Nachthyazinthe: Pflanzen, Pflege und Ernte

Nachthyazinthe: Pflanzen, Pflege und Ernte

Apios americana im Gemüsegarten anbauen: altes, vergessenes Gemüse

Inhaltsverzeichnis

Apios americana (Amerikanische Erdbirne) ist Zierpflanze und Gemüse: Ihre Knollen schmecken wie Kartoffeln. Anbau, Pflege und Ernte im Überblick.

Winter, Frühling Schwierigkeit

Was genau ist der Knollen-Blauregen?

Apios americana. Der Name macht deutlich, dass diese Knollen-Erdbirne aus Mittelamerika stammt, genauer gesagt aus Mexiko und den Südstaaten der USA bis nach West-Colorado und Südkanada. Der Begriff Apios geht auf das Altgriechische zurück und bedeutet Birne – ganz einfach, weil ihre Knollen an Birnen erinnern. Die Knollen-Erdbirne ist also eine krautige, kletternde und mehrjährige Pflanze, die Ketten kleiner essbarer Knollen bildet, die besonders reich an Proteinen, Kohlenhydraten – vor allem Stärke – und Kalzium sind. Obwohl sie als vergessenes altes Gemüse gilt, wird diese Staude mit ihrem knolligen Wurzelstock wegen ihrer wertvollen Nährstoffe wiederentdeckt. Genau diese Nährstofffülle schätzten auch die amerikanischen Ureinwohner, die sie lange vor der Ankunft der ersten Siedler in der Neuen Welt verzehrten. Die Siedler orientierten sich an den Einheimischen, um sich in den Jahren nach ihrer Ankunft zu ernähren und zu überleben.

Schließen wir dieses Kapitel der Geschichte und wenden uns der krautigen Pflanze zu, die das Interesse von Permakultur-Anhängern weckt. Apios americana ist eine schnell wachsende Kletterpflanze, die lange windende Lianen bildet. Diese äußerst wuchsfreudigen Lianen können sich über 2 bis 4 m ausbreiten und nutzen jede mögliche Rankhilfe: Zaun, Rankgitter, Pergola oder sogar Stamm und Äste eines Baumes, an denen sie emporwachsen. So können Sie ihre ganze Schönheit genießen. Denn die Knollen-Erdbirne ist nicht nur essbar, sondern mit ihren Blüten und ihrem Laub auch eine dekorative Pflanze.

Je nach Klima ist das Laub immergrün oder sommergrün. Unter unseren klimatischen Bedingungen ist es jedoch sommergrün. Im Herbst trocknen die Lianen ein, und der oberirdische Teil der Pflanze verschwindet, um im Frühjahr wieder auszutreiben. Die Blätter sind dick, wechselständig und gefiedert, mit 5 bis 7 lanzettlichen Fiederblättchen. Auf der Oberseite leuchtend grün, erscheinen sie auf der Unterseite leicht blaugrün. Eine helle Mittelrippe durchzieht sie.

Die für Schmetterlingsblütler typische Blütezeit reicht von Juni bis September, allgemein sogar von Mai bis Oktober. Die Knollen-Erdbirne blüht in einfachen Trauben (Traubenzusammensetzungen) mit leicht hakenförmigen, erbsenartigen Blüten in Farbtönen zwischen Rosa, Mauve und Purpur. Die Blütenknospen sind milchig weiß. Staubblätter, Antheren und Kelch sind hellgrün. Die duftenden, nektarreichen Blüten locken Bienen, Hummeln und einige Schmetterlinge an. Nach den Schmetterlingsblüten erscheinen in mildem und warmem Klima lange essbare Schoten. Ihnen verdankt die Knollen-Erdbirne ihre Bezeichnungen Wilde Bohne, Kartoffelbohne oder Erdbirne.

glycine tubéreuse (Apios americana)

Blüte der Knollen-Erdbirne

Doch vor allem wegen ihrer Knollen wird die Knollen-Erdbirne in unseren Breiten angebaut! Dank ihres Nährwerts wecken die Knollen großes Interesse und sind Gegenstand medizinischer Studien. Der einzige Nachteil ist die Geduld, die man bis zur Ernte braucht. Es dauert mindestens 2 Jahre, eher 3 bis 4 Jahre, bis die Knollen verzehrt werden können. Sobald sie gut eingewachsen ist, kann sich diese Knollen-Erdbirne zudem als etwas invasiv erweisen.

