Kammmarante: pflanzen, pflegen
Inhaltsverzeichnis
Kammmarante kurz erklärt
- Dekoratives Laub mit eleganten Mustern und oft purpurroter Unterseite
- Buschige Wuchsform mit schlanken Trieben und raffinierter Tropennote
- Benötigt Wärme, Feuchtigkeit und mäßiges Licht ohne direkte Sonne
- Ideal für ein helles Wohnzimmer oder feuchtes Badezimmer
- Für erfahrene Pflanzenliebhaber: aufmerksame Pflege fördert üppiges Wachstum
Das Wort unserer Expertin
Die Kammmarante ist eine tropische Zimmerpflanze mit immergrünem, dekorativem Laub, die wegen der eleganten Muster und kontrastreichen Farbtöne auf ihren Blättern oft „Pfauenpflanze“ genannt wird. Bei Einbruch der Nacht richten sich die Blätter leicht auf, bevor sie sich morgens wieder öffnen – ein zartes Phänomen, das ihren lebendigen, exotischen Charakter unterstreicht.
Die aus den tropischen Wäldern Südamerikas stammende Kammmarante gehört zur Familie der Marantengewächse, ebenso wie Korbmarante und Pfeilwurz, mit denen sie manchmal verwechselt wird. Mit ihrem spektakulären Laub und ihrer eleganten Wuchsform bringt die Kammmarante einen Hauch tropischer Raffinesse in jedes Zuhause und passt ebenso gut zu modernen Einrichtungen wie zu einem Boho-Ambiente.
Die anspruchsvolle Kammmarante benötigt ein drainierendes Substrat, mäßiges Gießen und eine feuchte Umgebung, um gut zu gedeihen. Für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit sind regelmäßige Sprühungen unerlässlich. Da sie empfindlich auf Zugluft und zu trockene Luft reagiert, sollte sie vor direkter Sonne geschützt an einem mäßig hellen Standort stehen.
Für Pflanzenliebhaber mit etwas Erfahrung geeignet, belohnt sie aufmerksame Pflege mit üppigem, bezauberndem Grün. Lassen Sie sich von ihrem dekorativen Laub und ihrer eleganten Erscheinung begeistern!

Borstige Kammmarante im Freien in einem botanischen Garten kultiviert
Botanisch
Steckbrief
- Lateinischer Name Ctenanthe
- Familie Marantaceae
- Gebräuchlicher Name Ctenanthe, Pfauenpflanze
- Blüte selten im Zimmer
- Height im Zimmer 50 cm bis 1 m
- Exposition je nach Sorte mittleres bis helles, indirektes Licht
- Art des Bodens leicht, drainierend und nährstoffreich
- Winterhärte nicht frosthart
Die Ctenanthe gehört zur Familie der Marantengewächse, zu der tropische Pflanzen zählen, die für ihr dekoratives Laub und ihre Fähigkeit geschätzt werden, ihre Blätter im Tagesverlauf leicht zu bewegen. Der Gattungsname leitet sich vom griechischen Wort ktenos für „Kamm“ ab und bezieht sich auf die deutlich ausgeprägten parallelen Blattadern, die an die Zähne eines Kamms erinnern. Wegen der eleganten Muster auf den Blättern, die an das Gefieder eines Pfaus erinnern, wird sie manchmal „Pfauenpflanze“ genannt. Hinzu kommt ihre leichte nyktinastische Bewegung: Obwohl sie weniger ausgeprägt ist als bei der Korbmarante, ändert ihr Laub je nach Lichteinfall häufig seine Ausrichtung.

Ctenanthe setosa, botanische Tafel um 1830
Die Ctenanthe wird übrigens oft mit zwei anderen Arten verwechselt, mit der Pfeilwurz und der Korbmarante. Obwohl sie zur selben Familie gehören, unterscheiden sie sich deutlich, insbesondere in ihrer Wuchsform. Die Pfeilwurz wächst bodennah und bildet im Zimmer eine überhängende Pflanze, während die Korbmarante Blätter an kurzen Stängeln entwickelt und dadurch kompakter wirkt. Die Ctenanthe besitzt dagegen längere, schlanke Stängel, die nach oben wachsen, während die Blätter an den Seiten elegant herabhängen. Diese Merkmale erleichtern die Unterscheidung, auch wenn die Pflanzen ähnliche Ansprüche an Kultur und Pflege haben.
