Warum blüht meine Waldrebe nicht?
Waldrebe zum Blühen bringen: Tipps
Inhaltsverzeichnis
Die Vielfalt der Waldreben begeistert mit Farben, Blütenformen und Eleganz. Warum blühen sie manchmal kaum? Tipps für üppige Blüte im Garten und Topf!
Besondere Ansprüche der Waldrebe an Standort und Pflege
Ob immergrüne oder sommergrüne Waldrebe: Beachten Sie ihre Kulturansprüche. Blüht sie schlecht, liegt es oft an ungeeignetem Standort, Rückschnitt oder Boden. Es gibt über 300 Arten von Südeuropa bis China sowie zahlreiche Sorten. Grundsätzlich gedeihen und blühen sie gut unter folgenden Bedingungen:
- Boden: stets gut drainierend, frisch und reich an organischer Substanz. Waldreben vertragen weder Trockenheit noch Staunässe im Winter.
- Standort: Kletternde Waldreben brauchen einen sonnigen Standort mit viel Licht für die Blüten, während Wurzeln und Stängelbasis im Schatten bleiben sollten. Schützen Sie den Fuß der Pflanze daher meist durch niedrige Begleitpflanzen. Die meisten Waldreben können nach Süden oder Westen gepflanzt werden. Italienische Waldreben gedeihen auch im Halbschatten, der ihre Blüte nicht beeinträchtigt.

Waldreben brauchen einen besonderen Standort und stets drainierenden Boden
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Waldreben: Pflanzen, Rückschnitt und PflegeHauptgründe, warum die Waldrebe nicht blüht
Wenn Ihre Waldrebe nach diesen für sie besonders wichtigen Kriterien richtig gepflanzt ist und ihr Laub sowie ihr Gesamterscheinungsbild gesund wirken, lässt sich das Ausbleiben der Blüte meist auf folgende Ursachen zurückführen:
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Rückschnitt zum falschen Zeitpunkt
Der Grund, warum eine Waldrebe nicht blüht, liegt sehr häufig im Rückschnitt, der vor ihrer Blütezeit durchgeführt wurde, und insbesondere im Zeitpunkt des Rückschnitts. Um dies zu verstehen, muss man sich die Rückschnittzeiten der Waldreben genauer ansehen: Diese Kletterpflanzen werden in drei Gruppen eingeteilt, die jeweils ihre eigenen Besonderheiten haben:
- Waldreben, die am vorjährigen Holz blühen (Gruppe 1): Dazu gehören früh blühende Waldreben, die bereits im zeitigen Frühjahr zwischen März und Anfang Mai blühen (etwa Clematis montana, Clematis alpina, macropetala und immergrüne Waldreben wie Clematis armandii). Sie tragen Hunderte kleiner Blüten: Schneiden Sie sie direkt nach der Blüte zurück.
- Waldreben, die sowohl am vorjährigen Holz als auch an den diesjährigen Trieben blühen (Gruppe 2): Dazu gehören großblumige Waldreben mit zwei Blütezeiten: im Frühjahr (Mai bis Juni) und von Spätsommer bis Ende September. Die erste Blüte entsteht am vorjährigen Holz, die zweite an den Frühjahrstrieben. Der Rückschnitt ist daher schwieriger, da die verschiedenen Triebe erkannt werden müssen. Im Allgemeinen empfiehlt sich daher ein sehr leichter Rückschnitt im zeitigen Frühjahr, damit diese gestaffelte Blüte nicht beeinträchtigt wird.
- Waldreben, die an den diesjährigen Trieben blühen (Gruppe 3): Auch dies sind großblumige Waldreben, die jedoch nur einmal, dafür sehr lang im Sommer von Ende Juni bis Ende September blühen. Sie werden im Spätwinter stark zurückgeschnitten und haben bis zum Sommer genügend Zeit, blühende Triebe zu bilden. Zu dieser Gruppe gehören unter anderem Clematis ‘Jackmanii’ und Italienische Waldreben.
Der Rückschnitt einer Waldrebe zum falschen Zeitpunkt kann also eine blütenlose Saison zur Folge haben. Daher ist es besonders wichtig, die Sorte und die Blühweise einer Waldrebe zu kennen, um den richtigen Rückschnittzeitpunkt zu bestimmen.
→ Mehr über die verschiedenen Rückschnitttechniken bei Waldreben erfahren Sie hier: Rückschnitt sommerblühender Waldreben, Wie schneidet und pflegt man Waldreben? und Was im Winter zurückschneiden?

