Platycodon im Topf kultivieren?
Langblühende, sternförmige Staude: Pflanzung & Pflege
Inhaltsverzeichnis
Platycodon: Sommerblüher mit sternförmigen Blüten. Tipps zur Kultur im Topf, Pflege und Verwendung in Beet, Terrasse und Küche.
Welche Ballonblumen für den Topf?
Ballonblumen sind kompakt und werden zur Blüte meist nicht höher als 60 cm. Alle Sorten eignen sich daher für die Topfkultur.
Zur Auswahl stehen unter anderem:
- die Großblütige Ballonblume ‘Mariesii’ mit ihrer schönen, intensiv blauen Blüte;
- ‘Fuji White’ mit großen, strahlend weißen, sternförmigen Blüten;
- ‘Perlmutterschale’ mit zarten, hellrosa, perlmuttfarbenen Blüten;
- ‘Astra Blue’ mit violett geäderten, malvenblauen Blüten.

Ballonblume ‘Astra Blue’, ‘Fuji White’ und ‘Mariesii’
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Ballonblumen pflanzt man am besten im Frühjahr in Töpfe, zwischen Februar und April, sobald keine Spätfröste mehr drohen.
In Regionen mit milden Wintern (kurzen und wenig starken Frösten) kann die Pflanzung jedoch auch schon im Herbst, zwischen September und November, erfolgen.

Platycodon im Topf pflanzen
Der Pflanzbehälter
Die Ballonblume bildet fleischige, teils knollenartige Wurzeln, die viel Platz benötigen. Wählen Sie daher einen ausreichend tiefen und breiten Pflanzbehälter mit etwa 40 cm Durchmesser und Höhe.
Entscheiden Sie sich für einen Pflanzbehälter mit Abzugslöchern, damit Gieß- und Regenwasser ablaufen kann und sich nicht staut. Andernfalls könnte das Wurzelsystem faulen.
Bei den Materialien sind alle geeignet. Kunststoff gilt oft als weniger attraktiv, hat aber den Vorteil, die Feuchtigkeit besser zu halten. Terrakotta lässt das Substrat dank seiner porösen Struktur besser atmen, erfordert jedoch regelmäßigere Wassergaben.
Das Substrat
Ballonblumen wachsen in eher fruchtbaren, humusreichen Böden. Kalk wird vertragen. Diese Stauden benötigen jedoch unbedingt einen leichten, gut drainierten Boden, damit sich keine Staunässe bildet, insbesondere im Winter.
Sie können fertige Blumenerde verwenden, zum Beispiel für Balkonkästen und Töpfe oder für Beete. Wenn Sie Ihre Mischung lieber selbst herstellen, verwenden Sie:
- 2/3 hochwertige Pflanzerde oder nicht zu schwere Gartenerde (Lehmboden);
- 1/3 Flusssand oder drainierendes Material (Blähton, Perlite, Kiesel …);
- 1 bis 2 Handvoll reifen Kompost oder gut verrotteten Mist.
Ballonblume im Topf pflanzen
- Wässern Sie den Wurzelballen Ihrer Ballonblume eine halbe Stunde vor dem Pflanzen in einem mit zimmerwarmem Wasser gefüllten Gefäß, idealerweise mit Regenwasser. So lässt sich die Pflanze leichter aus ihrem Pflanzbehälter nehmen.
- Füllen Sie den Topfboden mit einer etwa 3 bis 5 cm dicken Drainageschicht. Verwenden Sie Kiesel, Tonscherben oder Blähton.
- Geben Sie Substrat hinein, bis die halbe Höhe des Pflanzbehälters erreicht ist.
- Nehmen Sie die Ballonblume aus dem Topf und setzen Sie sie in den neuen Pflanzbehälter. Füllen Sie mit Substrat auf, bis der Wurzelballen gut bedeckt ist. Wenn Sie mehrere Ballonblumen pflanzen, halten Sie etwa 30 cm Abstand ein.
- Drücken Sie das Substrat mit den Fingern rund um den Wurzelballen an, um Lufteinschlüsse zu entfernen.
- Gießen Sie reichlich.
- Bringen Sie eine organische Mulchschicht aus Stroh, Heu, Laub, Holzhäckseln oder Pflanzenhülsen aus. Sie verringert die Verdunstung des Gießwassers.