In ihrer natürlichen Umgebung wächst die Ctenanthe im Unterwuchs tropischer Wälder Südamerikas, insbesondere in Brasilien. Sie gedeiht im Schatten der Bäume in einer warmen, feuchten und leicht gedämpften Umgebung. Dadurch eignet sie sich ideal für unsere Wohnräume oder Wintergärten, wo sie ähnliche Bedingungen wie an ihrem ursprünglichen Standort vorfindet.
Die Gattung Ctenanthe umfasst etwa 15 bis 20 Arten, von denen einige besonders beliebte Zimmerpflanzen sind:
- Ctenanthe burle-marxii: längliche Blätter mit grünen und grauen Winkeln, sehr dekorativ.
- Ctenanthe oppenheimiana: große, grün und creme panaschierte Blätter mit purpurroter Unterseite – ideal für eine üppige Wirkung.
- Ctenanthe setosa: lanzettliches, dunkelgrünes Laub mit silbrigen Reflexen und purpurroter Unterseite, das eine elegante Note verleiht.
- Ctenanthe lubbersiana: grün-gelb marmoriertes Laub mit einem leuchtenden, ungewöhnlichen Kontrast.
Die wichtigsten Kultivare stammen von diesen Arten ab. Ctenanthe burle-marxii ‘Amagris’ ist eine zartere, silbrige Variante von Ctenanthe burle-marxii und eignet sich ideal, um einen Innenraum aufzuhellen. Außerdem gehört sie zu den pflegeleichtesten Sorten! Ctenanthe oppenheimiana ‘Tricolor’ wiederum ist wegen ihrer spektakulären Mischung aus Grün, Weiß und Rosa sehr beliebt.

Ctenanthe setosa ‘Grey Star’, Ctenanthe lubbersiana (© Maja Dumat) und rechts Ctenanthe burle-marxii (© Leonora Enking)
Die Ctenanthe ist eine krautige, mehrjährige Pflanze mit buschiger und leicht ausgebreiteter Wuchsform. Dank ihrer kurzen und teilweise kriechenden Stängel bildet sie breite, dichte Horste. Ihr Wachstum ist relativ langsam, aber regelmäßig. Aufgrund ihrer rhizomatösen Entwicklung breitet sie sich stärker in die Breite als in die Höhe aus. Ihr Wurzelsystem besteht aus fleischigen Rhizomen, die ihr die Bildung neuer Triebe und eine allmähliche Ausbreitung ermöglichen. Dadurch wird das Laub zunehmend dichter. Im Zimmer erreicht sie je nach Art und Kulturbedingungen meist eine Höhe von 50 cm bis 1 m und wird ebenso breit oder sogar breiter.
Ihr Laub ist das auffälligste und dekorativste Merkmal. Die Blätter stehen wechselständig an langen, schlanken Blattstielen und sind immergrün sowie elliptisch bis lanzettlich geformt. Ihre biegsame, leicht dicke Struktur verleiht ihnen ein etwas ledriges Aussehen. Die Blattspreite zeigt eine sehr ausgeprägte parallele Blattaderung, die für die Familie der Marantengewächse charakteristisch ist, mit einer markanten Mittelader und deutlich sichtbaren Nebenadern, die über die gesamte Blattlänge verlaufen. Je nach Art und Kultivar weist die Oberseite verschiedene Grüntöne von Hellgrün bis Dunkelgrün auf, oft ergänzt durch kontrastreiche Muster in Form von Winkeln, Streifen, Marmorierungen oder silbrigen, gelben und cremefarbenen Panaschierungen. Die meist purpur- bis violett gefärbte Unterseite bildet einen schönen Kontrast, wenn sich die Blätter im Tagesverlauf durch die für Marantengewächse typische Nyktinastie leicht bewegen.
