Malayenblume: Pflege durchs Jahr
Zimmerpflanze ganzjährig pflegen
Inhaltsverzeichnis
Phalaenopsis: Pflege durchs Jahr – Blüte fördern, Bedürfnisse beachten und häufige Fehler vermeiden, auch für Anfänger!
Malayenblume pflegen: Grundlagen
Phalaenopsis gehören zu den pflegeleichtesten Orchideen. Damit sie gesund bleiben und regelmäßig blühen, müssen Sie ihre besonderen Bedürfnisse kennen.
Bedürfnisse der Phalaenopsis verstehen
Phalaenopsis sind epiphytische Pflanzen und wachsen in der Natur in tropischen Regionen auf Bäumen. Sie wachsen nicht in Erde, sondern haften an der Baumrinde. Ihre Wurzeln nehmen dort Luftfeuchtigkeit und vom Regen ausgewaschene Nährstoffe auf. Diese Bedingungen zu Hause nachzuahmen, ist der Schlüssel zur erfolgreichen Pflege.
Die Wurzeln der Orchidee sind Luftwurzeln und spielen eine wichtige Rolle bei der Photosynthese. Deshalb müssen sie Licht und Luft ausgesetzt bleiben und dürfen nicht von dichtem oder staunassem Substrat erstickt werden.
Passendes Substrat und Gefäß
Um den natürlichen Lebensraum nachzuahmen, muss die Phalaenopsis in ein lockeres, gut drainierendes Substrat gepflanzt werden, meist aus Pinienrinde, Kokosfasern oder Sphagnum. Dieses Substrat lässt die Wurzeln atmen und speichert zugleich ausreichend Feuchtigkeit.
Auch die Wahl des Topfes ist wichtig. Verwenden Sie einen transparenten Topf, damit Licht bis zu den Wurzeln gelangt und die Photosynthese fördert. Töpfe mit Abzugslöchern sind für eine gute Drainage unverzichtbar, da Phalaenopsis ständig feuchte Wurzeln nicht vertragen.

Für die Pflege von Phalaenopsis: Wählen Sie einen transparenten Topf mit Rindensubstrat
Gießen: der wichtigste Pflegeschritt
Das Gießen gehört zu den anspruchsvollsten Aspekten der Phalaenopsis-Pflege. Zu viel Wasser kann Wurzelfäule verursachen, während Wassermangel die Wurzeln austrocknet.
Eine gängige Methode besteht darin, den Topf 10 bis 15 Minuten in eine Schale mit Wasser zu stellen und ihn anschließend gut abtropfen zu lassen, bevor Sie ihn wieder an seinen Platz stellen. Im Allgemeinen reicht einmal wöchentliches Gießen aus. Die Häufigkeit hängt jedoch von Jahreszeit, Temperatur und Luftfeuchtigkeit ab.
Das Wasser sollte zimmerwarm und kalkarm sein. Ist Ihr Leitungswasser zu hart, verwenden Sie besser Regenwasser oder gefiltertes Wasser.
Wo sollte eine Orchidee stehen?
Phalaenopsis bevorzugen helles, indirektes Licht, etwa an einem nach Osten oder Südosten ausgerichteten Fenster. Zu direkte Sonne kann die Blätter verbrennen, während zu wenig Licht die Blüte verhindert.
Die ideale Temperatur für eine Orchidee liegt zwischen 18 und 25 °C, mit einem leichten Unterschied zwischen Tag und Nacht. Vermeiden Sie Zugluft, etwa in der Nähe einer Tür oder eines häufig geöffneten Fensters, sowie Plätze nahe Heizkörpern, die die Luft austrocknen.
Luftfeuchtigkeit: oft unterschätzt
In ihrer natürlichen Umgebung profitieren Phalaenopsis von hoher Luftfeuchtigkeit. Um diese Bedingungen drinnen nachzuahmen, können Sie die Luftwurzeln besonders im Sommer oder in trockener Umgebung leicht besprühen. Eine Luftfeuchtigkeit von 50 bis 70 % ist ideal. Bei Bedarf hilft zusätzlich ein Luftbefeuchter.
Häufige Fehler vermeiden
- Wurzelfäule ist die häufigste Todesursache bei Phalaenopsis. Achten Sie darauf, dass niemals Wasser im Topf oder Untersetzer steht.
