Stauden stützen?
Technik und Tipps
Inhaltsverzeichnis
Viele Stauden brauchen Halt: Dahlie, Grindkraut und Päonie. Tipps zum Stützen, zur Technik und zur Wahl passender Pflanzenstützen für Beet und Garten.
Pflanzstütze oder nichts!
Man unterscheidet zwei Arten von Stauden, die gestützt werden sollten:
- wenig oder nicht verholzende Kletterpflanzen, die von Natur aus lange Lianen oder Triebe von bis zu 2 Metern bilden oder keine Haftwurzeln oder Ranken besitzen, mit denen sie sich selbstständig an einer Stütze festhalten können.
- Der Falsche Jasmin bringt mit seinen Farben sommerliche Terrassen zum Leuchten. Diese windende Liane wird oft im Topf kultiviert und schätzt eine Stütze, an der sie ihre üppige Wuchsform optimal entfalten kann! Eine weitere frostempfindliche Staude, die ebenfalls im Topf kultiviert wird, ist die Aubergine. Sie benötigt unter diesen Bedingungen eine Stütze, die wie ein echtes Rückgrat ihre langen, blühenden Triebe den ganzen Sommer über trägt.
- Jasminarten wie der Chinesische Sternjasmin, eine lange Liane ohne Haftorgane, brauchen in den ersten Jahren eine Stütze, die ihnen hilft, zum Beispiel an einer Mauer entlanggeführt zu werden.
- Bestimmte kletternde und krautige Waldreben besitzen ebenfalls keine Haftorgane. Eine stabile Stütze erleichtert ihnen das Anwachsen, indem sie die Triebe an einer Rankhilfe entlangführt, an der sie harmonisch emporwachsen können.
- Auch die biegsamen Triebe der Passionsblumen sollten bei der Pflanzung gestützt werden: Obwohl sie sich mit Ranken festhalten können, sind diese Lianen sehr starkwüchsig und erreichen bis zu 8 m Höhe. Für ein gesundes Wachstum benötigen sie langfristig eine stabile Rankhilfe, etwa an einer Pergola oder einem Rankgitter.
- Auch eine Kletterhortensie profitiert zu Beginn ihres Wachstums von einer Stütze.
- krautige Stauden mit üppigen Blüten und zahlreichen, aber zarten Trieben: Diese Pflanzenart benötigt eine wirksame Stütze, damit die empfindlichen Triebe unter der reichen Frühjahrs- oder Sommerblüte nicht umknicken. Gut platzierte Stützen sorgen auch nach starken Winden oder heftigen Regenfällen für ein ansprechendes Bild im Beet:
- Die Dahlien mit ihren spektakulären Blüten stehen im Spätsommer in voller Pracht und brechen unter der üppigen, unermüdlich nachgebildeten Blütenfülle zusammen. Ihr hohler Stängel ist unter dem Gewicht der zahlreichen Blütenstände tatsächlich sehr empfindlich – sie müssen unbedingt gestützt werden!
- Päonien und Stauden mit stark überhängender Wuchsform sollten gestützt werden, um ihre elegante Blüte zur Geltung zu bringen. Ihre Blüten sind zu schwer, und ihre Triebe zu zart, um sie zu tragen.
- Das schnelle Wachstum mancher Pflanzen kann dazu führen, dass sie unter ihrem eigenen Gewicht umfallen. Dazu gehören Pflanzen mit dünnen Trieben und großen Blütenständen wie Rittersporn, Grindkraut und Astern. Die Triebe des Rittersporns sind besonders brüchig und können bei starken Windböen brechen. Bei solchen Stauden empfiehlt sich der „Chelsea Chop“, eine Rückschnittmethode, die den Stützbedarf verringert, die Pflanzen verzweigt und die Blütezeit verlängert.
- Auch bestimmte Zwiebelstauden wie Montbretien wirken mit einer leichten Stütze ansprechender.
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Wann und wie anbinden?
Stauden bei Pflanzung oder Austrieb stützen: Wurzeln schonen, Stützen tief setzen, locker anbinden. Ideal: später Frühling. Vor dem Winter desinfizieren.
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Stützen ist gut, unauffälliges Stützen ist besser! Eine gute Pflanzenstütze fügt sich in die Vegetation ein, gibt der Staude den nötigen Halt und fällt im Beet kaum auf. Der aktuelle Trend setzt auf natürliche Materialien und Farben.
Form, Größe und Material sollten nicht nur auf Wuchsform und Platzbedarf der Pflanze abgestimmt sein, sondern auch auf Ihre Vorlieben bei der Gartengestaltung und auf den Stil Ihres Gartens. Wer gerne handwerklich arbeitet, kann sich an selbst gefertigten Pflanzenstützen versuchen. So lässt sich beispielsweise mit wenig Aufwand witterungsbeständiges Holz wie Esskastanie verwenden, wenn Sie gerade Zweige auswählen – einfach ist das allerdings nicht immer. Eine große Auswahl an Pflanzenstützen ist in unserem Shop erhältlich.
Ein authentischer Stil
Setzen Sie auf natürliche Materialien wie Bambusstäbe. Sie sind sehr stabil, haben eine sehr gute Lebensdauer von 3 bis 4 Jahren und sorgen in naturnahen Gärten für einen schönen Stil. Bambusstäbe sind in vielen Höhen erhältlich und lassen sich im Garten oder auf der Terrasse einsetzen. Wählt man eher kurze Stäbe und verwendet mehrere davon, können sie eine ausladende Staude umgeben.
Stützen aus Kokosfaser gehören ebenfalls zu den Pflanzenstützen, die nach dem Einsetzen kaum auffallen: Sie eignen sich besonders für Topfkulturen und Kletterpflanzen und wirken zugleich natürlich und exotisch.
Vielseitige Pflanzenstützen
Gitter- und Ringstützen aus Stahl eignen sich besonders für üppige Horste von Dahlien oder Päonien. Sie halten den Horst aufrecht wachsender Pflanzen dezent zusammen. Wer handwerklich geschickt ist, kann sie selbst anfertigen. In modernen Gärten sind sie vielseitig einsetzbar.
Pflanzenringe sind für alle krautigen Stauden geeignet, die einzeln oder in Gruppen gepflanzt werden und sich so stark entwickeln, dass eine breite Stütze nötig ist, um die gesamte Pflanze zusammenzuhalten. Diese Ringe entwickeln durch die Witterung eine schöne Rostpatina und passen besonders gut in einen Bauerngarten.
Die Leiterstützen aus grünem Kunststoff sind dagegen für kleine Kletterpflanzen in Töpfen auf dem Balkon oder der Terrasse geeignet (Falscher Jasmin, Schwarzäugige Susanne).
Schließlich gibt es hübsche, kunstvoll gefertigte Stahlstützen, die mit der Zeit eine schöne Patina entwickeln: Im Garten zeigen sie sich stolz, statt sich zu verstecken!
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