Die Blüte der Ctenanthe ist unauffällig und im Zimmer selten, in ihrer natürlichen Umgebung dagegen häufiger. Die kleinen Blüten stehen in end- oder achselständigen Blütenständen. Sie erscheinen zwischen grünlichen oder gelblichen Hochblättern und sind weißlich bis cremefarben, manchmal leicht violett getönt. Im Vergleich zum Laub ist ihr Zierwert begrenzt. Die Fruchtbildung ist in Kultur außergewöhnlich und findet hauptsächlich am ursprünglichen Standort statt. Dabei entstehen kleine, trockene Kapseln mit Samen, die durch Wind oder Tiere verbreitet werden.

Blüte von Ctenanthe dasycarpa (© Dick Culbert-Flickr)
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Kammmarante als Zimmerpflanze
Wo steht eine Kammmarante am besten?
Die aus den tropischen Wäldern Südamerikas, vor allem Brasiliens, stammende Kammmarante ist an konstante Wärme und hohe Luftfeuchtigkeit gewöhnt. Diese Herkunft erklärt ihre Kälteempfindlichkeit, die den Anbau im Freien in gemäßigtem Klima unmöglich macht. Da die Kammmarante frostempfindlich ist, wird sie in unseren Breiten ausschließlich als Zimmerpflanze kultiviert. So lassen sich die Feuchtigkeit des Substrats besser kontrollieren und ganzjährig optimale Bedingungen schaffen.
Daher kann diese Pflanze recht anspruchsvoll sein, denn sie benötigt genaue Bedingungen, um gut zu gedeihen. Vorsicht vor kalter Zugluft: Sie darf niemals Temperaturen unter 15 °C ausgesetzt werden.
Wie alle Pflanzen ihrer Familie benötigt sie wenig Licht, also indirekte Beleuchtung, sowie eine feuchte Umgebung. Andernfalls können sich die Spitzen und Ränder ihrer Blätter braun färben. Der Standort sollte ohne direkte Sonne sein, da diese die empfindlichen Blätter verbrennen kann. Sie bevorzugt gedämpftes Licht, ähnlich dem, das durch das Kronendach des Dschungels gefiltert wird. Ideal ist ein Platz an einem Ost- oder Nordfenster oder hinter einem Vorhang bei Süd- oder Westausrichtung, um zu starke Helligkeit zu vermeiden. Einige Sorten bevorzugen jedoch helleres, indirektes Licht.
In der Wohnung steht sie am besten in hellen Räumen mit über 60 % Luftfeuchtigkeit (etwa 60–80 %), etwa in einem hellen Badezimmer oder einer Küche. Wohnzimmer oder Wintergarten eignen sich ebenfalls, sofern die Luftfeuchtigkeit ausreichend hoch bleibt. Trockene Wärmequellen wie Heizkörper sollten gemieden werden, da sie zum Austrocknen der Blätter führen können.
Die ideale Temperatur liegt zwischen 18 und 26 °C – Bedingungen wie in ihrer Heimat. Temperaturen unter 15 °C verträgt sie schlecht. Bei über 26 °C kann sie leiden, wenn die Luft zu trocken ist. Eine stabile Umgebung ohne starke Schwankungen ist entscheidend für gesundes Laub.

Ctenanthe Oppenheimiana
Wann die Kammmarante pflanzen?
Das Pflanzen oder Umtopfen erfolgt am besten im Frühjahr, zwischen März und Mai, wenn die Pflanze wieder kräftig wächst. So kann sie sich gut im neuen Substrat einwurzeln. Sie kann jedoch das ganze Jahr über gepflanzt werden, sofern Zeiten mit starker Kälte oder großer Hitze vermieden werden.
Wie die Kammmarante pflanzen?
Welches Substrat?
Die Kammmarante benötigt ein leichtes, drainierendes und nährstoffreiches Substrat, das die Bedingungen des tropischen Waldbodens nachahmt. Eine ausgewogene Mischung verhindert Staunässe und hält zugleich ausreichend Feuchtigkeit. Ideal ist folgende Zusammensetzung:
- 60 % Blumenerde für Grünpflanzen oder für Zimmerpflanzen: liefert wichtige Nährstoffe und speichert die für das Wurzelwachstum nötige Feuchtigkeit.
- 20 % Perlite oder grober Sand: verbessert die Drainage, verhindert Bodenverdichtung und sorgt für eine gute Belüftung der Wurzeln.
- 20 % Kokosfasern: lockern das Substrat, speichern Wasser ohne Staunässe und fördern die Wurzelbildung.
