Die Callicarpa, besser bekannt als „Liebesperlenstrauch“, ist ein ungewöhnlicher Strauch, der im Herbst mit seinen auffälligen violetten Beeren unwiderstehlich die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Sie ähneln kleinen, glänzenden Perlen. Ein schönes Beispiel ist Callicarpa bodinieri ‘Profusion’, der den Garten bis in den Winter hinein schmückt. Auch das herbstliche Laub mit seinen warmen Farben ist sehr dekorativ. Callicarpa ist leicht zu kultivieren, winterhart und widerstandsfähig gegenüber Krankheiten. Der Strauch gedeiht an einem sonnigen Standort in jedem normalen Boden, der im Sommer nicht zu trocken sein sollte. Callicarpa lässt sich im Allgemeinen im Sommer durch halbverholzte Stecklinge vermehren. So erhalten Sie eine Pflanze, die der Mutterpflanze vollkommen gleicht. In dieser Anleitung zeigen wir Ihnen, wie Sie einen Liebesperlenstrauch ganz einfach durch Stecklinge vermehren.

Wann lässt sich Callicarpa durch Stecklinge vermehren?
Der ideale Zeitpunkt ist der Sommer, wenn halbverholzte Stecklinge bereit sind. Zu diesem Zeitpunkt beginnen die Triebe, sich in festes Holz umzuwandeln. Sie sind weder zu jung und weich noch zu alt und lignifiziert. Wärme und Feuchtigkeit ermöglichen den Stecklingen, gesunde Wurzeln zu entwickeln.
Wie vermehren Sie Callicarpa unter gespannter Luft?
- Schneiden Sie 10 bis 15 cm lange Stecklinge von möglichst seitlichen Trieben. Setzen Sie den Schnitt direkt unterhalb eines Knotens an.
- Entfernen Sie die unteren Blätter, um die Verdunstung zu verringern. Lassen Sie nur zwei Blätter am oberen Teil des Triebs stehen.

- Tauchen Sie die Basis in ein Bewurzelungshormon, um die Wurzelbildung zu fördern.
- Pflanzen Sie den Steckling in ein Gefäß mit einer Mischung aus Sand und Torf oder verwenden Sie Aussaat- und Pikiererde . Stecken Sie ihn etwa zu einem Drittel seiner Länge in das Substrat.
- Feuchten Sie die Erde mit dem Sprühgerät gründlich an.
- Drücken Sie die Erde rund um den Steckling leicht an.

- Stülpen Sie einen durchsichtigen Plastikbeutel, eine Anzuchtglocke oder eine Plastikflasche ohne Boden über den Steckling. Alternativ können Sie ein Minigewächshaus verwenden. So entsteht eine feuchte Kammer.
- Stellen Sie das Gefäß an einen warmen, hellen Ort, jedoch ohne direkte Sonne.
- Kontrollieren Sie regelmäßig die Feuchtigkeit und die Belüftung. Öffnen Sie den Beutel oder die Anzuchtglocke bei Bedarf, um zu lüften und der Entwicklung von Pilzen oder Krankheiten vorzubeugen.
- Halten Sie das Substrat feucht, bis der Steckling angewachsen ist.

- Versuchen Sie nach einigen Wochen, den Steckling vorsichtig anzuheben, um zu prüfen, ob sich bereits Wurzeln gebildet haben. Sobald Wurzeln vorhanden sind, nehmen Sie die Abdeckung oder den Plastikbeutel nach und nach ab.
- Wenn Sie in einer Region mit strengen Wintern leben, sollten Sie die Stecklinge am besten im Haus an einem kühlen, hellen Ort bei etwa 10 °C aufbewahren. Im Winter benötigen die Stecklinge weniger Wasser. Achten Sie darauf, dass das Substrat leicht feucht bleibt, aber nicht durchweicht.
- Wenn die Stecklinge gut bewurzelt sind, topfen Sie sie in 10 bis 12 cm große Anzuchttöpfe um. Dort können sie kräftiger werden.
Im Frühjahr, sobald keine Frostgefahr mehr besteht und die Stecklinge ein ausreichend kräftiges Wurzelsystem entwickelt haben, können Sie sie an ihren endgültigen Standort pflanzen. Wählen Sie einen sonnigen oder halbschattigen Platz, nicht zu weit vom Haus entfernt, damit Sie die hübschen violetten Beeren genießen können!
Benötigtes Material
- Ein Topf, eine Anzuchtschale oder biologisch abbaubare Anzuchttöpfe
- Eine Gartenschere, sauber und mit Alkohol desinfiziert
- Eine Anzuchtglocke, eine Plastikflasche, einen Plastikbeutel oder ein Minigewächshaus
- Ein Sprühgerät
- Aussaat- und Pikiererde oder eine Mischung aus Torf und Gartensand
- Bewurzelungshormon (optional)
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