Ein Rückschnitt zum falschen Zeitpunkt beeinträchtigt häufig die Blüte einer Waldrebe.
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Der falsche Standort
Das Sprichwort für Waldreben kennt man gut: „Die Füße im Schatten, der Kopf in der Sonne“. Waldreben sind Kletterpflanzen, die für eine üppige Blüte Sonne benötigen, während der Fußbereich schattig bleiben sollte. Daher empfiehlt es sich, Stauden oder Bodendecker mit flach ausgebreiteten Wurzeln zu ihren Füßen zu pflanzen, die für den wohltuenden Schatten sorgen.
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Die Pflanzung
Auch die Pflanzweise kann sich auf die Blühfreudigkeit einer Waldrebe auswirken. Dazu eine Erklärung: Es wird immer empfohlen, eine Waldrebe mit dem Wurzelballen waagerecht zu pflanzen, und das hat seinen Grund. So kann die Pflanze mehr Triebe bilden, wenn sie schräg gepflanzt wird. Mit mehr als einem Haupttrieb erhält man folglich auch mehr Blüten!

Eine schräg gepflanzte Waldrebe bildet mehr Triebe und somit mehr Blüten.
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Schlechte Bodenqualität
Vielleicht steht Ihre blühunwillige Waldrebe in einem Boden, der nicht zu ihr passt. Alle Waldreben benötigen einen gut durchlässigen, zugleich frischen (daher der schattige Fußbereich) und lockeren Boden. Staunässe und durchnässte Böden vertragen sie nicht; hier muss für eine sehr gute Drainage gesorgt werden. Umgekehrt beeinträchtigen ein zu nährstoffarmer oder zu saurer Boden die Blüte.
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Probleme bei der Bewässerung
Zu häufiges Gießen schadet der Waldrebe, da sie übermäßige Feuchtigkeit im Wurzelbereich nicht verträgt. In den ersten beiden Jahren benötigt eine Waldrebe regelmäßige Wassergaben. Steht sie jedoch in einem geeigneten Boden, kommt sie normalerweise ohne zusätzliches Gießen aus. Bei Trockenheit braucht sie Wasser, andernfalls kann die Blüte plötzlich ausbleiben. Eine Waldrebe, die am Fuß eines Baumes wächst, benötigt ebenfalls etwas mehr Wasser, da der Boden dort trockener ist.
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Krankheiten oder Parasiten
Schließlich können Waldreben, auch wenn dies selten vorkommt, von einem Pilz befallen werden. Dieses Problem ist vor allem als Welkekrankheit der Waldreben bekannt und wird durch Ascochyta clematidina verursacht. In diesem speziellen Fall verkümmert jedoch die gesamte Pflanze plötzlich und verfärbt sich entlang der Triebe und an den Blättern kurz vor der Blüte vollständig schwarz. Anhand einer Sichtprüfung lässt sich leicht feststellen, ob dieser Pilz die Ursache ist. Ein Rückschnitt der befallenen Triebe oder, bei einem umfassenden Befall der Waldrebe, der Zweige bis zu einer Stelle oberhalb der Wurzeln, an der keine Nekrose mehr sichtbar ist, ermöglicht die Bildung neuer Triebe.
Waldrebe: Tipps für mehr Blüten
Aufgrund der verschiedenen Gründe, die wir gerade erläutert haben, geben wir Ihnen einige praktische Tipps für eine üppige Blüte Ihrer Waldreben:
- Schneiden Sie unbedingt zum richtigen Zeitpunkt – je nach Waldrebenart. Das garantiert eine üppige Blüte, besonders bei älteren Pflanzen.
- Um bei einer frisch gepflanzten Waldrebe mehrere Triebe aus der Basis zu fördern, schneiden Sie sie am Ende des folgenden Winters 30 cm über dem Boden zurück. Sie wird dadurch blühfreudiger und kräftiger.
- Pflegen Sie den Boden, indem Sie jedes Frühjahr gut verrotteten Mist oder Kompost ausbringen. Sie können im Frühjahr und Sommer auch einen phosphor- und kaliumreichen Dünger verwenden.
- Mulchen Sie den Fuß, wenn Sie dort noch keine mehrjährigen Pflanzen gesetzt haben. Alternativ können Sie einen großen, mit Mulch gefüllten Ziegel auflegen (damit nicht das Gegenteil eintritt: Überhitzung!). So bleiben Boden und Wurzeln der Waldrebe kühl und feucht.
- Gießen Sie die Pflanze regelmäßig, aber nicht zu viel, damit sie gesund wächst und besser blüht.

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