Im Topf pflanzen:
- Einen Kunststoff- oder Keramiktopf mit Abzugsloch wählen, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann.
- Eine Schicht Blähton oder Kies auf den Topfboden geben, damit das Wasser gut abfließt.
- Die Kammmarante vorsichtig in die Topfmitte setzen. Dabei den Hals, also die Stängelbasis, nicht zu tief eingraben.
- Substrat um die Wurzeln geben, leicht andrücken und mit zimmerwarmem, kalkarmem Wasser angießen, ohne das Substrat zu vernässen.
- Den Topf auf eine mit feuchtem Blähton gefüllte Schale stellen oder die Blätter regelmäßig besprühen, um die Bedingungen ihrer natürlichen Umgebung nachzuahmen.

Ctenanthe burle-marxii ‘Amagris’
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Die Familie der Marantengewächse, zu der die Kammmarante gehört, gilt in der Zimmerkultur als anspruchsvoll und launisch. Diese tropischen Pflanzen benötigen eine hohe Luftfeuchtigkeit, kalkarmes Wasser und ein genau abgestimmtes Gießen, damit die Blätter nicht austrocknen und die Wurzeln nicht faulen. Obwohl die Kammmarante als toleranter als die Korbmarante oder die Pfeilwurz gilt, reagiert sie empfindlich auf die Pflegebedingungen: Zu trockene Luft lässt die Blattspitzen braun werden, und zu direkte Sonne kann die Blätter verbrennen. Die Pflanze reagiert schnell auf Pflegefehler, was sie für Gartenanfänger anspruchsvoll machen kann. Mit einigen einfachen Regeln passt sie sich jedoch gut an das Leben im Haus an.
Gießen: wie und wie oft?
Die Kammmarante bevorzugt ein stets leicht feuchtes Substrat, jedoch ohne Staunässe, da ihre Wurzeln leicht faulen. Lassen Sie die Erde zwischen den Wassergaben gut abtrocknen. Gießen Sie mäßig und regelmäßig, abhängig von der Jahreszeit:
- Im Frühling und Sommer gießen Sie 2- bis 3-mal pro Woche, sobald die Oberfläche der Blumenerde abzutrocknen beginnt.
- Im Herbst und Winter reduzieren Sie die Häufigkeit auf einmal pro Woche oder seltener und lassen das Substrat zwischen den Wassergaben leicht antrocknen.
Verwenden Sie möglichst kalkarmes Wasser mit Zimmertemperatur, etwa Regen- oder gefiltertes Wasser, um weiße Ablagerungen auf den Blättern zu vermeiden. Gießen Sie direkt auf das Substrat, ohne das Laub übermäßig zu benetzen, um das Risiko von Pilzkrankheiten zu verringern.
Besprühen
Die Kammmarante benötigt eine hohe Luftfeuchtigkeit, damit ihr Laub gesund bleibt und die Blattränder nicht austrocknen. Besprühen ist eine gute Möglichkeit, die natürlichen Bedingungen nachzuahmen, besonders im Winter, wenn die Luft trockener wird. Besprühen Sie die Pflanze zwei- bis dreimal pro Woche mit kalkarmem Wasser, am besten morgens, um weiße Flecken und Krankheiten zu vermeiden. Verwenden Sie eine Feinsprühflasche und richten Sie den Sprühnebel auf die Blattunterseiten. Die Luftfeuchtigkeit lässt sich auch erhöhen, indem Sie den Topf auf ein mit feuchten Tongranulatkugeln gefülltes Tablett stellen.
→ Mehr dazu im Beitrag Zimmerpflanzen besprühen.

Besprühen Sie Ihre Pflanze, besonders bei zu trockener Luft
Düngen: welcher Dünger und wie oft?
Die Kammmarante benötigt Nährstoffe, um ihr Wachstum zu fördern und die Leuchtkraft ihres Laubs zu erhalten.
- Im Frühling und Sommer geben Sie Flüssigdünger für Grünpflanzen alle zwei bis drei Wochen und verdünnen ihn auf die Hälfte, um einen Überschuss an Mineralsalzen zu vermeiden.
