Willkommen bei unserem umfassenden Ratgeber zur Stecklingsvermehrung von Keulenlilien. Diese exotische Pflanze verleiht Ihrem Garten oder Ihrer Wohnung einen tropischen Akzent. Wenn Sie lernen möchten, wie Sie eine Keulenlilie erfolgreich und gesund vermehren, sind Sie hier richtig. Befolgen Sie unsere ausführlichen Anleitungen und praktischen Tipps. So entdecken Sie das Geheimnis einer erfolgreichen Stecklingsvermehrung und können Ihre Keulenlilien erfolgreich vermehren.
Die Keulenlilie in Kürze …
Die Keulenlilie wird häufig wegen ihres dekorativen Laubs kultiviert. Dieses kann verschiedene Farben von Grün über Rot, Purpur und Gelb bis hin zu panaschierten Zeichnungen aufweisen. Sie eignet sich sowohl für die Wohnung als auch für den Garten, besonders in Regionen mit mildem Klima.
Im Allgemeinen bevorzugt die Keulenlilie einen gut durchlässigen Boden und verträgt sowohl volle Sonne als auch Halbschatten. Einige Arten wie Cordyline australis sind frosthart bis -6 °C. Andere Arten benötigen höhere Temperaturen und werden daher als Zimmerpflanzen kultiviert.

Wann sollten Sie die Keulenlilie vermehren?
Sie können die Keulenlilie im Frühjahr durch Stammstecklinge oder im Juli und August durch halbverholzte Stecklinge aus dem Stamm vermehren.
Die Keulenlilie durch Stecklinge vermehren
Die Stecklingsvermehrung bei der Keulenlilie ist recht einfach. Gehen Sie dabei wie folgt vor:
- Auswahl des Triebs: Wählen Sie an Ihrer Keulenlilie einen gesunden Trieb mit einer Länge von etwa 20 cm und einem Durchmesser von mindestens 1 cm aus. Am besten eignet sich ein Trieb, der bereits Blätter gebildet hat. Das ist jedoch nicht unbedingt erforderlich.
- Trieb schneiden: Schneiden Sie den Trieb mit einer sauberen und scharfen Gartenschere etwa 10 cm über der Basis ab. Achten Sie auf einen geraden, sauberen Schnitt.
- Trieb vorbereiten: Entfernen Sie alle Blätter vom unteren Teil des Triebs, der in den Boden oder, wie weiter unten beschrieben, ins Wasser kommt. Lassen Sie am oberen Ende nur einige Blätter stehen. So kann der Steckling weiterleben, ohne durch die Verdunstung zu viel Wasser zu verlieren.
- Steckling pflanzen: Bei dieser erstaunlichen Methode legen Sie den Steckling waagerecht in einen Topf und bedecken ihn zu etwa zwei Dritteln mit einem durchlässigen Substrat aus Blumenerde und Sand. An jedem Knoten können sich Wurzeln bilden. Durch die waagerechte Pflanzung erhöhen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass sich Wurzeln entwickeln.
- Pflege: Stellen Sie den Steckling an einen hellen Standort, jedoch nicht in die direkte Sonne. Gießen Sie regelmäßig, vermeiden Sie aber Staunässe. In einer warmen und feuchten Umgebung bewurzeln sich die Stecklinge besser. Für eine Erfolgsquote von nahezu 100 % stellen Sie die Stecklinge in ein beheizbares Mini-Gewächshaus bei 20 °C.
- Einpflanzen: Nach einigen Wochen sollte der Steckling Wurzeln und neue kleine Blätter bilden. Sobald sich ein kräftiges Wurzelsystem entwickelt hat, können Sie ihn in einen größeren Topf oder direkt in den Garten pflanzen. Entscheidend ist dabei der Standort, an dem Sie die Pflanze kultivieren möchten.
Wie wäre es mit einer Vermehrung im Wasser? Bei der Keulenlilie funktioniert die Bewurzelung im Wasser recht gut. Schneiden Sie den Steckling wie bei der „normalen“ Stecklingsvermehrung und stellen Sie ihn diesmal aufrecht in ein Glas mit Wasser. Wechseln Sie das Wasser regelmäßig. Die Blätter sollten Licht erhalten, aber keiner direkten Sonne ausgesetzt sein. Der Teil im Wasser muss dagegen abgedunkelt werden, zum Beispiel mit Kraftpapier. Dort werden sich die Wurzeln bilden. Sobald sie erscheinen, pflanzen Sie den Steckling in ein leichtes Substrat. Die Wurzeln sollten nicht zu lange im Wasser bleiben.
Außerdem können Sie Ihre Keulenlilien durch das Abtrennen von Wurzelschösslingen vermehren.

Pflege Ihrer jungen Stecklinge
Junge Keulenlilien-Stecklinge benötigen helles, indirektes Licht, damit sie sich gut entwickeln. Setzen Sie sie keiner direkten Sonne aus, da diese ihre zarten Blätter verbrennen könnte.
Keulenlilien-Stecklinge brauchen regelmäßige, aber maßvolle Wassergaben. Zu viel Wasser kann zu Wurzelfäule führen. Der Boden sollte feucht, aber nicht nass sein.
Sobald der Steckling gut angewachsen ist und sein Wurzelsystem den bisherigen Topf weitgehend durchwurzelt hat, können Sie ihn im Frühjahr in einen größeren Topf umsetzen oder ins Freiland pflanzen.
Benötigtes Material
- Gartenschere : Zum Schneiden des Triebs von der Mutterpflanze benötigen Sie eine saubere, scharfe Gartenschere oder ein Gartenmesser. Das Werkzeug muss sauber sein, damit keine Krankheiten übertragen werden.
- Topf: Verwenden Sie einen Topf mit Abzugslöchern für den Steckling. Wenn Sie zunächst eine Bewurzelung im Wasser wählen, genügt ein einfaches Glas oder eine Vase.
- Blumenerde und Sand: Wenn Sie den Steckling direkt in den Boden pflanzen, empfiehlt sich in der Regel eine Mischung aus Blumenerde und Sand. Sie sorgt für eine gute Drainage. Eine spezielle Blumenerde für „Aussaat und Stecklinge“ ist eine gute Option.
- Sprühflasche: Mit einer Sprühflasche können Sie die Luftfeuchtigkeit rund um den Steckling erhöhen. Das ist besonders in trockenen Regionen hilfreich.
Lesen Sie auch unseren Ratgeber zum Reinigen und Schärfen von Schneidwerkzeugen.
Kommentare