Rosenkäfer- oder Maikäferlarven: Unterschiede?

Rosenkäfer- oder Maikäferlarven: Unterschiede?

Wie lassen sie sich leicht unterscheiden?

Inhaltsverzeichnis

Boden im Garten steckt voller Leben. Große Larven sind nicht immer Schädlinge: Rosenkäfer- und Maikäferlarven erkennen und unterscheiden.

Schwierigkeit

Rosenkäfer und Maikäfer: zwei Käferverwandte

Goldkäfer und Maikäfer sind Käfer aus der großen Familie der Blatthornkäfer. Es gibt Hunderte Arten von Goldkäfern und Maikäfern, doch bei uns sind vor allem der Goldkäfer und der Gemeine Maikäfer verbreitet. Die erwachsenen Tiere unterscheiden sich grundlegend und sind kaum zu verwechseln. Lernen wir sie kennen und erfahren, wie sie leben.

Der Goldkäfer, auch „Rosenkäfer“ genannt

Der Goldkäfer (Cetonia aurata) ist eine Käferart, die häufig auf Blüten zu sehen ist, besonders im Inneren von Rosen- oder Heckenrosenblüten. Er sucht jedoch auch die Blütenstände anderer Sträucher und krautiger Pflanzen auf, etwa von Flieder, Feuerdorn, Liguster, Holunder und Weißdorn sowie von Disteln und Doldenblütlern. Auch ein Sonnenbad liebt er!

Sein schöner Panzer fällt sofort ins Auge. Goldkäfer sind 15 bis 20 mm lang und tragen ein prächtiges, metallisch grünes Kleid mit leicht weiß gefleckten Flügeldecken. Männchen und Weibchen sehen sich sehr ähnlich und paaren sich meist zwischen April und Mai.

Die Eiablage erfolgt im Mai und Juni in Pflanzenresten, und die Larven schlüpfen schon bald. Sie durchlaufen mehrere Entwicklungsstadien und benötigen zwei bis drei Jahre bis zum Erwachsenenalter. Dann beginnt der Kreislauf von vorn.

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Der Goldkäfer besitzt einen metallisch grünen Panzer

Mehr erfahren: Goldkäfer: Alles über diesen großen Gartenkäfer

Der Gemeine Maikäfer, ein wieder häufiger Insekt

Es gab eine Zeit, in der systematisch durchgeführte Bekämpfungsaktionen, treffend „Maikäferbekämpfung“ genannt, stattfanden. Damals waren Maikäfer sehr zahlreich. Insektizide dezimierten die Population des Gemeinen Maikäfers (Melolontha melolontha) jedoch fast vollständig. Trotzdem hört man sie in der Abenddämmerung noch fliegen …

Der Maikäfer ist ein 25 bis 30 mm langer Käfer mit mahagonifarbenen Flügeldecken. Außerdem besitzt er gefiederte Fühler, die sich fächerförmig ausbreiten. Im Frühjahr werden nach der Paarung die Eier in 10 bis 15 cm Tiefe in lockeren Boden gelegt. Zwischen Ende Juni und Anfang Juli schlüpfen die Larven, bewegen sich fort und fressen, was sie erreichen können – also Wurzeln. Es folgen drei Jahre, in denen sie im Boden überwintern und sich ernähren. Daher richten sie im Gemüsegarten Schäden an …

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Der Gemeine Maikäfer ist an seinen mahagonifarbenen Flügeldecken zu erkennen

Mehr erfahren: Maikäfer: Erkennen, Schäden und Bekämpfung

Rosenkäferlarven und Engerlinge: nützlich oder schädlich

Wie bereits erwähnt, liebt der Goldglänzende Rosenkäfer Blüten. Zwar kann er einige Blütenblätter oder Staubblätter anknabbern. Doch wenn er von einer Blüte zur nächsten fliegt, sorgt er zugleich für die Kreuzbestäubung der Sorten. Nicht immer besonders behutsam, aber ein paar Ausrutscher kann man ihm verzeihen!