- Im Herbst und Winter stellen Sie das Düngen ein oder vergrößern Sie die Abstände, da die Pflanze in die Ruhephase eintritt und ihr Wachstum sich verlangsamt.
Pflege des Laubs
Die Kammmarante benötigt keinen regelmäßigen Rückschnitt, doch ein wenig Pflege sorgt für ein ansprechendes Erscheinungsbild. Dazu genügt es:
- Vergilbte, beschädigte oder trockene Blätter zu entfernen, um die Bildung neuer Triebe anzuregen.
- Die Form der Pflanze auszugleichen, indem Sie zu stark wachsende oder verkahlende Triebe entfernen.
Verwenden Sie eine scharfe, desinfizierte Schere, um die Übertragung von Krankheiten zu verhindern.
Umtopfen: wann und wie?
Umtopfen ist alle 2 bis 3 Jahre unverzichtbar, am besten im Frühling, sobald die Pflanze Anzeichen von Platzmangel zeigt (an der Oberfläche sichtbare oder aus dem Topf wachsende Wurzeln).
- Wählen Sie einen etwas größeren Topf mit guter Drainage.
- Ersetzen Sie das Substrat durch eine frische, lockere Mischung aus Blumenerde, Perlite und Kokosfasern.
- Behandeln Sie die Wurzeln vorsichtig, damit sie nicht beschädigt werden.
Gießen Sie nach dem Umtopfen leicht und sorgen Sie für eine feuchte Umgebung, damit sich die Pflanze gut anpasst.
→ Mehr dazu im Beitrag Zimmerpflanzen umtopfen.
Mögliche Schädlinge und Krankheiten der Kammmarante
Obwohl die Kammmarante relativ robust ist, kann sie von bestimmten Parasiten befallen werden und bei falschen Kulturbedingungen Krankheiten entwickeln. Regelmäßige Kontrollen und die richtige Pflege helfen, diese Probleme zu vermeiden und die Schönheit ihres Laubs zu erhalten.
Die häufigsten Parasiten
- Spinnmilben: Diese kleinen Milben treten auf, wenn die Luft zu trocken ist. Ein allmähliches Vergilben der Blätter und feine Gespinste unter dem Laub weisen auf einen Befall hin. Um sie zu beseitigen, muss die Luftfeuchtigkeit erhöht werden, indem die Pflanze regelmäßig besprüht wird. Falls nötig, kann ein natürliches Akarizid wie verdünnte Schmierseife eingesetzt werden.
- Wollläuse: Sie zeigen sich durch kleine watteartige Ansammlungen am Blattansatz oder an den Stängeln. Eine Behandlung mit einem in 70-prozentigem Alkohol getränkten Wattestäbchen oder einer Mischung aus Seifenwasser und Neemöl kann ausreichen, um sie zu entfernen.
- Blattläuse : In Innenräumen sind sie seltener, können aber dennoch auftreten und die Pflanze durch das Saugen an ihrem Pflanzensaft schwächen. Das Besprühen mit Seifenwasser hilft, sie einzudämmen.
Häufige Krankheiten
- Wurzelfäule: Sie tritt bei zu viel Wasser und unzureichender Drainage auf. Die Wurzeln werden schwarz und weich, während die Pflanze schnell verkümmert. Um dies zu vermeiden, verwenden Sie stets ein gut drainierendes Substrat und lassen Sie kein Wasser im Untersetzer stehen. Bei einem Befall ist Umtopfen mit Entfernen der beschädigten Wurzeln notwendig.
- Braune Flecken auf den Blättern: Sie werden häufig durch einen zu sonnigen Standort oder das Gießen mit kalkhaltigem Wasser verursacht. Es empfiehlt sich, das Gießwasser zu filtern und direkte Mittagssonne zu vermeiden.
- Eingerollte oder welke Blätter: Dieses Symptom kann auf zu geringe Luftfeuchtigkeit oder Wasserstress hindeuten. Erhöhen Sie dann die Häufigkeit des Gießens und besprühen Sie das Laub, um die Luftfeuchtigkeit wieder zu verbessern.
→ Lesen Sie für weitere Informationen unseren Artikel: “Krankheiten und Parasiten der Kammmarante: unsere Tipps“.