Bei Permakultur-Gärtnern sehr beliebt, ist die Knollen-Erdbirne auch für den Boden wertvoll. Wie alle Schmetterlingsblütler besitzen ihre Knollen Knöllchen, die Luftstickstoff binden und wieder an den Boden abgeben können. Dieser Stickstoff reichert den Boden an und kann von anderen Pflanzen genutzt werden.

Blauregen-Nachthyazinthe pflanzen

Wie bei der Kartoffel wird auch bei der Amerikanischen Erdbirne eine Knolle gepflanzt. Die Knollen werden in der Regel im Frühjahr zwischen März und Mai gepflanzt, sobald keine Fröste mehr drohen. Der Boden muss ausreichend erwärmt sein, damit die Knollen gepflanzt werden können.

Die Pflanzung erfolgt in einem leichten, nährstoffreichen und eher frischen Boden. Die Amerikanische Erdbirne verträgt sogar sehr feuchte Böden, da sie in ihrer natürlichen Umgebung Überschwemmungen problemlos übersteht. Nicht selten wächst sie an Flussufern. In jedem Fall erleichtert ein lockerer, wenig verdichteter Boden die Ernte der Knollen. Die Bodenart ist ihr weitgehend gleichgültig, solange er nicht zu sauer ist.

Als Standort empfiehlt sich ein sonniger Platz. Die Amerikanische Erdbirne wächst jedoch auch im Halbschatten.

Wie pflanzt man die Knollen ins Freiland?

  • Den Boden auf etwa 10 cm Tiefe mit der Hacke lockern und dabei Unkraut sowie Steine entfernen
  • Den Boden mit Kompost oder gut verrottetem Mist anreichern
  • Den Boden harken und Erdklumpen zerkrümeln, um ihn zu lockern, aufzulockern und zu verfeinern
  • 5 bis 10 cm tiefe Pflanzlöcher im Abstand von 1 m ausheben und die Knollen hineinlegen
  • Eine stabile Rankhilfe für die windenden Triebe vorsehen, etwa ein Rankgitter an einer Mauer, eine Pergola oder ein Tipi inmitten des Gemüsegartens …
  • Mit Erde bedecken und leicht andrücken
  • Reichlich gießen.

    Amerikanische Erdbirne (Apios americana)

    Die Knollen der Amerikanischen Erdbirne liegen oft direkt unter der Bodenoberfläche (©Gilles Ayotte Wikipédia)

Die jungen Triebe erscheinen im Juni. Ihr Wachstum ist im Frühjahr eher langsam, beschleunigt sich danach jedoch.

In Regionen mit kühlerem Klima, in denen sich der Boden im Frühjahr langsamer erwärmt, können die Knollen in Anzuchttöpfen mit leichter Blumenerde vorgezogen werden. Die Anzuchttöpfe werden unter einem Frühbeetkasten aufbewahrt und die Keimlinge im April oder Mai ins Freiland gepflanzt. Dazu ein zwei- bis dreimal so großes Pflanzloch wie der Wurzelballen ausheben und mit feiner Erde auffüllen.

Die Aussaat von Samen der Amerikanischen Erdbirne ist möglich, allerdings müssen Sie mindestens 2 bis 3 Jahre warten, bis sich die ersten Knollen bilden.

