Der Andenstrauch ist ein immergrüner Strauch mit üppiger weißer oder rosafarbener Blüte den ganzen Sommer über. In milden Regionen eignet er sich hervorragend als frei wachsende oder geschnittene Hecke, da er nur bedingt winterhart ist und maximal etwa -5 bis -10 °C verträgt. In einem normalen, gut durchlässigen Boden an einem sonnigen, windgeschützten Standort wächst er schnell und braucht nur wenig Pflege. Zudem ist er wenig krankheitsanfällig. Es gibt zahlreiche Sorten mit weißen oder rosafarbenen Blüten sowie mit glänzend dunkelgrünem oder goldgelbem Laub. Sie stammen alle von der Art Escallonia rubra, dem Roten Andenstrauch, ab. Ausgewachsene Pflanzen erreichen eine Höhe von 1,5 bis 2,5 m. Einige Sorten bleiben jedoch kleiner, wie der Andenstrauch 'Red Dream', der nur 80 cm hoch wird. Der Andenstrauch wächst kräftig und muss zurückgeschnitten werden. Der Rückschnitt lässt sich einfach durchführen.

Warum zurückschneiden?
Der Andenstrauch wächst kräftig und schnell. Er muss zurückgeschnitten werden, damit er seine harmonische Wuchsform behält. Idealerweise schneiden Sie ihn ein- bis zweimal im Jahr, damit er eine ausgewogene, buschige Wuchsform und einen dichteren Wuchs entwickelt. Als sommerblühender Strauch bildet er kurz vor der Blüte neue Triebe. Dadurch nimmt er bis zum Ende der Saison schnell viel Raum ein. Wenn Sie ihn als Hecke verwenden, empfiehlt sich der zweimalige Rückschnitt besonders.

Wann zurückschneiden?
Der Andenstrauch bildet seine Blütenknospen am diesjährigen Holz, wie alle sommerblühenden Sträucher. Wenn Sie zweimal zurückschneiden:
- Der erste Rückschnitt erfolgt während der Dormanz, am Ende des Winters, bevor Wachstum, Austrieb und Knospenbildung einsetzen. Da der Andenstrauch nur mäßig winterhart und empfindlich gegenüber Spätfrösten ist, sollten Sie so spät wie möglich schneiden. Der Rückschnitt regt den Austrieb an. Deshalb sollten Sie ihn hinauszögern, damit mögliche Spätfröste den Austrieb nicht gefährden. Idealerweise schneiden Sie den Andenstrauch im März oder April zurück.
- Der zweite Rückschnitt erfolgt nach der Blüte im August oder September. Der Strauch hat seit dem Austrieb und der Blüte deutlich an Volumen gewonnen. So bringen Sie die Wuchsform wieder ins Gleichgewicht und erhalten einen dichten Wuchs.

Wie schneiden Sie den Andenstrauch zurück?
Technik
In der Regel genügt ein leichter Rückschnitt mit der Gartenschere oder der Heckenschere. Kürzen Sie dabei die Triebspitzen um 20 bis 40 cm ein.
- Schärfen Sie Ihre Werkzeuge, damit die Schnitte sauber und glatt ausfallen.
- Desinfizieren Sie Ihre Werkzeuge mit 90-prozentigem Alkohol, damit Sie keine Krankheiten übertragen.
- Schneiden Sie schräg direkt über einer Knospe oder einem Blatt. Wählen Sie nach außen gerichtete Knospen und Blätter, damit die Verzweigung luftig bleibt.
- In den ersten Jahren empfiehlt es sich, die Verzweigung des Andenstrauchs um ein Drittel einzukürzen. So fördern Sie einen dichteren und kompakteren Wuchs.
- Entfernen Sie grundsätzlich totes oder schwaches Holz, das die Wuchsform des Strauchs aus dem Gleichgewicht bringt. Kürzen Sie anschließend die Triebspitzen um 20 bis 40 cm ein.
- Bei Pflanzen in der Hecke: Kürzen Sie mit einer Heckenschere oder Gartenschere vorsichtig die Triebe, die die Symmetrie beeinträchtigen, und entfernen Sie die verblühten Blüten.
- Einen älteren Strauch können Sie stärker zurückschneiden, wenn Sie seine Ausdehnung verringern oder einen großen, zu wenig verzweigten Strauch wieder in Form bringen möchten.
- Ein einzeln oder im Beet gepflanzter Andenstrauch lässt sich auch kugelförmig schneiden. Folgen Sie dabei der natürlichen Form der Pflanze. Treten Sie regelmäßig einige Schritte zurück, um Ihre Arbeit zu überprüfen, und passen Sie den Schnitt entsprechend an.
Werkzeuge
- Eine kleine Gartenschere für dünne Zweige, eine Astschere mit gebogenen Klingen oder Baumsäge für dicke Äste, wenn der Strauch frei wachsen darf.
- Heckenschere oder Gartenschere für Andensträucher in der Hecke.
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