Braun werdende oder austrocknende Blätter sollten Sie zum Handeln veranlassen
Kammmarante vermehren
Die Kammmarante lässt sich leicht durch Teilung vermehren – eine einfache und wirksame Methode, um schnell neue, gut bewurzelte Pflanzen zu erhalten. Stecklinge aus Stängeln zu ziehen, ist schwieriger und wird selten praktiziert, da die Pflanze ihre neuen Triebe hauptsächlich aus den Rhizomen bildet.
Teilung des Wurzelstocks (einfachste und wirksamste Methode)
Bei dieser Methode wird ein Teil der Mutterpflanze in mehrere Stücke mit Wurzeln und Trieben geteilt. Dies erfolgt im Frühjahr, beispielsweise beim Umtopfen, wenn die Pflanze wieder kräftig wächst.
Schritte zur Vermehrung durch Teilung:
- Die Pflanze vorsichtig aus dem Topf nehmen.
- Die Erde behutsam um die Wurzeln entfernen, damit die Rhizome besser sichtbar werden.
- Den Wurzelballen in mehrere Teilstücke teilen. Dabei darauf achten, dass jedes Stück Wurzeln und einige Triebe besitzt. Falls nötig, ein sauberes, scharfes Messer verwenden.
- Jedes Teilstück sofort in einen Topf mit leichtem, drainierendem Substrat pflanzen.
- Leicht gießen und für eine feuchte Umgebung sorgen, damit sich Wurzeln bilden.
Nach der Teilung können sich die neuen Pflanzen einige Wochen anpassen, bevor sie wieder normal wachsen.

Kammmarante in der Wohnung in Szene setzen
Mit seinem dekorativen, eleganten Laub ist die Kammmarante eine ideale Zimmerpflanze, um Ihrer Einrichtung eine exotische, stilvolle Note zu verleihen. Ihr buschiger Wuchs und die vielfältig gemusterten Blätter machen sie zu einer interessanten Pflanze – ob als Solitär oder in Kombination mit anderen tropischen Pflanzen.
Um sie in Szene zu setzen, wählen Sie einen Keramik- oder Terrakottatopf in neutralen Farbtönen wie Weiß, Beige oder Terrakotta. Er bildet einen schönen Kontrast zu ihrem Laub. Ein Korb aus Naturfasern wie Rattan oder Jute unterstreicht ihren Boho- und Tropenlook.
Die Kammmarante gedeiht an einem hellen, aber nicht vollsonnigen Standort, idealerweise an einem Fenster mit lichtdurchlässigem Vorhang. Im Wohnzimmer zieht sie auf einer Konsole oder einem Regal alle Blicke auf sich. Im Bad oder in der Küche profitiert sie von der idealen Luftfeuchtigkeit und verleiht dem Raum zugleich eine üppige Atmosphäre.
Sie lässt sich perfekt mit anderen Pflanzen mit kontrastierendem Laub kombinieren: mit einer Korbmarante für einen Dschungeleffekt, einem Fensterblatt für ein Spiel mit den geschlitzten Blättern oder einem Zimmerfarn, der das Gesamtbild harmonisch abrundet. Unterschiedliche Höhen und Blattstrukturen bringen Dynamik in den Raum.
Würden Sie sich von ihrer eleganten Üppigkeit verführen lassen?

Ctenanthe oppenheimiana (Kammmarante), © Maja Dumat
Nützliche Ressourcen
→ Entdecken Sie unsere große Auswahl an Zimmerpflanzen.
→ Es gibt viele Bücher über Zimmerpflanzen. Wir empfehlen: Die Enzyklopädie der Zimmerpflanzen von Solène Moutardier, erschienen bei Ulmer.
Häufig gestellte Fragen
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Ctenanthe oder Korbmarante: Wo liegt der Unterschied?
Kammmarante und Korbmarante: gleiche Familie, doch Kammmarante-Blätter sind länger und steifer. Korbmarante braucht mehr Feuchte und faltet nachts ihr Laub stärker.
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Warum rollen sich die Blätter meiner Kammmarante ein?
Eingerollte Blätter an Ihrer Kammmarante: Trockenheit, zu wenig Wasser, starke Sonne, kalte Zugluft oder Überdüngung. Regelmäßig sprühen, gießen, hell stellen.
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