Die Feigenkakteen umfassen mehrere Kaktusarten, die besonders für ihre hübschen, fleischigen, paddelförmigen Triebe geschätzt werden. Der bekannteste Vertreter ist der Feigenkaktus (Opuntia ficus-indica), der für seine essbaren Früchte berühmt ist. Der pflegeleichte Feigenkaktus liebt volle Sonne und verträgt Trockenheit sehr gut. Diese Sukkulenten eignen sich hervorragend für einen Steingarten, einen Trockengarten oder einen exotischen Garten und sogar für die Wohnung. Ein weiterer Vorteil: Er lässt sich leicht durch Stecklingsvermehrung vermehren.

Erfahren Sie in unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung und mit unseren Tipps, wie Sie einen Feigenkaktus vermehren.

Wie alle Feigenkakteen lässt sich auch die Sorte 'microdasys' leicht durch Stecklinge vermehren

Warum einen Feigenkaktus durch Stecklinge vermehren?

Die Stecklingsvermehrung ist die einfachste Methode, um einen neuen Kaktus zu erhalten, der bereit ist, einen Steingarten oder Innenraum zu schmücken. Mit dieser Technik können Sie auch einen geschwächten Kaktus retten, der unter Frostschäden oder Fäulnis infolge von zu viel Wasser leidet.

Wann sollten Sie einen Feigenkaktus durch Stecklinge vermehren?

Die Stecklingsvermehrung erfolgt am besten im Frühjahr, denn dann entwickeln Kakteen besonders gut Wurzeln. Vermeiden Sie grundsätzlich Hitzeperioden und strengen Frost.

Wie vermehren Sie einen Feigenkaktus durch Stecklinge?

Das benötigte Material

Für schöne Feigenkaktus-Stecklinge benötigen Sie:

  • einen oder mehrere Töpfe oder große Anzuchttöpfe
  • eine Sprühflasche oder eine Gießkanne
  • einen Bleistift
  • Blähton
  • ein Paar dicke Handschuhe
  • Kakteenerde oder eine Mischung aus je zur Hälfte Blumenerde und Gartensand. Sie können den Sand auch durch Perlite ersetzen.
  • optional: eine vor der Verwendung mit Alkohol gereinigte Gartenschere, um die Übertragung von Krankheiten zu vermeiden
  • optional: ein Stück Pappe zum Schutz vor den unangenehmen Dornen

Das benötigte Material zur Stecklingsvermehrung eines Feigenkaktus

So vermehren Sie einen Feigenkaktus durch Stecklinge

1 - Ziehen Sie Handschuhe an. Auch wenn einige Sorten des Feigenkaktus kaum Dornen zu haben scheinen, stechen sie trotzdem! Ihre winzigen Dornen können Hautreizungen verursachen und lassen sich nur schwer entfernen. Autsch!

2 - Betrachten Sie Ihren Feigenkaktus und wählen Sie ein oder mehrere gesunde, kräftige und grüne Kakteenglieder aus.

3 - Fassen Sie das Kakteenglied vorsichtig an und achten Sie auf die Dornen. Sie können auch ein kleines Stück Pappe als Zange verwenden. So vermeiden Sie Verletzungen, ohne die Kakteenglieder zu beschädigen.

4 - Drehen Sie das Kakteenglied um die eigene Achse, um es abzutrennen. Wenn Sie befürchten, es zu beschädigen, können Sie die Basis auch mit einer Gartenschere abschneiden.

Drehen Sie das Kakteenglied um die eigene Achse, um es leicht abzutrennen. Ein kleines Stück Pappe schützt Sie vor den Dornen

5 - Manche Gärtner pflanzen das Kakteenglied sofort in den Topf. Andere empfehlen, es etwa zehn Tage trocknen zu lassen. Dieser Stress scheint die Wurzelbildung anzuregen.

6 - Füllen Sie den Topfboden mit einer 2 bis 3 cm dicken Schicht Blähton, damit überschüssiges Wasser gut ablaufen kann.

7 - Füllen Sie die Töpfe mit Kakteenerde oder einer Mischung aus Blumenerde und Sand. Drücken Sie das Substrat mit den Händen leicht an. Füllen Sie den Topf bis etwa 3 cm unter den Rand.

8 - Gießen Sie das Substrat möglichst mit Regenwasser.

Eine Schicht Blähton, bedeckt mit einem geeigneten Substrat und einem Wasservorrat für einen kräftig wachsenden Feigenkaktus-Steckling

9 - Bohren Sie mit einem Bleistift ein 3 bis 4 cm tiefes Loch in die Blumenerde.

10 - Setzen Sie die Basis Ihres Stecklings in das Loch und drücken Sie die Blumenerde rund um den Trieb leicht an.

Bohren Sie ein Loch, setzen Sie den Feigenkaktus-Steckling hinein und drücken Sie die Erde an der Basis leicht fest. Einfach und wirkungsvoll.

11 - Optional: Bedecken Sie die Erdoberfläche mit einer Schicht Blähton. Die Tonkügelchen halten den Steckling während der Wurzelbildung zusätzlich aufrecht.

12 - Stellen Sie den Topf an einen hellen Standort ohne direkte Sonne. Gießen Sie höchstens ein- bis zweimal pro Woche. Feigenkakteen reagieren empfindlich auf zu viel Wasser und Staunässe. Lassen Sie das Substrat zwischen den Wassergaben abtrocknen.

13 - Nach etwa zwei Monaten haben sich ausreichend Wurzeln entwickelt. Dann können Sie den Steckling umtopfen oder ins Freiland pflanzen. Geben Sie ihm von nun an einen sonnigen Platz.

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