Der Standort
Ballonblumen mögen Sonne, bevorzugen in den wärmsten Regionen jedoch einen halbschattigen Standort. Pralle Sonne am Mittag oder am späten Nachmittag bekommt ihnen nicht gut.
Vermeiden Sie sehr windige Standorte, da der Wind die Blütenstiele beschädigen und die Blüte beeinträchtigen kann.
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Ballonblumen sind leicht zu kultivieren und pflegeleicht. Sie brauchen jedoch etwas Geduld, da es sich um langsam einwachsende Stauden handelt, die zunächst ihr Wurzelsystem entwickeln, bevor sie blühen. Auch wenn die Pflanze im Frühjahr etwas spät austreibt, besteht kein Grund zur Sorge: Sie gehört zu den eher spät austreibenden Stauden und startet erst etwa im Mai.
Bewässerung
Ballonblumen bevorzugen frische Böden, die niemals vollständig austrocknen. Unter diesen Bedingungen kommen sie gut mit heißen Sommern zurecht. Gießen Sie daher, sobald die Erde an der Oberfläche nicht mehr feucht ist. Bei der Kultur im Topf muss regelmäßiger gegossen werden, da Wasser dort schneller verdunstet als im Freiland.
Im Frühjahr und Herbst reicht in der Regel eine Bewässerung alle 10 bis 15 Tage. Im Sommer sollten Sie je nach Wetterbedingungen eher ein- bis zweimal pro Woche gießen.
Sie können einen Untersetzer verwenden oder die Ballonblume in einen Übertopf stellen. Achten Sie jedoch darauf, überschüssiges Gieß- oder Regenwasser nach etwa 30 Minuten zu entfernen.
Im Winter verträgt die Ballonblume keine Staunässe. Lassen Sie sie in feuchten Regionen daher nicht an einem regengeschützten Standort stehen und reduzieren Sie das Gießen auf ein Minimum – nur wenn die Erde in den ersten Zentimetern trocken ist.
Düngung
Ballonblumen sind recht nährstoffhungrig und schätzen humusreiche Böden für eine üppige Blüte. Im Topf gilt dies umso mehr, da Nährstoffe dort schneller verschwinden als im Freiland.
Im Frühjahr können Sie Dünger ausbringen, um die Blüte anzuregen. Zur Wahl stehen Flüssigdünger, die mit dem Gießwasser verdünnt werden (schnelle Wirkung, während der Wachstumszeit regelmäßig zu wiederholen), oder feste Dünger, die in die Erde eingearbeitet werden (weniger intensiv, dafür länger wirksam).
Wählen Sie in jedem Fall kaliumreiche Dünger mit wenig Stickstoff, damit sich nicht auf Kosten der Blüten zu viel Laub entwickelt. Im Herbst können Sie außerdem eine Handvoll gut reifen Kompost oder Mist ausbringen und vorsichtig durch flaches Einharken in die oberste Substratschicht einarbeiten.

Großblütige Ballonblume und Lobelie im Pflanzkasten
Rückschnitt
Während der Wachstumszeit beschränkt sich der Rückschnitt auf das Entfernen verblühter Blüten, um die Bildung neuer Knospen anzuregen. Lassen Sie jedoch einige Blüten stehen, wenn Sie Samen für die Aussaat im nächsten Jahr gewinnen möchten.
Im Herbst, am Ende der Blüte, schneiden Sie die letzten Blütenstängel ab. Sie können die Staude auch bodennah zurückschneiden oder bis zum Beginn des Frühjahrs stehen lassen, um zusätzlichen Winterschutz zu bieten.
Verwenden Sie stets zuvor mit Alkohol desinfizierte Schnittwerkzeuge, um das Risiko einer möglichen Krankheitsübertragung zu verringern.
Krankheiten und Schädlinge
Ballonblumen sind gegenüber Krankheiten recht widerstandsfähig.
Im Frühjahr können sich gefräßige Schnecken jedoch über das junge Laub hermachen. Unsere Tipps zur Bekämpfung finden Sie im Artikel Schnecken: 7 wirksame und natürliche Methoden zur Bekämpfung. Dort finden Sie verschiedene Lösungen – je nach persönlicher Einstellung tödliche oder schonende –, damit die Schnecken Ihre Ballonblumen nicht auffressen: Fallen, Schneckenkorn, Abwehrmittel, Absammeln und mehr.
Umtopfen
Ist die Ballonblume einmal eingewachsen, mag sie es nicht besonders, bewegt, verpflanzt oder umgetopft zu werden. Beschränken Sie sich daher auf einen Bodenaustausch, also das Ersetzen der obersten Erdschicht durch frische Blumenerde.
Vermehrung
Die Ballonblume kann durch Teilung vermehrt werden, doch dieser Eingriff ist riskant. Wie bereits erwähnt, mag diese Staude es nicht, gestört zu werden. Teilen Sie daher nur eine ältere Pflanze, die kaum noch blüht. Nehmen Sie dazu den Wurzelballen möglichst vorsichtig aus dem Topf und trennen Sie Teilstücke mit bereits vorhandenen Wurzeln ab. Setzen Sie diese rasch in neue Gefäße, damit sie nicht austrocknen. Gießen Sie in den ersten Wochen des Anwachsens reichlich, vermeiden Sie jedoch stets Staunässe.
Die Ballonblume lässt sich auch durch Aussaat vermehren.
Überwinterung
Die Ballonblume ist keine Zimmerpflanze: Sie kann den Winter problemlos im Freien verbringen. Sie ist sehr winterhart und verträgt tatsächlich Fröste unter -25 °C, sodass sie auch in unseren kältesten Regionen kultiviert werden kann.
Das Laub wird einziehen, doch die Wurzeln haben Reserven gebildet, damit die Pflanze im Frühjahr wieder kräftig austreibt.
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