Permakultur: Werkzeuge für naturnahes Gärtnern

Permakultur: Werkzeuge für naturnahes Gärtnern

Unsere Auswahl wichtiger Werkzeuge für Permakultur im Garten

Inhaltsverzeichnis

Permakultur begeistert immer mehr Gärtner. Mit den richtigen Werkzeugen gelingt der umweltfreundliche Garten: Grabegabel, Rechen & Co. und ihre Verwendung.

Schwierigkeit

Grelinette: Unverzichtbar zum Bodenlockern

Wenn es ein unverzichtbares Werkzeug für einen Permakultur- (und meiner Meinung nach auch für einen traditionellen) Garten gibt, dann ist es diese hier: die Grabegabel! Sie wurde in den 1960er-Jahren von André Grelin erfunden und wird auch als Bio-Gabel oder Belüftungsgabel bezeichnet.

Die Grabegabel besteht aus einem oder zwei Stielen (aus Holz oder Metall) und einer Leiste mit mehreren gebogenen Stahlzinken. Sie ist in verschiedenen Größen (3, 4, 5 Zinken usw.) erhältlich. Wählen Sie sie passend zur Größe Ihres Gartens und Ihres Gemüsegartens, aber auch im Hinblick auf Gewicht und Handhabung. Für einen kleinen Gemüse- oder Ziergarten ist beispielsweise eine Grabegabel mit 3 oder 4 Zinken ideal; für einen großen Gemüsegarten empfiehlt sich eine Grabegabel mit 5 oder mehr Zinken.

Sie ist einfach zu verwenden: Drücken Sie sie mit den Füßen und dem Körpergewicht in den Boden und hebeln Sie ihn anschließend durch Ziehen der Stiele zu sich hin und/oder in die entgegengesetzte Richtung auf. So ersetzt sie die herkömmliche Gabel und ist leichter zu handhaben, da Arme und oberer Rücken weniger belastet werden.

Mit der Grabegabel lässt sich der Boden tiefgründig belüften und lockern, ohne ihn umzuwenden. So bleiben das Bodenleben und die Mikroorganismen erhalten. Die Grabegabel fördert dadurch die Biodiversität des Bodens und bewahrt seine natürliche Fruchtbarkeit. Ein auf diese Weise gelockerter Boden lässt sich außerdem deutlich leichter bearbeiten.

Für mich ist sie das Werkzeug für fast alle Arbeiten im Garten:

  • Sie möchten den Boden im Gemüsegarten vor dem Pflanzen lockern? Bearbeiten Sie einfach die gesamte Fläche mit der Grabegabel.
  • Sie möchten jäten? Ein- oder zweimal mit der Grabegabel lockern, und schon lassen sich die Unkrautbüschel mitsamt Wurzeln entfernen.
  • Sie möchten Kartoffeln und anderes knolliges Gemüse ernten? Stechen Sie die Grabegabel neben den Pflanzen in den Boden, bewegen Sie sie einige Male vor und zurück, und schon werden die Gemüse aus der Erde gehoben.
  • Sie möchten eine Staude oder einen Strauch pflanzen oder eine Pflanze umsetzen? Lockern Sie den Boden an der vorgesehenen Pflanzstelle. Anschließend lässt sich das Pflanzloch leichter ausheben.

Außerdem wachsen Pflanzen schneller an, wenn der Boden locker und aufgelockert ist und seine Mikroorganismen bewahrt hat. Ganz zu schweigen davon, dass sich die Regenwürmer und Ihr Rücken bedanken werden!

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Bio-Gabel

Eine große Bio-Gabel für einen großen Gemüsegarten

Grabegabel: ein Zusatzwerkzeug

Die Grabegabel ist kleiner als die Bodenlüftergabel und oft leichter. Sie ist vielseitig einsetzbar und in der Permakultur sehr nützlich. Sie besteht aus einem Holz- oder Metallstiel und vier Stahlzinken und ermöglicht zahlreiche Gartenarbeiten.

Stechen Sie die Grabegabel mit dem Fuß in den Boden. Heben und wenden Sie die Erde anschließend mit den Armen und dem Körpergewicht. So lässt sich auch schwerer, lehmiger Boden effizient bearbeiten.

