Einen Avocadobaum zu Hause zu kultivieren, ist eine Erfahrung, die Sie mindestens einmal machen sollten! Sobald der Kern gekeimt ist, wächst der Avocadobaum in den meisten Regionen bei Ihnen im Topf im Haus weiter. Im Laufe seines Wachstums müssen Sie ihn jedoch nach und nach umtopfen.
Wie bei der Ananas dürfen Sie zwar nicht unbedingt mit Früchten rechnen, doch Sie erhalten eine schöne Zimmerpflanze und bringen einen exotischen Akzent in Ihr Wohnzimmer oder Ihren Wintergarten.
Sehen wir uns an, wie Sie einen Avocadobaum richtig umtopfen!

Warum sollten Sie den Avocadobaum umtopfen?
Als Zimmerpflanze braucht der Avocadobaum (Persea americana) wie jede andere Topfpflanze im Laufe der Jahre regelmäßig einen neuen Topf. So erhält er mehr Platz für die Entwicklung seines Wurzelsystems. Vergessen Sie nicht, dass der Avocadobaum in der Natur ein großer Obstbaum ist!
Eine einfache Düngung reicht für seine Entwicklung nicht aus. Das Umtopfen ist daher ein notwendiger Schritt, damit diese Pflanze langfristig gesund bleibt und unter besseren Bedingungen wachsen kann. Dazu braucht sie frisches, nährstoffreiches Substrat.
Oft bietet sich dabei auch die Gelegenheit, das Material des Topfes zu wechseln und einen besser geeigneten Kulturtopf zu wählen, idealerweise aus Terrakotta statt aus Kunststoff.
Wenn Sie den Stamm zu einem Zopf flechten möchten, benötigen Sie dafür zwei oder drei Pflanzen. Dann ist ein größerer Topf ebenfalls erforderlich.

Wann sollten Sie einen jungen Avocadobaum umtopfen?
Wie bei jedem Umtopfen sollten Sie den Topf im Frühjahr, zwischen Mitte März und Mai, wechseln. In dieser Zeit erwacht die Pflanze aus ihrer Winterruhe. Sie orientieren sich damit an ihrem natürlichen Wachstumszyklus: Der Avocadobaum beginnt, neue Blätter zu bilden. Dann kann er die Nährstoffe aus dem frischen Substrat besonders gut aufnehmen und für sein Wachstum nutzen.
Wenn Sie eine Jungpflanze aus einem Kern gezogen haben, warten Sie, bis sie sich gut entwickelt hat. Das ist normalerweise nach 2 bis 3 Monaten der Fall.
Mein Tipp: Ein eindeutiges Zeichen ist, dass Sie Ihren Avocadobaum seit einigen Wochen häufiger gießen müssen. Prüfen Sie außerdem den Zustand der Wurzeln. Nehmen Sie die Pflanze dafür vorsichtig aus dem Topf oder kontrollieren Sie, ob die Wurzeln bereits aus dem Abzugsloch herauswachsen.
Wie oft sollten Sie den Avocadobaum umtopfen?
Das hängt von seinem Wachstum ab. Im Durchschnitt sollten Sie zwischen den Umtopfaktionen 2 bis 3 Jahre verstreichen lassen. Entscheidend sind die Wachstumsgeschwindigkeit und der Zustand des Substrats. Entwickelt sich das Laub weiterhin gut und wächst die Pflanze gesund weiter, ist ein Umtopfen noch nicht erforderlich.
Das benötigte Material
- Einen neuen Topf, der nur wenig größer als der bisherige ist. Sein Durchmesser sollte höchstens 3 bis 5 cm größer sein. Ideal ist ein Topf aus Terrakotta mit einem Abzugsloch im Boden.
- Eine Substratmischung: nährstoffreiche Blumenerde für mediterrane Pflanzen oder Zitrusfrüchte. Alternativ können Sie 2/3 Universalerde oder Blumenerde für Topfpflanzen mit 1/3 Sand oder Perlite mischen.
- Blähton oder Kies für die Drainage.
- Eine desinfizierte Gartenschere (optional).
Den Avocadobaum in 3 einfachen Schritten umtopfen
- Bereiten Sie den neuen Topf vor: Geben Sie eine wenige Zentimeter hohe Drainageschicht aus Blähton, Kies oder Lavasplitt auf den Topfboden.
- Gießen Sie die Pflanze am Vortag. So lässt sich der Wurzelballen leichter aus dem Topf lösen. Außerdem ist der Avocadobaum gut mit Wasser versorgt, wodurch der Stress beim Umtopfen geringer ausfällt.
- Nehmen Sie den Wurzelballen vorsichtig aus dem Topf. Klopfen Sie dazu gegen die Seiten des Topfes. Ziehen Sie die Pflanze anschließend vorsichtig heraus, indem Sie den Stängelgrund festhalten.
- Lockern Sie das Wurzelsystem, wenn es sehr dicht ist, und entfernen Sie möglichst viel alte Blumenerde.
- Schneiden Sie die Wurzeln nur dann zurück, wenn einige von ihnen verfault sind. Entfernen Sie beschädigte Wurzeln mit einer sauberen Schere.
- Bereiten Sie das Pflanzsubstrat vor: Eine Mischung aus Universalerde und Perlite oder grobkörnigem Sand eignet sich gut und ist ausreichend drainierend.
- Füllen Sie die Blumenerde bis zu einem Drittel der Topfhöhe über die Drainageschicht.
- Setzen Sie den Wurzelballen gerade in die Mitte des Topfes. Seine Oberkante sollte 2 cm unter dem Topfrand liegen. Füllen Sie bei Bedarf weitere Blumenerde ein. Lassen Sie den oberen Teil des Kerns frei, damit der Avocadobaum gesund wächst und Probleme durch ein vollständiges Eingraben des Kerns vermieden werden.

- Füllen Sie den restlichen Raum rund um den Wurzelballen mit Substrat auf.
- Drücken Sie das Substrat leicht an und gießen Sie die Pflanze anschließend gründlich. So setzt sich die Blumenerde und bildet einen guten Kontakt zu den Wurzeln. Gleichzeitig werden Lufteinschlüsse beseitigt.
- Füllen Sie bei Bedarf etwas Substrat nach.
- Mulchen Sie die Erdoberfläche, wenn Sie die Pflanze ins Freie stellen.
- Stellen Sie den Avocadobaum an einen hellen Standort. Vermeiden Sie in den ersten Tagen jedoch direkte Sonne, um den Stress durch das Umpflanzen zu verringern.
- Beobachten Sie Ihren Avocadobaum in den folgenden Tagen. Achten Sie darauf, dass die Blumenerde feucht, aber nicht nass bleibt. Zu viel Wasser führt zu Wurzelfäule. Passen Sie die Bewässerung bei Bedarf an. Gießen Sie anschließend wieder regelmäßig. Im Frühjahr reicht normalerweise ein Abstand von 7 bis 10 Tagen.
Sobald der Avocadobaum gut in seinem Topf angewachsen ist, können Sie ihn im Sommer an einen halbschattigen Standort ins Freie stellen. Gewöhnen Sie ihn schrittweise an die Außenbedingungen.

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