Neoregelia: Pflege und Kultur

Neoregelia: Pflege und Kultur

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 2. November 2025  durch Olivier 9 min.

Neoregelie kurz erklärt

  • Die Neoregelia ist eine dekorative Tropenpflanze aus der Familie der Bromelien.
  • Sie bildet eine farbenfrohe Rosette, die in ihrer Mitte Wasser sammelt.
  • Die Trichterpflanze gedeiht an einem hellen Standort im Zimmer, in einem leichten, gut durchlässigen Substrat.
  • Die Pflege ist einfach: mäßig gießen, wenig düngen und kein Rückschnitt.
  • Sie lässt sich nach der Blüte leicht durch Abtrennen der gebildeten Wurzelschösslinge vermehren.
Schwierigkeit

Das Wort unseres Experten

Neoregelia ist eine tropische Pflanze aus Südamerika und gehört zur Familie der Bromeliengewächse. Als beliebte Zimmerpflanze besticht sie durch ihre kompakte, farbenprächtige Rosette, die Wasser in ihrer Mitte speichern kann. Daher wird sie auch Reservoirpflanze genannt. Ihr spektakuläres Laub reicht von leuchtendem Grün bis zu tiefem Rot und macht sie zu einem botanischen Schmuckstück. Für ein üppiges Wachstum benötigt sie viel Licht ohne direkte Sonne, eine hohe Luftfeuchtigkeit und ein sehr gut drainierendes Substrat.

Der Neoregelia eignet sich für die Kultur im Topf und Terrarium und fühlt sich in hellen, modernen, tropischen oder minimalistischen Innenräumen wohl. Sie besitzt weder Stamm noch Zweige, sondern bildet eine für epiphytische Pflanzen typische Rosette mit natürlichem Wasserreservoir. Ihr Wurzelsystem ist wenig entwickelt, sodass sie in flachen, gut belüfteten Gefäßen kultiviert werden kann. Sorten wie Neoregelia ‘Medusa’, ‘Olena’ oder ‘Cotton Candy’ bieten eine große Vielfalt an Formen und Farben.

Der pflegeleichte Neoregelia benötigt mäßiges Gießen des Substrats und besondere Aufmerksamkeit für die Rosette, die vor allem während des Wachstums mit sauberem Wasser gefüllt werden sollte. Da er wenig Nährstoffe braucht, kann er im Frühjahr und Sommer leicht gedüngt werden. Ein Rückschnitt ist nicht nötig; das Entfernen trockener Blätter genügt, um seine Schönheit zu bewahren.

Die Vermehrung des Neoregelia gelingt sehr einfach durch das Abtrennen von Wurzelschösslingen. Diese kleinen Triebe erscheinen nach der Blüte an der Basis der Mutterpflanze. In geeignetes Substrat gepflanzt, entwickeln sie sich rasch zu neuen, ebenso dekorativen Pflanzen.

Neoregelia – Reservoirpflanze: pflanzen und kultivieren

Einige Neoregelia-Sorten zeigen panaschiertes Laub, wie hier der Kultivar ‘Fancy’

Botanik und Beschreibung

Steckbrief

  • Lateinischer Name Neoregelia sp.
  • Gebräuchlicher Name Neoregelie, Trichterbromelie, Ananasnest
  • Blüte ganzjährig
  • Height 20 cm
  • Exposition mittleres bis helles Licht, keine direkte Sonne
  • Art des Bodens Epiphytenmischung für Bromelien
  • Winterhärte nicht winterhart

Die Neoregelia gehört zur großen Familie der Bromeliengewächse, die für weitere exotische Pflanzen mit buntem Laub wie Bromelia, Guzmanie und … Ananas bekannt ist. Ihr Name ehrt den schwedischen Botaniker Eduard August von Regel, einen Spezialisten für tropische Pflanzen, der zu ihrer Klassifizierung beitrug. Auf Deutsch wird sie einfach Neoregelie genannt, aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu den Bromeliengewächsen auch Trichterbromelie. Gelegentlich wird sie außerdem als Ananasnest bezeichnet.

