Die Papyrusstaude (Cyperus), die für ihre elegante Silhouette und ihre schirmförmigen Blätter bekannt ist, wächst als Staude häufig üppig an feuchten Standorten. Im Laufe der Jahre breitet sich die Papyrusstaude mithilfe ihrer Rhizome aus. Das Teilen einer Papyrusstaude ist eine hervorragende Möglichkeit, die Pflanze zu verjüngen, ihren Platzbedarf zu begrenzen oder weitere Exemplare zu gewinnen, um sie an Ihre Lieben zu verschenken oder andere Bereiche Ihres Hauses oder Gartens zu verschönern. In dieser Anleitung finden Sie unsere Tipps und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, mit der Sie diesen Vorgang sorgfältig durchführen.

Warum sollten Sie eine Papyrusstaude teilen?
- Wachstum und Lebensdauer fördern: Wenn die Pflanze im Boden zu dicht wächst oder im Topf zu wenig Platz hat, kann sich ihr Wachstum verlangsamen und sie kann Ermüdungserscheinungen zeigen. Durch das Teilen verjüngen Sie die Horste. Gleichzeitig fördern Sie die Bildung neuer Triebe und verhindern, dass das Innere des Horstes verkümmert.
- Weitere Exemplare gewinnen: Auch zur Vermehrung ist das Teilen eine hervorragende Methode. So können Sie Ihren Garten bereichern oder diese wunderschöne Pflanze mit Ihren Lieben teilen.
- Krankheiten vorbeugen: Indem Sie die Wurzeln auflockern und für mehr Platz sorgen, verringern Sie außerdem das Risiko von Krankheiten, die durch übermäßige Feuchtigkeit entstehen.
Wann sollten Sie Ihre Papyrusstaude teilen?
Der ideale Zeitpunkt zum Teilen der Papyrusstaude ist das Frühjahr, kurz bevor die Pflanze wieder zu wachsen beginnt. Die milden Temperaturen dieser Jahreszeit fördern ein gutes Anwachsen der Wurzeln.
Wie teilen Sie eine Papyrusstaude?
Benötigtes Material
- Eine gut geschärfte und desinfizierte Gartenschere oder ein Gartenmesser.
- Eine kleine Schaufel oder einen Spaten, um die Pflanze vorsichtig auszugraben.
- Gartenhandschuhe (optional, um Ihre Hände zu schützen).
- Gut ausgereifter Kompost oder hochwertige Blumenerde.
- Für das Umpflanzen in einen Topf:
- Einen neuen Topf für das Teilstück.
- Nährstoffreiche, durchlässige Blumenerde, vermischt mit etwas Sand, um den Wasserabzug zu verbessern.
Die einzelnen Schritte
1- Gießen Sie Ihre Papyrusstaude am Tag vor dem Teilen reichlich. Das erleichtert das Herauslösen der Wurzeln und verringert den Stress für die Pflanze.
2- Wenn Ihre Papyrusstaude im Freiland wächst, heben Sie den Horst mit einem Spaten aus, ohne die Rhizome zu beschädigen. Stechen Sie großzügig rund um die Basis ein. Wenn die Pflanze in einem Topf wächst, kippen Sie das Gefäß leicht und ziehen Sie vorsichtig am Horst, um ihn herauszulösen.
3- Schütteln Sie die Pflanze leicht, um überschüssige Erde von den Rhizomen und Wurzeln zu entfernen. So erkennen Sie die natürlichen Teilungsstellen. Sehen Sie sich an, wo sich die Rhizome verzweigen. An diesen natürlichen Trennstellen teilen Sie die Pflanze.
4- Schneiden Sie die Rhizome mit Ihrer Gartenschere oder Ihrem Messer durch, sodass mehrere Horste entstehen. Jedes Teilstück muss mindestens 2 oder 3 Stängel sowie einen Abschnitt eines gesunden Rhizoms mit intakten Wurzeln besitzen. Entfernen Sie beschädigte, faule oder vertrocknete Rhizomstücke sowie schwarz verfärbte Wurzeln.

Das Teilstück in feuchte Erde oder an den Teichrand pflanzen
- Wählen Sie einen zugleich feuchten und sonnigen Standort (oder Halbschatten, wenn die Sonne sehr intensiv ist).
- Lockern Sie die Erde etwa 30 cm tief auf, damit sich die Wurzeln leicht ausbreiten können.
