Berufkraut, auch Erigeron genannt, ist eine bezaubernde Staude, die im Sommer, manchmal bis in den Herbst hinein, Blütenkörbchen wie Astern oder Gänseblümchen hervorbringt. Diese bestehen aus einer gelben Mitte, die von weißen, rosafarbenen, malvenfarbenen oder violetten Zungenblüten umgeben ist. Am bekanntesten ist Karwinskis Berufkraut. Es bildet eine Fülle kleiner weißer Blüten mit gelber Mitte. Die Teilung ist die einfachste und wirksamste Methode, um Berufkraut zu vermehren. So verjüngen Sie die Horste, die sonst mit der Zeit erschöpfen und weniger Blüten hervorbringen könnten. In dieser Anleitung finden Sie alle unsere Tipps, damit Ihnen die Teilung des Berufkrauts gelingt und Sie neue Jungpflanzen erhalten.

Wann teilen Sie Berufkraut?

Der günstigste Zeitraum für die Teilung des Berufkrauts ist das Frühjahr, etwa im April. In dieser Zeit wachsen und entwickeln sich die neuen Jungpflanzen besonders gut. Sie können die Teilung aber auch im Herbst, im Oktober oder November, vornehmen. Vermeiden Sie die Blütezeit. Damit die Jungpflanzen gut anwachsen, müssen sie ihre Energie auf die Bildung neuer Wurzeln und nicht auf die Blüte konzentrieren. Wir empfehlen, Ihre Berufkraut-Horste alle 3 bis 4 Jahre zu teilen.

Berufkraut sät sich manchmal auch spontan aus. Sie können diese Jungpflanzen ausgraben und weiterverwenden. Die Teilung hat jedoch den Vorteil, dass Sie schneller üppige Horste erhalten und die Pflanzen zugleich verjüngen.

Berufkraut: So teilen Sie die Staude
Berufkraut, insbesondere Erigeron karvinskianus, bildet häufig breite Horste, die sich gut teilen lassen.

Wie teilen Sie die Staude?

  • Wählen Sie einen gut entwickelten Berufkraut-Horst aus, der zur Teilung bereit ist.
  • Heben Sie den Horst vorsichtig mit einem Spaten oder einer Grabegabel aus dem Boden. Stechen Sie ausreichend breit und tief ein, damit Sie die Wurzeln nicht beschädigen. Heben Sie die Pflanze heraus und schütteln Sie sie leicht, um überschüssige Erde zu entfernen.
  • Teilen Sie den Horst von Hand in mehrere Teilstücke. Achten Sie darauf, dass jedes Teilstück einige Blätter und Wurzeln behält, damit es gut anwächst. Bei besonders dichten Horsten können Sie ein scharfes Messer oder eine Gartenschere verwenden.
  • Schneiden Sie beschädigte Wurzeln zurück und entfernen Sie abgestorbene oder vergilbte Blätter.
  • Bereiten Sie den Boden am gewünschten Pflanzort der neuen Jungpflanzen vor. Heben Sie 20 bis 30 cm tiefe Pflanzlöcher aus und halten Sie einen Abstand von mindestens 30 cm ein. Geben Sie etwas gut verrotteten Kompost hinzu und mischen Sie ihn mit der Pflanzerde. Sie können die Teilstücke auch in Töpfe pflanzen. Bereiten Sie in diesem Fall Gefäße mit Blumenerde vor.
  • Setzen Sie jedes Teilstück in ein Pflanzloch oder einen Topf und füllen Sie den Zwischenraum rundherum mit Blumenerde auf.
  • Drücken Sie den Boden um die Pflanze vorsichtig mit den Händen an, damit keine Luftlöcher bleiben.
  • Gießen Sie reichlich.

Pflegen Sie die neuen Teilstücke nach dem Pflanzen sorgfältig, damit sie gut wachsen. Gießen Sie in den ersten Wochen regelmäßig, besonders bei trockenem Wetter. Vermeiden Sie jedoch Staunässe, da die Wurzeln sonst faulen können. Eine organische Mulchschicht um die Pflanzen hält die Feuchtigkeit im Boden und liefert zusätzliche Nährstoffe.

Berufkraut im Topf
Sie können die Teilstücke problemlos in Töpfe pflanzen und so hübsche blühende Pflanzgefäße gestalten.

Das benötigte Material