In ihrem natürlichen Lebensraum gedeiht diese epiphytische* Pflanze in den tropischen Wäldern Südamerikas, insbesondere in Brasilien. An den Stämmen und Zweigen der Bäume haftend, nimmt sie Wasser und Nährstoffe über ihr rosettenförmiges Laub auf, das im Herzen der Pflanze einen natürlichen Becher bildet. Diese Anpassung ermöglicht ihr das Überleben in Lebensräumen, in denen der Boden oft nährstoffarm oder gar nicht vorhanden ist.

*Eine epiphytische Pflanze wächst auf einer Unterlage, meist einem Baum, ohne parasitär zu sein. Sie nimmt Feuchtigkeit und Nährstoffe aus der Luft und dem Regen auf.

Neoregelia – Trichterbromelie: pflanzen und kultivieren

Wie viele Bromeliengewächse sind auch Neoregelien epiphytische Pflanzen.

Dass Neoregelia als Zimmerpflanze so beliebt ist, liegt an ihrem spektakulären Laub und der vergleichsweise einfachen Pflege. Anders als andere Bromeliengewächse setzt sie nicht auf eine auffällige Blüte, sondern auf eine intensive Färbung der inneren Blätter kurz vor der Blüte. Ihr dekoratives Laub ist häufig rot, rosa oder purpurfarben gefärbt. Die Pflanze besitzt außerdem die erstaunliche Fähigkeit, Wasser in ihrer Rosette zu speichern – eine echte botanische Besonderheit.

Unter den zahlreichen Kultivaren zeigt Neoregelia Medusa ein leuchtendes, kontrastreich gestreiftes Laub, während sich Neoregelia Olena durch eine sanftere, helle Färbung auszeichnet. Neoregelia ‘Cotton Candy’ besticht dagegen mit Pastelltönen und einer zart pudrigen Optik. Diese Kultivare werden wie viele andere Neoregelien für ihre kompakte Wuchsform und ihre Fähigkeit geschätzt, ohne aufwendige Pflege einen Hauch exotischer Natur ins Zuhause zu bringen.

Neoregelia – Trichterbromelie: kultivieren und pflegen

Einige Kultivare haben marmoriertes Laub.

Pflanzenmorphologie

Neoregelia bildet eine kompakte Rosette, die für Bromeliengewächse typisch ist. Ihre Wuchsform ist meist niedrig und ausgebreitet, einige Sorten können jedoch eine größere Breite erreichen. Sie besitzt weder Stamm noch eigentliche Zweige, da sich ihre Entwicklung vollständig auf das Laub konzentriert.

Ihr Wurzelsystem ist klein und dient hauptsächlich der Verankerung, nicht der Aufnahme von Nährstoffen. In ihrem natürlichen Lebensraum wächst sie häufig epiphytisch und haftet sich mit ihren feinen, flachen Wurzeln an Bäumen fest. Diese dienen eher als Halt denn der Ernährung. Bei der Kultivierung im Topf sind die Wurzeln anspruchslos, benötigen jedoch ein leichtes, drainierendes Substrat, damit keine Staunässe entsteht.

Das Laub ist das auffälligste Merkmal dieser Pflanze. Die steifen, spiralförmig angeordneten Blätter bilden eine dichte Rosette, die für das Überleben von Neoregelia eine wesentliche Rolle spielt. Ihre Ränder sind je nach Sorte mehr oder weniger stark mit kleinen Dornen besetzt. Die glänzende Blattoberfläche unterstützt die Wasserspeicherung im Herzen der Pflanze. Die Laubfärbung ist besonders spektakulär: von tiefem Grün bis zu leuchtenden Rot-, Rosa- und Purpurtönen – wie bei Neoregelia ‘Fireball’ mit scharlachroten Blättern oder Neoregelia ‘Hannibal Lecter’, deren gestreifte Muster an Reptilienhaut erinnern. Kurz vor der Blüte wird die Färbung noch intensiver – ein charakteristisches Phänomen dieser Gattung.

