Die Fetthenne ist eine attraktive Sukkulente, die in einer großen Vielfalt an Sorten mit unterschiedlichen Formen und Farben erhältlich ist. Man unterscheidet die hohen Fetthennen mit aufrechter Wuchsform (Sedum spectabile), die sich leicht in ein Staudenbeet integrieren lassen, von den niedrigen, teppichbildenden Fetthennen, die sich perfekt für Töpfe oder den Steingarten eignen. Fetthennen sind äußerst trockenheitsverträglich, benötigen wenig Pflege und eignen sich hervorragend für einen Garten ohne Bewässerung. Außerdem lassen sie sich leicht durch Stecklingsvermehrung oder Teilung vermehren: Entdecken Sie unsere Tipps, damit es gelingt!
Weitere Tipps zur Kultur finden Sie in unserem ausführlichen Ratgeber: „Sedum oder Fetthenne: Wie pflanzen, kultivieren und vermehren Sie sie?“
Wann und wie vermehren Sie Fetthennen durch Stecklinge?
Wie die meisten Sukkulenten lässt sich die Fetthenne sehr leicht durch Stecklinge vermehren, da sie bei Bodenkontakt schnell und unkompliziert neue Wurzeln bildet. Am besten führen Sie die Stecklingsvermehrung im späten Frühjahr durch, bevor die Pflanze zu blühen beginnt. Sie können Fetthennen durch Kopfstecklinge oder Blattstecklinge vermehren.
Stecklingsvermehrung mit Trieben
Die Triebe teppichbildender Fetthennen bewurzeln sich manchmal von selbst bei Bodenkontakt. Dann brauchen Sie sie nur von der Mutterpflanze zu trennen und neu einzupflanzen.
- Bereiten Sie zunächst einen Topf vor, indem Sie ihn mit einer Mischung aus Blumenerde und grobem Sand füllen. Drücken Sie das Substrat leicht an und gießen Sie es.
- Schneiden Sie einen etwa 10 cm langen Trieb ab, und zwar direkt unterhalb eines Knotens, an dem die Blätter am Trieb sitzen. Wenn Sie eine niedrige, teppichbildende Fetthenne mit kleinen Blättern und kurzen Zwischenknoten vermehren, können Sie einen kürzeren, etwa 5 cm langen Trieb entnehmen.
- Entfernen Sie anschließend die Blätter am unteren Triebende, sodass nur einige Blätter an der Triebspitze verbleiben.
- Stechen Sie mit einem Bleistift oder einem Stäbchen ein kleines Loch in das Substrat.
- Stecken Sie das untere Triebende in das Substrat.
- Drücken Sie das Substrat rund um den Steckling vorsichtig an. So sorgen Sie für guten Kontakt zwischen Trieb und Substrat und vermeiden Lufteinschlüsse.
- Stellen Sie den Topf an einen hellen Platz ohne direkte Sonne.
- Gießen Sie weiterhin regelmäßig. Das Substrat sollte bis zum Anwachsen leicht feucht bleiben. Dies dauert gewöhnlich 2 bis 3 Wochen.
Für die Stecklingsvermehrung mit Trieben benötigtes Material
- Töpfe
- Ein scharfes, desinfiziertes Messer
- Ein leichtes, drainierendes Substrat oder eine Mischung aus Blumenerde und Sand
- Eine Gießkanne
- Ein Bleistift oder ein Stäbchen
- Pflanzetiketten

Stecklingsvermehrung mit Blättern
- Entnehmen Sie einige Blätter, indem Sie sie von der Mutterpflanze lösen.
- Lassen Sie die Blätter einige Tage an der Luft und vor direkter Sonne geschützt trocknen. So können die Schnittstellen abheilen und das Fäulnisrisiko wird verringert.
- Bereiten Sie einen Topf vor, indem Sie ihn mit einer Mischung aus Blumenerde und grobem Sand füllen.
- Feuchten Sie das Substrat an, indem Sie eine Sprühflasche oder den Brausekopf einer Gießkanne verwenden.
- Legen Sie die Blätter anschließend einfach auf das Substrat, ohne sie einzugraben.
- Stellen Sie den Topf an einen hellen, vor direkter Sonne geschützten Platz.
- Achten Sie darauf, dass das Substrat bis zum Anwachsen leicht feucht bleibt.
Für die Stecklingsvermehrung mit Blättern benötigtes Material
- Töpfe
- Ein leichtes, drainierendes Substrat oder eine Mischung aus Blumenerde und Sand
- Eine Sprühflasche oder Gießkanne
- Pflanzetiketten

Wann und wie teilen Sie Fetthennen?
Die Teilung erfolgt im zeitigen Frühjahr (März bis April) oder im Herbst. Vermeiden Sie dabei Frostperioden und große Hitze. Durch die Teilung erhalten Sie schneller große Pflanzen als durch Stecklingsvermehrung. Diese Methode eignet sich besonders für Sedum spectabile, aber auch für teppichbildende Sorten.
- Graben Sie die Fetthenne aus. Stechen Sie großzügig um die Pflanze herum, damit Sie die Wurzeln nicht beschädigen. Wenn sie in einem Topf wächst, nehmen Sie sie vorsichtig heraus.
- Teilen Sie die Mutterpflanze anschließend mit einem scharfen, desinfizierten Messer in mehrere Teilstücke. Achten Sie darauf, dass jedes Teilstück ausreichend Wurzeln behält. Bei einer Teilung im Herbst können Sie zugleich abgestorbene oder beschädigte Blätter sowie vertrocknete alte Blütentriebe entfernen.
- Pflanzen Sie die Mutterpflanze wieder an ihren Standort. Setzen Sie die neuen Pflanzen in Töpfe oder direkt ins Freiland.
- Gießen Sie reichlich.
Bei kriechenden Fetthennen entdecken Sie rund um die Pflanze möglicherweise Triebe, die bei Bodenkontakt bereits Wurzeln gebildet haben. Schneiden Sie diese Triebe einfach am Grund ab, trennen Sie sie so von der Mutterpflanze und pflanzen Sie sie in einen Topf.
Für die Teilung benötigtes Material
- Töpfe sowie eine Mischung aus Blumenerde und Sand, wenn Sie die Pflanzen in Töpfe setzen möchten
- Eine Gießkanne
- Ein Spaten für hohe Fetthennen oder eine Pflanzkelle für teppichbildende Sorten, um die Fetthennen auszugraben
- Ein Messer

Weiterführende Informationen
- Alles über die Kultur erfahren Sie in unserem ausführlichen Ratgeber „Sedum oder Fetthenne: Wie pflanzen, kultivieren und vermehren Sie sie?“
- Entdecken Sie unser gesamtes Sortiment an Fetthennen.
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