Die Larve gilt als saproxylophag, das heißt, sie ernährt sich von pflanzlichen Abfällen wie Wurzelstöcken und hohlen Bäumen, Totholz sowie Kompost, dessen Zersetzung sie beschleunigt. Die Larven des Goldglänzenden Rosenkäfers fressen besonders gern die zersetzten Bestandteile des Komposts, da diese sehr nährstoffreich sind – im Gegensatz zu Totholz. Sie sind daher äußerst nützlich und sollten unbedingt geschützt werden. Wird Kompost zur Anreicherung des Bodens im Garten oder Gemüsebeet oder auch von Kübeln und Töpfen entnommen, kann eine Rosenkäferlarve mit umgesiedelt werden. Setzen Sie sie vorsichtig zurück in den Kompost, denn im Boden oder schlimmstenfalls in einem Topf würde sie nicht überleben.

Schutz des Goldglänzenden Rosenkäfers

Der Goldglänzende Rosenkäfer gilt als Bestäuber

Der Maikäfer gilt vor allem im Larvenstadium als Schädling. Während seines kurzen Erwachsenenlebens nagt er jedoch an Blättern und Knospen von Bäumen wie Eiche, Ahorn, Rotbuche, Esskastanie, Rosskastanie und Obstbäumen … Außerdem ist er eine beliebte Beute für Igel, Kröten, Fledermäuse und manche Vögel.

Gärtner fürchten jedoch vor allem die Maikäferlarven, die sich von den Wurzeln aller Pflanzen ernähren – von Zierpflanzen über Rasen bis hin zu Gemüse im Garten. Befallene Pflanzen sterben schließlich ab. Die Larven werden beim Herbstumgraben oft in den drei Jahren nach der Eiablage entdeckt.

Wie lassen sie sich sicher unterscheiden?

Wenn Sie beim Umgraben des Bodens auf einen dieser „dicken weißen Würmer“ stoßen, ist es entscheidend, die nützlichen Larven des Goldglänzenden Rosenkäfers von den schädlichen Engerlingen des Maikäfers zu unterscheiden. Einige Merkmale helfen dabei, kurz zusammengefasst: „Kleiner Kopf und dicker Hinterleib – Rosenkäfer. Großer Kopf und kleiner Hinterleib – Maikäfer!“

Hier die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale:

  • Die Engerlinge des Maikäfers haben einen großen Kopf mit kräftigen Mandibeln, während der Kopf der Rosenkäferlarve kleiner ist.
  • Der Hinterleib des Maikäferengerlings ist schmaler als der Kopf, der der Rosenkäferlarve dagegen dicker.
  • Maikäferengerlinge sind weißlich bis gelblich gefärbt, Rosenkäferlarven eher gräulich.
  • Die Larve des Maikäfers hat eine glatte Epidermis, die der Rosenkäferlarve ist behaart und mit struppigen Haaren besetzt.
  • Maikäferengerlinge besitzen gut sichtbare Beine, während die Beine der Rosenkäferlarve weniger ausgeprägt sind.
  • Maikäferengerlinge bewegen sich auf der Seite fort, Rosenkäferlarven auf dem Rücken.
  • Unterschiede zwischen Maikäferengerling und Rosenkäferlarve

    Links der Maikäferengerling mit sichtbaren Beinen und Mandibeln, rechts die leicht behaarte Rosenkäferlarve

Engerlinge loswerden?

Obwohl sie zur Nahrungskette gehören, können Engerlinge Schäden anrichten, wenn sie sich im Gemüsegarten stark vermehren (ich habe es selbst erlebt!). Mit einigen einfachen Maßnahmen werden Sie sie los:

  • Den Boden im Herbst 25 bis 30 cm tief umgraben. Diese Methode ist nicht ideal, da sie die Bodenstruktur stört, aber relativ wirksam. Beim Umgraben sind Hühner wertvolle Helfer, denn sie lieben die dicken weißen Engerlinge.
  • Den Boden im Frühjahr regelmäßig hacken, wenn die Engerlinge zur Nahrungssuche nach oben kommen.
  • Natürliche Fressfeinde des Engerlings fördern, etwa Amsel und Igel.

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Unterschiede zwischen den Larven von Rosenkäfern und Maikäfern