Die Blüte von Neoregelia ist unscheinbar, aber faszinierend. Anders als andere Bromeliengewächse, die einen großen Blütenstand entwickeln, bleiben die Blüten von Neoregelia im Herzen der Rosette verborgen. Farbige innere Blätter setzen sie dabei in Szene. Kleine röhrenförmige, violette oder bläuliche Blüten erscheinen kurz im Zentrum der Pflanze und sind in das von der Rosette gespeicherte Wasser eingetaucht. Nach der Blüte beginnt die Mutterpflanze langsam abzusterben, sorgt jedoch durch neue Wurzelschösslinge an ihrer Basis für ihre Nachfolge und damit den Fortbestand der Pflanze.

Die Fruchtbildung ist in Zimmerkultur selten, da sie von sehr speziellen Bedingungen und einer Bestäubung abhängt, die außerhalb des natürlichen Lebensraums meist fehlt. In der Natur kann die Pflanze fleischige Beeren mit Samen hervorbringen, die durch Vögel oder das in der Rosette gespeicherte Wasser verbreitet werden. In Kultur wird Neoregelia jedoch hauptsächlich durch das Abtrennen der Wurzelschösslinge vermehrt.

Neoregelia – Trichterbromelie: kultivieren und pflegen

Die Blüten sind sehr unscheinbar und bleiben im Herzen der Rosette verborgen.

Neoregelia im Topf pflanzen: Wann und wie?

Wann pflanzen?

Neoregelia kann im Innenbereich das ganze Jahr über gepflanzt werden, Frühling und Sommer sind jedoch ideal. Wärme und mehr natürliches Licht fördern eine gute Akklimatisierung und ein schnelleres Wurzelwachstum.

Welches Substrat wählen?

Da Neoregelia eine epiphytische Pflanze ist, benötigt sie ein sehr drainierendes Substrat, das Staunässe verhindert. Eine ideale Mischung besteht aus:

  • 50 % Pinienrinde oder Kokosfasern für die Belüftung,
  • 30 % Torf oder Sphagnum für die Feuchtigkeitsspeicherung,
  • 20 % Perlite oder grober Sand zur Verbesserung der Drainage.

Eine Blumenerde für Orchideen oder Bromelien ist geeignet, sofern sie gut durchlüftet ist.

Wo aufstellen?

Neoregelia bevorzugt helles, aber indirektes Licht. Einige Stunden milde Sonne (morgens oder am späten Nachmittag) werden vertragen. Zu intensive direkte Sonne kann jedoch die Blätter verbrennen. Ideal ist ein Standort in der Nähe eines Ost- oder Westfensters oder unter einer für tropische Pflanzen geeigneten künstlichen Beleuchtung.

Die ideale Temperatur liegt zwischen 18 und 27 °C. Unter 15 °C verlangsamt sich das Wachstum und die Pflanze kann leiden. Die Luftfeuchtigkeit sollte hoch sein (50 bis 70 %). Sie lässt sich durch eine Wasserschale mit Blähton, einen Luftbefeuchter oder regelmäßiges Besprühen erhöhen, besonders im Winter, wenn die Heizung die Luft trockener macht.

Welchen Topf wählen?

Ein flacher, breiter Topf ist vorzuziehen, da die Wurzeln von Neoregelia keine große Tiefe benötigen. Der Durchmesser sollte etwas größer sein als der Pflanzenansatz (etwa 12 bis 15 cm bei einer Jungpflanze). Besonders geeignet sind:

  • Kunststofftöpfe, die Feuchtigkeit besser halten,
  • Terrakottatöpfe, die für eine bessere Belüftung sorgen, aber häufigeres Gießen erfordern.

Der Topf muss in jedem Fall Abzugslöcher haben, damit sich kein Wasser staut.

Wie pflanzt man Neoregelia in einen Topf?

  1. Topf vorbereiten: Eine Drainageschicht aus Blähton oder Kies auf den Topfboden geben.
  2. Substrat vorbereiten: Die verschiedenen Bestandteile (siehe Abschnitt zum Substrat) zu einem leichten, gut drainierenden Substrat mischen.
  3. Pflanze einsetzen: Ihre Trichterpflanze so einsetzen, dass die Basis der Rosette leicht über dem Substratniveau liegt, um Fäulnis zu vermeiden.
  4. Topf auffüllen und leicht andrücken: Substrat um die Wurzeln geben, ohne es zu stark zu verdichten, damit die Pflanze ausreichend Luft erhält.
  5. Leicht gießen: Das Substrat anfeuchten, ohne es zu durchnässen, und etwas sauberes Wasser in die Rosette geben.
  6. Die Pflanze an einen hellen Standort stellen und ihre Anpassung in den ersten Wochen beobachten.

