea, Lavandula … einige der attraktivsten Pflanzen für den Garten!

Raupen nicht vergessen!

Es ist besonders ehrenwert, Nahrungspflanzen für erwachsene Schmetterlinge anzubauen. Denken Sie jedoch daran, auch ihre Wirtspflanzen zu erhalten, auf denen sich die Raupen ernähren. Hier einige Pflanzen, die Sie dafür pflanzen oder im Garten wachsen lassen können:

  1. Große Brennnessel (Urtica dioica): Sie ist Wirtspflanze mehrerer Schmetterlingsarten, darunter Kleiner Fuchs, Tagpfauenauge, Distelfalter, C-Falter und Admiral;
  2. Wildgräser: Gräser sind Wirtspflanzen zahlreicher Schmetterlingsarten, etwa des Scheckenfalters und des Rostfarbenen Dickkopffalters;
  3. Hartheu (Hypericum sp.): Diese Pflanze lockt die Raupen des Johanniskraut-Spinners an;
  4. Wegerich (Plantago sp.): Mehrere Schmetterlingsarten, etwa Scheckenfalter, legen ihre Eier auf dieser Pflanze ab;
  5. Kohl (Brassica sp.): Diese Pflanzen dienen einigen Weißlingen als Wirt, darunter dem Großen und dem Kleinen Kohlweißling;
  6. Klee (Trifolium sp.): Arten wie Hauhechel-Bläuling und Gemeiner Bläuling nutzen diese Pflanze;
  7. Gewöhnlicher Adlerfarn (Pteridium aquilinum): Die Raupe des Abbiss-Scheckenfalters ernährt sich von dieser Pflanze;
  8. Gift-Lattich (Lactuca virosa): Diese Pflanze wird von der Raupe des Gammaeulenfalters bevorzugt;
  9. Kratzdistel (Cirsium sp. und Carduus sp.): Diese Pflanzen locken zahlreiche Schmetterlingsarten an, darunter Schwalbenschwanz, Distelfalter und Schornsteinfeger;
  10. Echte Katzenminze (Nepeta cataria): Sie lockt die Raupe des Windenschwärmers an;
  11. Astern (Aster sp.): Diese Pflanzen dienen mehreren Raupenarten als Wirt, darunter dem Wiesenscheckenfalter;
  12. Weide (Salix sp.): Ihre Blätter werden von den Raupen mehrerer Schmetterlingsarten gefressen, darunter vom Nagelfleck;
  13. Birke (Betula sp.): Sie ist Wirtspflanze mehrerer Schmetterlingsarten, etwa des Sumpfwiesen-Scheckenfalters und des Zitronenfalters;
  14. Brombeere (Rubus fructicosus): Sie dient erwachsenen Schmetterlingen als Nahrung und auch einigen Raupen, etwa der Brombeerminiermotte und dem Brombeer-Perlmuttfalter;
  15. Doldenblütler (Apiaceae): Pflanzen aus dieser botanischen Familie ernähren einige Raupen, darunter die des bekannten Schwalbenschwanzes.

Kurz gesagt: Wer möglichst viele Schmetterlingsarten fördern möchte, sollte eine große botanische Vielfalt bewahren und indigene Arten bevorzugen.

Blüten und Gräser als Futterpflanzen für Schmetterlingsraupen

Hartheu, Katzenminze, Wegerich und Distel

Kommentare

Dieses Formular ist durch reCAPTCHA geschützt – es gelten die Datenschutzbestimmungen und die Nutzungsbedingungen.

Die Lieblingsblumen der Schmetterlinge