- Die Wurzeln müssen atmen können. Zu festes oder altes Substrat sollte regelmäßig erneuert werden.
- Zugluft sowie starke Temperaturwechsel können die Orchidee stressen.
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Die Pflege der Phalaenopsis-Orchidee ändert sich im Jahresverlauf, da sich ihr Bedarf an Licht, Temperatur und Feuchtigkeit wandelt. So passen Sie die Pflege das ganze Jahr über an und fördern Gesundheit und Blüte.
Frühling: aktives Wachstum
Im Frühling nimmt die Aktivität der Phalaenopsis nach der Winterruhe wieder zu. Jetzt wird das Wachstum angeregt und die nächste Blüte vorbereitet.
- Gießen: Gießen Sie häufiger, da die Pflanze für die Bildung neuer Wurzeln und Blätter mehr Wasser benötigt. In der Regel einmal pro Woche gießen und das Substrat zwischen den Wassergaben abtrocknen lassen. Vermeiden Sie Staunässe im Topf oder Untersetzer, um Wurzelfäule vorzubeugen.
- Düngen: Alle zwei Wochen einen speziellen Orchideendünger anwenden. Verwenden Sie ein stickstoffreiches Produkt, um das Wachstum von Blättern und Wurzeln zu fördern. Verdünnen Sie den Dünger stets im Wasser, damit die Wurzeln nicht verbrennen.
- Umtopfen: Der Frühling ist ideal zum Umtopfen, wenn das Substrat verdichtet ist oder die Wurzeln aus dem Topf wachsen. Regelmäßiges Umtopfen alle zwei bis drei Jahre sorgt für eine gute Drainage und gesunde Wurzeln.
Stellen Sie Ihre Orchidee in dieser Jahreszeit an einen hellen, aber vor direkter Sonne geschützten Standort, um den Neustart des Wachstums zu unterstützen.
→ Unser Tutorial zum Umtopfen der Phalaenopsis lesen
Sommer: Hitze und intensive Sonne
Lange Tage und hohe Temperaturen machen den Sommer zu einer anspruchsvollen Zeit für Ihre Orchidee. Bei guter Pflege bleibt sie trotz der Hitze gesund.
- Licht: Stellen Sie Ihre Phalaenopsis an einen sehr hellen Standort, etwa an ein Ost- oder Nordfenster, und schützen Sie sie mit einem Vorhang vor direkter Sonne. Zu viel Sonne kann braune Flecken und Verbrennungen auf den Blättern verursachen.
- Gießen: Hitze beschleunigt die Verdunstung. Kontrollieren Sie daher regelmäßig das Substrat. Je nach Temperatur ein- bis zweimal pro Woche gießen und die Luftwurzeln bei trockener Luft leicht besprühen.
- Parasiten: Die trockenere Sommerluft begünstigt manche Parasiten. Kontrollieren Sie regelmäßig die Blätter, besonders die Unterseiten, auf Anzeichen eines Befalls.
Im Sommer profitiert Ihre Orchidee von Bedingungen, die ihrem tropischen Lebensraum ähneln, sofern die Luft nicht zu trocken ist.

Im Sommer können Sie die Luftwurzeln der Phalaenopsis ruhig besprühen
Herbst: Blüte vorbereiten
Der Herbst ist für Phalaenopsis oft entscheidend, da sie jetzt ihre Blütentriebe bildet.
- Gießen: Reduzieren Sie die Häufigkeit leicht und gießen Sie nur noch alle 10 bis 14 Tage. Die trockenere Herbstzeit im tropischen Lebensraum wird dadurch nachgeahmt und die Bildung von Blütentrieben angeregt.
- Temperatur: Schaffen Sie zur Förderung der Blüte einen Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht, idealerweise 5 bis 10 °C. Stellen Sie die Orchidee nachts in einen kühleren Raum.
- Rückschnitt: Ist ein alter Blütentrieb nach dem Abblühen noch grün, schneiden Sie ihn oberhalb eines Knotens ab. Das kann eine neue Blüte fördern. Ist der Trieb vertrocknet, schneiden Sie ihn an der Basis ab, damit die Pflanze ihre Energie in neue Triebe steckt.