Gegebenenfalls umtopfen

Neoregelia muss nicht häufig umgetopft werden, da ihre Wurzeln kompakt bleiben. Ein Umtopfen ist alle 2 bis 3 Jahre möglich, wenn das Substrat erschöpft ist oder die Wurzeln aus dem Topf wachsen. Es erfolgt im Frühling nach denselben Schritten wie die erste Pflanzung. Hat die Pflanze Wurzelschösslinge gebildet, können diese bei dieser Gelegenheit abgetrennt und einzeln eingepflanzt werden.

Neoregelie pflegen?

Gießen

Da Neoregelia zu den Trichterbromelien gehört, basiert das Gießen auf zwei Prinzipien: das Befeuchten des Substrats und das Füllen der Rosette.

  • Substrat mäßig gießen, sodass es leicht feucht bleibt, aber nie nass ist. Im Sommer genügt es, alle 7 bis 10 Tage zu gießen, im Winter kann der Abstand auf 2 bis 3 Wochen verlängert werden.
  • Rosette mit sauberem Wasser füllen, idealerweise mit kalkarmem Wasser (Regen- oder Filterwasser). Erneuern Sie es regelmäßig, um stehendes Wasser und die Vermehrung von Bakterien zu vermeiden. Leeren und reinigen Sie die Rosette alle 15 Tage, besonders im Winter, um Fäulnis vorzubeugen.
  • Bei großer Hitze oder trockener Raumluft helfen regelmäßige Sprühnebel auf dem Laub, die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.
Neoregelia - Trichterpflanze: Pflege und Anbau

Gießen Sie immer Wasser in die Mitte der Rosette.

Düngen

Da Neoregelia langsam wächst und den Großteil ihrer Nährstoffe aus Wasser und Luft bezieht, benötigt sie keine intensive Düngung.

  • Flüssigdünger verdünnen: Ein spezieller Dünger für Orchideen oder Bromelien kann im Frühjahr und Sommer einmal monatlich ins Gießwasser gegeben werden.
  • Um eine Überdüngung zu vermeiden, muss der Dünger stark verdünnt werden (zwei- bis dreimal stärker als auf der Flasche angegeben) und direkt in die Rosette oder auf das Laub gegeben werden, statt ins Substrat, wo die Wurzeln nur wenig davon aufnehmen.
  • Im Herbst und Winter ist keine Düngung nötig, da die Pflanze ihr Wachstum verlangsamt.

Rückschnitt

Bei Neoregelia ist kein eigentlicher Rückschnitt nötig. Eine kleine Pflegemaßnahme erhält jedoch das schöne Aussehen. Entfernen Sie trockene oder beschädigte Blätter an der Pflanzenbasis, um Krankheiten vorzubeugen.

Nach der Blüte geht die Mutterpflanze allmählich auf natürliche Weise ein. Schneiden Sie sie an der Basis ab, sobald sie vollständig gelb geworden ist, und lassen Sie die Wurzelschösslinge an ihrer Stelle weiterwachsen.

Tipps für eine erfolgreiche Kultur

Einige Punkte helfen, häufige Probleme zu vermeiden:

  • Im Winter stehendes Wasser in der Rosette vermeiden, da es Pilze und Fäulnis begünstigt.
  • Die Pflanze keiner prallen direkten Sonne aussetzen, da diese braune Flecken auf den Blättern verursachen kann.
  • Für ausreichende Luftfeuchtigkeit sorgen, ohne zu viel zu gießen, besonders im Winter, wenn die Heizung die Luft austrocknet.

Neoregelia: Schädlinge und Krankheiten

Neoregelia kann gelegentlich von Schädlingen befallen werden oder an bestimmten Krankheiten leiden, vor allem bei nicht optimalen Kulturbedingungen.

