In unseren Breiten werden Kakteen meist im Topf kultiviert. Eine Ausnahme bilden die wenigen Glücklichen, die im Süden oder in einem sehr geschützten Garten leben. Nach einigen Jahren Kultur sollten Sie sie, wie jede andere Topfpflanze, umtopfen. Wie können Sie sich bei dieser Arbeit vor Verletzungen an den Händen schützen? Schließlich stechen Kakteen naturgemäß. Und wie topfen Sie sie richtig um? Wir verraten Ihnen alles!

Warum sollten Sie einen Kaktus umtopfen?

Obwohl Kakteen langsam wachsen, profitieren sie von einem Umtopfen, bei dem das Substrat erneuert wird. Wie bei allen Pflanzen erschöpft es sich mit der Zeit.
Da Kakteen meist in kleinen Kunststofftöpfen verkauft werden, wachsen sie auch in einem porösen Material wie Terrakotta besser. Dieses steht besonders stabil und ermöglicht eine stärkere Verdunstung des Wassers. Dadurch sinkt das Risiko von Wurzelfäule.
Beim Umtopfen können Sie außerdem die Wurzeln kontrollieren und nach Krankheiten oder Parasiten suchen. Große, aufrecht wachsende Kakteen werden in zu kleinen Töpfen mit der Zeit instabil. Jetzt ist es Zeit zum Umtopfen!

Warum einen Kaktus umtopfen
Minikakteen und ihr kleiner Kunststofftopf eignen sich nur für eine gewisse Zeit …

Wann sollten Sie einen Kaktus umtopfen?

Wie bei vielen anderen Pflanzen ist das Ende des Winters oder der Beginn des Frühjahrs der richtige Zeitpunkt dafür. Im März oder April erwachen die Kakteen aus ihrer winterlichen Ruhe. Dann verkraften sie den Stress des Umtopfens besser, weil ihre Zellen wieder aktiv werden und das Wachstum erneut einsetzt.

Wie oft sollten Sie umtopfen?

Der Vorteil von Kakteen besteht darin, dass sie wenig Pflege benötigen und mehrere Jahre problemlos im selben Topf bleiben können.
Als Richtwert empfiehlt sich jedoch, sie etwa alle drei Jahre umzutopfen. Entscheidend ist auch ihre Entwicklung im Topf. Kontrollieren Sie den Zustand der Wurzeln. Wenn sie zu wenig Platz haben und den Topf vollständig durchwurzelt haben, ist es Zeit zum Umtopfen. Auch ein zu stark verdichtetes Substrat ist ein Hinweis darauf.

Benötigtes Material

  • Dicke Handschuhe, eine Zange oder mehrere Seiten Zeitungspapier
  • Einen etwas größeren Topf als den bisherigen (etwa 2 cm größer), mit Abzugslöchern
  • Blähton, Kies oder kleine Steine
  • Ein spezielles Kakteensubstrat oder eine Mischung aus gleichen Teilen Blumenerde, Lava, Perlite oder Sand und Gartenerde.
Kaktus umtopfen
Handschuhe oder eine Zange sind unverzichtbar, damit Sie sich nicht verletzen

Wie topfen Sie einen Kaktus um?

  • Stellen Sie das Gießen ein, und zwar mindestens eine Woche vor dem Umtopfen. So verringern Sie den Stress für den Kaktus und das Risiko von Wurzelfäule nach dem Umtopfen.
  • Legen Sie eine Tonscherbe auf das Abzugsloch. Füllen Sie anschließend eine Drainageschicht aus Blähton oder Kies ein. Sie sollte etwa ein Drittel der Topfhöhe ausmachen.
  • Füllen Sie den Topf mit einer guten Schicht Erde. Der Wurzelballen des Kaktus sollte nach dem Einsetzen 1–2 cm unter dem Topfrand liegen.
  • Nehmen Sie den Kaktus aus dem Topf. Verwenden Sie dafür besonders schützende Handschuhe, eine Zange oder bei größeren Exemplaren mehrere gefaltete und zu einem dicken Griff geformte Zeitungsseiten. Auch ein dickes Handtuch eignet sich. Arbeiten Sie sorgfältig, damit Sie die manchmal scharfen Dornen bestimmter Arten vermeiden. Klopfen Sie vorsichtig gegen den Topf, damit sich der Wurzelballen löst, ohne dass die Wurzeln beschädigt werden.
Umtopfen eines Kaktus mit Dornen
  • Setzen Sie den Kaktus in die Mitte des Topfes und richten Sie ihn gerade aus.
  • Füllen Sie rund um den Wurzelballen lockere, durchlässige Blumenerde ein, ohne den Hals der Pflanze zu bedecken.
  • Drücken Sie die Blumenerde am Rand leicht an. Halten Sie die Pflanze dabei mit den Handschuhen oder der Zange senkrecht.
  • Gießen Sie erst nach 10 Tagen bis zwei Wochen. So können sich die Wurzeln vom Umtopfen erholen. Vermeiden Sie außerdem einige Tage lang direkte Sonne, um den Stress für die Pflanze weiter zu verringern.
Einen Kaktus richtig umtopfen