Achten Sie im Herbst auf neue Blütentriebe und passen Sie die Pflege an, um ihre Entwicklung zu fördern.
Winter: Ruhe und Geduld
Im Winter verlangsamt sich die Aktivität der Orchidee. Zugleich öffnen sich häufig die Blüten, wenn sich im Herbst Blütentriebe gebildet haben.
- Gießen: Gießen Sie nur noch alle zwei bis drei Wochen, da weniger Wasser verdunstet und die Pflanze wenig verbraucht. Vermeiden Sie übermäßiges Gießen, sonst können die Wurzeln im feuchten Substrat faulen.
- Licht: Stellen Sie Ihre Orchidee an ein helles Fenster, um das geringe Winterlicht auszugleichen. Reicht das natürliche Licht nicht aus, können Sie es mit einer Pflanzenlampe ergänzen.
- Schutz vor Kälte: Vermeiden Sie kalte Zugluft, starke Temperaturschwankungen und Plätze nahe Heizkörpern, da diese die Luft austrocknen.
Die Orchidee blüht meist im Winter. Ihre Blüten können Sie mehrere Wochen oder sogar Monate genießen. Nach der Blüte lassen Sie sie ruhen, bevor Sie eine erneute Blüte fördern.
Malayenblume nach 1. Pflegejahr wiederblühen lassen?
Das ist eine häufige Frage, vor allem, nachdem die Pflanze ihre prächtigen Blüten verloren hat. Entgegen mancher Annahmen ist die Orchidee nach dem Abblühen nicht tot: Sie tritt lediglich in eine Ruhephase ein, um sich zu regenerieren und anschließend neue Blüten zu bilden. So fördern Sie diesen Prozess und erhöhen Ihre Chancen, Ihre Phalaenopsis wieder blühend zu sehen.
Nach jeder Blüte braucht die Pflanze eine Ruhephase, um neue Kräfte zu sammeln. Im Durchschnitt blüht eine gut gepflegte Orchidee einmal im Jahr erneut, unter idealen Bedingungen können manche jedoch zweimal blühen.
Was tun nach der Blüte?
Wenn die Blüten abfallen, sollten Sie zunächst den Blütenstiel untersuchen. Je nach Zustand kommen folgende Maßnahmen infrage:
- Wenn der Blütenstiel noch grün ist:
Sie können ihn leicht zurückschneiden, direkt über einem Knoten (einer kleinen Verdickung am Stängel). Das kann die Bildung eines neuen Blütentriebs anregen. Für die Pflanze kann diese Methode jedoch anstrengend sein, wenn sie nicht ausreichend ruhen konnte. - Wenn der Blütenstiel trocken und braun ist:
Schneiden Sie ihn an der Basis ab, da er keine Blüten mehr hervorbringen wird. So kann die Orchidee ihre Energie in Blätter, Wurzeln und die Bildung eines neuen Blütenstiels investieren.
Verwenden Sie in beiden Fällen eine saubere und desinfizierte Schere, um die Übertragung von Krankheiten zu vermeiden.
Befolgen Sie die in den vorherigen Kapiteln genannten Hinweise zu Licht, Gießen, Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht sowie Düngung, damit Ihre Orchidee viele Jahre lang erneut blüht.
Geduld und Beobachtung
Eine Phalaenopsis wieder zum Blühen zu bringen, erfordert Zeit und Aufmerksamkeit. Ein neuer Blütenstiel kann mehrere Wochen brauchen, bis er erscheint; bis sich die Blüten vollständig öffnen, vergehen anschließend etwa drei Monate.
Was, wenn sie nicht erneut blüht?
Wenn Ihre Orchidee nach mehreren Monaten keine Anzeichen einer Blüte zeigt:
- Stellen Sie sicher, dass sie ausreichend Licht erhält. Zu dunkles Laub kann auf Lichtmangel hinweisen.
- Versuchen Sie, einen stärkeren Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht zu schaffen, um die Blüte anzuregen.
- Prüfen Sie, ob das Substrat noch in gutem Zustand ist. Ist es verdichtet oder alt, kann ein Umtopfen erforderlich sein.

Die prächtige Blüte der Malayenblume
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