Wie die Bodenlüftergabel ermöglicht die Grabegabel das Lockern des Bodens und Entfernen hartnäckiger Wurzeln sowie das Auflockern der Erde, ohne sie vollständig zu wenden. Dadurch schont sie das Bodenleben sowie unsere Freunde, die Regenwürmer. Dank ihrer geringen Größe lässt sie sich zwischen Gemüse einsetzen, beispielsweise zur Ernte von Lauch, Möhren und Kartoffeln, ohne benachbarte Pflanzen zu behindern. Sie eignet sich außerdem ideal zur Vorbereitung kleinster Beete vor dem Pflanzen, zum Transport von Heu oder Mist und zum Wenden des Komposts.

Wählen Sie eine Grabegabel aus robustem Stahl mit einem ergonomischen Holzstiel für lange Haltbarkeit und komfortable Nutzung.

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Grabegabel

Die Grabegabel

Der Rechen: ein klassisches, vielseitiges Werkzeug

Hier ein traditionelleres Werkzeug: der Rechen ! Klassisch, aber auch in der Permakultur unverzichtbar.

Mit dem Rechen lässt sich der Boden vor der Aussaat ebnen, die Erde lockern und von Rückständen (Steinen, Laub, Schnittgut usw.) befreien sowie Kompost verteilen und Mulch einarbeiten oder verteilen. Auch zur oberflächlichen Unkrautbekämpfung ist er nützlich und begrenzt die Ausbreitung unerwünschter Kräuter auf natürliche Weise. Durch leichtes Harken lüftet der Rechen die Erde und fördert das Eindringen von Luft und Wasser – gut für die Wurzeln der Pflanzen.

In der Permakultur werden außerdem häufig Hügelbeete angelegt, um die Drainage und Bodenfruchtbarkeit zu verbessern. Mit dem Rechen lassen sich diese Hügelbeete formen und glätten.

Für die richtige Wahl gilt: Verwenden Sie einen Rechen mit feinen Zinken für leichte Arbeiten und einen mit breiten Zinken für grobe Arbeiten, etwa an Hügelbeeten. Metallrechen mit Holzstiel sind langlebiger und für alle Bodenarten geeignet, auch für schwere Böden.

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Rechen

Pflanzkelle: kleine Löcher überall

Die Pflanzkelle ist ein kleines, sehr nützliches Handwerkzeug in der Permakultur, um Jungpflanzen und Aussaaten zu pflanzen, umzusetzen und zu verpflanzen. Sie besteht meist aus einem flachen, spitzen oder löffelförmigen Blatt.

Mit ihr gräbt man kleine Löcher (immer kleine Löcher, wie es im Lied heißt) im Gemüsegarten, im Ziergarten, in Töpfen, Beeten und an engen Stellen im Garten. Kurz gesagt: überall! Sie eignet sich auch zum Aufnehmen von gut gereiftem Kompost und manchmal zum Entfernen unerwünschter Wurzeln, die zwischen zwei Pflanzen feststecken. Man verwendet sie außerdem zum vorsichtigen Teilen von Stauden sowie von Pflanzen, die sich über Rhizome oder Ausläufer vermehren.

Da Permakultur oft eine dichte Bepflanzung und eine Vielfalt an Kulturen umfasst, ermöglicht dieses Werkzeug präzises und schonendes Arbeiten zwischen den Pflanzen.

Achten Sie bei der Wahl einer Pflanzkelle auf ein Modell mit Edelstahlblatt und Holzgriff, um eine längere Haltbarkeit zu gewährleisten. Meiden Sie Modelle aus Kunststoff (oder geben Sie sie den Kindern) sowie solche aus Discountern, die nicht lange halten.

Ingrids Tipp: Bevor ich mit der Pflanzkelle ein Loch in einer freien Fläche grabe, lockere ich den Boden mit meiner kleinen Grabegabel oder Spatengabel, um mir die Arbeit zu erleichtern.

