Echinops sorgt im Garten für eine sehr natürliche blaue Blüte. Besonders beliebt sind die kleinen Kugeln von Echinops ritro, der wohl am weitesten verbreiteten Art. Die kugelförmigen, struppigen Blütenstände machen den besonderen Reiz dieser recht winterharten Staude aus. Sie bevorzugt volle Sonne und verträgt Trockenheit gut. Um Echinops zu vermehren und neue Pflanzen zu erhalten, können Sie die Aussaat im Frühjahr oder Herbst versuchen. Die Stecklingsvermehrung über Wurzeln, Wurzelschösslinge oder Ausläufer bietet jedoch eine weitere Möglichkeit, schnell und kostengünstig neue Kugeldisteln zu gewinnen.
Hier erfahren Sie alles, was Sie über die Stecklingsvermehrung von Echinops über Wurzelstecklinge wissen müssen.

Warum sollten Sie Echinops über Wurzelstecklinge vermehren?
Im Gegensatz zur Aussaat, deren Ergebnisse unvorhersehbar sein können und die mehr Zeit benötigt, ermöglicht die Stecklingsvermehrung über Wurzeln eine sortenechte Vermehrung und beschleunigt das Wachstum.
Die Stecklingsvermehrung über Wurzeln ist bei Echinops eine besonders wirksame Methode, wenn sich die oberirdischen Pflanzenteile nicht für Kopfstecklinge eignen. Diese Technik bietet gute Erfolgsaussichten, da die Wurzeln wichtige Energiereserven enthalten. Dadurch können sich neue Pflanzen leichter entwickeln. Echinops aus Wurzelstecklingen etablieren sich schneller und werden mit der Zeit kräftiger.
Wann sollten Sie Echinops-Wurzeln schneiden?
Die Stecklingsvermehrung über Wurzeln erfolgt bei Echinops im Winter oder sehr frühen Frühjahr. In dieser Zeit befindet sich die Pflanze in Dormanz. Das verringert den Stress für die Mutterpflanze und fördert das Anwachsen der Stecklinge.

Wie gewinnen Sie Wurzelstecklinge von Echinops?
- Mischen Sie Blumenerde mit Sand im Verhältnis 2:1. Füllen Sie den Topf zu drei Vierteln. Befeuchten Sie das Substrat leicht.
- Wählen Sie eine gut entwickelte Staude aus und graben Sie sie vorsichtig aus, ohne die Wurzeln zu beschädigen.
- Entfernen Sie bei Bedarf überschüssige Erde, damit die Wurzeln gut sichtbar sind. Lassen Sie die Feinwurzeln an der Pflanze.
- Wählen Sie eine kräftige, gesunde und gut ausgebildete Seitenwurzel, die mindestens 5 mm dick ist.
- Schneiden Sie die Wurzel nahe der Pflanzenbasis ab, sodass Sie ein 5 bis 10 cm langes Teilstück erhalten.
- Verwenden Sie ein scharfes, desinfiziertes Messer und führen Sie einen sauberen Schnitt aus.
- Tauchen Sie die Schnittenden bei Bedarf in Bewurzelungshormon, um das Wachstum anzuregen (optional).
- Pflanzen Sie die Mutterpflanze wieder in den Boden und gießen Sie sie.
- Legen Sie die Wurzelstücke anschließend waagerecht in den Topf und bedecken Sie sie leicht mit Blumenerde.
- Gießen Sie mäßig, damit das Substrat feucht, aber nicht nass bleibt.
- Stellen Sie den Topf an einen hellen, frostfreien Platz, der vor direkter Sonne geschützt ist. Ein Gewächshaus oder Frühbeet ist ideal.
- Gießen Sie regelmäßig, damit das Substrat frisch bleibt, aber vermeiden Sie Staunässe.
Umpflanzen der Stecklinge
Sobald die Stecklinge aktiv wachsen, können Sie sie umpflanzen. Das ist meist einige Wochen bis zwei oder drei Monate nach dem Pflanzen der Fall. Wählen Sie einen sonnigen Standort mit gut durchlässigem Boden. Sie können die Stecklinge ins Freiland oder in einen Topf pflanzen. Kontrollieren Sie weiterhin die Bodenfeuchtigkeit. Schützen Sie die Jungpflanzen vor extremen Witterungsbedingungen, bis sie gut eingewachsen sind.
Weitere Tipps
- Achten Sie auf eine angepasste Bewässerung Ihrer Stecklinge. Zu viel Wasser kann die Wurzeln dieser feuchtigkeitsempfindlichen Pflanze zum Faulen bringen. Halten Sie den Boden nur leicht feucht.
- Beschriften Sie die Töpfe sorgfältig, wenn Sie verschiedene Echinops-Sorten vermehrt haben. So vermeiden Sie spätere Verwechslungen.
- Haben Sie Geduld! Wurzelstecklinge benötigen manchmal etwas länger, bis sie erste Wachstumszeichen zeigen. Stellen Sie die Stecklinge nicht zu früh um. Geben Sie ihnen Zeit, ein kräftiges Wurzelsystem zu entwickeln.
Benötigtes Material
- Eine saubere und scharfe Gartenschere oder ein Messer, gründlich gereinigt
- Töpfe mit einer leichten, gut durchlässigen Blumenerde
- Bewurzelungshormon (optional)
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Lesen Sie auch unser ausführliches Porträt über Echinops: pflanzen, kultivieren und pflegen.
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