Die häufigsten Schädlinge

Die Schädlinge der Neoregelia sind bei tropischen Zimmerpflanzen recht typisch:

  • Schildläuse (vor allem Wollläuse) treten wohl am häufigsten auf. Sie sitzen oft in den Falten der Blätter oder im Zentrum der Rosette. Erkennbar sind sie an ihrem watteartigen Aussehen. Durch das Saugen von Pflanzensaft schwächen sie die Pflanze und können eine klebrige Substanz (Honigtau) hinterlassen, die Schimmel anzieht.

  • Blattläuse können sich gelegentlich ansiedeln, vor allem an jungen Trieben oder Wurzelschösslingen. Sie sind meist grün oder schwarz und ernähren sich ebenfalls von Pflanzensaft.

  • Spinnmilben (wie die Rote Spinne) sind mit bloßem Auge schwerer zu erkennen. Sie verursachen Verfärbungen und eine körnige Blattoberfläche. Sie mögen trockene Luft, daher beugt eine gute Luftfeuchtigkeit ihrem Auftreten vor.

Bei einem Befall können Sie die Blätter mit einem feuchten, in Seifenwasser getränkten Tuch reinigen oder ein natürliches Mittel wie eine Neemöl-Lösung anwenden. Bei stärkerem Befall kommt ein mildes, für Zimmerpflanzen geeignetes Insektizid infrage, jedoch immer erst als letzte Möglichkeit.

Mögliche Krankheiten

Krankheiten bei Neoregelia hängen oft mit zu viel Feuchtigkeit oder mangelnder Belüftung zusammen:

  • Herzfäule ist wohl die gefürchtetste Krankheit. Sie entsteht wenn das Wasser zu lange in der Rosette steht, besonders bei kühlem Wetter. Die Blattbasis wird weich und braun und verströmt einen unangenehmen Geruch. Leeren Sie in diesem Fall die Rosette, schneiden Sie befallene Teile ab und pflanzen Sie gegebenenfalls einen gesunden Wurzelschössling neu ein, wenn die Mutterpflanze stark geschädigt ist.

  • Pilzkrankheiten können als dunkle Flecken auf den Blättern auftreten, oft infolge übermäßiger Feuchtigkeit oder mangelnder Luftzirkulation.

  • Bestimmte bakterielle Krankheiten sind selten, können sich aber durch schleimige Stellen oder einen üblen Geruch bemerkbar machen. Auch sie werden durch stehendes Wasser oder ein zu nasses Substrat begünstigt.

Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel: „Krankheiten und Schädlinge der Neoregelia“.

Vorbeugung im Alltag

So bleibt Ihre Neoregelia gesund:

  • Wasser in der Rosette regelmäßig leeren und erneuern,

  • Für ausreichend Luftfeuchtigkeit sorgen, ohne zu viel zu gießen,

  • Für gute Belüftung rund um die Pflanze sorgen,

  • Neue Pflanzen vor dem Aufstellen neben andere zunächst isolieren, um eine Übertragung von Schädlingen zu verhindern.

Trichterpflanzen vermehren?

Neoregelia wird hauptsächlich durch Wurzelschösslinge vermehrt – eine natürliche Form der Fortpflanzung. Nach der Blüte beginnt die Mutterpflanze an ihrer Basis, kleine, ihr gleichende Triebe zu bilden. Diese Wurzelschösslinge können abgenommen werden, um neue Jungpflanzen zu ziehen.

Wann die Wurzelschösslinge abnehmen?

Warten Sie, bis die Wurzelschösslinge groß genug sind – etwa ein Drittel der Größe der Mutterpflanze, meist etwa 10 bis 15 cm. Zu diesem Zeitpunkt haben sie oft bereits erste Wurzeln gebildet, was das Anwachsen nach dem Abtrennen erleichtert.

Wie geht man vor?

Legen Sie zum Abnehmen vorsichtig die Pflanzenbasis frei und schneiden Sie den Wurzelschössling mit einem sauberen, scharfen Werkzeug ab. Der Schnitt sollte glatt und möglichst nah am Wurzelstock erfolgen, ohne Mutterpflanze oder Wurzelschössling zu beschädigen. Lassen Sie die Schnittfläche des Wurzelschösslings anschließend ein bis zwei Tage an der Luft trocknen, damit sie verheilen kann.