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Pflanzkelle

Gartenschere: Rückschnitt und Pflege

Zu den unverzichtbaren Werkzeugen für die Gartenarbeit gehört die Gartenschere! Kompakt und handlich, eignet sich dieses Handwerkzeug zur Pflege Ihrer Pflanzen, zum Rückschnitt sowie zum präzisen Schneiden von Stängeln, dünnen Zweigen und verblühten Blüten.

Mit ihr lassen sich ganz einfach Sträucher und Kletterpflanzen zurückschneiden sowie Früchte, Kräuter und Gemüse ernten. Die Gartenschere sorgt für saubere Schnitte, ohne die Pflanzen zu beschädigen. Das erleichtert die Wundheilung und beugt Krankheiten vor. Außerdem lassen sich damit tote oder kranke Zweige sowie sich kreuzende Zweige entfernen, was die Gesundheit und das Wachstum der Pflanzen fördert.

Die Gartenschere wird auch zur Vermehrung durch Stecklinge oder zum Pfropfen Ihrer Pflanzen und Sträucher verwendet. Auch grüne und braune Gartenabfälle lassen sich damit in kleinere Stücke schneiden, wodurch ihre Zersetzung im Kompost oder als Mulch beschleunigt wird.

Achten Sie bei der Wahl einer Gartenschere auf Modelle mit Klingen aus rostfreiem Stahl, die besonders langlebig sind, sowie auf einen ergonomischen Griff für mehr Komfort bei der Verwendung. Wählen Sie am besten Gartenscheren mit Sicherheitsverschluss, damit sie sich in Ihrer Tasche oder Hand nicht versehentlich öffnen. Für dickere Zweige gibt es außerdem besser geeignete Astscheren.

Ingrids Tipp: Vergessen Sie nicht, Ihre Gartenschere zu desinfizieren, um die Übertragung von Krankheiten von einer Pflanze auf die andere zu verhindern. Ölen Sie die Klingen außerdem regelmäßig, um Rost vorzubeugen und einen sauberen Schnitt zu erhalten.

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Gartenschere

Gießkanne und Bewässerungssysteme

Zugegeben, das klingt selbstverständlich, aber wenn es im Permakultur-Garten etwas unbedingt braucht, dann ist es die gute alte Gießkanne! Sie ist nützlich, um Ihre Aussaat, jungen Bäume und Jungpflanzen reichlich zu gießen. Vor allem beim Pflanzen, während Hitzewellen oder bei ausbleibendem Regen. Die Gießkanne kann auch verwendet werden, um Komposttee oder andere Pflanzenjauchen und -brühen direkt auf den Boden rund um die Pflanzen auszubringen.

Wählen Sie ein Modell mit abnehmbarem Brausekopf und kleinen Löchern – ideal für die Aussaat. Am besten installieren Sie Regentonnen unter den Fallrohren Ihres Hauses. So vermeiden Sie die Verwendung von Trinkwasser.

Sie können auch Ollas einsetzen: Dabei handelt es sich um Tongefäße aus Terrakotta, die in den Boden eingegraben werden und das Wasser langsam direkt an die Wurzeln der Pflanzen abgeben. Dazu finden Sie auch das Tutorial von Marion: Eine Olla zur Gartenbewässerung selber bauen.

Weitere Möglichkeiten sind Gartenschläuche mit verstellbaren Düsen oder Tropfbewässerungssysteme. Letztere verringern die Wasserverschwendung, indem sie das Wasser direkt am Pflanzenansatz abgeben und so die Verdunstung minimieren.

Ingrids Tipp: Vergessen Sie nicht, den Boden rund um Ihre Pflanzen zu mulchen. So wird die Verdunstung des Regenwassers verlangsamt und der Boden bleibt länger feucht.

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Gießkanne

Und viele weitere

Auch wenn die wichtigsten Werkzeuge für die Permakultur genannt sind, gibt es viele weitere, die die Gartenarbeit erleichtern: Komposter, Spaten, Hacke, Unkrautmesser, Häufelhacke, Zwiebelpflanzer, Hippe und mehr. Was Sie brauchen, entscheiden Sie selbst.

Welche Werkzeuge sind für Sie in der Permakultur unverzichtbar? Schreiben Sie es in die Kommentare und begründen Sie Ihre Wahl.

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