Knollen-Blauregen pflegen

UNach dem Einpflanzen benötigen die Knollen des Knollen-Blauregens keine aufwendige Pflege. Einige wenige Handgriffe genügen, um gute Wachstumsbedingungen zu erhalten:

  • Bringen Sie um die jungen Keimlinge eine dicke Schicht guten Mulchs aus Pflanzenresten aus dem Häckseln von Strauch- oder Baum-Rückschnitt oder aus BRF (zerkleinertes Zweigholz) aus. Eine 10 cm dicke Schicht hält die Feuchtigkeit und erleichtert die Ernte der Knollen zum richtigen Zeitpunkt. Die Pflanzenreste bilden außerdem eine Barriere gegen Nacktschnecken und Schnecken, die junge Triebe des Knollen-Blauregens besonders gern fressen. Um diese Barriere zu verstärken, können Sie Kaffeesatz oder Asche um den Mulch streuen, denn Schnecken sind hartnäckig und hungrig. Weitere Tipps gegen diese schleimigen Eindringlinge mit Ingrid.

    Knollen-Blauregen (Apios americana)

    Der Knollen-Blauregen hat windende Triebe

  • Gießen Sie in den ersten beiden Jahren bei großer Hitze, auch wenn sich der Knollen-Blauregen als recht trockenheitsverträglich erweist.
  • Geben Sie im Herbst Kompost. Verteilen Sie ihn einfach auf dem Boden und harken Sie die Erde ganz leicht auf, da die Knollen nur knapp unter der Bodenoberfläche wachsen.
  • Schneiden Sie das trockene Laub im Winter bodennah ab und bringen Sie einen guten Winterschutz aus Mulch auf (Laub, Rasenschnitt …), um die Knollen vor Kälte und Frost zu schützen. Sie können das trockene Laub auch stehen lassen, damit Insekten darin überwintern können.

Ernte und Lagerung von Knollen

Um Knollen des Knollen-Blauregens zu genießen, ist Geduld gefragt. Denn nach der Pflanzung dauert es 2 bis 3 Jahre, bis neue, große Knollen geerntet werden können, die in Ketten wachsen. Mit einer Grabegabel lässt sich die Knollenkette, die wenige Zentimeter unter der Erde liegt, einfach anheben.

Die Knollen können ab April geerntet werden, schmecken aber deutlich besser, wenn sie den ersten Frösten ausgesetzt waren. Sie werden daher vom Herbst bis zum Frühjahr geerntet, wenn das Laub verschwunden ist. Die Knollen sollten etwa die Größe einer mittelgroßen Kartoffel erreichen.

Knollen-Blauregen (Apios americana)

Die Knollen des Knollen-Blauregens (© Eric Toensmeier, Wikipedia)

Die Knollen des Knollen-Blauregens sind im Kühlschrank nur etwa eine Woche haltbar. Sie können auch in einem mit leicht feuchtem Sand gefüllten Silo im Keller gelagert werden. Frisch geerntet schmecken sie jedoch am besten.

Blauregen-Nachthyazinthe: vom Garten auf den Teller

Geschmacklich erinnern die Knollen der Amerikanischen Erdbirne an Kartoffel und Zier-Süßkartoffel, mit einem Hauch von Haselnuss und Erdnuss. Die Knollen des Blauregens schmecken ähnlich wie Kartoffeln, sind aber trockener, da sie mehr Stärke enthalten.

Geschält werden die Knollen gekocht oder gedämpft. Rechnen Sie mit einer etwas längeren Garzeit als bei Kartoffeln. Anschließend lassen sie sich als Gratin, Pommes, Chips oder Püree zubereiten, braten oder kalt im Salat verwenden.

glycine tubéreuse (Apios americana)

Knolle der Amerikanischen Erdbirne (©James St Jones Wikipedia)

Wenn Sie in einer Region mit langen, heißen Sommern leben, können Sie vielleicht auch die Samen wie Erbsen essen. Die Schoten werden im Spätsommer geerntet. Auch die Blüten sind roh im Salat essbar.

Mehrjähriges Gemüse entdecken

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