Stamm- oder Trauerrose: Was ist das?
Architektonische Formen verstehen und nutzen
Inhaltsverzeichnis
Stamm- und Hochstammrosen entstehen durch ungewöhnliche Pfropfung am Stamm. Kugelige oder hängende Wuchsformen setzen elegante Akzente im Garten.
Was ist das?
Rosenvielfalt: Stamm- und Hochstammrosen entstehen durch Pfropfen auf einen Stamm. Stammrosen blühen oft einzeln, Hochstammrosen bilden Blütenkaskaden.
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Bei Rosen ist die Unterlage entscheidend: Sie bestimmt die Eigenschaften für Verankerung und Lebensdauer im Boden: Wurzelbildung, Verträglichkeit mit dem Bodentyp (alkalisch, neutral oder sauer), Wasserbedarf, Lebensdauer, Winterhärte usw.
Stammrosen und Hochstammrosen entstehen durch das Pfropfen einer bestimmten Rosensorte auf einen etwa 1,10 m hohen Stamm der Hunds-Rose (Rosa canina).
Diese Unterlage (meist Rosa canina ‘Pfänder’, seltener Rosa canina ‘Polmeriana’ oder ‘Laxa’) hat mehrere Vorteile: Sie ermöglicht es der veredelten Rose, auf allen Bodentypen, auch auf kalkhaltigem Boden, zu gedeihen. Außerdem sorgt sie für eine lange Lebensdauer sowie eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Trockenheit und Kälte.

Die Hunds-Rose oder Rosa canina, eine wüchsige Rose für das Pfropfen
Das Edelreis, also die oben auf den Hauptstamm gepfropfte Rose, wird nach den gewünschten Eigenschaften für den oberirdischen Teil ausgewählt: Blütenfarbe, Blütenfülle, Wuchsform, früher Blühbeginn, Blütengröße, Duft, Nachblüte, Laubfarbe, Krankheitsresistenz usw. Bei Stamm- und Hochstammrosen ist die Blütenfülle eines der wichtigsten Kriterien bei der Sortenwahl.
Stammrosen tragen das Edelreis einer buschig wachsenden Rose mit aufrechtem Wuchs, wodurch sie eine kompakte, oft kugelige Wuchsform erhalten. Hochstammrosen tragen dagegen das Edelreis einer Rose mit biegsamen Trieben, die ihnen eine lockere, überhängende Wuchsform verleihen: Dabei handelt es sich häufig um Kletterrosen.
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Oft in Schlossgärten oder repräsentativen Gärten wegen ihres edlen, kostbaren Aussehens anzutreffen, können Stammrosen und Trauerrosen auch im eigenen Garten ganz unterschiedliche Bereiche schmücken: den Hausbereich, wo sie einen Eingang einrahmen oder zu zweit den Zugang zu einem Hauseingang markieren, Pflanzgefäße, große Töpfe oder Orangeriekübel, in denen sie eine Terrasse oder einen Balkon verschönern, einen kleinen umfriedeten Garten und sogar einen klassischen Gemüsegarten, in dem ihre aufrechte Wuchsform Anmut und Höhe verleiht.
Am besten kommen sie als Solitär zur Geltung, auf einer Rasenfläche, in einem Rosengarten oder in einem kleinen Beet, dem sie Volumen verleihen. Wählen Sie eine Halbstammrose, wenn Sie einen kleinen Balkon oder wenig Platz haben. Sie wird wunderschön aussehen und dem Wind weniger Angriffsfläche bieten als eine höhere Rose.
Diese kleinen Bäumchen auf Stamm werden wegen ihres hohen Zierwerts und ihrer Blickfangwirkung verwendet: Nutzen Sie sie nicht für Blumensträuße, denn ihre üppige Blüte und ihre theatralische Wuchsform machen ihren ganzen Reiz aus!

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