Die Rosmarinweiden sind Sträucher mit sommerlicher Blüte in langen, duftenden und bienenfreundlichen Ähren. Die Amerikanische Rosmarinweide (Itea virginica) ist besonders beliebt. Ihr sommergrünes Laub nimmt im Herbst leuchtende Farbtöne an. Sie ist sehr winterhart und ideal, um feuchte Bereiche zu begrünen. Weniger frosthart, aber auch weniger wasserbedürftig, ist die Stechpalmenblättrige Rosmarinweide (Itea ilicifolia). Sie ist wegen ihres immergrünen Laubs und ihrer langen, dekorativen Kätzchen im Spätsommer interessant.

Die Rosmarinweide ist pflegeleicht und stellt keine großen Ansprüche. Einige Maßnahmen helfen jedoch dabei, den Strauch kompakt, ausgewogen und gesund zu erhalten. Der Rückschnitt ist bei diesen langsam wachsenden Gehölzen zwar nicht zwingend erforderlich, bietet aber mehrere Vorteile. Er ermöglicht es Ihnen:

  • eine harmonische Wuchsform zu bewahren;
  • die Verzweigung zu fördern und den Strauch dichter wachsen zu lassen;
  • das Innere des Strauchs auszulichten, damit mehr natürliches Licht hindurchscheint;
  • eine zu starke Ausbreitung bei wuchsfreudigen Arten zu verhindern.

Hier finden Sie unsere Tipps und eine Anleitung für den erfolgreichen Rückschnitt Ihrer Rosmarinweide – im Freiland ebenso wie im Topf.

Strauch
Die imposante und majestätische Itea ilicifolia

Welche Sorten der Rosmarinweide eignen sich für den Rückschnitt?

Alle Sorten der Rosmarinweide können zurückgeschnitten werden:

Rosmarinweide Itea
Die schöne Itea virginica in voller Blüte

Wann sollten Sie die Rosmarinweide zurückschneiden?

Schneiden Sie die Rosmarinweide nach der Blüte zurück. Die Amerikanische Rosmarinweide und ihre verschiedenen Sorten schneiden Sie daher im Spätsommer, etwa im August. Bei Itea ilicifolia führen Sie den Rückschnitt zu Beginn des Herbstes, im Oktober, durch. Ein späterer Rückschnitt könnte die Bildung der Blütenknospen für das kommende Jahr beeinträchtigen.

In der Regel erfolgt dieser Rückschnitt alle 2 bis 3 Jahre, abhängig vom Wachstum und den Kulturbedingungen Ihres Strauchs.

Sie können den Strauch auch im Spätwinter zurückschneiden (je nach Region zwischen Februar und April), bevor das Wachstum wieder einsetzt. Entfernen Sie in diesem Fall nur die oberirdischen Pflanzenteile, die während der kalten Jahreszeit beschädigt wurden: erfrorene oder durch andere Witterungseinflüsse wie Wind und starken Regen geschädigte Zweige und Triebe.

Wurzelschösslinge können Sie dagegen im Herbst zurückschneiden oder entfernen.

Die einzelnen Schritte beim Rückschnitt Ihrer Rosmarinweide

Rückschnitt der oberirdischen Pflanzenteile

Folgende Pflanzenteile sollten Sie zurückschneiden:

  • zu lange Triebe, die die Wuchsform des Strauchs aus dem Gleichgewicht bringen;
  • beschädigte, abgebrochene oder vertrocknete Triebe;
  • ungünstig stehende Triebe;
  • altes Holz (alte Zweige).

So gelingt der Rückschnitt der Rosmarinweide:

  • Schneiden Sie die Triebe mit einer gut geschärften und zuvor gereinigten Gartenschere knapp oberhalb eines Auges ab. Dabei handelt es sich um eine Verdickung, aus der an der Blattachsel oder an der Spitze eines Triebs eine Knospe entsteht. Alternativ schneiden Sie knapp oberhalb einer Verzweigung;
  • Kürzen Sie etwa ein Drittel der Trieblänge, aber niemals mehr als die Hälfte.

Rückschnitt der Wurzelschösslinge

Zu nährstoffreiche Kulturbedingungen (ein besonders humusreicher Boden oder regelmäßige Düngergaben) können bei Rosmarinweiden im Freiland die Bildung von Wurzelschösslingen fördern. Dies kommt vor allem bei der Amerikanischen Rosmarinweide vor. Dabei handelt es sich um Triebe, die mit der Mutterpflanze verbunden sind und sich rund um den Pflanzbereich entwickeln und ausbreiten. Auf diese Weise kann sich die Pflanze vermehren und neue, identische Sträucher bilden.

Damit sich die Wurzelschösslinge nicht zu stark ausbreiten oder wenn Sie Ihren Strauch auf einen bestimmten Bereich begrenzen möchten, können Sie sie entfernen.

Warten Sie, bis sie eine Länge von 10 bis 20 cm erreicht haben. Gehen Sie dann wie folgt vor:

  • Graben Sie mit einem Spaten vorsichtig rund um den Wurzelschössling, damit Sie das Hauptwurzelsystem nicht beschädigen;
  • Durchtrennen Sie die Wurzel, die den Wurzelschössling mit der Mutterpflanze verbindet, mit einem Spaten oder einer Gartenschere.

Sie können diese Wurzelschösslinge wieder einpflanzen, wenn Sie Ihre Rosmarinweide vermehren möchten. Pflanzen Sie sie entweder an einer anderen Stelle im Garten ins Freiland oder in einen Topf. Gießen Sie regelmäßig, bis der Strauch gut angewachsen und kräftiger geworden ist.

Manchmal genügt es, die aus dem Boden austreibenden Wurzelschösslinge direkt über dem Boden abzuschneiden. Das geht schneller als das vollständige Entfernen.

Weitere Tipps finden Sie hier: „Mein Strauch bildet Wurzelschösslinge. Warum? Was kann ich tun?

Das benötigte Werkzeug

Für den Rückschnitt der Rosmarinweide benötigen Sie lediglich:

  • eine saubere und gut geschärfte Gartenschere für den Rückschnitt der oberirdischen Pflanzenteile;
  • einen gut geschärften Spaten für das Entfernen der Wurzelschösslinge.