- Wenn Ihr Boden ausgewogen ist (weder zu schwer noch zu durchlässig): Mischen Sie einfach etwas Kompost unter die Erde, um das Substrat anzureichern.
- Wenn Ihr Boden schwer und lehmig ist, mischen Sie Folgendes unter:
- 2/4 Gartenerde.
- 1/4 Kompost oder Blumenerde.
- 1/4 grobkörnigen Sand oder feinen Kies, um den Wasserabzug zu verbessern.
- Wenn Ihr Boden leicht und sandig ist, geben Sie Folgendes hinzu:
- 1/2 Gartenerde.
- 1/2 Kompost oder Blumenerde, um mehr Feuchtigkeit zu speichern.
- Optional: eine Handvoll Torf.
- Heben Sie ein Pflanzloch aus, das breit und tief genug ist, damit die Wurzeln Platz haben, ohne geknickt zu werden.
- Setzen Sie den geteilten Horst in das Pflanzloch. Achten Sie darauf, dass der Hals leicht über dem Bodenniveau bleibt.
- Füllen Sie das Pflanzloch mit dem vorbereiteten Erdgemisch.
- Formen Sie rund um die Basis eine kleine Gießmulde, damit das Wasser beim Gießen dort bleibt.
- Gießen Sie unmittelbar nach dem Pflanzen, sodass die Erde rund um die Wurzeln gut durchfeuchtet wird. Halten Sie den Boden besonders in den ersten Wochen konstant feucht, damit die Pflanze gut einwurzelt.
Das Teilstück in einen Topf pflanzen
- Wählen Sie für die neue Pflanze einen Topf mit Abzugslöchern, damit sich kein Wasser staut. Wenn Sie den halb aquatischen Charakter erhalten möchten, stellen Sie den Topf in einen Übertopf oder auf einen Untersetzer, damit sich darunter ein Wasservorrat halten lässt.
- Hinweis: Eine Schicht Blähton am Topfboden kann bei vielen Pflanzen sinnvoll sein. Für die Papyrusstaude ist sie jedoch nicht immer erforderlich, da sie halb aquatisch wächst.
- Füllen Sie die untere Hälfte des Topfes mit einer Mischung aus 2/3 nährstoffreicher Blumenerde (für Grünpflanzen) und 1/3 Sand oder Perlite, damit überschüssiges Wasser gut ablaufen kann. Geben Sie bei Bedarf etwas Kompost hinzu, um das Substrat anzureichern.
- Setzen Sie den geteilten Wurzelballen in die Mitte des Topfes. Achten Sie darauf, dass der Hals, also die Basis der Stängel, direkt auf Höhe der Erdoberfläche liegt. Verteilen Sie die Wurzeln gleichmäßig, ohne sie zu knicken.
- Füllen Sie die Zwischenräume rund um die Wurzeln vorsichtig, damit Sie sie nicht beschädigen, mit dem vorbereiteten Substrat. Drücken Sie es anschließend leicht an, damit die Pflanze stabil steht.
- Gießen Sie so viel Wasser, bis es aus den Abzugslöchern läuft. Füllen Sie anschließend den Untersetzer, damit die Pflanze dauerhaft auf Feuchtigkeit zugreifen kann.
Wie pflegen Sie die Papyrusstaude nach dem Teilen?
- Im Topf:
- Stellen Sie Ihre Papyrusstaude – sowohl die Mutterpflanze als auch die neuen Pflanzen – in den ersten Wochen an einen hellen Platz ohne direkte Sonne, damit sie sich schonend erholen können.
- Kontrollieren Sie den Wasserstand im Untersetzer oder Übertopf. Lassen Sie die Wurzeln niemals austrocknen.
- Es empfiehlt sich, den Untersetzer mit Wasser gefüllt zu halten, um die natürlichen sumpfigen Bedingungen nachzuahmen, die die Papyrusstaude bevorzugt. Erneuern Sie das Wasser jedoch regelmäßig, mindestens einmal pro Woche, damit es nicht abgestanden wird und keinen Nährboden für Bakterien, Pilze oder Mücken bildet.
- Im Freiland:
- Gießen Sie regelmäßig, besonders bei großer Hitze oder Trockenheit.
- Bringen Sie rund um die Basis eine Mulchschicht aus, um die Feuchtigkeit im Boden zu halten und die Verdunstung zu begrenzen.
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