Wurzelschösslinge in Töpfe pflanzen

Pflanzen Sie den Wurzelschössling anschließend in einen kleinen Topf mit sehr durchlässigem Substrat, das dem der ausgewachsenen Pflanze entspricht. Drücken Sie das Substrat um die Basis leicht an, um die junge Rosette zu stabilisieren, und gießen Sie mäßig, ohne das Herz der Pflanze in den ersten Tagen mit Wasser zu füllen.

Ein heller Standort ohne direkte Sonne erleichtert das Anwachsen. Zu Beginn können Sie außerdem für eine höhere Luftfeuchtigkeit sorgen, indem Sie den Topf unter eine Haube oder in ein Mini-Gewächshaus stellen.

Im Laufe der Wochen bildet der Wurzelschössling Wurzeln, wächst an und kann seinerseits blühen und neue Wurzelschösslinge bilden. Mit etwas Geduld entsteht so ganz natürlich eine schöne Neoregelia-Sammlung.

Kultur auf natürlicher Unterlage (optional)

Für Liebhaber ungewöhnlicher Kulturmethoden gibt es auch eine Alternative: Befestigen Sie den Wurzelschössling auf einer natürlichen Unterlage wie Rinde oder einem Stück Kork und halten Sie die Luftfeuchtigkeit durch regelmäßiges Besprühen hoch. Diese Kulturform kommt den natürlichen Lebensbedingungen der Pflanze näher, erfordert im Alltag jedoch etwas mehr Aufmerksamkeit.

Neoregelie als Zimmerpflanze: Standort und Deko

Die Neoregelia passt perfekt in helle Innenräume, in denen sie schönes, indirektes Licht aufnehmen kann. Sie eignet sich sehr gut für:

  • Ein modernes oder minimalistisches Zuhause, in dem ihr Laub einen natürlichen, farbenfrohen Kontrast setzt.

  • Eine Bohème- oder Tropik-Deko, in der sie wunderbar mit großblättrigen Pflanzen, natürlichen Materialien (Rattan, Bambus, Leinen) und handgefertigten Objekten harmoniert.

  • Eine Urban-Jungle-Atmosphäre, umgeben von Farnen, Philodendron oder anderen Bromelien, für eine dichte, lebendige grüne Ecke.

Sie liebt Licht. Ideal sind daher Plätze nahe einem hellen, vor direkter Sonne geschützten Fenster. Ein Pflanzenregal, eine Fensterbank oder ein niedriges Möbelstück in einem feuchten Raum wie einem hellen Badezimmer sind perfekt für sie.

Welcher Topf eignet sich?

Die Neoregelia passt gut in schlichte, stilvolle Töpfe, die ihr Laub hervorheben, ohne davon abzulenken:

  • Unbehandelte Terrakotta-Töpfe für eine natürliche, warme Atmosphäre,

  • Übertöpfe aus glasierter Keramik in Uni- oder Pastelltönen, die ihre leuchtenden Farben betonen,

  • Beton- oder Steinguttöpfe für eine moderne, mineralische Note.

Ein flacher, aber breiter Topf eignet sich gut für ihr wenig ausgeprägtes Wurzelsystem und bringt zugleich die Rosette von oben zur Geltung – meist der spektakulärste Anblick.

Neoregelia – Trichterpflanze: Anzucht und Pflege

Unabhängig vom Gefäß kommt die Neoregelia oft ganz allein zur Geltung.

Und im Terrarium?

Die Neoregelia eignet sich auch hervorragend für offene oder halbgeschlossene Terrarien, sofern diese geräumig und gut belüftet sind. Sie gedeiht wunderbar in tropischen Dschungel-Terrarien mit Moosen, Natursteinen, kleinen Farnen oder Miniatur-Orchideen.

Achten Sie lediglich darauf, die Feuchtigkeit nicht zu stark einzuschließen und ausreichend Licht zu bieten, sonst verliert das Laub an Leuchtkraft.

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→ Zahlreiche Bücher über Zimmerpflanzen sind erhältlich. Wir empfehlen: Die Enzyklopädie der Zimmerpflanzen von Solène Moutardier, erschienen bei Ulmer.

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