Die aus Brasilien und Lateinamerika stammende Peperomie hat Einzug in unsere Wohnräume gehalten. Diese kleine Trendpflanze findet überall ihren Platz, wenn Sie ihre schönen Farben und das dekorative Laub schätzen. Möchten Sie Ihre Pflanze vermehren, um sie zu verschenken oder neue Exemplare zu erhalten? Die Stecklingsvermehrung ist eine einfache und wirksame Methode, um diese hübschen Zimmerpflanzen sortenecht zu vermehren. In diesem Ratgeber erfahren Sie

Wann vermehren Sie die Peperomie durch Stecklinge?
Die ideale Zeit für die Stecklingsvermehrung einer Peperomie, unabhängig von der Art, ist das Frühjahr oder der Beginn des Sommers, wenn sich die Pflanze in einer aktiven Wachstumsphase befindet. In dieser Zeit bewurzeln sich die Stecklinge dank höherer Temperaturen und längerer Sonneneinstrahlung besonders schnell.
Das benötigte Material
Stellen Sie vor Beginn sicher, dass Sie alle benötigten Materialien zur Hand haben:
- eine Gartenschere
- Alkohol zum Desinfizieren Ihrer Werkzeuge
- Töpfe oder Glasgefäße für die Stecklingsvermehrung im Wasser
- eine leichte, gut durchlässige Blumenerde
- eine Sprühflasche, um die Feuchtigkeit zu erhalten
- Plastiktüten oder Anzuchtglocken, um eine feuchte Umgebung zu schaffen
Methode 1: Peperomie im Wasser vermehren
Beide Methoden sind wirksam. Wenn Sie Anfänger sind, finden Sie die Stecklingsvermehrung im Wasser vermutlich etwas beruhigender, weil Sie die Entwicklung der Wurzeln beobachten können.
- Bereiten Sie den oder die Stecklinge vor: Schneiden Sie einen gesunden, kräftigen Trieb mit einer Länge von 5 bis 10 cm ab. Wählen Sie einen Abschnitt mit mindestens einem oder zwei Knoten, also den Stellen, an denen die Blätter sitzen, und schneiden Sie direkt unterhalb eines Knotens. Entfernen Sie die unteren Blätter, damit sie im Wasser nicht faulen. Oben sollten nur zwei oder drei Blätter verbleiben. So verringern Sie die Verdunstung und fördern die Bewurzelung.
- Stellen Sie den Steckling in ein Glas Wasser: Tauchen Sie die Basis des Triebs in ein großes Glas oder ein mit zimmerwarmem Wasser gefülltes Gefäß. Achten Sie darauf, dass kein Blatt das Wasser berührt und die Knoten untergetaucht sind. Verwenden Sie idealerweise Regenwasser. Stellen Sie den Steckling an einen hellen, vor direkter Sonneneinstrahlung geschützten Platz.
- Wechseln Sie das Wasser regelmäßig: Erneuern Sie das Wasser alle drei bis vier Tage, um die Vermehrung von Bakterien zu verhindern und eine gesunde Bewurzelung zu fördern.
- Pflanzen Sie den Steckling um: Nach zwei bis vier Wochen haben sich Wurzeln gebildet. Sobald sie 2 bis 3 cm lang sind, pflanzen Sie den Steckling in einen Topf mit leichter, gut durchlässiger Blumenerde.

Methode 2: Peperomie in Erde vermehren
Bei dieser Methode gewöhnen sich die Stecklinge direkt an ihr späteres Substrat. Dadurch verringert sich der Umpflanzschock. Sie können Kopfstecklinge gewinnen, was sich besonders für die Peperomia obtusifolia und die Peperomia scandens eignet, oder Blattstecklinge, die bei der Peperomia hederaefolia gut funktionieren. Bei Blattstecklingen dauert die Bewurzelung allerdings etwas länger.
- Bereiten Sie den neuen Topf vor: Füllen Sie einen kleinen Topf, der 2 cm größer ist, mit einer leichten, gut durchlässigen Mischung. Verwenden Sie Blumenerde für Grünpflanzen, die Sie mit einem Drittel Perlite oder Sand und, falls vorhanden, etwas Kokosfaser mischen.
- Bereiten Sie den Steckling vor: Schneiden Sie wie bei der Stecklingsvermehrung im Wasser mit einer desinfizierten Schere einen gesunden, 5 bis 10 cm langen Trieb ab. Entfernen Sie die unteren Blätter. Der Trieb muss mindestens einen Knoten aufweisen. Alternativ verwenden Sie ein Blatt mit seinem Blattstiel, also dem kurzen Stiel, der es mit dem Trieb verbindet. Halbieren Sie die Blätter mit einem sauberen Schnitt.

- Pflanzen Sie den Steckling ein: Stecken Sie die Basis des Triebs oder Blattes vorsichtig in das Substrat und bedecken Sie sie leicht. Achten Sie darauf, dass sich mindestens ein Knoten unter der Erde befindet. Bei einem Blatt sollte sich die Hälfte im Substrat befinden. Drücken Sie die Blumenerde rund um den Steckling leicht an, damit er stabil steht.
- Feuchten Sie das Substrat an: Gießen Sie den Steckling leicht, damit die Feuchtigkeit konstant bleibt, ohne dass das Substrat zu nass wird.
- Schaffen Sie eine feuchte Atmosphäre: Decken Sie den Topf mit einer Plastiktüte ab, um die Luftfeuchtigkeit hoch zu halten und die Bewurzelung zu fördern. Stellen Sie den Topf an einen hellen, vor direkter Sonneneinstrahlung geschützten Platz.
- Pflegen Sie den Steckling: Die Wurzeln bilden sich normalerweise innerhalb von drei bis sechs Wochen. Damit dauert die Bewurzelung länger als bei einem Steckling im Wasser. Bei Blattstecklingen erscheinen die neuen Triebe an den Enden der Hauptblattadern.
Kontrollieren Sie regelmäßig die Feuchtigkeit der Blumenerde und gießen Sie bei Bedarf leicht. Nach einigen Wochen bilden sich neue Blätter oder die vorhandenen Triebe wachsen weiter. Daran erkennen Sie, dass der Steckling erfolgreich Wurzeln gebildet hat und weiterwächst!
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