Strauch zurückschneiden?

Strauch zurückschneiden?

Strauch schneiden, verjüngen und auffrischen

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 15. Oktober 2025  durch François 5 min.

Rückschnitt von Sträuchern: Mit der Zeit blühen manche weniger und bilden Totholz. So verjüngen Sie sie mit passendem Werkzeug und fördern üppige Blüten.

Winter Schwierigkeit

Warum einen Strauch zurückschneiden?

Gehölze blühen mit den Jahren weniger und verlieren ihre Form. Ein radikaler Rückschnitt verjüngt sie, fördert neue Triebe sowie eine dichtere, üppigere Blüte.

Welche Pflanzen sind betroffen?

Wir können sie in zwei Hauptkategorien einteilen:

Sträucher

Bei den sogenannten akrotonen Sträuchern werden die Knospen an den oberen Pflanzenteilen bevorzugt versorgt, sodass der Strauch eher in die Höhe wächst. Je nach Art ist dieses Phänomen mehr oder weniger ausgeprägt.

Er besitzt einen oder mehrere Leittriebe, die vom Wurzelstock ausgehen.

Zu dieser Kategorie gehören Hartriegel, kleine Weiden, Weißdorn, Kamelien, Liguster, Schneeball, Berberitzen, Sommerflieder, Forsythien, Weigelien, Pfeifensträucher, Orangenblumen

Bei diesen größeren Sträuchern erfolgt ein starker Rückschnitt, wenn die Pflanze zu groß, unansehnlich und wenig blühfreudig wird.

Sträuchlein

Sträuchlein sind kleinwüchsige Sträucher ohne Hauptstamm, die nicht höher als 4 m werden. Sie sind „basiton“: Die Knospen an der Pflanzenbasis werden stärker mit Pflanzensaft versorgt, wodurch die Pflanze eine buschige Wuchsform entwickelt.

Diese kleinen holzigen Pflanzen sind von Natur aus dicht verzweigt und besitzen an ihrer Basis zahlreiche mehr oder weniger zarte Verzweigungen.

Sträuchlein, die für einen starken Rückschnitt geeignet sind, sind vor allem aromatische Pflanzen wie Lavendel, Blaurauten, Strauch-Salbei und Ysop. Auch einige Arten von Spiersträuchern, Bartblumen oder sogar Englischer Heide können stark zurückgeschnitten werden. Auch Fuchsien, Leycesterien, wenig kräftiger Sommerflieder, Hartheu, Zierquitten, Blut-Johannisbeeren, Schneebeeren, Hortensien, Zwergmispeln und andere Apfelrosen können auf diese Weise zurückgeschnitten werden.

Beerensträucher wie Schwarze Johannisbeeren und Johannisbeeren können ebenfalls stark zurückgeschnitten werden, wenn ihr Holz überaltert ist.

Sträucher wie Orangenblume oder Liguster, aber auch Sträuchlein wie Blauraute und Englische Heide eignen sich gut für einen starken Rückschnitt

Benötigtes Material

Stellen Sie zunächst folgende Werkzeuge bereit:

  • Eine Gartenschere (desinfiziert und gut geschärft)
  • Eine Säge, darunter eine japanische mit gebogenem Sägeblatt
  • Ein gutes Paar Handschuhe für dornige Arten
  • Einen Astschneider

Prüfen Sie den Zustand Ihrer Werkzeuge und schärfen und desinfizieren Sie sie gründlich. So erzielen Sie einen sauberen Schnitt und verringern das Infektionsrisiko. Mehr dazu finden Sie in unserem Ratgeber: Gartenwerkzeuge reinigen, pflegen und schützen.

Sträucher zurückschneiden: wann und wie?

Strauch auf den Stock setzen

Konkret bedeutet dies bei Sträuchern, die wichtigsten tragenden Äste oder den Stamm bis auf den Wurzelstock zurückzuschneiden.

In der Regel lassen wir 10 bis 15 cm der Hauptäste über dem Boden stehen; es ist jedoch auch möglich, den Stamm direkt am Wurzelstock abzuschneiden. Haselnuss, Weißdorn, Hartriegel, Flieder, Holunder und viele andere Sträucher treiben nach diesem starken Rückschnitt wieder kräftig aus. Zahlreiche unter der Rinde ruhende Knospen brechen durch und bilden neue, kräftige Triebe.

Um den Strauch nicht unnötig zu schädigen und zu schwächen, setzen Sie ihn am besten während der Vegetationsruhe (von Oktober bis März) auf den Stock. Der Rückschnitt kann jedoch auch nach der Frühjahrsblüte erfolgen. Vermeiden Sie in jedem Fall den Rückschnitt bei Frost oder großer Hitze.

Passen Sie das Schneidewerkzeug an den Durchmesser des Astes oder Stammes an. Für dickere Äste verwenden Sie eine Säge. Schneiden Sie immer schräg, damit das Wasser von der Schnittwunde ablaufen kann. Um ein Einreißen der Rinde bis zum Wurzelstock zu verhindern, sägen Sie stets einige Zentimeter unterhalb des eigentlichen Schnitts ein. Der Sägeschnitt muss selbstverständlich auf der Seite liegen, in deren Richtung der Ast fallen soll.

Strauch zurückschneiden

Niedrig austreibende, buschig wachsende Sträucher können entweder nach der Blüte oder am Ende des Winters zurückgeschnitten werden. Mit einer Gartenschere oder Astschere schneiden Sie die Zweige an ihrer Basis zurück und lassen einige Knospen für den Neuaustrieb stehen. Als Faustregel gilt: Lassen Sie 5 bis 10 cm der Zweige über dem Boden stehen. Der Strauch treibt mit dieser Methode problemlos wieder aus.

Beerensträucher wie Johannisbeere oder Schwarze Johannisbeere werden ebenso behandelt: Schneiden Sie drei Jahre alte und ältere Zweige direkt über dem Boden ab, um diese Sträucher zu kräftigem Neuaustrieb anzuregen.

Hier wurde ein Cornus mit dekorativen Zweigen auf den Stock gesetzt

Bedenken Sie, dass viele Sträucher nur an Zweigen blühen, die in der vorherigen Saison entwickelt wurden. Beim starken Rückschnitt bestimmter Arten müssen Sie daher mindestens ein Jahr warten, bevor sie erneut blühen.

Schließlich profitieren einige Sträucher davon, jedes Jahr auf Blütenhöhe zurückgeschnitten zu werden. Dazu gehören Caryopteris, Perovskia und Buschmalven.

Andere Rückschnittmethode

Rückschnitt über 3 Jahre: Jährlich älteste Zweige schneiden, höchstens ein Drittel. So bleibt der Strauch blühend und regeneriert sich ohne kahle Lücke.

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